Graphiken aus .doc-Datei herausziehen?

Hallo,

öfters bekomme ich von unserem Hauptsitz in USA WORD-Dokumente (.doc), die Graphiken enthalten.
Wenn ich diese Graphiken nun separat speichern will, um sie noch anderweitig zu verwenden, habe ich ein Problem: Wenn ich sie (mit rechter Maustaste) anklicke, auf „Kopieren“ gehe, dann in einem Graphikprogramm sie mit „Einfügen“ öffne, ist die Qualität total mies.

Wie kann ich die Graphiken herausziehen, ohne Qualitätsverlust?

Vielen Dank für Hinweise.

Lieben Gruß
Dantis

Hi Dantis,

das Problem mit den simple minded users, die meinen, mit mit einem
Sekretärinnen äh Officeprogramm hochwertig druckfähige Vorlagen erstellen
zu können, kenne ich zu gut. Bei uns im Verlag gehen solche Dokumente mit
eingebundenen Grafiken postwendend mit dem Vermerk „Nicht druckfähig“
zurück. Da ein Lernprozess mit Schmerzen verbunden sein muss und das
heisst hier: Grafik nachbauen und das kostet Geld, viel Geld, hat es der
eine und andere schon geschafft, die Grafiken separat zu schicken.

Es wird dir nichts nützen, diese in ein Grafikprogramm zu laden, denn 72
dpi bleiben halt so und sehen auch so aus.

Mitfühlenden Gruß
Horst

Wie kann ich die Graphiken herausziehen, ohne
Qualitätsverlust?

Hallo,

eine Moralstandpauke erspare ich mir - man muss eben viel zu oft mit dem leben, was man (geliefert) bekommt. Wie so oft wäre ein Hinweis auf die verwendete Programmversion natürlich nicht schlecht.

Hier der Hinweis, der weiterhelfen mag: http://www.mediengestalter.info/forum/4/word-bilder-….

Gruß,
Andreas

Hallo Horst,

danke für Dein Posting. Ist mir schon klar, dass die Graphiken für einen hochwertigen Druck nicht brauchbar sind. Aber für eine interne Info (Grafik nur briefmarkengroß) oder für eine Darstellung (Präsentation) am Bildschirm sind sie oft gut genug, und dafür würde ich sie gern nehmen. Aber mit copy & paste wirds halt total mies.

Lieben Gruß
Dantis

PS: Wie kann ich eigentlich die dpi-Zahl einer Grafik, wenn unbekannt, feststellen?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Danke, hat geklappt!

Hier der Hinweis, der weiterhelfen mag:
http://www.mediengestalter.info/forum/4/word-bilder-….

Gruß,
Andreas

Danke, Andreas,

hat weitergeholfen: das Speichern als htm erzeugt einen eigenen Ordner mit den Graphiken, und dort sind sie unverfälscht drin.

Lieben Gruß
Dantis

[ot] Über die ‚‚Erziehung von Druckkunden‘‘

Bei uns im Verlag gehen solche Dokumente mit
eingebundenen Grafiken postwendend mit dem Vermerk „Nicht
druckfähig“ zurück.

Hallo,

diesen Satz möchte ich noch kommentieren. Ein Vorstufenunternehmen (oder Druckerei), das nicht nur mit Agentur-, sondern auch mit Industriekunden zusammenarbeitet, bekommt täglich Office-Dokumente mit importierten Bild- und Graphikdateien.

Je nach persönlicher Beziehung zwischen Druckerei und Kunden ist es natürlich in einigen Fällen möglich, den Kunden zu „erziehen“. Abgesehen von guten persönlichen Beziehungen zwischen Auftraggeber und -nehmer setzt dies voraus, dass sich der Kunde für seine eigene Arbeit, die technischen Gegebenheiten in Vorstufe und Druck, die Optimierung von Produktionsprozessen und damit die beste Qualität des fertigen Produkts interessiert! - Diese Hoffnung darf man in vielen Fällen jedoch getrost begraben. Die vielverbreitete Kundensicht ist, dass diese Leistungen allein vom Dienstleister zu erbringen sind. Dass sich die Qualität der gelieferten Vorlagen auf das gedruckte Ergebnis auswirken könnte, wird gerne ignoriert. Die „Repro“ wird’s schon richten.

Worauf ich hinaus will: Würden wir alle Industriekunden mit „Sekretärinnensoftware“ mit dem lapidaren Hinweis „Nicht druckfähig“ wieder nach Hause schicken, könnte ein Drittel der hier beschäftigten Mitarbeiter gleich mitgehen. Der beabsichtigte Lerneffekt beim Kunden träte wohl in den wenigstens Fällen ein, weil dieser sein Geraffel ganz einfach zur Konkurrenz trägt! Die Auswahl ist groß genug, irgendeiner macht es immer!

Anstatt dem Kunden den Office-Kram sofort um die Ohren zu hauen, nutzen wir eine Alternative: Word-, Excel- und Powerpoint-Dokumente werden in ein PDF-Workflow-System geladen, dort zu PDF/X-3 konvertiert, das Ergebnis im Acrobat kontrolliert und dann geprooft. Nach diesem Proof können wir entscheiden, ob sich an den Bildern - abhängig vom Motiv - noch was retten lässt und vor allem kann der Kunde dann sehr schön entscheiden, ob er das Ergebnis übehaupt noch in gedruckter Form sehen möchte!

Diese Vorgehensweise, die bis auf das Kopieren der gelieferten Daten automatisiert ist und keinen hohen Zeitaufwand erfordert, scheint mir deutlich schlauer zu sein, als vielen Kunden die Tür vor der Nase zuzuschlagen. Wir freuen uns jedenfalls über jeden, der das bei der Konkurrenz erlebt hat.

Ein letztes: Was „druckfähig“, besser „druckreif“ ist, entscheidet schon lange nicht mehr die Druckerei, sondern der Auftraggeber nach seinen individuellen Qualitätsanforderungen. Das mag aus fachmännischer Sicht bedauernswert sein und tut oft weh. Wenn der Kunde jedoch über die reprotechnische Qualität seiner Vorlagen und über mögliche Alternativen informiert wurde, und wenn er den Proof abgesegnet hat - dann gibt es nur noch idealistische Gründe, ihm seinen Wunsch nach einer gedruckten Auflage zu verweigern.

Gruß,
Andreas

2 „Gefällt mir“

Hallo Dantis,

hier noch eine Variante.

Ich öffne das Word-Dokument in OpenOffice und speichere es unter dem OpenOffice-eigenen Format ab. Das ist ein gezipptes XML-Format. Diese Datei packe ich mit irgendeinem zip-Tool aus und da hab ich dann die Bilddateien. Die haben zwar irgendwelche komischen Namen, aber ich habe wenigstens die Bilder ohne Verlust rausgeholt.

Viele Grüße
Stefan

hi,

PS: Wie kann ich eigentlich die dpi-Zahl einer Grafik, wenn
unbekannt, feststellen?

lade sie in dein bildbearbeitungsprogramm und klicke dich durch die menüs … programm- und versionsabhängig.

lg, pit

1 „Gefällt mir“

Hallo!

Grafiken und Fotos holt man mittels Word verlustfrei aus dem Dokument, indem man es als Webseite speichert. Word legt dann für alle Bilder ein separates Verzeichnis an und speichert sämtliche Bilder im Originalformat oder als PNG-Dateien, wenn das Originalformat nicht beherrscht wird. Sollten darunter Fotos sein, die von Word im Dokument komprimiert dargestellt wurden, z.B. in Briefmarkengröße, sind die wieder in Originalgröße restauriert!

Gruß,

Ralf

Danke auch Dir!
Danke, Ralf,

so war es auch in dem Link beschrieben, den Andres gepostet hatte, und so hat es auch geklappt bei mir.

Lieben Gruß
Dantis

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Danke für den Hinweis - leider kein OpenOffice
Hallo Stefan,

danke auch für Deine Hinweis. Arbeite leider nicht mit OpenOffice. Aber durch den Tipp mit „Speichern als website“ war ich inzwischen erfolgreich.

Lieben Gruß
Dantis

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]