Gras essen

Hallöchen,

dass Gras für Menschen kein Nahrungsmittel ist, ist auch mir als medizinischem Laien bekannt.

Könnte ein Mensch, der sich in einer abgelegenen Gegend durchschlagen muss, durch Essen von Gras aber nicht sein Hungergefühl ausschalten? Ein paar Tage ohne Nahrungsmittelzufuhr kann man doch überleben, aber das schmerzhafte Hungergefühl, dass sicher auch aktives Handeln erschwert, wäre wenigstens weg.

Neugierige Grüße
Peggy

Hi
Kühe haben 4? Mägen und bringen den Kram hoch, käuen wieder, um das Zeuch zu verdauen… möcht bezweifeln das mein sensibles Mägelchen damit klartkommt.
hh

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Hallo Peggy,

literarisch belegt ist Gras essen in extremen Hungersituationen z.B. bei Solchenizyn (Archipel Gulag) und - für Deutschland - David Rousset (Les jours de notre mort).

Das ausführliche Magensystem der Wiederkäuer dient dem Aufschluss von Zellulose (>> Umbau zu Fett). Das kann das menschliche Verdauungssystem nicht. Gras enthält aber (in vergleichsweise geringen Mengen) auch Kohlehydrate, bissel Karotin, paar Mineralien & (in Spuren) Vitamine. Generell ist Wasser aus (oberflächlich sauberen) Pflanzen hinsichtlich Infektionen weniger riskant als (stehendes) Oberflächenwasser.

Besser ists, wenn Du den Selbstversuch dennoch unterlässt, alldieweil es Gräser gibt (einige Seggen z.B.) die giftig sind und andere (Ruchgras), von denen man einen Durchmarsch kriegt, der wenn kein oder nicht genug Trinkwasser vorhanden tödlich sein kann.

Tip: Gras auf dem Umweg durch die Kuh liefert u.a. vorzüglichen Emmentaler.

Schöne Grüße

MM

Hallo Peggy!

Mediziner bin ich ja keiner, aber ich werde versuchen, mit meinem Hausverstand&Naturverbundenheit zu antworten:

dass Gras für Menschen kein Nahrungsmittel ist,

Sag das nicht!
‚Gras‘ ist eine sehr umfangreiche Pflanzenfamilie, zu der u.a.auch die Getreidearten gehören.
Allerdings, ein Mensch, der die Pflanzen nicht kennt, wird wohl Probleme bekommen, denn nicht alles ist für den Menschenmagen verträglich, manches (hoch-)giftig.
Pflanzenkenntnisse vorausgesetzt und vielleicht nicht nur auf Gräser beschränkt, bräuchtest du nicht zu hungern: Nicht nur viele Gräserfrüchte (Körnchen) sind essbar, auch die unterird.Ausläufer (meistens besonders zart) und Wurzelstöcke stillen deinen Hunger.
Auch der Blütenboden aller Disteln ist essbar (Silberdisteln schmecken fantastisch!), Brennnesseln, Löwenzahn (incl. Wurzeln)…u.v.a.m.

  • immer vorausgesetzt, du kennst die Pflanzen.

in einer abgelegenen Gegend

Kommt drauf an, wo - welche meinst du denn?
Du willst doch nicht Einsiedlerin werden? :smile:

Liebe Grüße!
Helene :wink:

Hi,

probier es doch mal mit fasten…

Nach 1-2 Tagen verschwindet das Hungergefühl von allein - vorausgesetzt Du isst garnix. Selbst ausprobiert…
Die meisten Schiffbrüchigen etc. haben ja versucht, die geringen Nahrungsmengen, die sie kriegen konnten zu essen - und damit Magen und Hunger immer aktiv gehalten.

Ein paar Russen sind probeweise mal 1 Monat ohne essen durch die Taiga marschiert. Ausreichend Flüssigkeit, Vitamine und Mineralstoffe per Tabletten müssen aber sein.

Der Normale Mitteleuropäer hat ja meist an ausreichendes Pölsterchen für solche (eher unwahrscheinlichen) Notsituationen.

A.

Hallo Peggy,

Gras ist eine Pflanze, hat also Wurzeln, einen (Blatt-)Stiel und sogar Blüten, die, wenn sie reif sind, Samen tragen.

Ich will mal behaupten, daß du zu einem guten Teil von Gras lebst, nämlich den mehr oder weniger gemahlenen Samen von Weizen, Roggen, Gerste und Hafer. Auch Mais und Reis zählen zu den Gräsern.

Gras ist also sehr wohl eine Nahrungspflanze für den Menschen, genau wie die Kartoffel (von der man ja auch „nur“ die Knollen ißt).

Der Rest wurde ja schon beantwortet.

Gruß
Jochen

Hallöchen,

dass Gras für Menschen kein Nahrungsmittel ist, ist auch mir
als medizinischem Laien bekannt.

Das solltest Du so pauschal nicht sagen. Wenn Du mal ein wenig das Wort „Urkost“ durchgooglest wirst Du einige Seiten von Enthusiasten finden, die durchaus stichhaltige Argumente für das genaue Gegenteil ins Feld führen. Ich zitier grad mal:

http://menschennahrung.de/19__Buch/index_46.html

"
2.3. Gras - Bin ich n´ Rindvieh oder was?

Gras ist eine ganz besondere Wildpflanze. Sie ist die Pflanze mit dem höchsten Chlorophyll-Gehalt. Du kannst Dich mit keiner anderen Nahrung so gut mit diesem so wertvollen Stoff versorgen wie über das Gras. Doch das ist noch nicht alles.

Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass Gras alle bekannten Mineralstoffe und Vitamine enthält. Mit Sicherheit befinden sich darüber hinaus noch eine Vielzahl weitere ebenso wichtige bisher noch unbekannte Stoffe im Gras.

Gras ist eine Schatzkiste voller Juwelen für Deine Gesundheit. Folgende Tabelle stellt Dir die besonders leuchtenden aus diesen Reichtümern übersichtlich zusammen:

Der Reichtum des Grases:

Gras ist reich an Chlorophyll.
Verfügt über 5 mal mehr Eisen als Spinat.
Verfügt über 10 mal mehr Vitamin E als Spinat.
Reich an lebenden Makromolekülen.
Enthält alle bisher bekannten Vitamine und Mineralstoffe.
Enthält 21 % Eiweiß am Gesamtgewicht.
Enthält alle essentiellen Aminosäuren.
Besitzt eine extrem hohe Enzymkonzentration.
Besitzt das Enzym P4 D1. Dieses fördert die DNA Reparatur. Es dient damit der Krebs – Prophylaxe, stellt gesunde Nachkommen sicher, bremst den Alterungsprozeß und schützt vor den schädlichen Einflüssen der radioaktiven Strahlung.

Der Reichtum des Grases erklärt schon die wohltuende Wirkung auf Körper und Geist. Einige der vielgestaltigen Heilwirkungen des Grases sind in folgender Tabelle aufgelistet:

Heilwirkungen des Grases:

Beugt Krebs vor.
Wirkt dem schädlichen Einfluß von radioaktiver Strahlung entgegen.
Hilft die DNA reparieren.
Mobilisiert das Immunsystem.
Bringt die Darmflora ins Gleichgewicht.
Fördert die Selbstheilungskräfte des Körpers.
Unterstützt die Organtätigkeit von Herz- und Kreislauforganen, ebenso wie die der Verdauungsorgane und der Leber.
Führt zu Säure - Basen - Gleichgewicht.
Wirkt antianämisch (blutbildend).
Wirkt entschlackend.
Leitet Schwermetalle und andere toxische Stoffe aus dem Körper aus.
Wirkt blutreinigend.
Heilt Allergien.
Fördert die Heilung von Wunden und Verbrennungen (bei äußerlicher Anwendung).
Führt zu einer reinen Haut.

Bei der Therapie in diesen Fällen zeigte Gras Wirkung. Es wurden Portionen von bis zu 150 g mit einer hydraulisch arbeitenden Saftpresse verarbeitet und verabreicht. Ein derartiger Grassaft hat einen Chlorophyllanteil von 70% in der Lösung.

Da die Reinigungskraft des Chlorophylls im Gras enorm ist, beginnt man die Kur mit 1 bis 2 Teelöffel pro Tag. Später, wenn die ersten Schlacken bereits ausgeleitet wurden, kann die Dosis gesteigert werden (siehe (VIII) Der Weg zur Gesundheit). Dieselben Erfolge wie mit Grassaft lassen sich auch durch das einfache Kauen des Grases bewirken. Der Saft wird dabei im Mund freigesetzt und sofort über die Schleimhäute des Mundes aufgenommen oder geschluckt im Verdauungstrakt resorbiert. Auf diese Weise wirkt sich das Gras besonders gut auf die Gesundheit von Zähnen, Zahnfleisch und Mund aus. Es verhindert Mundgeruch und festigt die Zähne. Die nach mehrminütigem Kauen übrigbleibenden Faserstoffe können ausgespuckt oder geschluckt werden.

Gras kann, wie Du aus obigem ersiehst, somit als ein ideales, vollwertiges Nahrungsmittel zur Gesundung des ganzen Körpers dienen."

Tja, dann … wohl bekomms

Admeta

daß du bei den Inhaltstoffen dieses Gras das THT nciht vergessen ahst?

*GG*

daß ich THC gemeint habe!

*gg*

daß ich THC gemeint habe!

*gg*

Was die Frage aufwirft, was du wohl zum Frühstück gegessen hast.

Was das Gras angeht möchte ich aber doch betonen, dass ich lediglich zitiert habe. Allerdings kann ich auch von einem einmaligen Selbstversuch berichten, der keinerlei nachteiligen Wirkungen zeigte, weder verdauungstechnisch noch stellten sich halluzinatorische Erscheinungen ein. Nur was den geschmacklichen Aspekt angeht ist die Sache doch, gelinde gesagt, sehr gewöhnungsbedürftig.

Grüsse

Admeta

Könnte ein Mensch, der sich in einer abgelegenen Gegend
durchschlagen muss, durch Essen von Gras aber nicht sein
Hungergefühl ausschalten? Ein paar Tage ohne
Nahrungsmittelzufuhr kann man doch überleben, aber das
schmerzhafte Hungergefühl, dass sicher auch aktives Handeln
erschwert, wäre wenigstens weg.

Hallo
Ich glaube , man kann das theoretisch machen . Aber das abrupfen und kauen erscheint mir schon sofort reichlich unbequem und frustrierend .
Affenarten , welche sich rein pflanzlich ernähren , haben einen dafür dickeren Bauch . Nur die Wiederkäuer , Rinder usw…, können die Zellulose in Zucker umwandeln . Gras kann man schlecht kauen , man würde wohl in der Natur junge Blätter bevorzugen , wie sie auch für Salat verwendet werden .
Allerdings habe ich mich mal über ein Art Leberwurst aus dem ehemaligen Ostblock geärgert :

  1. war billig
  2. „mit Kräuter“ stand drauf
  3. kam mir wie schnödes Wiesengras vor …
    MfG

Missverständnis ?!
Hallöchen,

ich hatte geschrieben:

… ein Mensch, der sich in einer abgelegenen Gegend durchschlagen muss, …

Also jemand, der z. B. mit dem Flugzeug abgestürzt ist, sich bei einer Abenteuerreise verfahren hat o. ä. und nun durch die Gegend irrt.

Dass er, wenn Mais oder andere Körner greifbar sind, die essen wird, ist logisch. Um zu wissen, welche Wurzeln nahrhafter sind, braucht er Fachkenntnis.

Wenn ihm also nur Gras zur Verfügung steht? Wenn ich einer Zuschrift glauben darf, könnte man mit Gras ja die Welternährungsprobleme lösen. Das bezweifle ich aber. Auch wenn ich mich als Laie geoutet habe, erinnere ich mich doch aus dem Schulunterricht, dass Gras für die menschliche Verdauung kaum verwertbar ist. Nicht umsonst sind ja viele Grasesser Wiederkäuer.

Ich hätte auch nach Blättern fragen können. Aber ich vermute(te), dass Blätter häufiger giftig sein können, was ich bei Gras für ausgeschlossen hielt.

Einer meinte ja, man brauche Hunger nicht betäuben, der ginge von allein weg. Wirklich? Meine Frage war also, ob man durch Essen eines als Nahrungsmittel ungeeigneten Stoffes sich nicht einige Zeit fit halten kann, indem man den Hunger ausschaltet. Ich vermute doch, dass quälender Hunger Motivation, Aufmerksamkeit und Zielstrebigkeit lähmt.

Liebe Grüße
Peggy