Grauer Star

Hallo
hat jemand Erfahrungen mit OP grauem Star? Ich habe an einem Auge 60 % den Grauen Star und am anderen Auge sagte der Augenarzt, dass ich volle Sehkraft habe. Jetzt will er aber beide Augen operieren und zweierlei Linsen einsetzen. Fernsicht und Nahsicht zum Ausgleich. Mir ist mulmig dabei, das 2. Auge, wo volle Sehkraft ist, die Linse austauschen zu lassen. Bitte um eine Rückmeldung

Hallo Toska5

ich bin nicht Arzt, habe aber beidseitig den grauen Star operiert.

Ich würde mir das gute Auge nie operieren lassen! Jede Operation hat ein Risiko - kein vernünftiger Mensch würde sein gesundes Auge zum Spass oder sonstwas operieren lassen.

Mir wurden Linsen eingesetzt, mit welchen ich ohne Korrektur die Ferne klar erkenne.

Als ich mir eine Lesebrille machen liess, funktionierte diese für den bei der Arbeit am Computer notwendige Distanz nicht - ich brauchte noch eine Arbeitsbrille. Weil das ständige Brille auf- und absetzen mühsam war und ich immer wieder bei der um meinen Hals hängenden Brlle Gläser verlor, entschied ich mich wieder für eine Gleitsichtbrille.

An Deiner Stelle würde ich mindestens eine Zweitmeinung von einem erfahrenen Augenarzt einholen!

Beste Grüsse

Urs Peter

Moin Toska,

persönlich habe ich keine Erfahrung mit der OP, aber in meinem Umfeld sind viele Menschen sehr erfolgreich operiert worden.

Mein Schwiegervater, der am jugendlichen Grauen Star litt, hat sich mit ca. 70 operieren lassen (die Jahreszahl kann ich jetzt nicht ganz genau sagen) und fing wieder an zu fotografieren, hat sich eine neue Kamera gekauft usw.

Es ist also eine Routine-OP geworden.

ABER, NIE würde ich mir ein gesundes Auge operieren lassen!

Lass Dir diesen Vorschlag von Dem Augenarzt nochmal SEHR genau erläutern und hol Dir unbedingt eine zweite Meinung ein!

Wie schon gesagt wurde, JEDE OP ist ein Risiko, das man nicht wegdiskutieren kann.

Ich wünsche Dir alles Gute und vor allem „Gute Sicht“.

LG Volker

Hallo!

Frage Deinen Augenarzt unbedingt, warum er das 100%ig sehende Auge operieren will!

JEDER Eingriff ist mit einem Risiko behaftet, und man wägt immer ab, ob ein Eingriff wirklich das kleinere Übel darstellt.

Unbedingt würde ich mir auch eine 2. Meinung holen zur OP-Sachlage, dazu genügt ein Anruf bei Deiner Krankenkasse mit der Schilderung des Falles.

Auch ich kann nur sagen: ein gesundes, 100%ig sehendes Auge würde *ich* nicht operieren lassen!

Angelika

Grauer Star und Grüner Star
Danke für Eure hilfreichen Rückmeldungen. All das hilft mir weiter, im Internet zu recherchieren. Nun bin ich auch auf die Symptome des Grünen Stars (Glaukom) geraten. Ich habe neulich eine Rille auf dem Gehsteig nicht wahrgenommen und bin brutal hingefallen. Das Gleich erlebe ich bei den Treppen. Ich trete auf und merke nicht, dass ich ins Leere trete. Da hat es mich auch fast gerissen. Vor 2 Jahren war ich in der Uni-Klinik und dort hat man Beides festgestellt. Kataract und Glaukom. Von einer Katarakt OP hat man abgeraten, obwohl die Sehkraft sich mittlerweile extrem verschlechtert hat. War dann draußen in einer Großpraxis. Da hatte ich aber einen netten Arzt, der mir sagte, dass er vom Glaukom nichts sähe. Hat aber kein Gesichtsfeld gemacht. Er riet zur OP Grauer Star. Rechts hätte ich normale Sehstärke. Die Diagnose war natürlich für mich sehr beglückend, weil der Grüne Star unter den Tisch fiel. Bevor ich mir die Graue Star Operation machen lasse, werde ich nochmals in die Uni-Klinik gehen und dort fragen, ob eine Graue Star OP angesagt ist. Sie werden dann wieder Gesichtsfeld machen und ich werde mich einer Tag/Nacht Augeninnendruckmessung unterziehen. Die Vermutung ist, dass der Druck nachts fällt und der Sehnerv angegriffen wird. Meine jetzige Ärztin meinte, dass das Glaukom sich nach der OP Grüner Star bessere. Mittlerweile glaube ich aber an die Diagnose von der Glaukom-Ambulanz.

Hallo!

Paß bei allen Untersuchungen gut auf, daß du nicht grauen und grünen Star durcheinander bringst.
Den grauen Star kann man an der Linse sehen (jene trübt sich mehr und mehr ein) - den grünen Star „sieht“ so einfach niemand! (Man kann die Resultate, sprich den bereits zerstörten Sehnerv, sehen, aber dann ist das Kind schon ganz ganz lange ganz arg in den Brunnen gefallen! - und man kann ihn am Augendruck erkennen.)

Daß eine OP für den Grauen Star (sprich ein Linsentausch) den Grünen Star bessert, hab ich noch nie gehört.

Und ganz allgemein: Wenn du ein gesundes Auge mit 100% Sehkraft hast, kann ich mir keinen Grund vorstellen, hier eine neue Linse einzusetzen. Sowas ist immer ein Risiko und ich würde jenes erst eingehen, wenn eine definitive Beeinträchtigung vorhanden ist.

Ich wünsch dir so oder so alles Gute!
Kari

Hallo nochmal,

wenn ich Deine weiteren Beiträge lese, bekomme ich das Gefühl, das Einiges durcheinander geht.

Dies wurde ja auch schon angemerkt.

Kann es sein, dass Dein gesundes Auge zwar die volle Sehkraft hat, aber trotzdem schon einen zu hohen Augeninnendruck? Das würde den Vorschlag der OP erklären.

Also, sortier bitte nochmal alle Fakten mit dem AA und hole Dir eine zweite Meinung ein. Eine OP an einem wirklich gesunden Auge dürfte eigentlich kein AA durchführen.

Gruß Volker

neue Aspekte!
Hallo!

Das sind ganz neue Aspekte, und umso mehr solltest Du ein Gespräch mit dem Arzt suchen.
Vielleicht nimmst Du einen Angehörigen oder Freund mit, denn 4 Ohren hören mehr als 2!

Dass Stolpern und Fallen könnte aus 2 Gründen geschehen sein.

  1. durch den Grauen Star und die sehr schlechte Sehschärfe des betroffenen Auges fehlt Dir das räumliche Sehen.

  2. möglicherweise siehst Du zwar auf dem anderen Auge zentral 100%, hast aber erhebliche Gesichtsfeldausfälle.

Also: schreib Dir alle Fragen zu der OP genau auf, und dann löchere den Doc - der muss das aushalten!!

Angelika

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Hallo Angelika,

Du hast die neuen Aspekte und die Situation sehr überzeugend zusammengefaßt, dafür ein *.

@Toska, Dir nochmal alles Gute und hole Dir eine Zweitmeinung!

Gruß Volker

Grauer und Grüner Star - Katarakt und Glaukom
Das Hauptproblem ist, dass die Ärzte sich bei einem Kassenpatienten keine Zeit mehr für die Aufklärung nehmen. Man meldet sich in einer Praxis mit einem namhaften Arzt an und wenn es soweit ist, kommt man dann doch zu jemand, der gerade mal ein paar Jahre Praxis hat. Mag vielleicht o.k. sein, wenn es sich um trockene Augen handelt. Aber ich finde, wenn es sich um eine OP an den Augen handelt, sollte man schon auch als Kassenpatient an den leitenden Arzt rankommen. Das allerbeste Gefühl habe ich nun für die Uni-Augenklinik. Da hat man auch einen Assistenzarzt, aber anschließend kommt der Oberarzt und guckt sich die Augen genau an. Dann wir entschieden, was gemacht werden muss. Ausserdem zahlt man dort nicht horrende Summen von 150 Euro für eine Glaukom-Untersuchung. Das Fatale aber ist, die Praxen draussen wollen das Geld, obwohl man von der Uni-Klinik den Bericht hat, dass ein Glaukom vorliegt. Ausserdem wird mir immer mehr klar, dass ich mich über den Tisch gezogen fühle, wenn man für Anfang Mai und Juni kurzfristig die OP festlegt. Man möchte das Ganze erst einmal auf sich wirken lassen und sich dann entscheiden. Nee. Mir reicht’s. Ich werde mir Zeit lassen und diese OP offen lassen für einen Termin, wo ich körperlich und seelisch dazu in der Lage bin und mich noch vorher woanders erkundigt habe. Aber vermutlich werde ich mich für die Uni-Klinik entscheiden. Glaukom Tag-/Nachtkontrolle stationär 1 Tag und erneute Glaukom-Untersuchung. Die können dort auch den Katarakt machen und dann ist alles unter einem Dach. Diese Zeit für die Entscheidung nehme ich mir einfach. Vielen Dank nochmals für Eure wertvollen Rückmeldungen.

Hallo Toska,

es ist doch gut, dass Du nun für Dich eine Entscheidung getroffen hast.

Wenn ein Glaukom vorliegt, der Patient darüber Unterlagen einer Uniklinik hat, dann sollte nach meinem Empfinden der Augenarzt eine Glaukom-Kontrolle bzw. Untersuchung eigentlich über die Krankenkasse abrechnen.

Oder hast Du für IGEL-Leistungen unterschrieben?

Die Kosten, die der Augenarzt für eine Untersuchung in Rechnung gestellt hat, würde ich dennoch versuchen erstattet zu bekommen.
Und wenn es nur anteilig ist!
Vielleicht kann Deine Krankenkasse Dir da auch weiterhelfen.

Alles Gute, und auf dass Du bald wieder gescheit gucken kannst!

Angelika

Guten Tag,
ich habe nun nochmals nachgefragt und auch im Optiker-Laden eine Sehkraftmessung machen lassen. Die stimmen überein. Am linken Auge habe ich 50 % Sehkraft und am rechten Auge 85 %. Es soll auf beiden Augen Katarakt sein, sagte die Augenärztin. Trotzdem möchte ich mir das 85 % noch gute Auge nicht operieren lassen. Es gibt aber hier eine Augenklinik vor Ort, wo ich schon viel Positives gehört habe. Da muss einen der Augenarzt überweisen. Ich gehe davon aus, dass ich mir als Patient die OP-Klinik selbst auswählen kann, wenn der Arzt nicht selbst Chirurg ist. Auf der Überweisung steht doch sicherlich kein Klinik-Name drauf, wo man hingehen soll oder?

gemeint ist wohl ein Auge sieht 0,6 , das andere 1,0
solange diese Verhältnisse so bestehen, in ruuhe abwarten!
du versäumst nichts, gehst nur ein frühes (leichtes) Risiko ein

im übrigen der grau Star ist eine Linsentrübung die sich im Alter einstellen kann (das Auge hat dann eine etwas grau erscheinende Pupille)
der grüne Star hat mit dem grauen nichts zu tun (wie auch die Farbe grün nichts mit grau…) - hier liegt eine Fehlregulation des Augen-Wasserkreislaufes vor…