Grauer Star - Multifokallinse?

Mir steht eine Augenoperation ins Haus wg. grauem Star. Jetzt habe ich gelesen, dass es multifokallinsen gibt, die es möglich machen quasi ohne Brille auszukommen. Mein Augenarzt rät davon ab, die Versprechungen seien höher als die Resultate.
Hat jemand selbst Erfahrungen mit solchen Linsen gemacht?

Hallo Cordy,

persönlich habe ich keine Erfahrung, aber wir haben seit einigen Jahren allein 4 IOL-Träger in der Familie, monofokale.

Das kleine Problem mit multifokalen IOL (Intraokularlinsen), die jetzt seit mehreren Jahren auf dem Markt sind, ist ein Ähnliches, wie mit multifokalen Kontaktlisen.
Bei beiden dient der zentrale Bereich der Linse, für das Sehen in die Ferne und der Randbereich für das Nahsehen.

Mein Optiker macht die Kleinheit der Linse, die ja mit unterschiedlichen Fokussen (bei beiden, KL und IOL ringförmig) bestückt ist, für die geringere Zufriedenheit im Vergleich mit einer MultifokalBRILLE verantwortlich.

Durch die Verteilung des Lichtes auf mehrere Brennpunkte entsteht ein gewisser Kontrastverlust. Das heißt, das Bild in jedem Brennpunkt ist nicht ganz so scharf wie mit einer Brille.

Nun habe ich verschiedene Kontaktlinsen mit meinen Refraktionswerten (leicht variiert) innerhalb von wenigen Wochen ausprobiert, aber immer wenn ein Bereich, z. B. die Ferne wunderbar scharf zu sehen war, war der andere Berich, z. B. die Nähe leicht unscharf.

Mein Optiker erzählte mir, dass von 10 Patienten, 9 mit Multifokallinsen bei Kontaktlinsen mit der Sehschärfe nicht ganz zufrieden sind, ich auch nicht. Das ist bei multif. IOL zwar ähnlich.

Ich denke, dass es dennnoch von Vorteil ist, wenn die Werte von Nähe und Ferne schon annähernd stimmen, aufgrund der mulitfokalen IOL, sodass man z. B. ohne die oft doch noch zusätzlich nötige Brille mal radfahren kann und trotzdem vielleicht, wenn auch mühsam einen Stadtplan lesen kann, den man mit monofokaler IOL nicht lesen könnte. Für die Feinheiten braucht man dann, wie die anderen 80% der IOL-Träger eben eine „schwache“ Brille.

Das Hauptproblem aber scheinen die Mehrkosten bei dieser Kunstlinse zu sein. Privatkassen zahlen sie, und die übrigen Kassen machen je nach Bundesland mit, bzw. nicht mit, wenn man die Differenz zur monofokalen IOL zuzahlt:
http://72.14.221.104/search?q=cache:kZSeWNFMKwIJ:www…

Die Aussage Deines Augenarztes ist nicht sehr sachlich. Ein Patient will eine verständliche Begründung.
Diese wird man eher in der operierenden Augenklinik vorab bekommen können, oder deren Aussage könnte ja auch eine andere sein, pro multif. IOL. Auf jeden Fall ist eine zweite Meinung sehr wichtig vor solch einer Entscheidung vor der OP.

Viele Grüße, Renate

Mir steht eine Augenoperation ins Haus wg. grauem Star. Jetzt

habe ich gelesen, dass es multifokallinsen gibt, die es
möglich machen quasi ohne Brille auszukommen. Mein Augenarzt
rät davon ab, die Versprechungen seien höher als die
Resultate.
Hat jemand selbst Erfahrungen mit solchen Linsen gemacht?