Grauer Star OP und ACRI.TEC Linsen

liebe w-w-wler, gestern wurde bei meiner Frau ein grauer Star auf beiden Augen diagnostiziert. Der Augenarzt empfahl eine baldige OP und gleichzeitig die Verwendung von ACRI.TEC Linsen. So ist eine gleichzeitige Verbessung der Sehfähigkeit und ein Ausgleich der Sehstärke zu erreichen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 3.800,- €
Frage, hat jemand Erfahrung mit dieser Methode und diesem Produkt?
Gleichzeitig interessiert noch die Haltbarkeit. Für Antworten wäre ich sehr dankbar, Gruß Berndt

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Hallo Berndt,

baldige OP deshalb, weil man heute bei Diagnose eines Katarakts und ist er noch so geringfügig, nicht mehr abwartet, wie früher, wozu auch?

Nach Implantation der IOL (Intraokularlinsen) ist die Sicht ungetrübt (anfangs nimmt man natürlich nach der Uhr noch die antibiotischen Augentropfen, um Infektionen zu vermeiden). Da diese Linsen eine nahezu unbegrenzte, also „lebenslängliche“ Lebensdauer haben, gibt es derzeit keinen Grund, länger abzuwarten, wenn sich die Sicht zu trüben beginnt.

Nach Einsetzen der Kunstlinsen ändert sich natürlich auch deren Brechwert (Refraktion) nicht mehr, so wie das bei natürlicher Augenlinse und den Brillen über die Jahre sonst der Fall ist.

Bisher war es allerdings üblich, den Patienten monofokale IOL zu implantieren, was auch Kassenleistung ist.
Seit einigen Jahren sind auch schon multifokale, manche nennen sie auch bifokale IOL auf dem Markt. Bisher war man mit deren Sehergebnis nicht recht zufrieden. Aber die Entwicklung geht rasant voran.

Die von Dir genannte, deutsche Linsenentwickler- und –herstellerfirma (gehört glaube ich seit 2007 zu Zeiss/Jena) soll wohl schon einen Innovationspreis bekommen haben, d. h. die Funktionalität deren Multifokal-IOL soll enorm optimiert worden sein, und das hat seinen Preis.

Daher sind multifokale IOL Igelleistung, d. h. nur der Patient, der es sich leisten kann, zahlt sie dann selbst.
Während Patienten mit Monofokal-IOL für die Fernsicht zwar keine Brille, aber zum Lesen eine Nahbrille brauchen, fällt die Lesebrille bei einer optimierten Multifokal-IOL weg. Man kann dann ohne Brille in Ferne und Nähe scharf sehen.
Meine Verwandten (Eltern, Schwiegervater, Tanten) haben noch die monofokalen IOL bekommen, spazieren ohne Brille einher und benutzen eben zum Lesen eine schwache Lesebrille.

Aber diese Infos müssten doch vom Augenarzt erbracht werden. Unbedingt nachfragen, wenn es Unklarheiten gibt.
[PDF] Innovative Intraokularlinsen Die neue Dimension des Sehens

Viele Grüße, Renate

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