Vor ein paar Jahren habe ich gelesen, dass es einem gewissen Prof.(-oder Dr.) Podkletnov in Finnland gelungen sei die Gravitationskraft ueber einer Versuchsanordnung um etwa 2% abzuschwaechen. Sollte das stimmen, waere das natuerlich eine Sensation, aber seither hoerte man kaum noch etwas von dem Experiment, bei dem eine supraleitende Keramikscheibe schnell rotierte (vorher auf 77 Kelvin abgekuehlt). Die Scheibe rotierte ueber- und zwischen Spulenmagneten, welche mit Wechselstrom variabler Frequenz betrieben wurden. Ueber der Versuchsanordnung wurden dann alle Massen 1-2% leichter solange die Scheibe rotierte. Dieser Gewichtsverlust war angeblich sogar unabhaengig von der vertikalen Entfernung der Probemasse zur Versuchsanordnung; - so wurde also der gleiche Gewichtsverlust ein oder zwei Stockwerke ueber dem Labor gemessen indem der Versuch durchgefuehrt wurde.
Weiss jemand wie die Sache ausgegangen bzw. weitergegangen ist? War der Professor nur ein Spinner oder wird hier weitergeforscht?
Angenommen die Geschichte stimmt so, hat dann jemand von Euch den Mut einen Erklaerungsversuch abzugeben?
Marcus
Hallo Marcus
Schau mal hier:
http://www.inetarena.com/~noetic/pls/gravity.html
ist allerdings in englisch.
MfG Peter(TOO)
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Theoretiker
Angenommen die Geschichte stimmt so, hat dann jemand von Euch
den Mut einen Erklaerungsversuch abzugeben?
Zu dem von Dir erwähnten Behauptungen weiss ich auch nichts aktuelles, aber zu dieser Bemerkung wollte ich eine Geschichte zum Besten geben, die unser Prof mal erzählte.
Bei einem Beschleunigerexperiment entdeckte man in einem bestimmten Winkel zur Teilchenbahn einmal einen drastischen Abfall in der Erzeugungsrate von Stoßprodukten, der völlig unerklärlich schien. Als dieser auch nach mehrmaligen Neustarten des Experimentes noch bestand, fanden sich aber bald mehrere Theoretiker, die insgesamt drei verschiedene Erklärungen für dieses seltsame Phänomen fanden, obwohl einige hartgesottene immer noch behaupteten, daß dieser Abfall nicht sein könnte.
Man war schon ganz aufgeregt, ein neues Phänomen entdeckt zu haben, bis sich jemand mal die Mühe machte, in den Magneten des Experiments zu schauen. Dort fand er versteckt einen vergessenen Hammer, der normalerweise nicht sichtbar war, bis das Magnetfeld eingeschaltet wurde und sich deshalb aufrichtete…
Merke: Es gibt niemals zu wenig, sondern immer zu viele Theorien.
Gruß
Thomas
(Theoretiker)
Ich habe vor einiger Zeit auch einen Bericht darüber gesehen. Demnach wurde der Professor entlassen. Allerdings arbeiten auch andere Wissenschaftler daran. Die Dauer für die Herstellung eines Supraleitmagneten dieser Größe, wie er benötigt wird, ist allerdings sehr lang.Inzwischen ist er wieder eingestellt, soviel ich weiß.
Melanie
Hallo Marcus
Mich interessierte dieser Effekt auch. Und der derzeitige Stand ist wohl nichts genaues weiss man nicht hier trotzdem noch ein Link diesmal auf Deutsch:
www.rommel.stw.uni-erlangen.de/~markus/antigrav/1d.html
Wie ich finde ein recht interessanter Artikel dazu
und vielleicht ein wenig voreingenommen aber dennoch:
www.alien.de/alien/physik/antigrav/
Gaston
Ich habe mal von einem Wissenschaftler „Brown“ - irgendwas gehört - er entdeckte etwas ähnliches. Das war aber ungefähr 1920, glaube ich. Er beobachtete diesen Effekt unter Einsatz einer Kondensatorscheibe. Er hat sogar ein Patent angemeldet wo es um ein elektromagnetisch angetriebenes „Fahrzeug“ ging.
Wenn dem so wäre und wenn auch dieser neue Versuch tatsächlich stattgefunden haben sollte, könnte man vielleicht daraus schließen, daß Gravitation und Elektromagnetismus unter bestimmten Bedinungen auf einander einwirken können. Das würde natürlich enorme Perspektiven eröffnen - man stelle sich nur vor, man könnte ein EM - Feld wie ein Graviton - Feld einsetzen - besonders für die Raumfahrt hätte das einen enormen Fortschritt zur Folge.
Florian