hat womöglich die Naturwissenschaft ihre Kompetenzen überschrittwen, wenn sie versucht den Ursprung des Universums zu erklären?
1.) früher gab es eine Trennung zwischen Naturwissenschaft (die das Universum, den Kosmos, das, was sie mißt, beschreibt) und Metaphysik, die dessen Ursprung, das ‚Wesen des Kosmos‘ zu ergründen sucht.
2.)Im ‚Urknall‘ ‚entstehen‘ Zeit und Raum erst … also die physikalischen Grundgrößen, die zu seiner Erklärung oder Beschreibung überhaupt nötig / Voraussetzung sind. (?)
3.) Viele Fragen nach dem Ursprung des Universums sind schlicht falsch gestellt: Wo kommt es her? Wo geht es hin? … oder nach dem Ursprung der Menschheit: Wer sind wir? Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? usw.
4.) Alles, was ‚entsteht‘ hat eine Ursache, einen Keim, einen Grund, eine kausale Kette, die zu seiner Existenz führt. Allerdings sind das Dinge oder Lebewesen oder Phänomene im Universum.
All derlei entsteht aus etwas bereits existierendem.
Wie ein Universun, ein Alles, entstehen kann aus Nichts, ist aus derlei nicht zu ersehen.
Leben insgesamt wird durch die Zusammenhänge der Evolution erklärt.
(Individuelles Leben durch die Verschmelzung von Samen und Eizelle).
Moleküle durch ihre Zusammensetzung aus Atomen.
Die Elemente durch stellare Prozesse.
Ein Baum in einer Oase in der Wüste durch einen Samen, einen Keim (und Regen).
Jede Existenz hat einen Ursprung, der aus einer vorgegebenen Situation, Existenz mehr oder weniger zwingend hervorgeht.
Aber aus welcher ‚Situation‘, entsteht ein ganzes, komplettes Universum?
Welcher Keim hat es ernöglicht?
Vielleicht treffen ja unsere Begriffe von ‚Entstehung‘ oder ‚Ursprung‘ auf ‚‚ein ganzes Universum‘‘ nicht zu?
Vielleicht fragen wir falsch nach einem ‚‚Ursprung‘‘?
Wie definiert man ‚‚Existenz‘‘?
Bis hierhin ist es Philosophie.
Nun der wissenschaftliche Bezug:
Hat die Naturwissenschaft, indem sie versucht, di e’‚Existenz‘’ des Universums’’ zu erklären nicht ihren Kompetenzbereich grob überschritten?
Will sagen: Versucht Naturwissenschaft mit ihren Mitteln (Messungen, überprüfbaren Theorien, usw), ‚‚Existenz des Universums an sich, seinen Ursprung‘‘ zu erklären, … verläßt sie dann nicht ihre Kompetenz?
Also:
Will ich mit mathematisch-physikalisch-theoretischen Methoden oder Therien versuchen, zu erklären, was der Ursprung des Universums ist; also auch von Zeit, Raum, Existenz überhaupt, … überschreite ich dann nicht die Grundgrößen der Physik … haha
In einem Urknall, wo Raum und Zeit erst entstehen, … haben doch mathematisch-physikalische Modelle keine Gültigkeit, ne? (die ja schließlich auf Grundgrößen, wie Länge, Höhe, Breite, Raummaßen, Zeitmaßen usw überhaupt erst fußen)
Meine These: Indem Naturwissenschaft anerkennt, daß Raum und Zeit im Urknall erst entstehen, entzieht sie sich selbst ihre eigene Grundlage.
(Es ist ein Trugschluß, eine Katze, die sich in den Schwanz beißt, ein logischer Teufelskreis)
Jetzt seid Ihr dran.