Grey Code wandeln in Analog

Wie kann ich einen Greycode (hoffentlich richtig geschrieben) in ein analoges Signal wandeln?

Ich habe einen Drehpoti und wenn ich den drehe kommt in einem Schaltschrank ein Greycode Signal an.
Dieses Signal möchte ich in analog umwandeln um einen Frequenzumrichter anzusteuern.

Hallo,

ein Greycode hat keine definierte Bit-Wertigkeit, und ausserdem ist er m.W. zyklisch. Eine naheliegende Zuordnung Code zu Wert gibt es daher nicht. Du kannst dir natürlich eine ausdenken (z.B. Drehwinkel -> Spannung), aber dazu müsstest du zuerst den Graycode umwandeln in normale Binärzahlen und diese dann einem Digital-Analog-Wandler übergeben. Um eine ganze Umdrehung ohne Sprung abzubilden, müssten 2 Signale (Sin/Cos) verwendet werden wie bei einem Syncro Resolver.

Zweckmässig wäre ein programmierbarer Baustein (PAL,PROM) oder gleich ein Microcontroller und ein DA-Wandler.

Gruss Reinhard

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Hallo:

Ist eigentlich nicht schwer, jenachdem, welche Kenntnisse und Mittel vorhanden sind.
Zunächst: Es heisst „Gray Code“
Vgl.: http://www.computerbase.de/lexikon/Gray-Code
Den benutzt man sinnvollerweise bei Drehgebern.
Zunächst musst Du mal feststellen, wieviele verschiedene Einstellungen das „Poti“(=Encoder) zulässt. Bei manuellen Stellern werden i.A. 8 bis max. 32 Positionen verwendet.
Das entspricht der Auflösung und genauer kannst Du das Analogsignal auch nicht ausgeben.
Das Dekodieren und die Analogausgabe kann erfolgen durch EXOR-Gatter und ein R/2R-Netzwerk, aber sinnvoll ist hier einen kleinen Mikrocontroller zu benutzen, wenn Du damit klar kommst. Da genügt evtl (bei 16 Stufen) sogar ein 8-Beiniger.

Wenn Du aber eine Analogspannung brauchst, kannst Du nicht einfach den Encoder durch ein normales Poti ersetzen?

Gruss

Michael

Meine Infos sind noch :
12V 5bit auflösung 32bit
Ich suche halt ein fertiges Gerät das mir diese Grey code Signale wandelt, oder eine Firma die das Herstellen kann.
Gruß
Thomas

ganz einfach: ein Digitalpoti-IC nehmen
da hat einen Richtungs- und einen Setzeingang. Diese beiden kannst du direkt an den Gray code anschließen: es bewegt dann seinen „Schleifer“ je nach Drehrichtung am Drehgeber.
Diese Poti-IC´s kann man übrigens so beschalten, dass sie sich die Stellung merken, oder, das sie sie vergessen.

Hallo Ulfbastel,

der Gray-Code kommt doch mit 5 bit an (denke ich… liege ich da falsch?).

Die frage war doch, wie kann man diese 5 bit auswerten.

Die XOR-Verknüpfung ist schon genannt (Bit4*16 + (Bit4 XOR Bit3)*8 + (Bit3 XOR Bit2)*4 +(Bit2 XOR Bit1) * 2 + (Bit1 XOR Bit0))

Deine Eingänge eignen sich m.E. besser (bzw perfekt) für ein Drehwinkelcodiertes Signal. Fällt das beim Graycode ab?

Gruß
achim

2 bit gray code
haben die meisten Drehgeber. es gibt sicher auch mehrbittigere.
Ich hatte ienfach angenommen, er hat einen 2bit Inkrementaldreher.

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aus 5 mach 2 (Ergänzung)
die letzten 2 Stellen des 5 bit gray code sind ja ein 2bit gray code.

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die letzten 2 Stellen des 5 bit gray code sind ja ein 2bit
gray code.

richtig. Aber der Gray-Code ist m.E. leider kein drehwinkelcodiertes Signal, also wo halt bei einer bestimmten Flanke des einen Signals das andere immer 0 für die eine Richtung, und 1 für die andere richtung ist. Oder, wie man auch sagt, wo das eine 90° voreilt bzw. 90° nacheilt, je nach richtung. (Mir gefällt das (geläufigere) mit den 90° eigentlich nicht, da das irgendwie magie unterstellt. Die erste beschreibung, z.B.:

  • Jede steigende Flanke an A ist ein Tick.
  • Ist dabei B high, ists „so herum“, ansonsten andersrum.

gefällt mir besser, da man hier sofort auf einen einfachen Anschluß an solche von Dir beschriebenen Potis (oder andere IC-Eingänge) kommt.

Gruß
achim

P.S.: Bei Stromausfall wird ein Stellungswechsel im original erkannt, hier aber nicht.

ich denke schon
die Drehgeber, die mir bisher untergekommen sind, machen das so mit den 90° (also optische und welche mit Kontakten). Hab aber auch schon von welchen mit Kontakten gelesen, die 30…60° haben, es ginge aber trotzdem.

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Hallo,
danke für die Antwort,jetzt aber meine nächste Frage :
Wo bekomme ich so einen IC ?? Wie ist der IC beschaltet ? Gibt es da Bau oder Schaltpläne ?Wer baut mir so etwas zusammen? Was kostet es ?
Mit Österlichen Dank im voraus

Thomas

Hallo Achim,
die Frage war wie kann ich das Greycode Signal in analog wandeln um einen Frequenzumrichter mit einem Poti anzusteuern

Hallo Thomas,

die Frage war wie kann ich das Greycode Signal in analog
wandeln um einen Frequenzumrichter mit einem Poti anzusteuern

in diesem Fall meint Poti wohl eher eine Spannungsansteuerung, denke ich, oder?

In Deiner Ausgangsstellung

Ich habe einen Drehpoti und wenn ich den drehe kommt in einem :Schaltschrank ein Greycode Signal an.
Dieses Signal möchte ich in analog umwandeln um einen Frequenzumrichter :anzusteuern

war das Poti hingegen der Drehgeber, der statt einer Widerstandsschicht ein paar Kontakte hat. Es kommen ja auch nicht 2 Adern an, sondern 5 bzw. 6 (denke ich.)

Wenn es ein Poti wäre, so könntest Du dessen Signal ja direkt verwenden (wie Michael schon sagt)

Ulfbastel geht m.E. in seinen Ausführungen von einem Drehgeber aus, der 2 Signalleitungen hat, und beliebige Incremente / Decremente als Pulsform darstellt. Da Du (nach deinen Aussagen) Gray-Code vorliegen hast, hilft Dir das nicht. Dein Drehgeber zeigt z.B. seine Absolute Position an, der andere nur Positionsänderungen.

Wenn Du das System allerdings ändern kannst, dann gibt es vermutlich einfache Lösungen.

Die Lösung für den Graycode ist von Michael schon angesprochen, ich habe es nochmal ausgeführt. Statt einer Logikschaltung kann man hier (wie meistens) auch

  • eine µController nehmen
  • ein einfaches ROM nehmen.
  • ein PAL / GAL / FPGA / CPLD … nehmen

Die ROM-Lösung ist smart, weil ROMs meist gut verfügbar und leicht zu programmieren sind, und man direkt loslegen kann.

Vermutlich gibt es auch spezielle Gray-Code ICs, aber ich kenne keine.

Für Dich als Fragesteller ergibt sich wiedermal die schwierige Aufgabe, aus allen Antworten das wesentliche und konstruktive herauszulesen und einen Gewinn daraus zu ziehen.

Gruß
achim

P.S.: Du kannst bei Gelegenheit auch ruhig weitere Randbedingungen posten, also z.B. Signalspannungen Deines Drehgebers, anzahl der Singal-Kabel, Eingang des Frequenzumrichters (Spannung / Strom). Ein geneigter Leser kann sich dann ein umfassendere Bild machen, und Begriffe wie „Poti“ dann auch in den passenden Kontext stellen.