Greylisting - Eure Erfahrungen

Hi,

nachdem die Spammails auf mehrere Tausend täglich angewachsen waren, gab es die letzten beiden Tage kaum noch Spammaiis. Was nur mit soviel übriger Zeit anfangen? :smile: Klar, das finde ich sehr erfreulich, da diese Arbeit nicht nur lästig sondern auch zeitraubend ist.

Doch nun frage ich mich wie das mit Verlustgeschäften aussieht, wird generell erstmal jede E-Mail eines Unbekannten zurückgewiesen. Gerade bei Kunden und vor allem potenziellen Kunden kommt es vermutlich nicht unbedingt zu einer zweiten E-Mail, da es vergessen wird, der Schreiber nicht drauf achtet oder einfach ganz schnell jemand Ware bestellen und erhalten möchte.

Gibt es bei Greylisting die Möglichkeit bei ausgesuchten E-Mail-Adressen generell E-Mails von der ersten Zustellung an zuzulassen, z.B. Bestellmail?

Gibt es zu Greylisting effiziente Alternativen?

Ciao,
Romana

Hallo,

nachdem die Spammails auf mehrere Tausend täglich angewachsen
waren, gab es die letzten beiden Tage kaum noch Spammaiis.

entnehme ich deinem Betreff zu Recht, dass du dies auf ein vor zwei Tagen aktiviertes Greylisting zurückführst?

Doch nun frage ich mich wie das mit Verlustgeschäften
aussieht, wird generell erstmal jede E-Mail eines Unbekannten
zurückgewiesen.

Das kommt darauf an, wie das Greylisting umgesetzt wird.

Gerade bei Kunden und vor allem potenziellen
Kunden kommt es vermutlich nicht unbedingt zu einer zweiten
E-Mail, da es vergessen wird, der Schreiber nicht drauf achtet
oder einfach ganz schnell jemand Ware bestellen und erhalten
möchte.

Greylisting bedeutet, dass der einliefernde Mailserver gebeten wird, es später nochmal zu versuchen, was dieser bei korrekter Konfiguration dann automatisch tut - davon bekommt der Absender regelmäßig nichts mit.

Gibt es bei Greylisting die Möglichkeit bei ausgesuchten
E-Mail-Adressen generell E-Mails von der ersten Zustellung an
zuzulassen, z.B. Bestellmail?

Das kommt darauf an, wie es realisiert wurde.

Gibt es zu Greylisting effiziente Alternativen?

Sinnvollerweise arbeitet man mit mehreren verschiedenen Maßnahmen. Wichtiger als Greylisting, welches prinzipiell Probleme bereiten kann, ist es zunächst, offensichtlich fehlerhafte bzw. gefälschte Anfragen an den Mailserver abzuweisen.


PHvL

Hallo,

Hi,

nachdem die Spammails auf mehrere Tausend täglich angewachsen
waren, gab es die letzten beiden Tage kaum noch Spammaiis.

entnehme ich deinem Betreff zu Recht, dass du dies auf ein vor
zwei Tagen aktiviertes Greylisting zurückführst?

Jep.

Doch nun frage ich mich wie das mit Verlustgeschäften
aussieht, wird generell erstmal jede E-Mail eines Unbekannten
zurückgewiesen.

Das kommt darauf an, wie das Greylisting umgesetzt wird.

Beim Support angefragt, hieß es, dass z.B. Kunden keine Nachricht bezüglich nicht zugestellter E-Mails bekämen, sondern nur der SMPTP-Server. Das blicke ich zwar so nicht, zumal es in der ursprünglichen Nachricht auch geheißen hatte, dass man nicht wisse, wer dann E-Mails nochmal senden würde. Doch wäre dem tatsächlich so, dass auch Erstkontakte ungehindert E-Mails erhalten bzw. senden können, dann wäre ja alles im grünen Bereich.

Gerade bei Kunden und vor allem potenziellen
Kunden kommt es vermutlich nicht unbedingt zu einer zweiten
E-Mail, da es vergessen wird, der Schreiber nicht drauf achtet
oder einfach ganz schnell jemand Ware bestellen und erhalten
möchte.

Greylisting bedeutet, dass der einliefernde
Mailserver gebeten wird, es später nochmal
zu versuchen, was dieser bei korrekter Konfiguration dann
automatisch tut - davon bekommt der
Absender regelmäßig nichts mit.

So wurde das dann auch erklärt. Gibt es dennoch einen Haken?

Gibt es bei Greylisting die Möglichkeit bei ausgesuchten
E-Mail-Adressen generell E-Mails von der ersten Zustellung an
zuzulassen, z.B. Bestellmail?

Das kommt darauf an, wie es realisiert wurde.

Gibt es zu Greylisting effiziente Alternativen?

Sinnvollerweise arbeitet man mit mehreren verschiedenen
Maßnahmen. Wichtiger als Greylisting, welches prinzipiell
Probleme bereiten kann, ist es zunächst, offensichtlich
fehlerhafte bzw. gefälschte Anfragen an den Mailserver
abzuweisen.


PHvL

Welche Probleme kann es mit Greylisting geben? Nun, wenn Du teils 4000 Spammails am Tag durchgehen musst und dann sind es nicht mal mehr ca. zehn Spammails. Das hat schon was. :smile:

Ich kann ja selbst hier wenig machen, da der Server nicht mir gehört und ich das abbekommme was alle sich wünschen bzw. für alle Nutzer als Lösung angedacht wird.

Ciao,
Romana

Hallo,

Doch nun frage ich mich wie das mit Verlustgeschäften
aussieht, wird generell erstmal jede E-Mail eines Unbekannten
zurückgewiesen.

Das kommt darauf an, wie das Greylisting umgesetzt wird.

Beim Support angefragt, hieß es, dass z.B. Kunden keine
Nachricht bezüglich nicht zugestellter E-Mails bekämen,
sondern nur der SMPTP-Server.

das beschreibt vage, was Greylisting ist, nicht aber wie es konkret umgesetzt wurde. Sinnvollerweise hat man etwa weiße Listen mit bekannten Mailservern und insbesondere solchen, die es etwa nicht nochmal versuchen.

Greylisting bedeutet, dass der einliefernde
Mailserver gebeten wird, es später nochmal
zu versuchen, was dieser bei korrekter Konfiguration dann
automatisch tut - davon bekommt der
Absender regelmäßig nichts mit.

So wurde das dann auch erklärt. Gibt es dennoch einen Haken?

Mögliche Haken sind:

  • Wenn der einliefernde Mailserver sich nicht an den Standard hält, versucht er es vielleicht nicht nochmal und gibt dem Absender eine Fehlermeldung zurück.

  • Bei großen Providern kann es sein, dass der Versand über viele verschiedene Mailserver erfolgt; ein Zweitversuch wird dann u. U. nicht als solcher erkannt.

Je nach Implementation können diese Risiken reduziert werden - etwa durch weiße Listen für bekannt problematische Server.

Sinnvollerweise arbeitet man mit mehreren verschiedenen
Maßnahmen. Wichtiger als Greylisting, welches prinzipiell
Probleme bereiten kann, ist es zunächst, offensichtlich
fehlerhafte bzw. gefälschte Anfragen an den Mailserver
abzuweisen.

Welche Probleme kann es mit Greylisting geben?

S. o. - außerdem führt es bei der Mailzustellung (insbesondere, aber nicht nur, bei Erstkontakten) zu Verzögerungen.

Nun, wenn Du teils 4000 Spammails am Tag durchgehen musst
und dann sind es nicht mal mehr ca. zehn Spammails. Das hat
schon was. :smile:

Du solltest nicht „keinerlei Anti-Spam-Maßnahmen“ mit „aktiviertem Greylisting“ vergleichen und daraus schließen, dass nur Greylisting dazu in der Lage ist, eine erhebliche Reduzierung zu erreichen.

Greylisting ist sicher eine (noch) sehr effiziente Maßnahme, aber tausende Spam-Mails pro Tag deuten darauf hin, dass vorher garnichts unternommen wurde.

Möglicherweise war das Greylisting auch nicht das Einzige, was aktiviert wurde.


PHvL

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Hi Philipp,

Hallo,

Doch nun frage ich mich wie das mit Verlustgeschäften
aussieht, wird generell erstmal jede E-Mail eines Unbekannten
zurückgewiesen.

Das kommt darauf an, wie das Greylisting umgesetzt wird.

Beim Support angefragt, hieß es, dass z.B. Kunden keine
Nachricht bezüglich nicht zugestellter E-Mails bekämen,
sondern nur der SMPTP-Server.

das beschreibt vage, was Greylisting ist, nicht aber wie es
konkret umgesetzt wurde. Sinnvollerweise hat man etwa weiße
Listen mit bekannten Mailservern und insbesondere solchen, die
es etwa nicht nochmal versuchen.

Greylisting bedeutet, dass der einliefernde
Mailserver gebeten wird, es später nochmal
zu versuchen, was dieser bei korrekter Konfiguration dann
automatisch tut - davon bekommt der
Absender regelmäßig nichts mit.

So wurde das dann auch erklärt. Gibt es dennoch einen Haken?

Mögliche Haken sind:

  • Wenn der einliefernde Mailserver sich

nicht an den Standard hält, versucht er es vielleicht nicht
nochmal und gibt dem Absender eine Fehlermeldung
zurück.

Sprich es ist doch möglich, dass (potenzielle) Kunden von ihrem Server eine Fehlermeldung erhalten, dass die von mir kontaktierte E-Mail-Adresse nicht erreichbar ist? Wird gegebenenfalls drauf hingewiesen, es erneut zu probieren? Jedenfalls wäre das ärgerlich genug.

  • Bei großen Providern kann es sein, dass der Versand
    über viele verschiedene Mailserver erfolgt; ein Zweitversuch
    wird dann u. U. nicht als solcher
    erkannt.

Was dasselbe in Grün im Endeffekt sein könnte.

Je nach Implementation können diese Risiken reduziert werden -
etwa durch weiße Listen für bekannt problematische Server.

Die Frage werde ich mal an den Support dort richten. Danke. :smile:

Sinnvollerweise arbeitet man mit mehreren verschiedenen
Maßnahmen. Wichtiger als Greylisting, welches prinzipiell
Probleme bereiten kann, ist es zunächst, offensichtlich
fehlerhafte bzw. gefälschte Anfragen an den Mailserver
abzuweisen.

Effiziente Methoden dafür?

Welche Probleme kann es mit Greylisting geben?

S. o. - außerdem führt es bei der Mailzustellung
(insbesondere, aber nicht nur, bei Erstkontakten) zu
Verzögerungen.

Schon bemerkt. Vorgestern kam eine Kundenanfrage zu einer Bestellung schneller rein als die Bestellung selbst. Und ich mutmaßte einen Shopfehler bis dann am nächsten Tag doch die Bestellung im Postfach hatte.

Nun, wenn Du teils 4000 Spammails am Tag durchgehen musst
und dann sind es nicht mal mehr ca. zehn Spammails. Das hat
schon was. :smile:

Du solltest nicht „keinerlei Anti-Spam-Maßnahmen“ mit
„aktiviertem Greylisting“ vergleichen und daraus schließen,
dass nur Greylisting dazu in der Lage ist, eine erhebliche
Reduzierung zu erreichen.

Ich habe davon keine Ahnung und da es ein Mietserver ist auch kaum Möglichkeiten. Dh. ich kann nur darauf hoffen und vertrauen, dass mein Hoster weiß was er tut. Und dafür einfach die richtigen Fragen stellen um ihn möglicherweise noch auf was hinweisen zu können, das mögliche Schäden und Fehler ausschließt, so er es ohnehin schon nicht alles weiß.

Greylisting ist sicher eine (noch) sehr effiziente Maßnahme,
aber tausende Spam-Mails pro Tag deuten darauf hin, dass
vorher garnichts unternommen wurde.

Wobei… in der Vergangenheit war wohl hier wirklich noch nichts gemacht worden.

Möglicherweise war das Greylisting auch nicht das Einzige, was
aktiviert wurde.

Keine Ahnung und ist mir im Grunde auch gleich. Als Mensch der hier aktiv nichts machen kann, wünsche ich mir nur, dass möglichst alle Spammails und sonstigen unerwünschten E-Mails fernbleiben und nur Bestellungen bzw. E-Maiils von Menschen die ich mag eingehen. :smile:

Jedenfalls bin ich grundsätzlich schon recht erfreut darüber, dass ich z.B. heute Morgen nur fünf Spammaiis hatte. :smile: Ich mag nur möglichst sicher stellen können, dass wichtige E-Mails nicht im Nirwana verschwinden.


PHvL

Ciao,
Romana

Hallo,

  • Wenn der einliefernde Mailserver sich
    nicht an den Standard hält, versucht er es vielleicht nicht
    nochmal und gibt dem Absender eine Fehlermeldung
    zurück.

Sprich es ist doch möglich, dass (potenzielle) Kunden von
ihrem Server eine Fehlermeldung erhalten, dass die von mir
kontaktierte E-Mail-Adresse nicht erreichbar ist?

…die bei dir…, oder?

Grundsätzlich ja, wenngleich dies in diesem Fall ein Fehler des Mailservers des Kunden wäre, der auch in anderen Situationen zu Tage treten würde.

Wird gegebenenfalls drauf hingewiesen, es erneut zu probieren?

Es ist schwer vorherzusagen, wie sich ein nicht-standard-konformer Mailserver verhält, grundsätzlich aber ja. Die entsprechende Nachricht des Mailer-Daemons sollte die Fehlermeldung enthalten, die dein Mailserver genannt hat - der Fehler ist von diesem als vorübergehend gekennzeichnet und meist wird ein Verweis auf eine erläuternde Seite (etwa ) gegeben.

  • Bei großen Providern kann es sein, dass der Versand
    über viele verschiedene Mailserver erfolgt; ein Zweitversuch
    wird dann u. U. nicht als solcher erkannt.

Was dasselbe in Grün im Endeffekt sein könnte.

Der Vorteil ist, dass große Provider mit solchen Problemen wahrscheinlicher schonmal jemandem aufgefallen sind und daher in den weißen Listen enthalten sind.

Sinnvollerweise arbeitet man mit mehreren verschiedenen
Maßnahmen. Wichtiger als Greylisting, welches prinzipiell
Probleme bereiten kann, ist es zunächst, offensichtlich
fehlerhafte bzw. gefälschte Anfragen an den Mailserver
abzuweisen.

Effiziente Methoden dafür?

Wie Greylisting ist das etwas, was der Mailserver machen muss, Postfix etwa über reject_*-Direktiven in smtpd_*_restrictions oder vermittels policyd_weight o. Ä.

S. o. - außerdem führt es bei der Mailzustellung
(insbesondere, aber nicht nur, bei Erstkontakten) zu
Verzögerungen.

Schon bemerkt. Vorgestern kam eine Kundenanfrage zu einer
Bestellung schneller rein als die Bestellung selbst. Und ich
mutmaßte einen Shopfehler bis dann am nächsten Tag doch die
Bestellung im Postfach hatte.

Eine E-Mail vom Shop-System, also einem bekannten System, sollte nicht gegreylisted werden - oder hast du deinen Shop bei einem anderen Hoster als deinen Mailserver?


PHvL

Mögliche Haken sind:

  • Wenn der einliefernde Mailserver sich
    nicht an den Standard hält, versucht er es vielleicht nicht
    nochmal und gibt dem Absender eine Fehlermeldung
    zurück.

Leider ist der „Standard“ (das duerfte dann wohl RFC2881 sein) da nicht ganz so streng: da steht nicht, dass ein client es bei einem temporaeren Fehler nochmal versuchen MUSS. Da steht nur „…the SMTP client is encouraged to try again.“ Ein client kann also theoretisch nach dem ersten fehlgeschlagenen Versuch aufgeben. Praktisch ist das aber natuerlich ganz schoen daemlich, trotzdem macht greylisting da eine ziemliche Gratwanderung.

Desweitern bleibt die Verantwortung fuer die mail natuerlich beim client: er versucht es entweder erneut oder bounct sie zum Absender zurueck, damit der reagieren kann. Stillschweigend versenken gilt nicht.

(Das kriegt natuerlich auch nicht jeder SMTP client hin: http://groups.google.com/group/microsoft.public.exch… Das Problem existiert ja aber auch erst seit 2 Jahren…)

Gruss vom Frank.

Hallo,

Leider ist der „Standard“ (das duerfte dann wohl RFC2881 sein)

ich denke du meinst RFC2821.

da nicht ganz so streng: da steht nicht, dass ein client es
bei einem temporaeren Fehler nochmal versuchen MUSS.

Bist du dir sicher, dass man das so interpretieren kann? Man beachte insbesondere 4.5.4.1: „mail that cannot be transmitted immediately MUST be queued and periodically retried by the sender. […] Retries continue until the message is transmitted or the sender gives up; the give-up time generally needs to be at least 4-5 days.“


PHvL