eine Diskussion in Militärgeschichte erinnerte mich an ein Motto, mit dem Generationen von Griechischschülern gequält wurden. Sinngemäß: nur durch Schmerz wird man gut erzogen. Ich glaube, es war ein Spruch, der auch eine bestimmte grammatische Konstruktion klarmachte.
Menander: „Der Mensch, der nicht geschunden wurde, ist nicht
erzogen“
Genau, Kreszenz, das war wahrscheinlich gemeint.
Und wie Fritz sich erinnert, haben Hannes und ich das vor Kurzem noch mit etwas Grausen zitiert:
„Ο μη δαρευς ανθρωποσ ουκ παιδευεται“ Mit Spiritus und Akzent klappt es nicht so wie ich will, aber es hört sich etwa so an: „Ho mä dareus anthroopos uk paideuetai“
Geschätzte Freunde! Danke.
Die Überschrift sollte eine Übersetzung für „o philoi“ sein. Die Antworten haben mich einmal mehr für das „System w-w-w“ begeistert. Lasst Sterne regnen.
Genau, Petra, dies hat damals auch der Hannes korrigiert. Jetzt schäme ich mich recht, dass ich mir diesen Fehler nicht gemerkt habe. Ich denke, jetzt habe ich es verinnerlicht
Lieben Gruß
Eckard
wenn man sich auf den Satz beruft: ok.
Aber sich auf Menander zu berufen, wär fein schon nicht ganz unproblematisch. Er hat Komödien geschrieben, und wie bei jedem Dramenautor sind die Aussprüche der dramatis personae nicht gleichzusetzen mit Überzeugungen ihres Autors.
„Mehrheit ist Unsinn, Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.“
Ob das Schillers eigene Überzeugung ist, müsste erst nachgewiesen werden. Dann braucht es ja aber das Zitat gar nicht mehr.
Mir scheint, Generationen von Gymnasiallehrern sind, was den Menanderausspruch als Erziehungsmotto aus der Antike angeht, diesem Missverständnis aufgesessen.
Vielleicht kann es auch diese Redewendung sein. In Griechisch wird gesagt, dass die Pruegel aus dem Paradies kommt, dh manchmal ist sie gut.Το ξύλο βγήκε από τον παράδεισο.
Virginia