ich weiß nicht wo ich den satz herhabe, aber ich habe eine zeitlang eine art ohrwurm von einem griechisch klingenden satz, der so ähnlich klingt wie „to on te kautò“ . keine ahnung wie ich auf das gekommenbin, aber ich war die längste zeit davon überzeugt, dass das „erkenne dich selbst“ heßen würde…bis ich durch nachschlagen draufgekommen bin, dass das ja „gnothi seauton“ heißt (lol).
ich wüsste zu gern, wo ich den satz aufgeschnappt haben könnte, und ob er überhaupt (vielleicht etwas anders) irgend eine bedeutung hat?
danke für die hilfe
„to on te kautò“
Es ist nicht einfach, aus dem wohl fonetisch wiedergegebenen Satz den Sinn zu erschließen.
nehmen wir aber mal an, du habest den Satz adäquat wiedergegeben.
Da läse ich daraus:
Το ον τε καυτοσ
Dabei ist καυτοσ eine Krasis (Verschmelzung) von και αυτοσ.
Nun habe ich das Problem, dass τε und και beide „und“ bedeuten.
Το ον lässt sich eindeutig als „das Sein“ übersetzen und das και αυτοσ als „und das Selbst“.
Also so ungefähr: Das Sein und auch das Selbst!"
Das klingt sehr fülosofüsch! So: das Sein und das Nichts, das Sein und das Ich, Sein oder Nichtsein, Toby or not Toby, doobeedoobeedoo. SCNR
Wie und wo das aber passt, weiß ich nicht zu sagen.
Gruß Fritz
Hallo miteinander!
„to on te kautò“
Da läse ich daraus:
Το ον τε
καυτοσ
Ich würde das Sigma am Ende weglassen, sonst wird aus dem Neutrum das Maskulinum.
Dabei ist καυτοσ eine Krasis
(Verschmelzung) von και
αυτοσ.
(s. o.!)
Nun habe ich das Problem, dass τε und
και beide „und“ bedeuten.
Sowohl „kai“ wie auch „te“(dieses nachgestellt) können korrespondierend gebraucht werden im Sinn von „sowohl - als auch“: kai - kai, te- te;
aber ganz gewöhnlich ist mit gleicher Bedeutung auch te - kai.
Das ist es hier aber m. E. nicht; denn da vermisse ich den Artikel „to“ vor „auto“.
Ich ziehe hier für „kai“ die Bedeutung „auch“ vor.
Το ον (Partizip!): Ich übersetze „das Seiende“
Wenn der Ausdruck im geposteten Wortlaut richtig übernommen ist, könnte man übersetzen:
„und das Seiende auch selbst“
Das kann philosophisch sein, von den Vorsokratikern über Platon und Aristoteles bis in die frühe christliche Theologie.
Es kann aber alles auch ganz anders sein.
Schönen Gruß!
Hannes
ohrwurmschwanz
Ich bedanke mich sehr für die Hilfe.
Klingt irgendwie unheimlich; anscheinent hab ich das wirklilich von den Vorsokratikern aufgeschnappt, und wohl irgendwie was zusammengemischt; oder mein tiefstes inneres kann griechisch und will mir irgendwas sagen (gnothi seauton kann ich da nur mehr sagen).
noch eine kleine Frage am schluss: gibt es im internet vielleicht irgendwo gute ressourcen um sich selbst relativ unumständlich Griechisch beizubringen? ich würde mir gerne den wichtigsten Wortschatz aneignen.
Hakllo!
Klingt irgendwie unheimlich; anscheinent hab ich das
wirklilich von den Vorsokratikern aufgeschnappt, und wohl
irgendwie was zusammengemischt; oder mein tiefstes inneres
kann griechisch und will mir irgendwas sagen (gnothi seauton
kann ich da nur mehr sagen).
für beide Fälle: complimenti!
noch eine kleine Frage am schluss: gibt es im internet
vielleicht irgendwo gute ressourcen um sich selbst relativ
unumständlich Griechisch beizubringen?
Da muss ich passen, ich habe nie danach gesucht.
ich würde mir gerne den
wichtigsten Wortschatz aneignen.
Dafür eignet sich jedes gute Unterrichtswerk:
entweder ein Schulbuch fürs Gymnasium (–> Lektüre von Homer, Xenophon, Platon, bisschen Thukydides)
oder für das Graecum an der Uni (für Latein-Studierende oder Theologen).
Viel Freud bei der Sach!
Hannes