'Griff nach Prag' Experten-Befragung

Hallo! Ok, ihr habt recht. Ich befinde mich ja hier in einem „Experten“ Forum. =) Also stell ich die Fragen einfach hier. Ich würd mich freuen, wenn sich jemand die Zeit nehmen würde, um die kleinen vier Fragen zu beantworten =)Die Antworten könnt ihr auf meine email schicken: [email protected]!

1.) Was wäre, wenn die Maikrise 1938 nie stattgefunden hätte? Wie sähe dann Hitlers außenpolitischer Kurs aus?

2.) Hatte England eine Alternative zu der „Appeasementpolitik“ gehabt, die mehr Erfolg versprochen hätte?

3.) Was für Chancen hatte Prag Anfang 1938 gehabt? Hatte es überhaupt eine Chance gehabt, von dem Deutschen Reich nicht überrant zu werden?

4.) Hitler hatte seine Maske fallen lassen, als er in Prag einmarschiert war. Welche Bedeutung hatte dies für die Politik der Siegermächte?

Danke schön !!!

Hallo Faker

Tut mir Leid, ich kann dir leider nicht helfen, aber schau doch auf www.wikipedia.org nach.

Grüsse,

Yidi

PS: oder auf www.hitler.de

Hallo! Ok, ihr habt recht. Ich befinde mich ja hier in einem
„Experten“ Forum. =) Also stell ich die Fragen einfach hier.
Ich würd mich freuen, wenn sich jemand die Zeit nehmen würde,
um die kleinen vier Fragen zu beantworten =)Die Antworten
könnt ihr auf meine email schicken: [email protected]!

1.) Was wäre, wenn die Maikrise 1938 nie stattgefunden hätte?
Wie sähe dann Hitlers außenpolitischer Kurs aus?

Die Frage ist sinnlos, da Hitlers aussenpolitischer Kurs zur Maikrise führte

2.) Hatte England eine Alternative zu der „Appeasementpolitik“
gehabt, die mehr Erfolg versprochen hätte

ein „härterer“ Kurs zur Maikrise hätte bereits 1938 zum Krieg mit den westmächten geführt, der Ausgang wäre ungewiss gewesen.

3.) Was für Chancen hatte Prag Anfang 1938 gehabt? Hatte es
überhaupt eine Chance gehabt, von dem Deutschen Reich nicht
überrant zu werden?

Ziemlich wenig chancen, die Chance wäre der kriegseintritt von F und GB gewesen.

4.) Hitler hatte seine Maske fallen lassen, als er in Prag
einmarschiert war. Welche Bedeutung hatte dies für die Politik
der Siegermächte?

Ende der Appeasmentpolitik.

Für umfassendere Ausführungen zum thema müsstest du die Fragestellung besser umreissen, die Fragen sind si typische Wischi-Waschi-Schulfragen…

Gruß
mike

Hallo!
Ok noch ein Versuch.

1.) Hitler hatte sich nach der Maikrise entschlossen die Tschechei zu Zerschlagen. Aber vorher nicht. Während der Maikrise ist Hitler gedemütigt worden. Er hätte gekniffen und so, nachdem die Tschechei mobil gemacht haben. Dies hatte ihn verletzt. Die Folge war, dass er gegen England Kriegsvorbereitungen traf. Also: Was wäre wenn man ihn nicht „verletzt“ hätte? Man sagt die Maikrise hätte direkt in den Zweiten Weltkrieg geführt.

2.)Hatte England nur einen „härteren“ Kurs als Alternative zu der Appeasementpolitik? Heißt das, dass die Engländer von Anfang an richtig gehandelt hatten? Hätte man nicht früher etwas tun können? Als Hitler noch nicht so stark war. Oder wäre es wegen moralischen Gründen gegenüber der Weltöffentlichkeit unmöglich gewesen?

3.)Hatte Prag überhaupt keine Chancen? Hätte es denn zum Erfolg geführt, wenn Prag eine sanftere Politik gegenüber deutschen Minderheiten verfolgt hätte? Was hätte Hitler dann gemacht? Wenn es diesen Angriffspunkt nicht gegeben hätte?

Gruß

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Auch hallo
0. Bitte lösche doch die Teile des Postings, die nicht relevant sind.
Danke

1.) Hitler hatte sich nach der Maikrise entschlossen die
Tschechei zu Zerschlagen. Aber vorher nicht.

Ob das so ist, wird sich wohl niemals beweisen lassen, die Gedankengänge Hitlers sind wohl nur schwer nachzuvollziehen.

Während der
Maikrise ist Hitler gedemütigt worden. Er hätte gekniffen und
so, nachdem die Tschechei mobil gemacht haben. Dies hatte ihn
verletzt. Die Folge war, dass er gegen England
Kriegsvorbereitungen traf. Also: Was wäre wenn man ihn nicht
„verletzt“ hätte? Man sagt die Maikrise hätte direkt in den
Zweiten Weltkrieg geführt.

Ich verstehe den Sinn deiner Frage nicht.

Seit 1933 segelte die Deutsche Aussenpolitik sozusagen unter Falscher Flagge. Die Bestrebungen der Weimarer Republik nach einer Revision von Versailles wurden zielstrebig weitergeführt, nachdem die Reparationsfrage erkedigt war, ging es um die Grezrevision im osten. dazu zählte insbesondere der Anschluss Österreich und der Deutschsprachigen Gebiete der Tschechoslowakei, denen im frieden von versailles der Anschluss an Deutschland verweigert worden war. dies war natürlich eine eklatante verletzung des „selbstbestimmungsrechtes der Völker“. Die Britische Politik erwies sich dafür sehr empfänglich, man hoffte, durch die Beseitigung der real existierenden Spannungen den Kontinent zu befrieden und ein Eingreifen von GB auf dem Kontinent unnötig zu machen.

Aus diesem Grund waren die Proteste gegen den Anschluss Österreichs mehr als lau und Whitehall setzte die Tschechoslowakei massiv unter Druck, um der Deutschen Minderheit gleiche Rechte und Autonomiestatute einzuräumen, was diese auch im April/Mai 38 tat!

der Sudetenführer Henlein begann nun, verngesteuert von Berlin, die Krise bewusst anzuheizen, gleichzeitig wurde das Militär mobilisiert…
F, Gb und auch die SU kündigten an, im falle eines Angriffes auf die Tschechoslowakei nicht untätig zu bleiben, und sowohl das Volk als auch hohe Militärs überkam das kalte Grausen…

In dieser Situation bemühte sich Mussolini (!) um Vermittlung. Nachdem Hitler GB und F ein Angebot machten, welches er nicht ablehnen konnte, ohne gegenüber der eigenen Bevölkerung das Gesicht als „eigentlich den Frieden wollender“ zu verlieren, willigte er ein…

das war übrigens im September/Oktober 1938

Kommen wir nun zur Zerschlagung der Resttschechei.
Hätte Hitler an dieser Stelle innegehalten und zumindest versucht, die Wirtschaftslage zu konsolidieren, hätte es keinen Krieg gegeben.
Im März 1939 waren seine Pläne weit genug gediehen, dass die Resttschechei wie ein kartenhaus zusammenbrach, und durch die Besetzung von Böhmen und Mähren wurde den Regierenden klar, dass Hitlers Pläne weit über die Revision von Versailles hinausgingen. Damit war Schicht im Schacht.

2.)Hatte England nur einen „härteren“ Kurs als Alternative zu
der Appeasementpolitik?

Einen noch weicheren?

Heißt das, dass die Engländer von
Anfang an richtig gehandelt hatten?

Man muss immer die Motive der Aussenpolitik GBs einbeziehen. man war der Ansicht, dass das Ziel Hitlers die Territoriale Revision von Versailles war. man war bereit, dies zu dulden, um die Stabilität auf dem Kontinent zu bewahren. GB hatte ja auch massive Interessen ausserhalb von Europa, die es zu schützen galt.

Hätte man nicht früher
etwas tun können? Als Hitler noch nicht so stark war.

Wenn man damals die Pläne Hitlers durchschaut hätte, wäre bereits 1936 (Rheinland-Besetzung) ein Eingreifen möglich gewesen. Und bei der damaligen Überlegenheit der Truppen der Westalliierten wäre es eine ziemlich klare Sache geworden
Aber man hat es halt nicht erkannt oder nicht erkennen wollen.

Oder
wäre es wegen moralischen Gründen gegenüber der
Weltöffentlichkeit unmöglich gewesen?

Ein Krieg 1936 wäre zweifellos extrem unpopulär gewesen, und F, GB waren sich natürlich darüber im klaren, dass die Bestimmungen von Versailles eine ungeheuerliche belastung für alle Verhandlungen darstellte. Dass GB D „auf gleicher Augenhöhe“ begegnen wollte, war für Hitler der Anlass, zu glauben, dass die westalliierten „Knieweich“ wären
Was sich insbesondere gegenüber GB als schwerer Fehler herausstellte.

3.)Hatte Prag überhaupt keine Chancen? Hätte es denn zum
Erfolg geführt, wenn Prag eine sanftere Politik gegenüber
deutschen Minderheiten verfolgt hätte?

das ist jetzt politisches Kaffeesatzlesen…

Was hätte Hitler dann
gemacht? Wenn es diesen Angriffspunkt nicht gegeben hätte?

Das weiss wohl niemand… da kann man nur raten.
Eventuell wäre dann Polen der erste Angriffspunkt geworden, wg der Korridor-Frage.

Fakt bleibt:
Irgendwann vor dem April 1938 wurde die Entscheidung gefällt, mit der Deutschen Minderheit Tschechiens als Hebel die Tschechoslowakei zu erledigen. Dies führte deshalb zwingend zum Krieg, weil die Deutschen und insbesondere Hitler die Intention von GB völlig falsch einschätzten,
GB wurde als Schwach betrachtet, obwohl GB nur eine Politik „Weg von Versailles“ und hin zu einem „Deutschland auf gleicher Augenhöhe mit den anderen grossen Mächten“ verfolgte.

Gruß
Mike

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Hallo,

1.) Was wäre, wenn die Maikrise 1938 nie stattgefunden hätte?

Die Kriese war seit 1918 vorprogrammiert, Hitler mußte nur noch die Zündschnur anstecken…

Wie sähe dann Hitlers außenpolitischer Kurs aus?

Die CSR war zu gefährlich (weniger ihre Streitkräfte, mehr ihre strategische Bedeutung) als daß Hitler sie hätte unbehelligt lassen können.

2.) Hatte England eine Alternative zu der „Appeasementpolitik“
gehabt, die mehr Erfolg versprochen hätte?

Man hätte eine ähnliche Politik wie ein Jahr später bei Polen einschlagen können. Die Situation für die Alliierten hätte sich dadurch auf jedenfall verbessert.

3.) Was für Chancen hatte Prag Anfang 1938 gehabt? Hatte es
überhaupt eine Chance gehabt, von dem Deutschen Reich nicht
überrant zu werden?

Die CSR allein hatte wenig Chancen, solange sich ihre Verbündeten die Hände nicht schmutzig machen wollten.

4.) Hitler hatte seine Maske fallen lassen, als er in Prag
einmarschiert war. Welche Bedeutung hatte dies für die Politik
der Siegermächte?

Sie haben daraus gelernt und in Polen mal was anderes probiert.

Gruß

KuK-Monarchie usw.
Hallo Faker,

die „Tschechoslowakei“ war ein „Kunststaat“,der erst mit dem Ende des
1.Weltkrieges entstanden war…von daher war „Zoff“ ohnehin angesagt…schließlich waren weite Teile des Staatsgebietes der CS ja vorher „Deutsch“ bzw.korrekter gesagt eigenständige Ländereien unter der
„Schirmherrschaft“ der Österreichischen Monarchie…
Böhmen und Mähren,Sudetenland,Hultschiner Ländchen…

mfg

Hallo,

fas graift aber wesentlich zu kurz.
Der Kaiser von Österreich war Herrscher von von Böhmen als König von Böhmen. Das war immer ein eigenständiges Land - es hatte nur zufällig den gleichen Inhaber der Krone wie Österreich.
Und mit der beginnenden Umwandlung der k-u-k Monarchie in eine konstitutionelle Monarchie gab es ja da auch Zoff genug. Die tschechischen Abgeordneten haben jahrelang ihre Miterbeit im Parlament boykottiert und für ihr Land gleiche Rechte gefordertm wie sie die Ungarn hatten. Da hab es immer Streit zwischen Prag und Wien.
Daran ändert auch die ehemalige nominelle Zugehörigkeit zum heilig römischen Reich deutscher NAtion nichts (die war übrigens 1806 zu Ende). Ansonsten könntest Du mit der gkeich3en Begründung die Heimkehr Neapels nach Deutschland fordern - das gehörte nämlich auch mal dazu und war auch bis Mitte des 10. Jahrhunderts von Habsburgern regiert.

Abgesehen davon ist wohl Österreich auch nicht mit Deutschland gleichzusetzen - irgendwie habe ich mal gelernt, daß das verschiedene Länder sind. Also ist die ganze Begründung sinnlos.

Gernot Geyer