Hallo Daniela,
die von Dir geschilderten Symptome und der Verlauf deuten auf eine sog. Superinfektion hin, also eine Kombination aus virueller und bakterieller Infektion. Diese Art der Erkrankung tritt immer dann auf, wenn eine viruelle Infektion (z. Bsp. Schnupfen, Husten etc.) das Immunsystem des Körpers derart schwächt, dass bakterielle Erreger nur noch unzureichend bekämpft werden können und eine zusätzliche Infektion auslösen.
In jedem Fall würde ich dem Rat Deines Arztes folgen und die Behandlung mit dem neuen Antibiotikum in der verschriebenen Form umsetzen. Sollte es zu Unverträglichkeiten kommen, kann man immer noch, zusammen mit dem Arzt, nach Alternativen suchen. Anitoitika sollten aber weder in der Einnahmedauer noch Dosierung eigenmächtig verändert werden, da sonst die Möglichkeit sog. Resistenzen gegeben ist. Meist verschwinden die sehr seltenen Nebenreaktionen auch nach 1-2 Tagen wieder.
Es gilt aber in jedem Fall, die unterschiedlichen Infektionen genau zu analysieren und gezielt zu bekämpfen.
Schleimbildung muss durch ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit (Tee, Säfte, Wasser) verdünnt werden. Also viel Trinken.
Das von Dir beschriebene „Ploppen“ deutet auf eine angeschwollene Eustachische Röhre hin, die Verbindung zwischen Rachenraum und Ohr. Hierfür nimmt man am besten Nasentropfen, die ein sofortiges Abschwellen bewirken. Auch hier gilt es, diese Tropfen regelmäßig und kontinuierlich für die Dauer von bis zu 5 Tagen zu nehmen. Eine längere Anwendung bringt meist nichts mehr, da die Wirksamkeit durch „Gewöhnung“ abnimmt.
Das Inhalat erweitert die Bronchien und erleichtert so die Atmung. Auch dieses ist in Deinem Fall sicherlich angebracht.
Aber es fehlt das verschriebene Antibiotikum! Ich würde dem Rat des Arztes unbedingt folgen, es macht einfach Sinn.
Der Rest ist übliche Hausmedizin: Viel Ruhe, frische Luft, die Räume regelmäßig lüften und nicht überhitzen, frisches Obst (Vitamin C), auch Infrarotbestrahlung nutzt manchmal im Bereich der Stirnhöhlen ebenso wie Inhalationen mit entsprechenden Lösungen.
Aber all das weiß Dein Arzt. Du solltest in aller Ruhe mit ihm besprechen. Fehlt das Vertrauen, wechsle den Arzt.
Viele Grüße und gute Besserung