Hallo,
Nicht Markowitz, sondern Roy
unter dem von Dir weiter oben genannten Link zu Wikipedia ist leider kein Herr Roy genannt.
Worin unterscheiden sich dessen Aussagen denn von denen Markowitz´?
und es werden keine Daten aus der
Vergangenheit analysiert, sondern deren Korrelation.
Henne oder Ei? Was anderes als eine Interpretation von Daten ist denn die Berechnung der Korrelation? Ohne Risiko- und Renditekennziffern aus der Vergangenheit ist eine Korrelation nur schwer zu berechnen. Außer man „nimmt an“. Beides hat Stärken und Schwächen.
Die
Vertreter der MPT sagen nicht, in welche Einzelwerte man
investieren soll, das tun nur Kaffeesatzleser und
Versicherungsklingelputzer. Warum sollte man besser sein
wollen, als der Markt?
Es hat der Witwe B. hier auch niemand Stockpicking und Markettiming emfpohlen, wenn ich das richtig sehe.
Die Grenzen der MPT beschreibt dieses Zitat aus dem von Dir genannten Wikipedia-Link sehr schön:
Kern der Portfoliotheorie ist die Unterscheidung in systematisches und unsystematisches Risiko. Dem systematischen Risiko sind alle Wertpapiere am Markt unterworfen, es kann somit nicht wegdiversifiziert werden und ist das Risiko des Anlegens selbst. Das unsystematische Risiko hingegen ist das Risiko, das sich durch Diversifikation, also mit steigender Anzahl an verschiedenen Wertpapieren, verringern lässt. Daher können Anleger für dieses Risiko am Markt keine Prämie erwarten.
Da auch die MPT das systematische Risiko nicht ausschalten kann, dieses aber für eine „Renteranlage“ nach allgemeinem Weltbild zu hoch ist, habe ich meine Einwände gegen diesen Vorschlag artikuliert.
Zur „allgemeinen Gültigkeit“ der MPT dieses Zitat von der gleichen Wikipediaseite:
_Die Portfoliotheorie unterstellt einen Investor, der sich in seinem Verhalten ausschließlich an Zahlungsgrößen (Cash flows) orientiert und sein Vermögen mehren will. Er handelt rational und nutzenmaximierend: Das bedeutet, er informiert sich über die Gegebenheiten des Kapitalmarktes und entscheidet sich, indem er Chancen und Risiken gegeneinander abwägt. Dabei scheut er das Risiko (man spricht auch von Risikoaversion). Risikoaverses Verhalten bedeutet, dass ein höheres Risiko nur dann in Kauf genommen wird, wenn der erwartete Ertrag überproportional steigt. Über die Frage, welche Information aus den beobachtbaren Daten des Marktes gewonnen werden kann, hat es in der Finanzierung eine intensive Debatte gegeben (zurückgehend auf die Arbeiten von Eugene Fama zur Informationseffizienz).
Um die Analyse zu vereinfachen, nimmt man weiter an, dass der Kapitalmarkt vollkommen ist._
Mein Eindruck von den letzten 20 Jahren an den Kapitalmärkten ist, dass weder der durchschnittliche Anleger, noch der Markt an sich vollkommen bzw. effizient ist.
Kann sein, mein Eindruck ist falsch.
Aus meiner Sicht haben alle Strategiemodelle einerseits ihre Existenzberechtigung, andererseits markante Schwächen. Ob das Chartanalyse, behaverioul finance, mpt oder was auch immer ist. Tasten auf der Klaviatur des Asset Managements, keine Religionen oder absolute Wahrheiten.
Gruß vom Money-Schorsch