Hallo, ich will mir eine interne 500GB Festplatte von WD zulegen. Jetzt weiß ich nur nicht welche ich nehmen soll, denn es gibt einmal eine mit 16MB Cache und 7200rpm und einmal eine mit 32MB Cache und nur 5400rpm.
Ist es nun besser einen größeren Cache oder eine größere Umdrehungsgeschwindigkeit zu haben, oder bleibt sich das gleich?
ich würde die mit weniger umdrehungen nehmen. grund: die ist leiser, benötigt weniger energie und wird auch nicht so heiß. ok, sie wird vielleicht ein wenig langsamer sein, aber ehrlich gesagt bezweifele ich, dass du jemals den unterschied merken würdest.
Hallo,
der Cache bringt fast nichts im Vergleich zur Umdrehungsgeschwindigkeit.
Ob auch nur eins von beidem spürbare Auswirkungen im Heimbetrieb hat bleibt jedem selbst überlassen.
MfG Dominik
Mein Tipp: such in google nach den beiden Festplatten und betrachte vor allem die durchschnittliche Schreibrate und die durchschnittliche Leserate. Dann hast Du Deine Geschwindigkeit.
Wie meine Vorredner schon sagten produziert die langsamere Festplatte wahrscheinlich weniger Wärme und Lärm.
Wobei ich viele Festplatten als angenehm empfinde die andere als laut bezeichnen.
Die endgültige Entscheidung liegt bei Dir!
Moin,
Ist es nun besser einen größeren Cache oder eine größere
Umdrehungsgeschwindigkeit zu haben, oder bleibt sich das
gleich?
das bleibt sich nicht gleich und man kann auch beide Parameter nicht 1:1 in Leistung umrechnen, dazu muss man das konkrete Plattenmodell kennen. Vielleicht kannst du die Modellnummer der beiden interessierenden Platten beibringen?
Prinzipiell:
Der Cache allein sagt erst einmal gar nicht so viel aus, so gibt es z.B. aktuelle WD15-Platten mit 32 MB (WD15EADS) und 64 MB (WD15EARS) Cache. Die EARS-Platten arbeiten mit 4 KByte großen Sektoren, statt den üblichen 512 Byte, mit denen z.B. auch die EADS-Platten arbeiten. Dadurch passen trotz gleicher Kapazität mehr Daten auf die Festplatte, allerdings müssen bei 4 K Sektorgröße während des Auslesens auch deutlich größere Datenmengen im Cache zwischengespeichert werden, so dass beide Platten faktisch gleich schnell sind. GGf. können durch größere Caches auch höhere Übertragungsraten erzielt werden, wenn die Caches intelligent genug genutzt werden, aber oft ist der Effekt nahe Null - beispielsweise wenn die vorhandene Cachegröße höher ist, als überhaupt benötigt würde.
Die höhere Umdrehungszahl bringt dagegen zumindest immer einen schnelleren Datenzugriff, unabhängig von der Bautart und Funktionsweise der Platte. Müssen viele kleine Dateien zu8sammengesucht/gelesen werden (sequentielles Lesen), haben schneller drehende Platten daher immer einen Performancevorteil, weil sie die Dateien schneller finden. I.d.R. ist auch die maximale Übertragungsrate (MB/s) größer, aber hier spielt wieder die Plattentechnik mit hinein. Ältere Platten mit LMR-Technik erreichen trotz 7200 rpm keine höheren Übertragungsraten, als aktuelle 5400er Platten mit PMR-Technik. Bei gleicher Technik erreichen schneller drehende Platten natürlich auch höhere Übertragungsraten.
Gruß, Jesse
4kB-Sektoren
Hei Jesse!
'tschuldige, wenn ich mal kurz abschweife, aber . . .
Die EARS-Platten arbeiten mit 4 KByte großen Sektoren, statt den üblichen 512 Byte, mit denen z.B. auch die EADS-Platten arbeiten.
Das dürfte doch die Lösung (na gut, zumindest ein Fix für eine gewisse Zeit) für das vor der Tür stehende Problem der 2-TB-Marke bei Platten sein - Da sich die Zahl der zu adressierenden Sektoren mit der Größe logischerweise verringert, sollte das die Grenze immerhin auf 16 TB verschieben.
Hast du schon Informationen darüber, was die Betriebssysteme (namentlich: 2000 und XP) davon halten? Was ich bisher ergoogeln konnte, war, das die Platten eine 512 Byte-Emulation bieten - was dann wieder auf 2 TB max. hinausläuft. Bringt uns also nicht wirklich weiter.
Das ich ein 2k von solch einer Platte niemals booten kann, ist mir klar, aber würde 2k (oder XP) mit einer reinen (zusätzlichen) Datenplatte mit „echten“ 4k Sektoren und mehr als 2TB klarkommen?
Danke!
mabuse
Moin,
Die EARS-Platten arbeiten mit 4 KByte großen Sektoren, statt den üblichen 512 Byte, mit denen z.B. auch die EADS-Platten arbeiten.
Das dürfte doch die Lösung (na gut, zumindest ein Fix für eine
gewisse Zeit) für das vor der Tür stehende Problem der
2-TB-Marke bei Platten sein - Da sich die Zahl der zu
adressierenden Sektoren mit der Größe logischerweise
verringert, sollte das die Grenze immerhin auf 16 TB
verschieben.
WD selbst gibt als Vorteil für die 4k-Sektoren (‚Advanced Format Technologie‘) den Speicherplatzgewinn an. Durch die Einsparung von sektorweise gespeicherten ECC-Informationen gewinnt man bei gleicher Platterkapazität ca. 10% Speicherplatz. Auf den gleichen physischen Speicherplatz geht also logisch mehr drauf. Ab 2011 erhebt die IDEMA die 4k-Adressierung AFAIK übrigens zum Industriestandard.
Wie das Long LBA - Adressing funktioniert, mit dem die 2,1 TB-Barriere geknackt werden soll, weiß ich nicht und habe damit auch keine Ahnung ob es darauf bezogene Hintergedanken bei der Einführung des Advanced Format Verfahrens gibt. Ich glaube nicht.
Hast du schon Informationen darüber, was die Betriebssysteme
(namentlich: 2000 und XP) davon halten?
Die WD-Platten mit AV-Technik lassen sich unter älteren Betriebssystemen, wie Windows XP betreiben (Win2k weiß ich nicht), man muss nur vor der Partitionierung der Platte das Programm WD Align ausführen, welches die Platte ‚vorbereitet‘, indem es den logischen Startsektor auf einen durch 8 teilbaren, geradzahligen physischen Sektor verschiebt. Bei aktuelleren Betriebssystemen ist das unnötig. Siehe auch hier unter ‚Performance-Falle‘: http://www.tomshardware.de/Western-Digital-EARS,test…
Was ich bisher
ergoogeln konnte, war, das die Platten eine 512 Byte-Emulation
bieten - was dann wieder auf 2 TB max. hinausläuft. Bringt uns
also nicht wirklich weiter.
Die Platten emulieren gegenüber dem Betriebssystem 512 Byte-Sektoren, indem sie die 4 k-Sektoren im Cache zerlegen. Deshalb brauchen sie auch mehr Cache, denn notfalls müssen sie 4 kByte Daten lesen, obwohl sie nur 512 Byte des entsprechenden Sektors brauchen. Somit dürfte das Verfahren per se erst einmal nicht weiterhelfen, Speicheraddressierungsgrenzen zu überwinden.
Und hier noch was zum Schmökern: http://www.anandtech.com/show/2888
Gruß, Jesse
P.S.:
Ich selbst besitze übrigens eine 1,5 GB WD15EARS mit Advanced Format - Technik (unter Vista ohne vorherige Maßnahmen) und bin top zufrieden mit dem Teil!