Größte Kriegsherr der Geschichte?

Hallo Spezialisten!

Ich hoffe, meine Frage erscheint nicht zu lächerlich:
Wir haben uns dieses Wochenende „Alexander der Große“ angeschaut.
Naja, was soll man dazu sagen - historisch ist hier vermutlich nicht mal 1/100stl wahr gewesen und eher mühsam zum anschauen.

Jedenfalls haben wir dann angefangen zu überlegen, WER wohl seit Menschen Gedenken der größte/erfolgreichste/strategischte Kriegsherr war. (Eigentlich traurig, wenn man sich darüber Gedanken macht, da ja Krieg und Zerstörung etwas Furchtbares ist und früher sicher ein noch viel schlimmeres Gemetzel war als jetzt…)
War es wirklich Alexander (der es bist in den Osten geschafft hat) oder war es doch eher Tschings Khan, Hannibal,…?
Rom hatte ja ihre Blütezeit, als sie fast ganz Europa eingenommen hatten…
Kann man hier eine bestimmt Person nennen, oder waren alle gleich „grausam“ auf ihre Art und gleich „erfolgreich“ für ihren Stamm?

Ich bin leider hier ein wenig unwissend, aber intressiert, wie ihr das seht! :smile:

Liebe Grüße
Nicola

Jedenfalls haben wir dann angefangen zu überlegen, WER wohl
seit Menschen Gedenken der größte/erfolgreichste/strategischte
Kriegsherr war.

Tja, woran will man das bemessen? Objektive Kriterien wären z.B. eroberte Fläche, niedrige Zahl eigener Verluste, hohe Zahl getöteter Gegner etc. Subjektive Kriterien wären Planung, Strategie, Taktik etc.
Ich halte die Frage eigentlich nicht generell für beantwortbar.
Meistens gab es ja auch „hintenraus“ dann Mißerfolge und Scheitern - Hitler z.B. könnte man bis 1941 als extrem erfolgreich bezeichnen - das Scheitern war jedoch genauso grandios (Leseempfehlung: Haffner, Anmerkungen zu Hitler, der die auch für Deine Frage wichtige Unterscheidung zwischen Leistung und Erfolg macht) und in den Erfolgen vielleicht schon angelegt - sind es dann für sich betrachtet trotzdem Erfolge?

Ciao, Wotan

Hallo,

woran willst Dui das festmachen? An der Größe des eroberten Geländes? An der Zahl der umgebrachten Gegner? Am milit#rischen Können?

Ich denke das ist gar nicht vergleichbar in vielen Fälle. Die Eroberer Amerikas zum beispiel, die Spanier oder auch in Nordamerika die Engländer siegten ja nicht zuletzt auch einfach auf Grund ihrer überlegenen Technologie, die den Einsatz von dort bisher unbekannten Waffen ermöglichte. Nur so konnten Hundert Spanier mit ein paar Hilfstruppen die Reiche der Azteken oder Inka besiegen.
Andere nutzten den Überraschungseffekt bei z.T. sogar sehr hinterhältigen Angriffen. wieder andere erdrückten ihre gegner ganz einfach zur zahlenmäßige Überlegenheit.

Und es gab ein paar wirklich taktisch große Heerführer. Hannibal soll einer gewesen sein, auch Caesar und später u.a. Friedrich der Große. Die siegten u.a. durch kluge Aufstellung, Gliederung und Führung ihrer Truppen oft auch in der Unterzahl.
Dabei hielten sich aber gerade bei denen die Größe der Eroberungen in Grenzen. Hanibal verlor am Ende ja doch gegen Rom, Caesar eroberte das vergleichsweise nicht sehr große Gallien (seine Feldzüge im Krieg gegen Pmpejus und in Ägypten brachten ja keine Gebietserweiterung), Friedrich der Große eroberte in 3 Kriegen für Preußen Schlesien… eigentlich Kleinkram verglichen mit Alexander dem Großen.
Nur - dessen Reich hatte ja auch keinen bestand auf Dauer und zerfiel nach seinem Tode.

Gernot Geyer

Hallo Nicola,
ich glaube der größte „Feldherr“, der Begriff ist veraltert, war Nguyen Giap, der militärische Oberbefehlshaber der zunächst nord- und dann gesamtvietnamesischen Streitkräfte. Er hat, jeweils mit militärischen Unterzahlen, in den 50er Jahren die Franzosen und 1975 die Amerikaner aus Vietnam vertrieben. Er hat ferner 1979-1980 das Land vor der „Strafaktion“ der Chinesen verteidigt. Bis auf den Krieg gegen die Chinesen beruhten seine Erfolge auf einer sehr gut ausgeklügelten Guerillataktik. Mein Onkel war in der französischen Fremdenlegion und hat noch bis zu seinem Tod von dem Grauen von Dien Bien Phu erzählt. Ich glaube, er lebt noch und müßte fast 100 Jahre alt sein. Gruß Sergej.

Eroberer Amerikas … ?
Hallo,

Die Eroberer Amerikas zum beispiel, die Spanier oder auch in
Nordamerika die Engländer siegten ja nicht zuletzt auch
einfach auf Grund ihrer überlegenen Technologie, …

Nur bedingt. Meist war es ein Ausnutzen der Uneinigkeit der Völker/Stämme untereinander. Die Spanier nutzten die Zwiste untereinander und Schwächen des schon halb vom Zerfall heimgesuchte Inkareichs. Ebenso in Nordamerika. Wenn die Indianer zusammen gestanden hätten, vereint gegen die Weißen gekämpft hätten, wäre die Niederlage wohl nicht zu verhindern gewesen, aber es wäre bei Weitem nicht so einfach gewesen! Das mussten alle Häuptlinge, die versucht hatten, sich den Eindringlingen entgegen zu stellen, erfahren - „King Phillip“ um 1650, Tecumseh im Krieg 1812. Letzterer ist unermüdlich im praktisch gesamten Osten der USA herumgereist und hat versucht, die verschiedenen Stämme zusammen zu kriegen.

Gruß, Stucki

Hallo Sergei,

Ich glaube, er lebt noch und müßte
fast 100 Jahre alt sein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Vo_Nguyen_Giap
nur als Anmerkung.

Gandalf

hi,
Vergiss Vietnam, wenn man die Verluste vergleicht war der Vietnamkrieg mit Sicherheit keine strategische Meisterleistung. 58.200 gefallene US-Amerikaner + 224.000 Südvietnamesen gegen 1,1 Mio Nordvietnamesen und Vietcongs. Die Verluste des Nordvietnams waren 4x so hoch und Guerillataktik hat jeder Hobbyterrorist drauf, dazu muss man kein mlitärisches Genie sein.
DEr Krieg wurde nicht in Vietnam verloren sondern an der Heimatfront. Der Rückzug der Franzosen aus Indochine war auch eine innerpolitische Entscheidung und nicht auf die Niederlage von Dien Bien Phu zurückzuführen.

mfg
PapaWhiskey

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die größten Fehlschläge
Hallo,

obwohl es nicht zur Frage, aber doch zum Thema paßt:
Die größten Fehlschläge der Militärgeschichte von Saul David
ISBN: 3453861272 Buch anschauen

Gruß,
Christian

tach :smile:

ich bin der meinung, ein grosser kriegsherr muss etwas geleistet haben, was sich noch auf generationen nach uns auswirkt, jedoch im positiven sinne, also nicht! hitler, an diesen errinert man sich weniger wegen der genialen strategieschen fuehrung, sondern mehr an die grausamen taten die er innerhalb der zivilbevoelkerung verursacht hatte…er war ein rhetoriker, kein krieger…back to topic…Dhingis Kahn zum beispiel, war ein grosser Kriegsherr, da er es geschaft hat, verfeindete staemme zu einigen und das groesste reich zu schaffen, das die erde jemals sah

doch nicht nur solche aktionen von wegen, „Alles erobern und zerstoeren!“ sind meiner meinung nach fuer einen besonders guten kriegsherren entscheident
nehemn wir hier das beispiel Generals Sunzi’s
seine lehren haben bis heute wirkung, und das buch"Die Kunst des Krieges" war sogar pflicht-lerkuere an offiziers schulen waerend des kaltenkriegen in der sowjet republik
er hatte ein werk verfasst, das kommende generationen fuer ihre kriege nutzen, denn das wissen macht einen erfolgreichen krieger aus, nicht das glueck und die rohe gewalt

meine meinung

greeze
da Bone

Hallo

Jedenfalls haben wir dann angefangen zu überlegen, WER wohl
seit Menschen Gedenken der größte/erfolgreichste/strategischte
Kriegsherr war. (Eigentlich traurig, wenn man sich darüber
Gedanken macht, da ja Krieg und Zerstörung etwas Furchtbares
ist und früher sicher ein noch viel schlimmeres Gemetzel war
als jetzt…)

Wenn man „Kriegsherr“ mit Krieg, Waffen, Soldaten,
Verlusten und Schlachten verbindet, dann waren
zweifellos Hitler und Stalin die größten
„Kriegsherren“ der bekannten Geschichte.

Das ist ganz einfach (imho) deshalb so, da
diese im größten der Weltkriege den größten
Anteil hatten.

Der persönliche Beitrag der beiden größten
„Kriegsherren“ ist auch interessant. Stalin
begann, wie Hitler endete. Stalin mischte
sich in alle Entscheidungen, strategischer
sowie taktischer Tragweite ein und erzeugte
nahezu immer den Misserfolg, während Hitlers
Armeen von fähigen und entschlossenen Fachleuten
geführt wurden. Allerdings wendete sich das Blatt,
Stalin übertrug alle Entscheidungen seinen (eben-
falls sehr fähigen) Generalen, die von ihren
deutschen Gegenspielern gelernt hatten, während
Hitler die Nervenanspannung eines globalen Konfliktes
nicht ertrug und versuchte, sich seinerseits in
jegliche taktischen und strategischen Vorgänge
Einzuschalten – die Kompetenz der Fachleute somit
zu ignorieren. Der Ausgang ist allen bekannt.

Mein Senf,

CMБ