hatte einen ehemals besten Kumpel, mit dem ich auch über verschiedenste Themen sprechen konnte. Doch leider änderte er sich mit der Zeit und ich bemerkte zunehmends, wie er immer mehr Mutmaßte und keine Ahnung von dem hatte, was er laberte.
Durch ganz einfaches Nachfragen („Was ist…?“) erkannte ich sein Unwissen. Als er schon einigermaßen getrunken hatte eskalierte ein Gespräch und er „drückte“ er mir seine Meinung förmlich mit seiner aggressiven Körperhaltung hinein.
Da fühlte ich mich natürlich persönlich angegriffen.
Seit dem ging der Kontakt auch auseinander, was wahrscheinlich für uns beide besser ist, aber die Erinnerung an das o.g. Ereignis bringt mich noch immer auf die Palme, was mich wirklich den ganzen Tag beschäftigt.
„Groll mit uns herumtragen ist wie das Greifen nach einem glühenden
Stück Kohle in der Absicht, es nach jemandem zu werfen. Man verbrennt
sich nur selbst dabei.“
„Groll mit uns herumtragen ist wie das Greifen nach einem
glühenden
Stück Kohle in der Absicht, es nach jemandem zu werfen. Man
verbrennt
sich nur selbst dabei.“
Siddhartha Gautama
Wie wahr…
Man verbrennt sich nur selbst und der andere weiss meistens keinen blassen Schimmer von dem!
Aber es wärmt auch im kalten Winter
Hi
Manche Leute sollen ja Jahre im Gefängnis, Konzentrationslager oder Strafkolonie nur mit Hilfe ihrer warm (glühend) gehaltenen Aggressionen und Rachevorstellungen überstanden haben.
Ich nennen es mal das Graf-von-Monte-Cristo-Syndrom.
(Sollte ich das patentieren lassen?)
Gruß,
Branden
Manche Leute sollen ja Jahre im Gefängnis, Konzentrationslager
oder Strafkolonie nur mit Hilfe ihrer warm (glühend)
gehaltenen Aggressionen und Rachevorstellungen überstanden
haben.
…sollten da echt unterschieden werden. Wenn es am Leben hält, gut.
Andere haben überlebt, weil sie sich im aktiven Vergeben geübt haben…
Aber im normealen Leben beweisst man sich daurch nur, das man selbst der bessere Mensch ist, wenn man den anderen in Gedanken immer nieder macht.
Da sollte man sich mal fragen, ob man das nötig hat.
Ausserdem macht es krank, das ewige Grollen.
Und Falten.
Und hässlich.
Gruß Allu
und schöne grollfreie Feiertage euch Allen
vielleicht hilft Dir, wenn Du einmal aufschreibst - ggf. als Brief an diesen Ex-Kumpel - wie Du Dich in der besagten Situation gefühlt hast. Also nicht „Du hast“, sondern „ich fühlte mich überrumpelt, niedergemacht usw.“.
M. E. kommst Du dadurch eher an den Kern der Sache, der Dich jetzt noch immer auf die Palme bringt . . .
Man verbrennt sich nur selbst und der andere weiss meistens
keinen blassen Schimmer von dem!
Genau,Hallo erstmal,ich nenne das Sammeln von Rabattmarken
und einkleben ins Buch.
Irgendwann isses dann voll und dann bei einer klitzekleinen
unbedeutenden Situation bricht es heraus.
Das Gegenüber ist ersmal ausser Gefecht,über solche
"unangemessene"Reaktionen.
Die Fassade war perfekt.
Aber im normealen Leben beweisst man sich daurch nur, das man
selbst der bessere Mensch ist, wenn man den anderen in
Gedanken immer nieder macht.
Ich kenn das eher, dass die Gutmenschen den Anderen immer den Besseren vorspielen, weil sie ihre moralischen und vergebenden Seiten so vor sich hertragen wie einen Bauchladen.
Ein schlimmes Beispiel ist für mich der Familienauf- und absteller Bert Hellinger. Der fordert die Leute schon zum Vergeben auf, wenn sie sich nichtmal über das Maß (und die Berechtigung) ihrer Aggressionen klar geworden sind. Therapeutisches Gift der Sonderklasse!
Ich halte es mehr wie Peter Slojterdiek in seinem Buch „Zorn und Zeit“.
Gruß,
Branden
Wenn ich ausgeprägten Groll habe frage ich mich immer erst warum ich das nicht so stehen lassen kann…Warum kann ich nicht einfach dem Alltag nachgehen ohne dass mich dieses Gefühl loslässt. Und es dauert nicht lange, da finde ich heraus dass dieses Gefühl ja eigentlich von mir ausgeht und von meiner negativen Einstellung. Ich versuche dann herauszufinden warum ich damit ein Problem habe…
Und ich kann eines garantieren:
„Was trifft, trifft auch zu.“
Abgesehen davon dass dieser ewige Groll einem alles versperrt! Man kann die pozitiven Dinge gar nicht mehr wahrnehmen.
Und da kein Mensch fehlerfrei ist, denke ich mir: Groll in die Mülltonne und Deckel drauf!
Ich kenn das eher, dass die Gutmenschen den Anderen immer den
Besseren vorspielen, weil sie ihre moralischen und vergebenden
Seiten so vor sich hertragen wie einen Bauchladen.
…sorum ist auch schlimm.
Heilige gehören in den Himmel, auf der Erde machen die den Anderen das Leben zur Hölle…
Ein schlimmes Beispiel ist für mich der Familienauf- und
absteller Bert Hellinger. Der fordert die Leute schon zum
Vergeben auf, wenn sie sich nichtmal über das Maß (und die
Berechtigung) ihrer Aggressionen klar geworden sind.
Therapeutisches Gift der Sonderklasse!
…da hast du recht! Aufstellungen sind ansich eine klasse Methode, aber Hellinger, nene! Aber sein Fanclub ist groß!
Grauselich!
Ich halte es mehr wie Peter Slojterdiek in seinem Buch „Zorn
und Zeit“.
Kenn ich noch nicht, hab bald Geburtstag und noch paar Wünsche offen.
Ich meine, alle Extreme taugen nichts.
Und mir ist ein Garstiger, der ehrlich und wütend seine Meinung sagt, lieber, als so ein Scheinheiliger…