Groschen ist gefallen

Hallo.

Früher hatte man diese gräulich-grünlichen Münzen mit dem Avers „10“ und dem Revers Eichenblatt in den Portmonees.
Diese Dinger nannte man „Groschen“.

Heute haben wir messingfarbene Münzen mit dem Avers „10“ und dem Revers Brandenburger Tor (oder entsprechendes).

Sagt ihr dazu auch noch „Groschen“, oder passt das nicht mehr?

☼ Markuss ☼

Hallo,

nein, aber diese Münze hieß auch früher bei uns nicht „Groschen“, sondern „Zehnerl“, und da auf dem 10-Cent-Stück auch wieder „10“ steht, bleibt es beim „Zehnerl“.

PS: Ebenso beim

Fünferl - 5 Cent
Fuchzgerl - 50 Cent

nur scherzhafterweise durchgesetzt hat sich das „Zwanzgerl“ :wink:

Gerhard

Hi,

gehört wahrscheinlich eher ins Dialektbrett, wie auch die erste Antwort andeutet, denn auch bei uns hieß das Ding noch nie Groschen.
Ganz einfach, simpel, es war und ist bei uns ein „Zehner“ (ohne -erl, oder -le).

Gruß
Elke

Da steckt für keinen Groschen Verstand drin!

Sagt ihr dazu auch noch „Groschen“,

Nein! Wie auch zu dem alten nicht!

oder passt das nicht mehr?

Passen täts schon noch, Markuss, da „Groschen“ seiner Herkunft nach nichts anderes bedeutet als „Dicker“.

Der „denarius grossus“, der ab Mitte des 13. Jhdts in Frankreich geprägt wurde, bediente das Bedürfnis der Geschaftsleute mit größeren Werteinheiten umgehen zu können; man brauchte dan weniger Platz in der Börse.

Beisete gesprochen: Auch ich entferne jedesmal, wenn ich heim komme, alle Münzen unter einem Euro aus meinem Gelbbeutel, damit der nicht so voll und doch nichts drin ist.

Das Zehnpfennigstück war also eine „dicker“ Pfennig mit dem zehnfachen Wert der Grundeinheit. Das ist auch bei den Cent so, also kann man des Zehncentstück getrost Groschen nennen.

Aber wie du lesen kannst, war die Wort nicht allgemein im Gebrauch in Deutschland. Auch ich kenne und gebrauche das Wort, wie früher, nur in Redensarten. Siehe Titel!

Ansonsten heißen die Münzen unter einem Euro bei mir: Einser, Zweier, Fünfer Zehner, Zwanziger, Fünftiger.

Gruß Fritz

hallo markuss,

in berlin heißt dit ümma noch groschen und dit fünf-cent-stück „sechser“.
aber nur bei den berlinern, welche ja immer weniger werden.

strubbel
G:open_mouth:)

Hallo Markus,

also bei uns war das immer ein Groschen, ist mir aber tatsächlich seit der Umstellung nicht mehr untergekommen.
Zehner sind für mich Zehn-Mark/Euro-Scheine.

Aber Sprache ist lebendig, vielleicht sollte ich einfach wieder Groschen sagen.

Gruß!

Horst

Groschen = Zwölfersystem
Hallo Markuss,

Sagt ihr dazu auch noch „Groschen“, oder passt das nicht mehr?

eigentlich hat „Groschen“ zu einem Zehnerstück auch in der vorigen Währung schon nicht mehr gepaßt.

Der Groschen stammt aus den Zeiten des Zwölfersystems:

http://www.krumhermersdorf.de/literatur/lexikon.htm#G

Deswegen heißt in Berlin ja das Fünferstück auch „Sechser“ (siehe Strubbels Posting).

Gruß Gudrun

Hi,

in berlin heißt dit ümma noch groschen

Ick gloobe, die saren da eher „Jroschen“, wa?

Viele Jrüße
WoDi

Tach zusammen,

Bei uns zuhaus und in meiner Kindheit hieß die Zehn-Pfennig-Münze Groschen.

Aber das war am linken Niederrhein und das erklärt vielleicht manches.

Gruß - Rolf

Hi

(Falls es noch nicht erwähnt wurde.)

Das Hundertstel des österreichischen Schillings heißt Groschen. Die kleinste Münze, die es noch gab, waren zehn Groschen. Sie war federleicht und silbrig.

Gruß
d.

huhu,

nein, seit den dreißiger jahren begann die verbindung JR auszusterben und ist heutzutage nicht mehr üblich.

strubbel
3:open_mouth:)

Hi,

nein, seit den dreißiger jahren begann die verbindung JR
auszusterben und ist heutzutage nicht mehr üblich.

Ernsthaft?
Ich hatte nämlich mal einen gebürtigen Berliner als Kollegen, Alter etwa 50, der sprach so.

Viele Grüße
WoDi

Hallo Nicht-Schweizer
Bei uns in der Schweiz hiess das 10-Rappenstück „Batzen“, wohl auch aus alter Ueberlieferung. Meine Grossmutter rechnete in Batzen, „das Ding hat 25 Batzen gekostet“.
„Ein Heller und ein Batzen, die …“ aber das ist eine ganz andere Geschichte!
Erich

Keinen Batzen wert…

…sondern nur ‚halbbatzig‘ war und ist eine flüchtige, behelfsmässige Arbeit. Ich brauche das Wort ‚Batzen‘ für ein 10Rappenstück etwa doppelt so oft wie das Wort ‚Zähni‘
Vielen Dank für die lesenswerten Beiträge und liebe Grüsse
Susette