Kannst du ein Beispiel nennen?
Österreicher Rotwein Österreicher Berge klingen für mich nicht
gut.
Hei Fritz,
nein, kann ich nicht. Ich kam noch nicht dazu, Österreich zu widerrufen. Damit habe ich auch zuhause am Mittagstisch keine Mehrheit gefunden. Von sechs Anwesenden fand niemand Österreicher korrekt. Ich hatte eigentlich gedacht, ein „Österreicher Bauer“ sei denkbar. Ich will aber nicht drauf bestehen. Sooo sicher bin ich mir da wiederum nicht.
Meinst nicht, daß der Schlüssel zum Verständnis darin liegen
könnte, daß „Schweizer“ (Grenze) eben gerade kein
(undeklinables) Adjektiv ist, sondern eine
Genitiv-Verknüpfung?
Das Genitiv-Thema hatten wir schon mal im Zusammenhang mit STraßenbezeichnungen (Kölner Straße o.ä.). Äußerst kontrovers ging es damals übrigens zu ob der Frage, ob es sich um einen Genitiv Singular oder Plural handelt. Aber davon unabhängig habe ich bei „Schweizer“ auch ein starkes Genitiv-Gefühl… Fragt sich nur, ob uns das hier weiter bringt. So sehr ich auch hin- und herdenke, ich fürchte: nein.
Dein Ansatz, es könne etwas mit der Betonung von FRemdheit/Vertrautheit/Besitz zu tun haben, bringt uns doch ziemlich in die Bredouille, wenn wir etwa erklären wollen, warum es Holländer Käse gibt, aber keine vergleichbare Bildung für England; ebenso schwierig ist es, „Thüringer“, „Schwarzwälder“, „Eifeler“ , „Pfälzer“, „Brandenburger“, „Württemberger“ zu begründen (vs. Sachsen, Bayern, Westfalen, um nur einige zu nennen).