EIN AMERIKANISCHER STUDENT WIRD UNS FÜR ZWEI WOCHEN BESUCHEN.
„amerikanischer“ wird hier klein geschrieben, weil es ein normales Adjektiv ist.
DAS MESSER MIT SCHWEIZER PRÄZISION, GUTER VERARBEITUNG …
„Schweizer“ wird hier groß geschrieben, weil es ein „indeklinables Adjektiv“ ist wie bei „Kölner Dom“, „Berliner Mauer“, Bremer Stadtmusikanten" und dazu noch ein Eigenname.
Normalerweise wird diese Form nur bei Städtenamen gebildet. Die Schweiz bildet hier eine Ausnahme.
sind Eigennamen für bestimmte Sachen; die werden deshalb groß geschrieben.
Aber „Schweizer“ wird nicht nur bei Käse und Offiziersmesser, die dann auch Eigennamen sind, groß geschrieben, sondern auch bei „Wir kamen an die Schweizer Grenze und hörten zum ersten Mal die Schweizer Sprache“; wärend „böhmische Grenze, türkische Sprache, russischer Wodka, spanischer Wein“, wenn sie keine Eigennamen sind, klein geschrieben werden.
vielen Dank! War ja irgendwie klar, dass die Schweiz eine Ausnahme ist… So hatte ich das bislang auch immer geschrieben. Nur stand ich jetzt mit meiner Meinung alleine da.
Gruß
Rampage
Hallo, Rampage!
EIN AMERIKANISCHER STUDENT WIRD UNS FÜR ZWEI WOCHEN BESUCHEN.
„amerikanischer“ wird hier kleine geschrieben, weil es ein
normales Adjektiv ist.
DAS MESSER MIT SCHWEIZER PRÄSISION, GUTER VERARBEITUNG …
„Schweizer“ wird hier groß geschrieben, weil es ein
„indeklinables Adjektiv“ ist wie bei „Kölner Dom“, „Berliner
Mauer“, Bremer Stadtmusikanten".
Normalerweise wird diese Form nur bei Städtenamen gebildet.
Die Schweiz bildet hier eine Ausnahme.
wird groß geschrieben, weil es ein von einem Ortsnamen abgeleitetes, indeklinables Adjektiv ist, wie der „Bremer“ Stadtquerulant und seine Begleiter, die „Bremer“ Stadtmusikanten.
Hat hier also mit Liedtitel oder Satzanfang nichts zu tun.
Bildet man das Adjektiv dagegen mit Suffix „-isch“, so wird es zu „kreuzberische Nächte“, die auch so schön sein können wie Kreuzberger Nächte, glaube ich.
Dann werden es auch bremische Querulanten und Musikanten.
Aber hätte es
nicht auch „…in Ergänzung zu Fritz’ korrekter…“ geheißen,
anstatt ‚Fritzens‘?
Nein, man kann beides verwenden! Wobei „Fritzens“ zugegebener Weise als eine inzwischen altertümlich gewordene Form gilt.
Ähnlich wie "Hansens, Franzens, etc.
Ich ziehe diese Formen vor, klingen sie doch schöner, voller, wichtiger, während man "Fritz´, Hans´, Franz´ kaum aussprechen kann.
Ich hab noch drei gefunden (Luxemburg, Österreich, Neuseeland), kriege aber kein System da hinein. Halt, Liechtenstein paßt wohl auch noch.
Eigenartig, oder? Was mag da das Kriterium sein? Ich dachte erst an „Zusammensetzung mit -burg, -reich, -land“, aber da gibt es zuviele Gegenbeispiele. Frankreich, England. Und die Schweiz paßt dann schon gar nicht.
sind Eigennamen für bestimmte Sachen; die werden
deshalb groß geschrieben.
Also sind aus meiner Liste nur die Schweiz und der Harz gültige Beispiele, Tirol käme noch hinzu, Chiemgau, Pfalz, Allgäu und etliche weitere Gaue, sowie alle auf „land“ endenden Länder.
Und die NDR sagt nun, daß das nichts besitzanzeigendes (auch nicht im ethymologischen Sinne) an sich hat, wie der Laie vielleicht meint, sondern daß das atypische, nicht deklinierbare Adjektive seien, so wie „hipp“, „sexy“, „top“, „spitze“ usw., woraus man wiederum ableitet, daß letztere großzuschreiben seien. Hab ich das so richtig verstanden?
and e very fair from fair
sometimes declines…
by chance or nature´s changing course untrimm´d…
But thy eternal summer shall not fade…
(William Who shakes the 18th beer so nett)
wird also nicht dekliniert, weil es undeklinabel ist.
Okay. Interessiert nur mich und meine Mitaffen aussem Orkus nicht.
Orkanussisch. Nagelt Eure Dächer fest!
Gardez vos ttoi-s!
Ich liebe inzwischen auch die doitsche Schprache. Weil und solange ich mit ihr in alle Winkel dringen kann/darf.
nein, nicht alle auf -land endenden Länder. Heißt es denn:
Engländer? Deutschländer?
Tatsächlich, Du hast recht. Ob das wohl die einzigen Ausnahmen sind?
Mir scheint, daß man den Weg über die besitzanzeigende Form mit „-länder“ dann nicht geht, wenn man eine genuin adjektivische Form aus dem Wortstamm bilden kann.
Womöglich wäre eine Neubildung „Engländer“ sogar zulässig, und zwar als Bezeichnung z.B. der in England (also weder z.B. in Schottland, noch in Australien) gesprochenen Dialekte (nicht nur der englischen, sondern auch z.B. der chinesischen Sprache oder des Jiddisch): die Engländer Mundarten.
Natürlich nicht! Aber du reitest dein Steckenpferd gut! Pass
auf, dass es nicht bricht!
Stimmt nun das mit der Großschreibung, die Spitze und Sexy ist, nicht?
Oder stimmt das, aber nicht meine Herleitung? Was an ihr stimmt dann nicht, und wie wäre es richtig hergeleitet?
Eigenartig, oder? Was mag da das Kriterium sein? Ich dachte
erst an „Zusammensetzung mit -burg, -reich, -land“, aber da
gibt es zuviele Gegenbeispiele. Frankreich, England. Und die
Schweiz paßt dann schon gar nicht.
Meinst nicht, daß der Schlüssel zum Verständnis darin liegen könnte, daß „Schweizer“ (Grenze) eben gerade kein (undeklinables) Adjektiv ist, sondern eine Genitiv-Verknüpfung?
Je nachdem, wie bedeutsam uns ein Land ist und je länger es schon besteht, hat sich das sprachlich ausdifferenziert, sofern das phonetisch leicht ging. Fremde, feindliche und junge Länder treten uns eher als adjektivisch fremd entgegen, nahe und alte Länder hingegen (auch) als genitivischer Fremdbesitz, eigene Länder dann wieder adjektivisch, weil der Besitzaspekt verkümmert. Für die Schweiz haben wir beides. Das Schweizer Volk hat eine schweizerische Ausdrucksweise.
Gruß,