Hallo Christoph und allen anderen, die meine frage beantwortet haben.
danke erstmal für Eure Ausfhrungen
Hallo Barbara
was haben die Briten für Kriege bzw. spannungen in ihrer
Kolonialgeschichte ausgelöst?
Kurz gesagt: ne Menge. Kein Land gab leichtfertig Kolonien
her. Einerseits gab es da Resourcen (Afrika), Absatzmärkte
(USA) und Menschen (Indien) und andererseits war es eine Sache
des Prestige. Das Alte Europa hat ja quasi die Welt unter sich
aufgeteilt, ohne die Welt zu fragen.
Meine Frage bezog sich nicht auf die Kriege, die sie geführt haben, um die Kolonien zu erhalten. Dies ist eine zwangsläufige Entwicklung.
Die Briten wurden zum Teil rausgeworfen (USA) und zum Teil
hinausgeleitet (Indien). Andere Staaten wurden einfach
entlassen und die meisten sind heute noch im Commonwealth
vertreten und haben die Queen als Staatsoberhaupt!
Keine Kolonialmachte kam ohne Kriege/Spannungen über die
Runden und die Briten mit dem größten Reich überhaupt schon
gar nicht.
Fakt ist: Sie waren in Israel/Palästina
Fakt ist: Sie waren auf Zypern
Fakt ist sie waren auch in Kanada, USA, Australien usw.
Manchmal geht es gut aus, manchmal nicht. Und nicht immer kann
die Kolonialmacht was dafür…
Ich habe diese zwei Beispiele aufgeführt, weil sie durch ihre Politik die Konflikte mitverursacht haben. Ich würde sogar so weit gehen, dass sie allein verantwortlich für den Zustand sind, der in diesen beiden Konflikherden besteht, weil sie die bildliche Fackel angezündet haben.
Auch ihre einmischung nach dem ersten Weltkrieg in Kleinasien
hat stattgefunden.
Und wo anders auch. Was genau willst du hier wissen?
Ja, wo anders? Aber in der Form, wie es in Plästina und Zypern geschah. Versprechungen, deren Einlösung dann nicht stattgefunden aht und warum dies so war. Was hat diese Kolonialgroßmacht davon abgehalten, diese in die Tat umzusetzen. War das aufgrund einer unfähigen Führung oder aufgrund Umständen, die sie nicht beeinflussen konnte.
Ich möchte einfach näheres darüber erfahren. Da das Forum sicher nur ansatzweise dafür Raum bietet, wäre ich auch dankbar für gute Quellen.
Weiss jemand näheres darüber, in welcher weise sie zu den
entstandenen Konflikten beigetragen haben? Und die anderen sie
austragen liesen?
Meinst du in Kleinasien (sprich Israel) oder weltweit?
In Israel und weltweit. unter Kleinasien meine ich den Krieg zwischen türken und griechen, der nach dem versailler Vertrag ausbrach und zur Vertreibung der griechischstämmigen Einwohner 1921 führte. Ich weiss nur Bruchstücke davon, dass der britische König der griechischen Seite Unterstützung für den Vormarsch nach Ismir zugesagt hat, die nicht stattfand.
Es würde mich interessieren, ob ihr etwas darüber wißt. Meine Kenntnisse sind aus griechischen Geschichtsbüchern und obwohl ich eine Griechin bin und stolz darauf, werde ich einen Teufel tun, den griechischen Geschichtsbüchern 100 %ig zu vertrauen. Die Wahrheit wird immer von der Seite beleuchtet, die einem am besten gefällt 
Und wo sonst auf der Welt ist das gleiche passiert?
die fRage bezog sich auf die britischen Kolonien und ihre Hinterlassenschaften, ausser den bekannten USA Indien Australien
Überall. Die Franzosen hatten harte Kämpfe in Kanada, Algerien
Vietnam usw, die Deutschen in Afrika (Herero), Portugiesen und
Spanier in Asien/Südamerika, die Russen auch in Asien,
Österreich-Ungarn wenn man so will auf dem Balkan, usw
Oder geschieht das zwangsläufig , wenn kolonien entstehen?
Elfenbeinküste z.B. bei den Franzosen.
Manchmal…
Das große Problem in Afrika ist, dass die Kolonialmächte
damals die Grenzen entweder nach Längen/Breitengraden gezogen
haben oder natürliche Grenzen (Berge, Flüße) hernahmen. Dass
da zum Teil total unterschiedliche Völker auf einmal
zusammengedrängt wurden war denen egal (siehe Hutu/Tutsi in
Ruanda). Das sieht man aber auch gut im Irak (war auch
britisch) oder in Indien/Pakistan wo verschiedene Religionen
zusammengesteckt wurden. Fällt die Kolonialmacht weg wirds
schwierig.
Das finde ich eine sehr gute Erklärung und so etwas in der Art meinte ich auch mit meiner Frage.
Zusammengefasst bedeutet das:
Kolonialmächte erschliessen,ohne sich um Konfikte, die sie verursachen, zu kümmern, das land , nutzen die Reichtümer , gehen bei Nutzlosigkeit und hinterlassen einen Trümmerhaufen , den andere aufsammeln müssen.
Stimmt das so? Ausgenommen natürlich die Länder, in denen es gut ausging. Aber ob das der Verdienst der Kolonialmacht GB war, wage ich zu bezweifeln.
Auch waren nicht alle Kolonien so schlecht dran. Das Deutsche
Reich zum Beispiel hat viel mehr in die Afrikanischen Kolonien
investiert als sie rausbekommen haben. Ausserdem wurde viel
Technologie in die Kolonien exportiert und auch Kulturelle
Fortschritte mitgebracht (Schrift zb). Bei Großbritannien ist
es glaub ich sogar so, dass Einwohner von ehemaligen Kolonien
die volle Britische Staatsbürgerschaft haben…
Ja, das glaube ich auch… Deswegen sind ja so viele Inder in GB, oder?
Und dann sind da noch die Menschen selber. Manche Länder haben
unglaubliche Bodenschätze, aber es versickert alles in
Korruption. Nigeria ist zum Beispiel der 8. größte
Erdölexporteur und Südafrika steckt voll von Diamanten und
Gold. Zudem findet man in Afrika etwa 20 - 40% der weltweiten
Uranvorkommen, über 80% der Platin-, etwa 40% der Vanadium-,
über 80% der Mangan, ca. 50% der Kobalt-, über 80% der
Chromit- und etwa 18% der Titanvorkommen. (Quelle geolinde.de)
Alle jetzigen Konflikte und Zustände in ehemaligen Kolonien
auf die Kolonialmächte zu schieben ist zu einfach und
entspricht wirklich nicht immer der Wahrheit…
Auf diese will ich auch nicht eingehen.
deswegen diese Frage. Ich möchte differenzieren.
Aber in Israel und Zypern ist der Konflikt doch auf das Fehlverhalten der Kolonialmacht zurückzuführen, oder bist Du anderer Meinung?
Barbara