Großbritanien

Hallo Experten,

was haben die Briten für Kriege bzw. spannungen in ihrer Kolonialgeschichte ausgelöst?

Fakt ist: Sie waren in Israel/Palästina
Fakt ist: Sie waren auf Zypern

Auch ihre einmischung nach dem ersten Weltkrieg in Kleinasien hat stattgefunden.

Weiss jemand näheres darüber, in welcher weise sie zu den entstandenen Konflikten beigetragen haben? Und die anderen sie austragen liesen?

Und wo sonst auf der Welt ist das gleiche passiert?

Oder geschieht das zwangsläufig , wenn kolonien entstehen?
Elfenbeinküste z.B. bei den Franzosen.

Gruß und Danke vorab

Barbara

Hallo Barbara,

du stellst da jetzt aber eine sehr diffizile Frage…:smile:

Weil „Old Blighty“ (so nennen die Briten sich selber gerne…:smile: )
als „Empire“ halt immer noch einen hohen Stellwert hat (und hatte).

Ich möchte dazu mal ein Ereignis beschreiben,das sich mir bis auf den heutigen Tag eineprägt hat.
Bei meinem ersten Besuch in England (so ungefähr 1970 muss das gewesen sein Ende April ) war gerade Feiertag in GB (Geburtstag der Queen).
Als „Erst-Touri“ in London war natürlich der Buckingham-Palast auf dem
Besuchsprogramm…
1970 konntest du hier in D außer Touristen nur höchst selten Menschen
anderer Hautfarbe und Herkunft sehen…
Nun…da standen vor dem Palast im besten „Ausgeh-Anzug mit Bowler“
einträchtig nebeneinander „Ur-Briten“ und quasi sämtliche Kolonien
und jubelten auf Englisch „ihrer“ Queen zu…und das mit „vollem Herzen“…(als Jugendlicher hast du für sowas einfach noch „einen Draht“…)
Seit dieser Zeit kenne ich auch Robin und seine Familie (alle aus Indien/Bundesland Maharshtra/Provinz Raigarh) und wenn nicht die Hautfarbe wäre,dann könnte er in jeder TV-Show als der „Brite“ schlechthin auftreten…:smile:

Ich gebe dir jetzt mal seine Meinung dazu wieder (habe ihn kurz mal
angerufen):
" es ist viel falschgelaufen,aber wenn GB heute noch in Indien wäre,
wäre es besser…"

Ich kann dazu nichts sagen,da ich noch nie in Indien war…

mfg

Frank

Hallo Experten,

Hallo Barbara

was haben die Briten für Kriege bzw. spannungen in ihrer
Kolonialgeschichte ausgelöst?

Kurz gesagt: ne Menge. Kein Land gab leichtfertig Kolonien her. Einerseits gab es da Resourcen (Afrika), Absatzmärkte (USA) und Menschen (Indien) und andererseits war es eine Sache des Prestige. Das Alte Europa hat ja quasi die Welt unter sich aufgeteilt, ohne die Welt zu fragen.

Die Briten wurden zum Teil rausgeworfen (USA) und zum Teil hinausgeleitet (Indien). Andere Staaten wurden einfach entlassen und die meisten sind heute noch im Commonwealth vertreten und haben die Queen als Staatsoberhaupt!

Keine Kolonialmachte kam ohne Kriege/Spannungen über die Runden und die Briten mit dem größten Reich überhaupt schon gar nicht.

Fakt ist: Sie waren in Israel/Palästina
Fakt ist: Sie waren auf Zypern

Fakt ist sie waren auch in Kanada, USA, Australien usw. Manchmal geht es gut aus, manchmal nicht. Und nicht immer kann die Kolonialmacht was dafür…

Auch ihre einmischung nach dem ersten Weltkrieg in Kleinasien
hat stattgefunden.

Und wo anders auch. Was genau willst du hier wissen?

Weiss jemand näheres darüber, in welcher weise sie zu den
entstandenen Konflikten beigetragen haben? Und die anderen sie
austragen liesen?

Meinst du in Kleinasien (sprich Israel) oder weltweit?

Und wo sonst auf der Welt ist das gleiche passiert?

Überall. Die Franzosen hatten harte Kämpfe in Kanada, Algerien Vietnam usw, die Deutschen in Afrika (Herero), Portugiesen und Spanier in Asien/Südamerika, die Russen auch in Asien, Österreich-Ungarn wenn man so will auf dem Balkan, usw

Oder geschieht das zwangsläufig , wenn kolonien entstehen?
Elfenbeinküste z.B. bei den Franzosen.

Manchmal…
Das große Problem in Afrika ist, dass die Kolonialmächte damals die Grenzen entweder nach Längen/Breitengraden gezogen haben oder natürliche Grenzen (Berge, Flüße) hernahmen. Dass da zum Teil total unterschiedliche Völker auf einmal zusammengedrängt wurden war denen egal (siehe Hutu/Tutsi in Ruanda). Das sieht man aber auch gut im Irak (war auch britisch) oder in Indien/Pakistan wo verschiedene Religionen zusammengesteckt wurden. Fällt die Kolonialmacht weg wirds schwierig.

Auch waren nicht alle Kolonien so schlecht dran. Das Deutsche Reich zum Beispiel hat viel mehr in die Afrikanischen Kolonien investiert als sie rausbekommen haben. Ausserdem wurde viel Technologie in die Kolonien exportiert und auch Kulturelle Fortschritte mitgebracht (Schrift zb). Bei Großbritannien ist es glaub ich sogar so, dass Einwohner von ehemaligen Kolonien die volle Britische Staatsbürgerschaft haben…

Und dann sind da noch die Menschen selber. Manche Länder haben unglaubliche Bodenschätze, aber es versickert alles in Korruption. Nigeria ist zum Beispiel der 8. größte Erdölexporteur und Südafrika steckt voll von Diamanten und Gold. Zudem findet man in Afrika etwa 20 - 40% der weltweiten Uranvorkommen, über 80% der Platin-, etwa 40% der Vanadium-, über 80% der Mangan, ca. 50% der Kobalt-, über 80% der Chromit- und etwa 18% der Titanvorkommen. (Quelle geolinde.de)

Alle jetzigen Konflikte und Zustände in ehemaligen Kolonien auf die Kolonialmächte zu schieben ist zu einfach und entspricht wirklich nicht immer der Wahrheit…

Hoffe das erklärt mal einiges. Sonst einfach nochmal fragen :smile:

Gruß und Danke vorab

Barbara

Gruß

Christoph

Hallo, Christoph!

Keine Kolonialmachte kam ohne Kriege/Spannungen über die
Runden und die Briten mit dem größten Reich überhaupt schon
gar nicht.

Fakt ist: Sie waren in Israel/Palästina
Fakt ist: Sie waren auf Zypern

Fakt ist sie waren auch in Kanada, USA, Australien usw.
Manchmal geht es gut aus, manchmal nicht. Und nicht immer kann
die Kolonialmacht was dafür…

Das sehe ich anders. Wenn mein totalitärer Vater mich ständig gratis in seinem Betrieb hackln lässt, muss er damit rechnen, dass ich ihm eines Tages a Watschn verpasse und gehe. Wenn meine Bisgurn von Schwiegermutter mich piesackt, muss sie damit rechnen, dass ich nichts mehr von ihr wissen will. Und die Kolonialmächte haben ausgebeutet und gepiesackt bis zum geht-nicht-mehr. Und was heißt „gut ausgehen“? Die Amerikaner haben mit den Engländern und Franzosen Krieg geführt. Ist bloß schon ein bisschen länger her als in den afrikanischen Kolonien.

Auch waren nicht alle Kolonien so schlecht dran. Das Deutsche
Reich zum Beispiel hat viel mehr in die Afrikanischen Kolonien
investiert als sie rausbekommen haben. Ausserdem wurde viel
Technologie in die Kolonien exportiert und auch Kulturelle
Fortschritte mitgebracht (Schrift zb). Bei Großbritannien ist
es glaub ich sogar so, dass Einwohner von ehemaligen Kolonien
die volle Britische Staatsbürgerschaft haben…

Das war nicht so geplant, dass die Kolonien abspringen, bevor sich die Investition rentiert. Außerdem haben einige große Firmen ganz schön Kasse gemacht (und machen sie teilweise noch immer).

Alle jetzigen Konflikte und Zustände in ehemaligen Kolonien
auf die Kolonialmächte zu schieben ist zu einfach und
entspricht wirklich nicht immer der Wahrheit…

Ansonsten und speziell hier stimme ich mit dir überein. Interessante, wenn auch völlig hypothetische Frage: Wie wäre die Geschichte wohl verlaufen, wenn die Kolonialmächte nicht auf Ausbeutung aus gewesen wären, sondern einfach nur friedlich Handelsbeziehungen mit den Völkern in Afrika, Asien und Amerika aufgenommen hätten?

Livia

kein guter Vergleich

Fakt ist sie waren auch in Kanada, USA, Australien usw.
Manchmal geht es gut aus, manchmal nicht. Und nicht immer kann
die Kolonialmacht was dafür…

Das sehe ich anders. Wenn mein totalitärer Vater mich ständig
gratis in seinem Betrieb hackln lässt, muss er damit rechnen,
dass ich ihm eines Tages a Watschn verpasse und gehe. Wenn
meine Bisgurn von Schwiegermutter mich piesackt, muss sie
damit rechnen, dass ich nichts mehr von ihr wissen will. Und
die Kolonialmächte haben ausgebeutet und gepiesackt bis zum
geht-nicht-mehr. Und was heißt „gut ausgehen“? Die Amerikaner
haben mit den Engländern und Franzosen Krieg geführt. Ist bloß
schon ein bisschen länger her als in den afrikanischen
Kolonien.

Die „Amerikaner“ waren selbst Staatsangehörige der Kolonialmächte - nicht die Indianer haben die USA von England und Frankreich unabhänig gemacht. Ebenso war es in Kanada und Australien. Das waren keine richtigen Kolonien. Vielmehr kann man es mit Separatistenbewegungen vergleichen, die in einem geographisch vom Kernland isolierten Gebiet natürlich eher funktionieren als in einem inneren Landesteil.

Palästina
Hallo Barbara,

für den Palästinakonflikt tragen die Briten große Verantwortung, weil sie im 1. Weltkrieg, um Verbündete zu gewinnen, Palästina sowohl den Juden als auch den Arabern versprochen haben.

Gruß,
Andreas

Hallo, Christoph!

Hallo Livia

Das sehe ich anders. Wenn mein totalitärer Vater mich ständig
gratis in seinem Betrieb hackln lässt, muss er damit rechnen,
dass ich ihm eines Tages a Watschn verpasse und gehe. Wenn
meine Bisgurn von Schwiegermutter mich piesackt, muss sie
damit rechnen, dass ich nichts mehr von ihr wissen will. Und
die Kolonialmächte haben ausgebeutet und gepiesackt bis zum
geht-nicht-mehr. Und was heißt „gut ausgehen“? Die Amerikaner
haben mit den Engländern und Franzosen Krieg geführt. Ist bloß
schon ein bisschen länger her als in den afrikanischen
Kolonien.

Das stimmt so nicht. Jedenfalls nicht für das 19. und 20. Jahrhundert. Klar haben sich die Spanier/Portugiesen in Südamerika ausgetobt und die Ureinwohner quasi vernichtet. Aber es ging hier ja um die Briten.
In Nordamerika haben sich die Briten früh mit den Indiandern arrangiert und verbündet. Genauso wie die Franzosen und diese beiden Kolonialmächte haben auch mit Indianertruppen gegeneinander gekämpft. Aber im Unabhängigkeitskrieg kämpften die europäischen Siedler gegen die Briten. Und den Amerikanern ging es gut. Ihr Problem waren weniger die Repressionen von England sondern dass sie nicht als gleichwertig angesehen wurde (‚No taxation without representation‘).
Und mit gut ausgehen meine ich, dass es im Gegensatz zu Zypern und dem Nahen Osten sehr stabile und erfolgreiche Staaten gibt, die früher ein Mal eine Kolonie waren…

Das war nicht so geplant, dass die Kolonien abspringen, bevor
sich die Investition rentiert. Außerdem haben einige große
Firmen ganz schön Kasse gemacht (und machen sie teilweise noch
immer).

Für die Regierungen selber rentierte es sich kaum. Nur anfangs als die Spanier/Portugiesen alles Gold aus den südamerikanischen Ländern presste. Für die Briten waren die Kolonien aber mehr als nur riesiege Spardosen. Sie bedeuteten Absatzmärkte (wenn es der Wirtschaft gut geht geht es der Regierung auch gut), seltene Handelsgüter, Soldaten und Stützpunkte. In Afrika mussten die Kolonialmächte quasi bei null anfangen denn es gab nichts. Keine Strassen, Strom, Eisenbahn, Infrastruktur, kultiviertes Land und so weiter. Vor allem die Deutschen haben da wirklich einiges reingesteckt…

Ansonsten und speziell hier stimme ich mit dir überein.
Interessante, wenn auch völlig hypothetische Frage: Wie wäre
die Geschichte wohl verlaufen, wenn die Kolonialmächte nicht
auf Ausbeutung aus gewesen wären, sondern einfach nur
friedlich Handelsbeziehungen mit den Völkern in Afrika, Asien
und Amerika aufgenommen hätten?

Das wissen wir nicht, weil so etwas noch nie in der Geschichte passiert ist. Die überlegene Kultur versucht immer die unterlegene zu dominieren. Das gab es bei den Ägyptern, Sumerer, Babylonier, Hethither, Assyrer, Perser, Griechen und Römern. Natürlich auch bei den Mayas, Inkas, Atzteken, Japanern und Chinesen. Vermutlich liegt es nicht in der Natur des Menschen mit jemanden zu verhandeln, der sich eigentlich nicht wehren kann…

Livia

Gruß

Christoph

Hallo Livia,

Fakt ist sie waren auch in Kanada, USA, Australien usw.
Manchmal geht es gut aus, manchmal nicht. Und nicht immer kann
die Kolonialmacht was dafür…

Das sehe ich anders. Wenn mein totalitärer Vater mich ständig
gratis in seinem Betrieb hackln lässt, muss er damit rechnen,
dass ich ihm eines Tages a Watschn verpasse und gehe. Wenn
meine Bisgurn von Schwiegermutter mich piesackt, muss sie
damit rechnen, dass ich nichts mehr von ihr wissen will.

Naja es gibt da noch die allseitsbeliebte Methode, dein kleines falsches Biest von Schwester wird einfach ständig bevorzugt und dann zum Familienoberhaupt ernannt- die will dir dann sogar vorschreiben wie du deine Kinder zu erziehen hast. Klar das du der irgendwann die Buddelkastenschaufel über den Nüschel ziehst - Papa ist ja soweit weg und viel zu stark. Dann kommt Papa wieder zurück - brüllt dich an „Wusste ich doch das man euch nie allein lassen kann!“ klatscht dir eine mit seiner nagelneuen Hightechschaufel …

Das war nicht so geplant, dass die Kolonien abspringen, bevor
sich die Investition rentiert. Außerdem haben einige große
Firmen ganz schön Kasse gemacht (und machen sie teilweise noch
immer).

Siehst du den Typ da drüben? Der ist eine Banane und die olle da mit der Waffe im Anschlag - gehört zur United Fruit Company … ups das sollte ein Gag werden, ich stelle aber gerade fest das Chiqiuta ein Nachfolger der United Fruit Terrororganisation ist http://www.umweltinstitut.org/frames/all/m63.htm

Gruss Jan

Hallo Christoph und allen anderen, die meine frage beantwortet haben.
danke erstmal für Eure Ausfhrungen

Hallo Barbara

was haben die Briten für Kriege bzw. spannungen in ihrer
Kolonialgeschichte ausgelöst?

Kurz gesagt: ne Menge. Kein Land gab leichtfertig Kolonien
her. Einerseits gab es da Resourcen (Afrika), Absatzmärkte
(USA) und Menschen (Indien) und andererseits war es eine Sache
des Prestige. Das Alte Europa hat ja quasi die Welt unter sich
aufgeteilt, ohne die Welt zu fragen.

Meine Frage bezog sich nicht auf die Kriege, die sie geführt haben, um die Kolonien zu erhalten. Dies ist eine zwangsläufige Entwicklung.

Die Briten wurden zum Teil rausgeworfen (USA) und zum Teil
hinausgeleitet (Indien). Andere Staaten wurden einfach
entlassen und die meisten sind heute noch im Commonwealth
vertreten und haben die Queen als Staatsoberhaupt!

Keine Kolonialmachte kam ohne Kriege/Spannungen über die
Runden und die Briten mit dem größten Reich überhaupt schon
gar nicht.

Fakt ist: Sie waren in Israel/Palästina
Fakt ist: Sie waren auf Zypern

Fakt ist sie waren auch in Kanada, USA, Australien usw.
Manchmal geht es gut aus, manchmal nicht. Und nicht immer kann
die Kolonialmacht was dafür…

Ich habe diese zwei Beispiele aufgeführt, weil sie durch ihre Politik die Konflikte mitverursacht haben. Ich würde sogar so weit gehen, dass sie allein verantwortlich für den Zustand sind, der in diesen beiden Konflikherden besteht, weil sie die bildliche Fackel angezündet haben.

Auch ihre einmischung nach dem ersten Weltkrieg in Kleinasien
hat stattgefunden.

Und wo anders auch. Was genau willst du hier wissen?

Ja, wo anders? Aber in der Form, wie es in Plästina und Zypern geschah. Versprechungen, deren Einlösung dann nicht stattgefunden aht und warum dies so war. Was hat diese Kolonialgroßmacht davon abgehalten, diese in die Tat umzusetzen. War das aufgrund einer unfähigen Führung oder aufgrund Umständen, die sie nicht beeinflussen konnte.
Ich möchte einfach näheres darüber erfahren. Da das Forum sicher nur ansatzweise dafür Raum bietet, wäre ich auch dankbar für gute Quellen.

Weiss jemand näheres darüber, in welcher weise sie zu den
entstandenen Konflikten beigetragen haben? Und die anderen sie
austragen liesen?

Meinst du in Kleinasien (sprich Israel) oder weltweit?

In Israel und weltweit. unter Kleinasien meine ich den Krieg zwischen türken und griechen, der nach dem versailler Vertrag ausbrach und zur Vertreibung der griechischstämmigen Einwohner 1921 führte. Ich weiss nur Bruchstücke davon, dass der britische König der griechischen Seite Unterstützung für den Vormarsch nach Ismir zugesagt hat, die nicht stattfand.
Es würde mich interessieren, ob ihr etwas darüber wißt. Meine Kenntnisse sind aus griechischen Geschichtsbüchern und obwohl ich eine Griechin bin und stolz darauf, werde ich einen Teufel tun, den griechischen Geschichtsbüchern 100 %ig zu vertrauen. Die Wahrheit wird immer von der Seite beleuchtet, die einem am besten gefällt :smile:

Und wo sonst auf der Welt ist das gleiche passiert?

die fRage bezog sich auf die britischen Kolonien und ihre Hinterlassenschaften, ausser den bekannten USA Indien Australien

Überall. Die Franzosen hatten harte Kämpfe in Kanada, Algerien
Vietnam usw, die Deutschen in Afrika (Herero), Portugiesen und
Spanier in Asien/Südamerika, die Russen auch in Asien,
Österreich-Ungarn wenn man so will auf dem Balkan, usw

Oder geschieht das zwangsläufig , wenn kolonien entstehen?
Elfenbeinküste z.B. bei den Franzosen.

Manchmal…
Das große Problem in Afrika ist, dass die Kolonialmächte
damals die Grenzen entweder nach Längen/Breitengraden gezogen
haben oder natürliche Grenzen (Berge, Flüße) hernahmen. Dass
da zum Teil total unterschiedliche Völker auf einmal
zusammengedrängt wurden war denen egal (siehe Hutu/Tutsi in
Ruanda). Das sieht man aber auch gut im Irak (war auch
britisch) oder in Indien/Pakistan wo verschiedene Religionen
zusammengesteckt wurden. Fällt die Kolonialmacht weg wirds
schwierig.

Das finde ich eine sehr gute Erklärung und so etwas in der Art meinte ich auch mit meiner Frage.
Zusammengefasst bedeutet das:
Kolonialmächte erschliessen,ohne sich um Konfikte, die sie verursachen, zu kümmern, das land , nutzen die Reichtümer , gehen bei Nutzlosigkeit und hinterlassen einen Trümmerhaufen , den andere aufsammeln müssen.

Stimmt das so? Ausgenommen natürlich die Länder, in denen es gut ausging. Aber ob das der Verdienst der Kolonialmacht GB war, wage ich zu bezweifeln.

Auch waren nicht alle Kolonien so schlecht dran. Das Deutsche
Reich zum Beispiel hat viel mehr in die Afrikanischen Kolonien
investiert als sie rausbekommen haben. Ausserdem wurde viel
Technologie in die Kolonien exportiert und auch Kulturelle
Fortschritte mitgebracht (Schrift zb). Bei Großbritannien ist
es glaub ich sogar so, dass Einwohner von ehemaligen Kolonien
die volle Britische Staatsbürgerschaft haben…

Ja, das glaube ich auch… Deswegen sind ja so viele Inder in GB, oder?

Und dann sind da noch die Menschen selber. Manche Länder haben
unglaubliche Bodenschätze, aber es versickert alles in
Korruption. Nigeria ist zum Beispiel der 8. größte
Erdölexporteur und Südafrika steckt voll von Diamanten und
Gold. Zudem findet man in Afrika etwa 20 - 40% der weltweiten
Uranvorkommen, über 80% der Platin-, etwa 40% der Vanadium-,
über 80% der Mangan, ca. 50% der Kobalt-, über 80% der
Chromit- und etwa 18% der Titanvorkommen. (Quelle geolinde.de)

Alle jetzigen Konflikte und Zustände in ehemaligen Kolonien
auf die Kolonialmächte zu schieben ist zu einfach und
entspricht wirklich nicht immer der Wahrheit…

Auf diese will ich auch nicht eingehen.

deswegen diese Frage. Ich möchte differenzieren.
Aber in Israel und Zypern ist der Konflikt doch auf das Fehlverhalten der Kolonialmacht zurückzuführen, oder bist Du anderer Meinung?

Barbara

Hallo Barbara

Aufschlussreich und spannend:
„Churchill, Geschichte“ (bis und mit Burenkrieg) 4 Bände. Leider (noch) keine ISBN.

Gruss
Mäni