Große Koalition will 'Killerspiele' verbieten

Hallo,
gerade mit Schrecken vor soviel Dummheit auf Spiegel-Online gesehen:
http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,384911…

Keiner der Politiker weiß zwar, was so genannte Killerspiele sein sollen, aber trotzdem sollen sie laut Koalitionsvertrag verboten werden…
Gruß
André

Hallo André,

Solange es noch die Möglichkeit gibt, diese Spiele in einem der Nachbarländer zu kaufen, online zu bestellen oder legal/illegal/sch…egal aus dem Netz zu erhalten, können die rot-schwarzen Socken machen, was die wollen.
Ich hab schon des öfteren Spiele aus Belgien und Luxemburg mitgebracht, die in Deutschland „verboten“ waren (zB Goldeneye für N64).

Gruß
Sticky

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Hallo,

Keiner der Politiker weiß zwar, was so genannte Killerspiele
sein sollen, aber trotzdem sollen sie laut Koalitionsvertrag
verboten werden…

Irgendwas muss ja im Vertrag drinstehen. Ist aber letztlich nur blabla, diese Spiele können gar nicht verboten werden - nicht aus praktischen Gründen, wie sticky meint, sondern aufgrund unserer Verfassung. Und eine 2/3-Mehrheit werden sie für so einen Stuss hoffentlich nicht zusammenbekomen.

Grüße

Anwar

Hallo,

Keiner der Politiker weiß zwar, was so genannte Killerspiele
sein sollen, aber trotzdem sollen sie laut Koalitionsvertrag
verboten werden…

Irgendwas muss ja im Vertrag drinstehen. Ist aber letztlich
nur blabla, diese Spiele können gar nicht verboten werden -
nicht aus praktischen Gründen, wie sticky meint, sondern
aufgrund unserer Verfassung. Und eine 2/3-Mehrheit werden sie
für so einen Stuss hoffentlich nicht zusammenbekomen.

Was spricht denn in unserer Verfassung dagegen? Ich bin zwar kein Verf-Experte, aber so wie ich die scheinheiligen Moralapostel von der CSU kenne, argumentieren sie mit der Menschwürde: Die wird angetastet, wenn in einer interaktiven Simulation zu Spaßzwecken menschenähnliche Gestalten erschossen werden. Oder so.

Gruß
andré

Grüße

Anwar

Hallo,

Was spricht denn in unserer Verfassung dagegen?

Na das hier
(Artikel 5)
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

kein Verf-Experte, aber so wie ich die scheinheiligen
Moralapostel von der CSU kenne, argumentieren sie mit der
Menschwürde: Die wird angetastet, wenn in einer interaktiven
Simulation zu Spaßzwecken menschenähnliche Gestalten
erschossen werden. Oder so.

Nur, dass das Bundesverfassungsgericht schon mehrfach festgestellt hat, dass vituelle Menschen keine Menschen sind und keine Menschenwürde haben (wäre ja auch absurd).

Grüße,

Anwar

PS: Auswirkungen, falls virtuelle Menschen doch Menschen wären:

  • Maximal 12 Stunden mit der selben virtuellen Person spielen, danach mindestens 8 Stunden Spielpause für diesen Charakter
  • Sonderbezahlung für Spiele an Sonn- und Feiertagen
  • Manchmal könnte man gar nicht spielen, weil sich alle gegnerischen Einheiten auf einer „Mehr-Fairness-für-Aliens“-Kundgebung des lokalen Provider-Knotenpunktes befinden würden

hi ihr
ach die sollen doch die games verbieten gibt wie einige vorredner ja sagten noch legale wege sich die zu beschaffen.
macht euch keinen kopf drüber
die politiker wissen doch selber ned was sie für nen sch… labern

*BFGschwenkzumgruß*

Jason

Hallo,

wie bisher hier gegen den Vorschlag argumtiert wurde, scheint es mir doch fraglich, ob gewaltverherrlichende Spiele nicht doch die Gewaltbereitschaft (auch in der verwendeten Sprache) anheben.

Es kann sich gar zur Sucht entwickeln Gewalt (vorwiegend erstmal) durch die Spiele auszuleben.

Für Geist und Körper wäre es meiner Meinung nach gesünder, wenn man seine negative Energie an Sandsäcken oder beim Waldlauf rausläßt.

Natürlich können Verbote umgangen werden und das ist sicher auch den Politikern klar. Dennoch hat solch ein Verbot eine gewisse Signalwirkung.

Wichtiger als ein Verbot auszusprechen, wäre es meiner Meinung nach jedoch, Alternativen anzubieten. Das ist aber meisten kostenintensiv und so kann der Politiker wenigstens sagen, dass er etwas versucht hat.

Eencockniedo

2007: Große Koalition verbietet…
01.06.2007 (reuters)
"Heute tritt das neue Verbot in Kraft, welches das Spielen von gewaltverherrlichenden Reality-Games wie z.B. „Räuber und Gendarm“ oder „Cowboy und Indianer“ verbiet. Das Zentralbüro der GK (Großen Koalition) hatte dieses Verbot im Frühjahr diesen Jahres beschlossen, nachdem bereits im April 2006 das Verbot der virtuellen Killerspiele in Kraft trat, das Spiele wie z.B. C***er-St***e oder F**C** unter Strafe stellte. Damals wurde auch eine Neuregelung vom berühmten „Mensch-ärgere-dich-nicht“ beschlossen, dass auf das „Schlagen“ von Spielfiguren verzichtet werden muss. Bei diesem Gesellschaftsspiel soll mehr Wert auf ein „Miteinander verschiedenfarbiger Gesellschaftsgruppen“ gelegt werden, so die Begründung damals.

Das Verbot gewaltverherrlichender Reality-Games wurde speziell auf einen Vorschlag des berühmten bayerischen Innenministers Beckstein beschlossen, der darin eine Verrohung der „besonders schützenswerten Bevölkerungsschicht“, den Kindern zwischen 4 und 12 Jahren sieht. Gerade hier bestehe die Gefahr, dass die Kinder die einmal gelernten Verhaltensmuster bei diesen Spielen im späteren Leben immitieren und so zu einem rechtsstaatlichen Problem werden. Beckstein beruft sich bei seiner Argumentation auf eine Studie, die zeigte, dass 90% aller Gewaltverbrecher in ihrer Kindheit in Kontakt mit derartigen Reality-Games kamen. Präventiv wurde deshalb auch ein Verbot von Spielzeugwaffen aller Art erlassen. Laut Beckstein könne zukünftig auch eine Benutzung von Waffen wie Luftpistolen und -gewehren oder Dartpfeilen auch nicht mehr durch die Deklaration als Sportart aufrechterhalten werden. Das nationale Olympische Komitee (NOC) musste daraufhin die Meldung ihrer Kleinkaliber- und Sportbogenschützen zu den Olympischen Spielen zurückziehen.
Verstösse gegen das neue Gesetz können mit bis zu 10 Jahren ohne Möglichkeit der Bewährung geandet werden. Spielzeugwaffen, wie sie bisher oft im Karnevall von Kindern verwendet wurden, sowie bisher als Sportgeräte deklarierte Waffen können bis zum 31. Mai gegen eine Bearbeitungsgebühr von 20,- € pro Waffe bei allen Polizeidienststellen abgegeben werden. Das Zentralbüro der GK hat eine eigene kostenpflichtige Hotline zur Meldung von Verstössen eingerichtet: 0190-500001 (3,99€/min.). Jeder Bürger wird darauf hingewiesen, dass seine rechtsstaatliche Pflicht ist, Verstösse sofort zu melden."

Wann kommen die Herren endlich darauf, dass 99,9% aller Verbrecher vor, während und/oder nach der Tat Unterwäsche trugen?
Ich fordere deshalb ein Verbot von Unterwäsche!

mfg
Jolly
-der sich fragt, wann die ersten Märchen wegen Gewaltverherrlichung verboten werden…-

Hallo,

wie bisher hier gegen den Vorschlag argumtiert wurde, scheint
es mir doch fraglich, ob gewaltverherrlichende Spiele nicht
doch die Gewaltbereitschaft (auch in der verwendeten Sprache)
anheben.

Oh, ich kenne genügend Nicht-Computer-Spieler, die noch schlimmer argumentieren…Schau dir mal einige 3er-BMW-Fahrer an…

Es kann sich gar zur Sucht entwickeln Gewalt (vorwiegend
erstmal) durch die Spiele auszuleben.

Es gibt viele Dinge, die sich zur „Sucht“ entwickeln können. Ich kann z.B. keinen Kaffee ohne Zucker trinken, bin also zuckersüchtig und lebe es noch ganz offen aus.

Für Geist und Körper wäre es meiner Meinung nach gesünder,
wenn man seine negative Energie an Sandsäcken oder beim
Waldlauf rausläßt.

Wobei Sandsäcke eindeutig und beabsichtigt einem menschlichen Körper ähneln, was wiederum bei regelmäßigem Gebrauch dieser dazu führt, dass der Sandsack-Boxer ein Verhaltensmuster einstudiert, dass er unter Umständen dann an Mitmenschen oder -tieren ebenfalls anwendet.
Interessanterweise ist es ja so, zumindest in deiner Argumentation, dass Computerspiele das Agressionspotential erhöhen, während Sandsäcke das Potential abbauen.
Andererseits habe ich von privaten Studien gehört, nach denen es unmöglich sein soll, im echten Leben (Real-life) jemanden mit einem Mausklick zu töten.

Natürlich können Verbote umgangen werden und das ist sicher
auch den Politikern klar. Dennoch hat solch ein Verbot eine
gewisse Signalwirkung.

Wichtiger als ein Verbot auszusprechen, wäre es meiner Meinung
nach jedoch, Alternativen anzubieten. Das ist aber meisten
kostenintensiv und so kann der Politiker wenigstens sagen,
dass er etwas versucht hat.

Also „Killerspiele“ verbieten und dafür Karate- oder Boxschulen fördern? Das nenne ich Aufrüstung… :wink:

mfg
Jolly

Find Irony and win a price.
Find spelling mistakes and double your price.

hehe, am Ende wirds wirklich so kommen…

Wann kommen die Herren endlich darauf, dass 99,9% aller
Verbrecher vor, während und/oder nach der Tat Unterwäsche
trugen?
Ich fordere deshalb ein Verbot von Unterwäsche!

Ja, das mit der Unterwäsche ist schon schlimm. Es soll sogar Leute geben, richtige Sexmaniacs sind das, die tragen ihre Unterwäsche auf nackter Haut!

-der sich fragt, wann die ersten Märchen wegen
Gewaltverherrlichung verboten werden…-

Schau mal in die USA, da gibt es solche Auswüchse schon. Da wird alles mögliche zensiert, sobald sich irgendeine Interessengruppe oder Minderheit auf den Schlips getreten fühlt. Nicht umsonst sind ja die politically correct bedtime stories ein so großer erfolg geworden…
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/028563223X/qid…
gruß
andré

Hallo,

wie bisher hier gegen den Vorschlag argumtiert wurde, scheint
es mir doch fraglich, ob gewaltverherrlichende Spiele nicht
doch die Gewaltbereitschaft (auch in der verwendeten Sprache)
anheben.

Da warst du aber noch an keinem CSU-Stammtisch, wo keiner einer auch nur irgendein Gewaltspiel gespielt hat. Aber vielleicht ist ja Spielen generell (z.B. Schafkopf etc.) gefährlich.

Es kann sich gar zur Sucht entwickeln Gewalt (vorwiegend
erstmal) durch die Spiele auszuleben.

Spiele können süchtig machen, Computerspiele zumal. Ob die Gewalt oder Klötzchenstapeln zum Inhalt haben, ist dabei recht irrelevant.

Für Geist und Körper wäre es meiner Meinung nach gesünder,
wenn man seine negative Energie an Sandsäcken oder beim
Waldlauf rausläßt.

Also ich spiele recht gerne, aber ich kann nicht behaupten, dass ich das ausschließlich zum Entladen negativer Energie mache. Da sauf ich lieber.

Natürlich können Verbote umgangen werden und das ist sicher
auch den Politikern klar. Dennoch hat solch ein Verbot eine
gewisse Signalwirkung.

Welche denn? Dass Politiker vom Tuten keine Ahnung haben, aber trotzdem kräftig blasen?

Wichtiger als ein Verbot auszusprechen, wäre es meiner Meinung
nach jedoch, Alternativen anzubieten. Das ist aber meisten
kostenintensiv und so kann der Politiker wenigstens sagen,
dass er etwas versucht hat.

Wieso Alternativen? Für was denn? Du tust grad so, als wäre Computerspielen per se pathologisch und Ausdruck irgendeines Defizits.

André

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Solange es noch die Möglichkeit gibt, diese Spiele in einem
der Nachbarländer zu kaufen, online zu bestellen oder
legal/illegal/sch…egal aus dem Netz zu erhalten, können die
rot-schwarzen Socken machen, was die wollen.
Ich hab schon des öfteren Spiele aus Belgien und Luxemburg
mitgebracht, die in Deutschland „verboten“ waren (zB Goldeneye
für N64).

Hey Sticky,

natürlich würden die „Socken“ wieder Grenzkontrollen einführen:

„Also Herr Stickyams, das Kilo Hasch ist ja ne Bagatelle, aber wir haben in ihrem Kofferraum im doppeltem Boden das Killerspiel ‚Pacman‘ gefunden. Ich würde sagen, sie stecken ganz schön in der Klemme! Jetzt machen wir erstmal ne Leibesvisitation. Heinz, hol mal die Einweghandschuhe! Wer weiß, wo der feine Herr hier noch alles Spiele versteckt hat!“

mfg und SCNR
Jolly

Hallo Jolly,

ich verstehe ja, dass Du mich falsch verstehen willst.

Aber ich kann das nochmal deutlicher machen.

Ja, selbst Boxen und Karate hilft Agressionen abzubauen. Sicherlich entwickelt der Boxer und Karatekämpfer sich durch das Training zu einer Waffe. Doch das latente Gewaltpotential was die Person hatte, wird meiner Meinung nach durch das Training eher ab- als aufgebaut.

Bei „Shootern“ sitzt die „agressive“ Person vor der Flimmerkiste. Der ganze Körper ist verkrampft. Nach dem Spiel meint man zwar entspannter zu sein, aber man ist es nicht. Allein das Bildschirmgeglotze macht müde und ausgelaugt. Wer kann sich schon auf ein Streitgespräch nach 2Std ballern am Bildschirm konzentrieren? Es ist dann so, dass man denjenigen (uns speziell Kinder können da halt schlecht Grenzen ziehen) der einem nach so einer Spielnacht auf die Nerven geht (die man dann nicht mehr hat), gerne wie im Film eins auf die Fresse geben will oder Schlimmeres.

Eencockniedo

PS: Ich habe gern Wolfenstein gespielt und es löschen müssen, weil ich es zu häufig gespielt habe. Warum habe ich das Spiel gespielt? Weil es kostenlos war und besserer Multiplayerechtzeitaktionstrategiespiele nicht gab. Warum muss es den immer Kriegspielen sein? Aktion gibt es auch woanders!

Hallo,

Andererseits habe ich von privaten Studien gehört, nach denen
es unmöglich sein soll, im echten Leben (Real-life) jemanden
mit einem Mausklick zu töten.

Die modernen computerisierten Zielsysteme
von Panzern, Helikoptern und tragbaren Waffen
ähneln den Bedienungssystemen der Computer-
spiele durchaus (zwangsläufig).

Also, von „American Army“ direkt in die american army? :wink:

Grüße

CMБ

Hallo

PS: Ich habe gern Wolfenstein gespielt und es löschen müssen,
weil ich es zu häufig gespielt habe. Warum habe ich das Spiel
gespielt? Weil es kostenlos war und besserer
Multiplayerechtzeitaktionstrategiespiele nicht gab. Warum
muss es den immer Kriegspielen sein? Aktion gibt es auch
woanders!

Ich finde simple EGO-shooter (Killer(!)-Spiele) auch nicht
besonders anregend (obwohl ich mal ziemlich gut war),
was mir mehr liegt, sind Strategiespiele, in denen man
am Ende den Gegner und seine Städte atomar vernichten
darf :wink: Hehehe!

Grüße

CMБ

Hallo Jolly,

Servus Enkog…,Eencog…moment… Eencockniedo !

ich verstehe ja, dass Du mich falsch verstehen willst.

Nein, nicht wirklich, wollte nur deine Argumentation etwas prüfen. Bitte verzeih mir meinen Sarkasmus, ist nicht abwertend gemeint.

Aber ich kann das nochmal deutlicher machen.

Ja, selbst Boxen und Karate hilft Agressionen abzubauen.

Da stimme ich dir zumindest teilweise zu.

Sicherlich entwickelt der Boxer und Karatekämpfer sich durch
das Training zu einer Waffe.

Ja. Das ist bei einem Computerspieler hingegen nicht der Fall. Das wollte ich mit dem „Mord durch Mausklick“ verdeutlichen. Ein Killerspiel-Spieler wird auch nicht zum Fachmann für Waffen. Kaum einer könnte eine M4 bedienen, obwohl er tagtäglich damit virtuell rumhantiert.

Doch das latente Gewaltpotential
was die Person hatte, wird meiner Meinung nach durch das
Training eher ab- als aufgebaut.

Ich kanns nur fürs Tennisspielen nachvollziehen. Je nach Spielstand war ich entweder relaxt oder agressiv genervt…

Bei „Shootern“ sitzt die „agressive“ Person vor der
Flimmerkiste.

Beim Boxen steht die „agressive“ Person im Ring.

Der ganze Körper ist verkrampft.

Naja, Boxer sind jetzt auch nicht gerade relaxt, beim Tennis bin ich auch nicht ganz lässig über den Platz geflogen. Vor den Ballwechseln ist man schon angespannt.

Nach dem
Spiel meint man zwar entspannter zu sein, aber man ist es
nicht.

Warum nicht? Ich finde, hier wäre eine Begründung wichtig und interessant, zumal nicht nur ich hier andere Erfahrungen gemacht habe.

Allein das Bildschirmgeglotze macht müde und
ausgelaugt.

Nach zwei Stunden Boxen, Jogging oder Tennis bin ich auch nicht mehr taufrisch…

Wer kann sich schon auf ein Streitgespräch nach
2Std ballern am Bildschirm konzentrieren?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wir nach Clanwars ausgesprochen entspannt über das Match gesprochen haben. Meistens eingeleitet mit: „Ich bin ja soooo blind!“ wurde das Match analysiert. Auch mit den Gegnern haben wir uns immer recht nett unterhalten. Wobei ich weder nach CS noch nach einem Tennismatch wirklich Lust auf ein Streitgespräch hatte…

Es ist dann so,
dass man denjenigen (uns speziell Kinder können da halt
schlecht Grenzen ziehen) der einem nach so einer Spielnacht
auf die Nerven geht (die man dann nicht mehr hat), gerne wie
im Film eins auf die Fresse geben will oder Schlimmeres.

Echt? Ich bin nach einer durchzockten Nacht, genügend Schlaf vorausgesetzt, ausgesprochen relaxt, weil ich ja meinen „Ausgleich“ hatte. Als ich wegen der Vereinsmeisterschaften am Wochenende um 7:00 aufstehen musste, war ich eher genervt…

PS: Ich habe gern Wolfenstein gespielt und es löschen müssen,
weil ich es zu häufig gespielt habe. Warum habe ich das Spiel
gespielt? Weil es kostenlos war und besserer
Multiplayerechtzeitaktionstrategiespiele nicht gab. Warum
muss es den immer Kriegspielen sein? Aktion gibt es auch
woanders!

PS: Ich habe gerne Pacman gespielt und es löschen müssen, weil ich es zu häufig gespielt habe. Warum habe ich das Spiel
gespielt? Weil ich es gekauft hatte und es bessere
Arcadespiele nicht gab. Warum muss es den immer Arcade sein? Aktion gibt es auch woanders!

Im Ernst, ich war immer tierisch genervt, wenn die Steuerung mal wieder einen Aussetzer hatte und mich die Geister erwischten, ohne dass ich was dafür konnte…

mfg
Jolly

Hallo,

Andererseits habe ich von privaten Studien gehört, nach denen
es unmöglich sein soll, im echten Leben (Real-life) jemanden
mit einem Mausklick zu töten.

Die modernen computerisierten Zielsysteme
von Panzern, Helikoptern und tragbaren Waffen
ähneln den Bedienungssystemen der Computer-
spiele durchaus (zwangsläufig).

Also, von „American Army“ direkt in die american army? :wink:

Und dann beim Duck-Jump samt echter, schwerer M4 und Marschgepäck auf die Schnauze fallen…

Nix für Ungut, die Army hat „American Army“ für die taktische Ausbildung ihrer Soldiers programmieren lassen, nicht für die Erhöhung der Aggressivität.
Dass es aber als Aufnahmetest Verwendung finden könnte, halte ich für leicht übertrieben.

Sobald ein Apache oder besser ne F14 mit der Maus steuerbar ist, bewerbe ich mich aber sofort!

mfg
Jolly

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Ich finde simple EGO-shooter (Killer(!)-Spiele) auch nicht
besonders anregend (obwohl ich mal ziemlich gut war),
was mir mehr liegt, sind Strategiespiele, in denen man
am Ende den Gegner und seine Städte atomar vernichten
darf :wink: Hehehe!

Ich bin auch gegen Killer-Spiele, aber bei deinen Atomarschlägen sieht man ja nicht mal Leichenteile oder wenigstens Blut!

Harharhar…

SCNR und mfg
Jolly
-der am liebsten vor lauter Blut den Gegener nicht mehr sieht :wink: -

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Moin!
Ich denke, es geht der Regierung darum, sich in wichtigen Teilen der Gesellschaft (den etwas älteren Generationen, und da wiederum v.a. den konservativen Teil) Stimmen für die nächste Wahl vorzubereiten. Und da diese Teile der Bevölkerung eben gerade auch gerne die Unionsparteien wählt, kommt das Beckstein & CO gerade recht. Denn die wollen sich ja sicherlich im nächsten Wahlkampf mit ihren SOOOO viel besseren Ideen von der SPD distanzieren und überzeugen, ihnen ihre Stimme zu geben.
Man vergleiche das Ganze dochmal bitte mit den ganzen Legalize-Drugs-Diskussionen, die u.a. die Grünen angezettelt haben. Auch damit wurden Stimmen gewonnen - eben bei anderen Teilen der Bevölkerung.

Was sich gerade bei Computerspielen als „Sündenbock“ anbietet, ist die Tatsache, dass ein nicht unbeträchtlicher Anteil der Konsumenten, d.h. Spieler, minderjährig und somit nicht wahlberechtigt ist.
Zusätzlich sind Computerspiele gerade für ältere Personen ein rotes Tuch; in bestimmten Teilen der Gesellschaft wird nunmal auf den PCs und zugehörigen Spielen schon jetzt herumgetrommelt, als wäre es der leibhaftige Satan in natura persönlich extra auf Erden plus Gold Edition.

Wünsche noch fröhliches Zocken, aber nicht übertreiben,
Jimmy

Da fällt mir gerade noch eines meiner Lieblingszitate ein. Herta Däubler-Gmelin hat mal in einer Diskussion um Gewalt in Filmen gesagt:

„Ja wozu braucht’s dass denn, dass man im Fernsehen sieht, wie ein Mann eine Frau erwürgt?“ Darüber sollten wir nachdenken.

André