als Besitzerin eines großen Dachgartens in praller Sonne vergieße ich jeden Tag zwischen 30 und 80 Liter Wasser. Wir haben hier den Härtegrad 16, und ich suche nach einer Möglichkeit, kostengünstig große Mengen Wasser zu enthärten. Bei Dehner hatten sie nur kleine teure Fläschchen eines Mittels, von dem man schon für einen Liter relativ viel braucht, d.h. es wäre bei mir in 2-3 Tagen leer.
Eher ungeeignet finde ich die gängigen Tips wie Abkochen, das Torfsäckchen (da würde ich kiloweise Torf verbrauchen, was ich nicht wirklich gut finde) oder den Brita Wasserfilter (wer einen hat, weiß, wie lange das Filtern eines Liters dauert). Ich erinnere mich, dass ich vor Jahren mal ein Mittel hatte, von dem wenige Tropfen genügten, aber ich finde es nirgends mehr. Kann mir irgendwer weiterhelfen?
als Besitzerin eines großen Dachgartens in praller Sonne
vergieße ich jeden Tag zwischen 30 und 80 Liter Wasser.
Ich erinnere mich, dass ich vor Jahren mal ein Mittel hatte,
von dem wenige Tropfen genügten, aber ich finde es nirgends
mehr. Kann mir irgendwer weiterhelfen?
Zwar auch kein „Mittel“, aber sieh Dir mal die Umkehrosmoseanlagen im Aquarienhandel an…
m.E. kannst du das nur mit einem Ionenaustauscher (Brita-Prinzip) erreichen. Den kannst du dir selber bauen (einfaches KG-Rohr aus dem BAumarkt, unten Deckel mit vielen kleinen Löchern drin, Ionentauschergranulat auffüllen, oben hartes Wasser rein, unten weiches Wasser raus). Das Kostet aber und du must es regelmäßig regenerieren (mit Chemikalien, die auch wieder Geld kosten und außerdem ätzend sind. Außerdem hast du dann ein Entsorgungsproblem).
Chemisch enthärtetem Wasser fehlen außerdem komplett die Mineralien und die brauchen die Pflanzen doch auch.
Warum sammelst du nicht einfach Regenwasser??? Was Besseres gibts doch gar nicht.
Gruß
Ingo
wie schon geschrieben wurde:
Sammel Regenwasser in einem Tank.
Preiswerter kommst Du nicht an weiches Wasser.
Solche Tanks mit einem Kuibikmeter Inhalt werden regelmäßig in Kleinanzeigen der (Tages)Zeitungen für rel. kleines Geld angeboten.
Hallo
ich würde mal einen Kationentauscher empfehlen, dauert zwar auch ein bisschen aber unser Brunnenwasser von 38° dh bekommt man damit nach einmaligem Durchlauf auf etwa 14° dh. Wo man so ein Ding herbekommt weiß ich nicht so genau, aber es funktioniert halt sehr gut.
Ansonsten ist Regenwasser natürlich die Alternative schlechthin.
schönen Gruß
Sascha
Dein Problem ist ja, dass sich durch die Verdunstung die Salze im Substrat anreichern und die Pflanzen schädigen. D.h. durch Zufügen irgend einer Subtanz löst Du das Problem nicht. Außer Regenwasser fällt mir das Stichwort „Demineralisiertes Wasser“ ein. Dafür gibt es in der Industrie automatische Anlagen für große Mengen aber auch Labormengen (Ionenaustauscher, z.B. Pharma, Uni, Krankenhauslabor etc. Evtll kannst Du eine gebrauchte Anlage abstauben. Du
müsstest aber das deionisierte Wasser mit ca 20% normalem Wasser mischen, damit die Pflanzen gesund bleiben.
Grüße Udo Becker
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Das Problem mit dem Regenwasser ist: ich bin ganz oben, über mir ist nur freier Himmel, aber kein Dach und keine Regenrinne mehr. Ich habe schon die Anschaffung einer Tonne überlegt, die ich dann mit dem Schlauch fülle. Das Wasser könnte dann ein bisschen abstehen. Würde das was bringen?
das dürfte beim Dachgarten schwierig werden, wenn das Wasser
erst wieder hochgepumpt werden muss.
Aber der Dachgarten gehört jawohl zu einem Dachgeschoss, das normalerweise auch ein Dach hat, das höher liegt als der Dachgarten. Das Wasser von da muss ja auch irgendwo in ein Fallrohr fließen, das man doch anzapfen kann.
Gruß
Ingo
das dürfte beim Dachgarten schwierig werden, wenn das Wasser
erst wieder hochgepumpt werden muss.
Aber der Dachgarten gehört jawohl zu einem Dachgeschoss, das
normalerweise auch ein Dach hat, das höher liegt als der
Dachgarten. Das Wasser von da muss ja auch irgendwo in ein
Fallrohr fließen, das man doch anzapfen kann.
solltest aber erst mal den Statiker fragen, bevor du irgendwo im Gebäude ein Fass mit einer Tonne Wasser aufstellst!
Das Problem mit dem Regenwasser ist: ich bin ganz oben, über
mir ist nur freier Himmel, aber kein Dach und keine Regenrinne
mehr. Ich habe schon die Anschaffung einer Tonne überlegt,
die Tonne sollte nicht zu groß sein, sonst könntest du Probleme mit dem Gewicht des Wassers bekommen.
die
ich dann mit dem Schlauch fülle. Das Wasser könnte dann ein
bisschen abstehen. Würde das was bringen?
solange der Kalk nicht ausfällt bleibt er im Wasser und sammelt sich damit im Substrat. Außer Regenwasser und demineralisiertem Wasser käne nur der regelmäßige Austausch des Substrats in Frage. Das verkraqftet aber nicht jede Pflanze und es ist natürlich ein Haufen Arbeit.
wie sollen denn Mineralien ins Regenwasser kommen? Durch den
Staub in der Luft und den Dreck auf dem Dach?
Genau. Mit Mineralien meine ich die Härtebildner Ca und Mg. Die sind im Regenwasser (im Gegensatz zu künstlich demineralisiertem Wasser)in gewissen Mengen noch enthalten. Komplett demineralisiertes Wasser zerstört die Zellen der Pflanzen bzw laugt sie aus (Osmose). Ich meine mit Mineralien nicht „Dünger“, den bekommen die Pflanzen über die Erde.
Ich hoffe, ich konnte dir ein kleines bißchen chemisches Grundwissen vermitteln.
Gruß
Ingo
Nimm eine elektrische Luftpumpe (Wie sie in die Aquarien Luft reinpusten) und fülle einen (Wegwerfbaren) Kanister (15-20L) mit Wasser und besprudele das Wasser mal 24-48 Stunden ununterbrochen.
Ich habe schon selbst 6 solche Kanister mit einer handelsüblichen Luftpumpe parallel „durchgepustet“ und händeweise Kalk aus den Kanistern geholt.
bei Ebay gibts die Teile für den Aquarianer schon ab 50 Euro. Wie funktioniert so ein Kationentauscher? Ist er mühsam in der Handhabung? Ich habe was von Regenerierung mit Salzsäure gelesen, was mich doch ein bisschen abschreckt.
Viele Grüße,
Birgit
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Genau. Mit Mineralien meine ich die Härtebildner Ca und Mg.
Die sind im Regenwasser (im Gegensatz zu künstlich
demineralisiertem Wasser)in gewissen Mengen noch enthalten.
das musst du mir jetzt aber genauer erklären: Ca und Mg bilden schwerlösliche Salze. Und ausgerechnet die sollen im Regenwasser vorhanden sein?
Danke!
Herzlichen Dank für eure Tips! Die haben mich doch schon ein Stück weiter gebracht. Ich glaube, ich werde mich mal ein wenig im Aquarienbereich umtun.
Hallo
ich hatte vor einigen Tagen einen Versuch in Chemie, der sich damit beschäftigt hat. Der Kationentauscher ist einfach nur ein Rohr in dem unten Watte oder ein Schwamm oder sowas ist und darauf kippt man dann, den Kationentauscher. Da gibts welchen der das Calcium (Magnesium) durch Natrium austauscht, oder das Calcium (auch Magnesium) gegen Wasserstoffionen austauscht. Damit sorgt man dann lediglich dafür das sich kein MgCO3 oder CaCO3 (Kalk) absetzen kann, weil es diese Verbindungen nicht mehr gibt. Der Kationentauscher ist einfach ein Harz in „Krümelform“ was dann das Magnesium und Calcium gegen Natrium oder Wasserstoff austauscht.
schönen Gruß
Sascha