Hallo an die w-w-w-Gemeinde!
Was kann man tun, wenn man mittlerweile schon zum 2.Mal von seiner Rechtsschutzversicherung auf eine absolut schäbige Art und Weise verar… wird???
Vergangenes Jahr hatten wir einen großen Rechtsstreit, weil unser Vermieter (eine zwischengeschaltete GmbH) den mit uns abgeschlossenen Mietvertrag eines Ladenlokals schon nach 7Monaten nicht mehr einhalten konnte. Genauer: Der Eigentümer hatte das gesammte Objekt an einen Großkonzern verkauft/vermietet/verpachtet. Der Eigentümer geriet mit dem Vermieter (der GmbH) in die Haare wegen etwaiger gezogener oder nicht gezogener Optionsrechte und der Großkonzern began schon wie wild zu bauen. Wir wurden sozusagen „professionell entmietet“
Erleichtert wurde das ganze dadurch, daß unsere gewerbliche Rechtsschutzversicherung, die ÖRAG, zunächst über einen Außendienstmitarbeiter der PROVINZIAL damit protzte zu helfen und nach einer schriftlichen Zusage einer Kostendeckung bis zur ersten Instanz dann doch zurückzog und gar nicht leisten wollte.
Grund: Angebliche Vorvertraglichkeit! (Obwohl die 6 Monate schon verstrichen waren!!!)
Dadurch hatten unsere Rechtsanwälte Angst nicht bezahlt zu werden (wir befanden uns damals noch im ersten Jahr der Existenzgründung…) und arbeiteten dementsprechend schlecht. D.h. es wurde versäumt eine einstweile Verfügung auf sofortigen Bausop zu bewirken, was ohne weiteres möglich gewesen wäre und die Gegenpartei wurde dadurch in ihren illegalen Maßnahmen noch „mutiger“.
Als wir und auf die Hinterbeine stellten und mit einer Deckungsklage drohten, bekamen wir ein weiteres Fax, daß uns „nur im Rahmen der Kulanz“ Deckungsschutz bis zur ersten Instanz zusagte.
Nach vielen streßreichen Monaten haben wir jetzt unsere Existenz gesichert und haben seit einem halben Jahr ein neues Ladenlokal.
Jetzt hatten wir endlich Zeit uns um eine Schadensersatzklage gegen diese Vermietungs-GmbH zu kümmern und forderten unseren RA auf eine entsprechende Klage zu formulieren.
Jetzt der Oberhammer:
Die ÖRAG will nicht decken!!! (Ganz klar: Weil sie ein hohes Kostenrisiko sehen bei einer SE-Klage gegen eine GmbH…)
Der Anwalt ist daraufhin auch nicht besonders engagiert. Ist ja auch nen kompliziertes Thema und für so manchen RA wahrscheinlich „zu schwer verdientes Geld“.
Da der Vertrag über meine Lebengefährtin abgeschlossen wurde, die einen ausländischen Namen trägt, liegt der Verdacht sehr Nahe, daß hier versucht wird auf Kosten von ausländischen Mitbürgern, die sich in unserem Rechtssystem zwangsweise nicht so gut auskennen können, Profit zu machen.
Die Argumentation, daß der Schadenstag der Abschluß des Mietvertrages des Ladenlokals sein soll halte ich für eine widerwärtige und billige Ausrede der ÖRAG, um sich vor einem Kostenrisiko zu schützen.
Wieso hat man eigentlich eine Rechtschutzversicherung, wenn diese sich immer neue Ausreden einfallen läßt, um nicht leisten zu müssen???
Und nun zur kurzen Frage:
WAS TUN?
(Wie kann man den nötigen Druck ausüben, um seine Rechte gegenüber einer solchen Versicherunsgesellschaft durchzusetzen? Welche Anwälte KÖNNEN das?)
Ihr könnt dem Artikel entnehmen, daß ich ziemlich bedient und enttäuscht bin.
Danke.
Jan