Guten Abend liebe Experten
Wer kann mir eine Textverarbeitungssoftware als Alternative zu Word empfehlen (für Windows 98/NT) die keine Beschränkung auf 32 MB Dateigrösse hat und geeignet ist wirklich grosse Dokumente mit vielen hunderten von Seiten zu erzeugen und zu verwalten. Darf auch weniger komfortabel sein dafür vielleicht stabiler sein als Word. Gibt es das?
Zsolt
Wuerde es mit Latex versuchen, also fuer Windows mit Miktex, vielleicht mit Lyx als grafische Overflaeche oder Textpad als reinen Texteditor. Wenn man sich im Textpad eigene Textbausteine baut, geht es recht komfortabel, da man individuell seine Befehle zusammenbasteln kann, ausserdem ist es mir noch nie abgestuerzt und hat auch noch nie unvorhergesehene Fehler gemacht. Auch das Schriftbild sieht wesentlich professioneller aus.
P:S: Bin MS Office-Trainer, kann also mit dem Programm umgehen, trotzdem verwende ich zu Hause lieber Latex, macht weniger Aerger.
Hallo
Soll man grosse und komplexe Dokumente (z.B. eine Diplomarbeit) in MS Word erstellen?
http://mypage.bluewin.ch/reprobst/WordFAQ/LangDok.htm
Gruss
Silvia Widmer
Hi Zsolt,
also vom hörensagen her habe ich auch einen guten Eindruck von LaTex. Nachteil: muß erlernt werden.
Ich selber nehme StarOffice, bietet dieselbe Funktionalität wie Word, aber bei weitem weniger Ärger. StarOffice beinhaltet nach meinen Empfinden die Textverarbeitung mit den wenigsten Bugs. (den Rest an StarOffice kann man aber vergessen)
Ob die Software allerdings mit 32 MB Dateien zurechtkommt, weiß ich nicht. I.d.R. sind die Dateien bei weitem kleiner als bei Word und bei großen Texten gehts viel flüssiger voran.
Schön finde ich auch den Formeleditor, bei dem man nach Wunsch die Formeln entweder ‚zurechtklicken‘ oder komplett per Tastatur eingeben kann. (geht echt Klasse)
So, ich hoffe, daß ich Dich jetzt assimiliert habe…
Gruß, Steffen
Ach ja, könnte interessant sein:
http://www.wernerroth.de/staroffice/index.html
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
LaTeX
Ich w"urde dir auch LaTeX empfehlen, da es dazu auch noch Freeware ist. Ansonsten eben ein kommerzielles DTP Programm. Da kenne ich mich allerdings nicht aus.
Kurz zu LaTeX:
Latex ist keine Textverarbeitungsanwendung wie zB Word, sondern eher mit HTML zu vergleichen. Der Text wird „einprogrammiert“, mit bestimmten Befehlen wie :ab jetzt Fettdruck, dies ist eine "Uberschrift etc sieht so aus
\section{eine Kapitel"uberschrift}
Jetzt ein wenig Text, \includegraphics{dann ein Bild}, dann wiede r Text, evtl ein Querverweis auf eine andere Seite \cite{woanders} (Seitenzahlen werden automatisch eingef"ugt
)
den ganzen Text - schreibbar mit jedem beliebigen Programm, es gibt aber eine Menge netter editoren, die zB auch Syntaxchecking und Syntaxhighlighting anbieten – "ubergibt man jetzt einem Programm, dass daraus ein dvi, ps oder pdf file erzeugt.
Latex ist ideal f"ur die Darstellung wissenschaftlicher Formeln, legt Querverweise etc an, st"urzt nie nie ab und bietet ein excellentes Layout. Allerdings ist es schwierig, dieses im grossen Ma"sstab zu ver"andern. Aber meistens will man ja vor allem seinen Text druckreif bekommen. Somit wird man entlastet von all den Fragen wie
\begin{itemize}
\item Wie gross muss eine "Uberschrift sein?
\item Soll ich Kapitel"uberschriften kursiv schreiben?
\item wieviel seitenrand?
\end{itemize}
Grosse files sind m"oglich, man kann aber problemlos einzelne Textfiles in ein Masterdokumentschreiben – und auch von einem auf ein anderes querverweisen. alles kein Problem.
weiteres zum anschauen findest du hier:
http://www-swl.offis.uni-oldenburg.de/handbuch/oldok…
und die ganze Software hier http://www.dante.de (oder zB auf den c’t Shareware cdroms)
Ein kleines Problem ist, dass es meines Erachtens keine vern"unftigen B"ucher f"ur das eigentlich Erlernen von LaTeX gibt, sondern fast nur B"ucher, die sich an Anwender richten, die sich bereits ein wenig auskennen. Aber f"ur die etwas erfahreneren User gibt es viele sehr gute B"ucher.
Noch ganz kurz Nachteile:
auf das Layout kann nur beding einfluss genomen werden
Graphiken k"onnen eingebunden werden, allerdings nicht alle Formate. auch bietet latex da nicht soo viele m"oglichkeiten. geht aber.
Soll man grosse und komplexe Dokumente (z.B. eine
Diplomarbeit) in MS Word erstellen?
http://mypage.bluewin.ch/reprobst/WordFAQ/LangDok.htm
Liebe Sylvia,
ich habe eine Blick in deine FAQ geworfen. Zuerst muss ich mich wohl als LaTeX-Anh"angerin outen.
Ich m"ochte nur einiges anmerken: LaTeX ist kein Pinguin-Programm, es existiert viel l"anger als Linux ist mit kompletter Funktionalit"at f"ur Windows erh"atlich.
Ich verwende seit Jahren LaTeX, und ich habe noch nie ein kostenpflichtige Plugin ben"otigt. Da ist der Hinweis in deiner FAQ einfach falsch. Auch lobst du HTML sehr, ebenso What you define is what you get, all dies trifft auf LaTeX auch zu. Ich denke, wer HTML kann, lernt sehr schnell LaTeX , und umgekehrt.
Kompentente Hilfe erh"alt man in den newsgroups oder hier ebenso schnell wie f"ur word, dies ist kein Kriterium.
Ich stimme dir zu, dass ein unerfahrener Computernutzer seine Diplomarbeit nicht mit LaTeX erstellen sollte. Trotzdem w"are es sinnvoll, wenn du noch den Hinweis mit aufnehmen k"onntest, dass LaTeX im Satz mathematischer Zeichen und Formeln um L"angen besser ist als Word. Gerade f"ur Studierende in Technik und Naturwissenschaften ist dies ein wichtige Kriterium.
Und LaTeX exportiert als postscript oder wahlweise pdf, dies ist ein gebr"auchliche Format, dass von vielen gelesen werden kann.
Liebe Gr"usse
Michaela
ps
falls du mal Zeit f"ur Latex hast, wirf mal einen Blick ins Kochbuch:
http://www-swl.offis.uni-oldenburg.de/handbuch/oldok…
Liebe Michaela
Damke für diese ausführlichen und kompetenten Informationen!
Ich werde Deinen Passus, dass sich LaTex aus Gründen, welche Du nennst, wesentlich besser für naturwissenschaftliche und technische Arbeiten eignet.
Gerne nehme ich auch den Link zum Kochbuch auf. Beides kann aber bis zu einem Monat dauern.
Im übrigen widersprechen sich die Darstellungen ja nicht diametral.
Gruss
Silvia