Großes Loch / Füllung rausgeflogen

Hallo Leute,

vor ca. 1,5-2 Jahren war ich auf einer Geschäftsreise in Spanien. Am Abend nach meiner Ankunft habe ich direkt Zahnschmerzen (27) bekommen, bin am nächsten Tag zum Zahnarzt gegangen, der mir dort eine Füllung verpasst hat. Was er genau gemacht hat, konnte ich nicht nachvollziehen, denn ich spreche kein Spanisch und er kein Deutsch / Englisch. Er hat auch recht lange rumgebohrt. Jedenfalls habe ich sofort gespührt, dass die Qualität nicht so ganz den anderen Füllungen entsprach.

Letztes Wochenende habe ich plötzlich eine Unebenheit festgestellt und bin dann vorsichtig mit einem Zahnstocher an den Zahn gegangen - dachte, ich hätte etwas zwischen den Zähnen. Heraus kam etwas, was nach der Füllung ausgesehen hat. Ein etwa 6x4mm und etwa 4mm dickes Stück bestehend aus zwei Schichten. Eine davon war braun, die andere war ganz dünn und weiß. So hatte ich jetzt ein etwas größeres Loch im Zahn.

Ein paar Tage später habe ich aus dem gleichen Loch noch mehr herausgeholt. Diesmal sah das Objekt aus, als wären es zwei Runde Wattebällchen.

Bevor ich jetzt zum ZA gehe, wollte ich mal nachfragen, welche Behandlungsmethoden es für diesen Zahn gibt. Wenn ich mit der Zunge rübergehe, dann spühre ich eigentlich nur noch die Seitenwände.

Servus Namenloser,

es sieht so aus, als hätte der Spanier erste Schritte zu einer Wurzelbehandlung unternommen. Aus anderen Gründen bringt man keine kleinen Wattebällchen in einem Zahn unter. Die ‚Füllung‘ wäre dann eine temporäre gewesen, die nach einigen Tagen bei der Weiterbehandlung wieder entfernt worden wäre. Jetzt hat sie doch ungeplant etwas länger gehalten :wink:

Dein Zahn allerdings war nicht so stabil: die weiße Schicht in Deinem Fragment ist wohl ein abgebrochenes Stück des Zahnschmelzes, der das große Loch noch umgeben hat. Aus dem Umstand, daß nichts wehtut, muß man leider schließen, daß kein lebender ‚Nerv‘ mehr in dem Zahn ist. Ob nun mit einer Wurzelbehandlung (Mindestmaßnahme!) noch etwas gemacht werden kann, entscheidet dein/e Zahnärz/tin in der nächsten Woche nach Untersuchung und Röntgenaufnahme.

Zum ‚Auspopeln‘ der Speisereste bis dahin eignet sich übrigens ganz gut eine entsprechend aufgebogene Büroklammer, die vorne nicht spitz ist, die nicht im Zahn abbricht und die einen praktischen Handgriff bietet.

BTW: wenn Du öfter dienstlich nach Spanien müssen solltest, kommen zu den Kosten für die Versorgung Deines Zahnes (oder der zukünftigen Lücke) vielleicht doch noch die Aufwendungen für einen Winterkurs bei der VHS dazu, oder? :smile:

Kai

Dein Zahn allerdings war nicht so stabil: die weiße Schicht in
Deinem Fragment ist wohl ein abgebrochenes Stück des
Zahnschmelzes, der das große Loch noch umgeben hat.

Das weiße Zeug schien für mich eher so etwas, wie die Oberschicht der Füllung zu sein. Quasi das, worauf man beißt.

Aus dem Umstand, daß nichts wehtut, muß man leider schließen, daß kein
lebender ‚Nerv‘ mehr in dem Zahn ist. Ob nun mit einer
Wurzelbehandlung (Mindestmaßnahme!) noch etwas gemacht werden
kann, entscheidet dein/e Zahnärz/tin in der nächsten Woche
nach Untersuchung und Röntgenaufnahme.

Als Ingenieur interessiert mich jetzt natürlich, woran bzw. die der Zahnarzt das nun entscheidet. Ich habe mir jetzt den Wikipedia Artikel durchgelesen und dort auch zwei Röntgenbilder entdeckt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wurzelkanalbehandlung

Allerdings kann ich zwischen der ersten - vor der Behandlung - und der letzten Kontrollaufnahme keinen Unterschied erkennen.

BTW: wenn Du öfter dienstlich nach Spanien müssen solltest,
kommen zu den Kosten für die Versorgung Deines Zahnes (oder
der zukünftigen Lücke) vielleicht doch noch die Aufwendungen
für einen Winterkurs bei der VHS dazu, oder? :smile:

Hehe, nee… Daraus wird nix. Ich kann nicht die Sprache jedes Landes lernen, in dem ich mich etwas länger aufhalte. Aber ein paar (Zahn-)Medizin Kurse an der Uni zu hören, würde mich schon interessieren.

Dein Zahn allerdings war nicht so stabil: die weiße Schicht in
Deinem Fragment ist wohl ein abgebrochenes Stück des
Zahnschmelzes, der das große Loch noch umgeben hat.

Das weiße Zeug schien für mich eher so etwas, wie die
Oberschicht der Füllung zu sein. Quasi das, worauf man beißt.

Hmmm, dann müßte das Braune der Zahnrest sein - glaubst Du das?

Aus dem Umstand, daß nichts wehtut, muß man leider schließen, daß kein
lebender ‚Nerv‘ mehr in dem Zahn ist. Ob nun mit einer
Wurzelbehandlung (Mindestmaßnahme!) noch etwas gemacht werden
kann, entscheidet dein/e Zahnärz/tin in der nächsten Woche
nach Untersuchung und Röntgenaufnahme.

Als Ingenieur interessiert mich jetzt natürlich, woran bzw.
die der Zahnarzt das nun entscheidet. Ich habe mir jetzt den
Wikipedia Artikel durchgelesen und dort auch zwei
Röntgenbilder entdeckt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wurzelkanalbehandlung

Das sind auch verdammt kleine Aufnahmen. Da sieht nur der etwas, der schon eine ganze Menge weiß. Wenn Du genau hinsiehst, kannst Du bei der Kontrollaufnahme in der Mitte der abgebildeten Wurzeln einen weißen Strich erkennen, der die Krümmung der Wurzel begleitet und fast bis zu ihrem Ende geht. Das ist die Wurzelfüllung. Damit weißt Du aber auch nicht viel mehr. Der Zahnarzt wird es Dir erklären.

Allerdings kann ich zwischen der ersten - vor der Behandlung -
und der letzten Kontrollaufnahme keinen Unterschied erkennen.

BTW: wenn Du öfter dienstlich nach Spanien müssen solltest,
kommen zu den Kosten für die Versorgung Deines Zahnes (oder
der zukünftigen Lücke) vielleicht doch noch die Aufwendungen
für einen Winterkurs bei der VHS dazu, oder? :smile:

Hehe, nee… Daraus wird nix. Ich kann nicht die Sprache jedes
Landes lernen, in dem ich mich etwas länger aufhalte. Aber ein
paar (Zahn-)Medizin Kurse an der Uni zu hören, würde mich
schon interessieren.

ja, das ist für einen naturwissenschaftöich orientierten Menschen schon eine spannende Sache.

BTW: vergiß den Zahnarzttermin nicht :wink:)

Viel Glück!

Kai