Kann mir jemand etwas darüber sagen, was das Gruber de Gasperi Abkommen zur Schule Sagt?
Vielen DAnk!!
Kann mir jemand etwas darüber sagen, was das Gruber de Gasperi Abkommen zur Schule Sagt?
Vielen DAnk!!
Ein wenig, lieber Indorni,
wirst Du schon für Deine Hausaufgaben sebst tun müssen.
Dann findest Du den Absatz 1a. des Abkommens bei Wikipedia.
hier noch eine Hilfe: http://de.wikipedia.org/wiki/Gruber-De-Gasperi-Abkommen
Gruß
Eckard
Kann mir jemand etwas darüber sagen, was das Gruber de Gasperi
Abkommen zur Schule Sagt?Vielen DAnk!!
Zur Schule?
Ich dachte immer, es geht dabei um Südtirol!
mfgConrad
In Südtirol gibts wohl auch Schulen!!!
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Na, dann such man schön!!!
Kann mir jemand etwas darüber sagen, was das Gruber de Gasperi
Abkommen zur Schule Sagt?Vielen DAnk!!
Hallo,
im Grunde ging es ja um die Lösung Südtirols von Österreich um es Italien zuzuschlagen. Soweit es die Schule betrifft, beinhaltete es den Schutz deutschsprachigen Schulwesens und den Schutz deutschen Brauchtums (was man darunter auch immer verstehen mag) im Südtirol. Was also hier offensichtlich gefragt ist, ist, warum die Deutschen im Südtirol eigene Schulen haben. Wobei natürlich das Thema Schule nur einen winzigen Teil des ganzen Abkommens ausmachte.
Peter
Danke:smile:
Wenn’s schon sonst niemand tut…*lächel*
LG.j.
übrigens ist das Gruber-Degasperi Abkommen auch im vollen Wortlaut im Netz, also sehr leicht zu finden…das nur nebenbei.
übrigens ist das Gruber-Degasperi Abkommen auch im vollen
Wortlaut im Netz, also sehr leicht zu finden…das nur
nebenbei.
… übrigens auch im Wikipedia-Artikel, den Eckard (in der ersten Antwort auf die Frage) verlinkt hat. Länger ist der Text des Pariser Abkommens wirklich nicht. Die Frage des Ausgangsposters
Kann mir jemand etwas darüber sagen, was das Gruber de Gasperi
Abkommen zur Schule Sagt?
kann er sich mit Hilfe dieses Links innerhalb maximal 2 Minuten erschöpfend selbst beantworten. Irgendwie scheint das aber nicht jeder zu schnallen …
Freundliche Grüße,
Ralf
Hallo!
im Grunde ging es ja um die Lösung Südtirols von Österreich um
es Italien zuzuschlagen.
Das sieht hier so aus, als ginge es in diesem Abkommen um die Loslösung Südtirols von Österreich. So war es aber nicht. Südtirol kam 1919 mit dem Vertrag von Saint Germain an Italien. Tirol wurde dadurch in Nord- und Osttirol (Österreich - diese beiden Teile haben in Österreich keine Verbindung mehr) und Südtirol (Italien) geteilt. Mit dem Aufkommen des italienischen Faschismus kam es zu einer Zwangsitalianisierung Südtirols, 1923 wurde in den Schulen die deutsche Sprache verboten. Das Gruber-De-Gaspari-Abkommen (Pariser Abkommen) vom 5.9.1946 brachte einen Schritt in Richtung Gleichberechtigung der deutschsprachigen Bevölkerung, insbesondere wurden Schulunterricht in der Muttersprache (deutsch/italienisch) und Gleichstellung von Deutsch und Italienisch als Amtssprachen sowie eine gewisse Regionalautonomie gewährleistet. Damit waren die Konflikte aber noch nicht gelöst, in den 50er und 60er Jahren gab es zahlreiche Bombenattentate (die „Südtiroler Bumser“), Strafprozesse und bis zum Abschluss des Südtirol-Pakets 1972 erhebliche Konflikte zwischen Österreich und Italien. Erst dann kehrte weitestgehend Ruhe ein. Heute ist - auch durch die EU-Mitgliedschaft beider Länder - der Südtirol-Konflikt praktisch beigelegt, aber wer die Situation kennt, kann in der Bevölkerung da und dort schon noch gewisse Spannungen feststellen.
Was also hier offensichtlich
gefragt ist, ist, warum die Deutschen im Südtirol eigene
Schulen haben.
Nicht die Deutschen, sondern die Deutschsprachigen. Südtirol war bis 1919 ein Teil von Österreich-Ungarn. Dort waren also keine Deutschen, sondern Österreicher.
Grüße, Peter
Danke,
natürlich hätte ich mehr darauf achten sollen, dass Österreicher keine Deutschen sind. Die waren ja sozusagen zwangweise bei Kriegsende aus dem Reich entlassen worden. Und natürlich ging es darum, Südtirol wieder aus Österreich hinauszunehmen und den Italienern zuzuschlagen, also die Situation aus dem Vertrag von St. Germain wieder herzustellen. Und genauso wie 1919 machte England Druck auf ein Österreich, das ja September 1946 ebenfalls eigentlich Staatsrechtlich im Limbo aber nicht real existierte. Und weil es eben ein derartiges Zwangsabkommen gab, gab es später ja auch noch genügend Ärger, wie Du richtig anführst.
Aber da sich die Frage ausdrücklich auf Schule bezog und Du ja zu diesem Thema nichts anderes schreibst als ich, glaube ich, es ist damit klar?
Peter B.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
HAllo,
nun ja - es waren aber henau genommen keine Österreicher sondern Tiroler. Österreicher wohnen in Nieder- und Oberösterreich und die Tiroler hören das nicht so gern, wenn sie einfach dazugeschlagen werden.
Im Übrigen hatte der 2. Weltkrieg damit wenig zu tub. Italien war bis 1943 mit Deutschland verbündet - Südtirol also so ziemlich die einzige Ecke, die nicht wieder heim ins Reich geholt wurde. Zwar wurde das Land dann iw ganz Norditalien nach dem Abfall Italiens besetzt - aber die weitgehend nationalistische Propaganda wie vorher bei den Danzigerm, Sudetendeutschen und beim Anschluß Österreuchs entfiel.
Hier wurden 1945 nur die Vorkriegsgrenzen wiederherhestellt - Irgendwelche Diskussionen darüber gab es gar nicht - wieso auch?
Gernot Geyer
Hallo Gernot,
Da muss ich jetzt leider etwas widersprechen. Es ist einer der Fälle, in denen man Geschichte doch eher als einen Ablauf betrachten muss. 1919, im Vertrag von St. Germian wurden diese Grenzen von „vor dem Krieg“ ja erst hergestellt. Und auch wenn man etwas vorsichtig sein muss, weil der Begriff anderweitg propangandistisch belegt worden ist, St.Germain und Versailles waren keine Abkommen sondern Diktate in jeder Form. Feutschland (das war die damalige französische Absicht) sollte so in die Knie gezwungen werden, dass es sich nie wieder würde erholen können und KuK Österreich wurde gleich ganz zerschlagen. Also kam Südtirol ja erst nach dem ersten Weltkrieg an Italien.
Natürlich, da Mussolini-Italien mit Hitler Deutschland verbündet war, wurde an der Südtirol-Frage nicht wirklich gedreht. Erst 1943, als Italien die Seiten wechselte, wurde das Thema interessant, aber nicht so interessant, als dass jemand hätte etwas unternommen, Es war die Endphase des 2.Weltkrieges, die Leute hatten anderes zu tun.
1946, man hatte sich immer noch nicht ganz geeinigt, denn es gab ja auch Stimmen, die statt eines Mini-Österreich lieber bei Deutschland gewesen wären, in einer Zeit, in der Österreich de facto kein Staat sondern einfach besetztes Gebiet war, über Südtirol zu verhandeln macht bereits klar, wer hier der Stärkere am Tisch war. War das Italien (das jetzt, nachdem es ja seinen Krieg bereits vor Deutschland angefangen hatte, plötzlich als Siegermacht agierte) unterstützt von England? Oder war das der nicht einmal wirklich legitimierte österreichische Außenminister? Italien wollte die Grenzen vor dem 2.Weltkireg, Österreich die vor dem 1.Weltkrieg. Die „Siegermacht“ Italien hat sich durchgesetzt und als Zugeständnis wenigstens das deutschsprachige/österreichischsprachige, meineswegen auch tirolersprachige Bildungssystem unter Schutz gestellt. Und da dieses Abkommen ja nicht einmal ein richtiger Vertrag sondern mehr ein Agreement war, konnte man sich 1946 nicht einmal sicher sein, dass sich Italien auch dran halten würde. Insofern gab es damals durchaus Diskussionen, nur wurden die einfach durch die Italiener abgewunken.
Gruß
Peter
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Hallo!
nun ja - es waren aber henau genommen keine Österreicher
sondern Tiroler. Österreicher wohnen in Nieder- und
Oberösterreich und die Tiroler hören das nicht so gern, wenn
sie einfach dazugeschlagen werden.
Da muss ich doch widersprechen, damit hier kein falsches Bild entsteht. Hierzulande werden Leute aus allen Bundesländern gleichermaßen als Österreicher angesehen, vermutlich deswegen, weil es den „typischen Österreicher“ gar nicht gibt, jedes Bundesland hat seine Eigenheiten. Der durchschnittliche Tiroler ist zwar Anhänger des Föderalismus und lässt sich nur ungern etwas vom „Wasserkopf Wien“ vorschreiben, er fühlt sich aber nicht weniger als Österreicher wie jemand aus einem anderen Bundesland. Ich selbst kenne keinen Tiroler (und ich habe hier doch einige Erfahrungen), der damit ein Problem hätte. Das gibt es höchstens in extrem lokalpatriotischen Kreisen (das sind auch die, die den Südtirol-Konflikt noch immer am Köcheln halten wollen), das ist aber eine kleine Minderheit.
Grüße, Peter
übrigens ist das Gruber-Degasperi Abkommen auch im vollen
Wortlaut im Netz, also sehr leicht zu finden…das nur
nebenbei.… übrigens auch im Wikipedia-Artikel, den Eckard (in der
ersten Antwort auf die Frage) verlinkt hat. Länger ist der
Text des Pariser Abkommens wirklich nicht. Die Frage des
AusgangspostersKann mir jemand etwas darüber sagen, was das Gruber de Gasperi
Abkommen zur Schule Sagt?kann er sich mit Hilfe dieses Links innerhalb maximal 2
Minuten erschöpfend selbst beantworten. Irgendwie scheint das
aber nicht jeder zu schnallen …
----aber immer schnell mal schnell den Schlauen spielen!! 
Lieben Danke für die ernst- gemeinten Antworten!!
Liebe Grüße