Gründe bzw. Hauptgrund für den Aufstieg Adolfs

Hallo,
Was waren die Gründe für sein Aufstieg?Lag es nur an der Wirtschaft oder an den Hungersnöten wehalb sich die Menschen BLIND einen der schlimmsten MEnschen folgen mussten.Oder gab es eine Propaganda,die die Menschen zur der Zeit Psychisch umschaltete.

Ich glaube, ein Grund war das Versagen und die Machtlosigkeit der Politiker in der Weimarer Republik.
Sie zeigten den Menschen keine Lösungen für ihre Probleme. Da kamen die Nazis und gaben den verzweifelten Menschen jemanden, dem sie die Schuld an ihrer Sitaution geben konnten. Auch die Inflation und die wirtschaftliche Situation haben eine große Rolle gespielt. Wenn du ein bisschen googelst findest du zu diesen Themen massenhaft Informationen.
Viel Glück dabei, Luisa

ein paar Ideen
Hallo,

der Aufstieg vollzog sich über viele Jahre, bis zum Höhepunkt 1941
nach dem Frankreichfeldzug.
Es wird heute gerne vergessen, dass die NSDAP im Selbstverständnis
eine sozialistische Partei war, die sich gegen Kapitalismus aussprach
und viele Neuerungen einführten, die heute noch Gültigkeit haben. Ein
Beispiel hierfür ist die Pendlerpauschale.
Der Arbeiter sollte sich etwas leisten können, KDF etc.
Viele sahen auch den Antisemitismus zu dieser Zeit nicht als so
schlimm an, Vorurteile gegen Minderheiten waren schon da, sie mussten
nur geweckt werden. Trotz dieser Vorurteile reagierten viele Deutsche
verstört auf die Progrome der Schlägertrupps der Partei, so dass
gerade in den ersten Jahren der Kanzlerschaft die SA oft
zurückgeahlten werden musste.
Egal wie sehr die Menschen in Deutschland einzelne Aktionen der
Partei und ihrer Organisationen kritisierten, so schien Hitler immer
aussen vor zu stehen.
Ein oft gesagter Satz zu der Zeit war:" Wenn das der Führer wüsste!"
Alle positiven Entwicklungen wurden Hitler zugeschrieben, alles was
Anstoss im Volk fand, war in den Augen der Deutschen das Werk von
sogenannten Bonzen wie Göring. Die vielen „kleinen Hitlers“ waren zum
grossteil verhaßt.
Die Tatsache, dass Hitler so unantastbar schien ist sicher auch zum
Grossteil ein Erfolg von Goebbels, der denkende Teil der Bewegung. Er
nutzte Propagandamittel, die Jahre später in vielen Ländern
verbreitet waren. Ein sehr gutes Buch ist da „Das Goebbels-
Experiment“, welches vom Spiegel(mit)herausgegeben wurde. Das Buch
zeigt, welchen Stellenwert die Propaganda für die Bewegung hatte.
Man darf auch nicht vergessen, dass heute zum Teil ein völlig
verzerrtes Bild von Hitler gezeichnet wird. Wenn man an Reden von ihm
denkt, dann denkt man an Geschreie und Hetzte. Das war zweifelsfrei
ein Teil seiner Reden. Der andere Teil waren strikt durchgeplante
Reden, die genau auf die Zuhörer zugeschnitten waren. Jeder bekam im
Grunde das zu hören, was er hören wollte.
Bei all dem darf aber nicht vergessen werden, dass vieles was heute
als vermeintlich positiv zu bewerten ist, wie z.B. soziale Sicherung,
nur dadurch möglich war, dass das Prinzip der Raubritterei an der
Tagesordnung war. Nicht erst im Krieg, sondern von Anfang an. Viele
neue Möbel in deutschen Wohnstuben, wurden entrechteten Menschen zum
Teil auf brutalste Weise abgenommen.
Leider scheint das Prinzip:„Einem geschenktem Gaul schaut man nicht
in´s Maul.“ zu dieser Zeit eine besonders perverse Richtigkeit zu
haben.
Hoffe etwas geholfen zu haben.

gruss

Matthias

Hallo,
ich empfehle dir das Buch „Anmerkungen zu Hitler“ von Sebastan Haffner (ISBN: 3596234891 Buch anschauen), in dem du in knapper, aber dennoch sehr anschaulicher Form viel zu diesem Thema erfahren kannst.
Grüße, Peter

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Ich würde seinen Aufstieg in drei Abschnitte gliedern, die da währen:

1.) Von 0 zum Führer einer Volkspartei (1920-1930) durch

  • Hitler als charismatischer Führer
  • die breite Masse ansprechendes Wahlprogramm
  • revolutionäre Wahlkampfgestaltung durch Hitler und Goebbels

damit erreichte er (in besten Zeiten) aber nur 37% der Deutschen.

2.) Machtübernahme (1930-1933) durch

  • Arrangierung mit Industriellen und rechts-konservativen Politikern
  • Harzburger Front
  • Fürspruch von Papens bei Reichspräsident Hindenburg, der daraufhin Hitler zum Reichskanzer ernennt

3.) Aufstieg zum unumstrittenen Führer Deutschlands (1933-1945)

  • Zuckerbrot (soziale Neuerungen, Arbeitsplätze) und Peitsche (Terror, KZ’s, politische Morde)
  • Außenpolitische Erfolge (Revidierung des Vertrages von Versailles, Münchener Abkommen, Internationale Anerkennung des 3. Reiches)
  • staatlich gelenkte Propaganda und ideologische Einflussnahme (Kunst&Kultur, Film, Schule)

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Holla.

Was waren die Gründe für sein Aufstieg?Lag es nur an der
Wirtschaft oder an den Hungersnöten wehalb sich die Menschen
BLIND einen der schlimmsten MEnschen folgen mussten.Oder gab
es eine Propaganda,die die Menschen zur der Zeit Psychisch
umschaltete.

Eins von die Hauptgründe wahr, das die Menschen auch wen sie in Klase 12 wahren nicht die Doytsche Sprahche konnden. Auserdem wusten sie nicht den Underschiet zwischen Gymnasiast und Abiturient.

In den zwanziger und dreißiger Jahren gab es noch keine Massenmedien der heutigen Form - Radio und Fernsehen waren für die Masse des Volkes inexistent. Das heißt, dass man sich in erster Linie durch Zeitungen und in zweiter durch die Wochenschau im Kino sowie Mundpropaganda informierte. Nun ist es hilfreich zu wissen, dass die Medienlandschaft in der Weimarer Republik, wenn auch noch nicht gleichgeschaltet, dennoch von einer bestimmten Richtung dominiert war. Das Stichwort hierzu heißt Hugenberg-Konzern. Wer nicht als Mitglied einer Partei die entsprechenden Zeitungen bezog (als SPD-Mitglied den „Vorwärts“ z.B.), war also darauf angewiesen, alle politischen Informationen mehr oder weniger aus einer einzigen Quelle zu beziehen. Am deutlichsten war das „auf dem flachen Land“, also außerhalb der großen Metropolen.

Die konserrvativen, besser reaktionären, Strömungen der Zeit, verbunden mit dem sozialen Notstand, der ganz andere Größenordnungen erreichte, als wir es aus eigener Anschauung kennen, bereiteten den Boden für Demagogen. Und von diesen erwies sich Hitler letzten Endes als der effizienteste.

Hinzu kam noch, dass die Weimarer Republik, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen, sowohl von rechts als auch von links als Staat so nie gewollt war und mehr oder weniger offen bekämpft wurde. Die extreme Rechte und Linke hatten weit mehr Bedeutung als das heute der Fall ist; es ist sicher nicht übertrieben, zu sagen, dass die Hälfte der damaligen Volksvertreter diesen Staat innerlich ablehnte und entsprechende Politik betrieb. Zusammen mit der systemimmanenten Schwäche der Weimarer Verfassung schuf das prima Voraussetzungen für einen Umsturz.

Übrigens hätte spätestens seit Mitte der Zwanziger (Veröffentlichung von „Mein Kampf“, 1927, wenn mich nicht alles täuscht, jeder wissen können, was Hitler plante. Dummerweise ist dieses Werk aber so geschrieben, dass es die Grenzen der Lesbarkeit deutlich überschreitet.

Ein Aspekt sei noch erwähnt : Unser heutiges Werteverständnis (Menschenrechte, Volkssouveränität) war längst nicht in diesem Ausmaß in den Köpfen, wie wir das kennen. Das hieß natürlich in der Konsequenz, dass man in der Wahl der Mittel im politischen Kampf ganz und gar nicht zimperlich war. Einem „Betriebskämpfer“ der KPD kam es genauso wenig auf den Wert des politischen Gegners als Individuum an, wie dies bei den Schlägern der SA der Fall war. Letztlich „gewann“ in der politischen Debatte derjenige, der nach der Schlägerei noch stand und weiter schreien konnte. Aufgrund ihrer (para)militärischen Vor- bzw. Ausbildung waren die braunen Kolonnen in dieser Form der Auseinandersetzung wohl auch effizienter als ihre Gegner.

Gruß kw

Hallo,

Was waren die Gründe für sein Aufstieg?Lag es nur an der
Wirtschaft oder an den Hungersnöten

Die entscheidende Popularisierung erfolgte, wenn ich
das richtig verstanden habe, nachdem die Regierung
die Reparationszahlungen an die Sieger des ersten
Weltkrieges wieder aufnehmen wollte.

wehalb sich die Menschen BLIND einen der schlimmsten
MEnschen folgen mussten.

Es ist doch auch das, was Du Dir am meisten wünschst. Auch
Du möchtest einem starken Menschen folgen, dem Du 100%ig
vertraust, wenn Du in Not bist.

Neben allen objektiven Faktoren (wie z.B. von Spongepop
und Matthias dargelegt) darf man nicht vergessen, dass
Hitler tatsächlich dieser „Führer“ war, der es verstand,
eine Mystik und eine Aura von Kraft um sich aufzubauen,
dem 90% der Menschen (wahrscheinlich auch heute)
erlagen. Obwohl 75% auch ausgereicht hätten :wink:

Oder gab es eine Propaganda, die die Menschen zur der
Zeit Psychisch umschaltete.

Diese Propaganda bestand darin, dieses makellose und
mystische Bild des „Führers“ aufzubauen. Schön dargelegt
in Kershaw „Der Hitler Mythos“ (ISBN: 3421052859 Buch anschauen)

Grüße

CMБ

Auch hallo.

Also DIE Ursache für den Erfolg Hitlers wird es nicht geben. Vielmehr waren daran schon mehrere Faktoren beteiligt:

  • die von den Siegermächten des 1.WK aufgezwungene Demokratie
  • die Wirtschaftskrise (Deflation) & die allgemeine Unsicherheit in d. Bevölkerung
  • der starke Mann, der einem das Blaue vom Himmel verspricht
  • schwache Demokratie (Hindenburg als Ex-Monarchist als Präsident)
  • starke Extemparteien (KPD & ähnliche vs. NSDAP & ähnliche)
  • usw., siehe die vorigen Postings

Sofern nicht schon erwähnt wird in einem Buch der Erfolg Hitlers nach 1933 damit begründet, dass er die Bevölkerung mit materiellen Gütern versorgen liess.

In diesem Sinne
mfg M.L.

Hallo,

als sehr gute Lektüre empfehle ich (wie schon Peter):
Sebastian Haffner - Anmerkungen zu Hitler

Gandalf

P.S.
Die Lektüre von Duden & Co solltest Du allerdings auch schwer in Erwägung ziehen :wink:

Warum kam in Östereich Herr Haider so weit?
Warum in Thüringen die Neonazis?
Warum wählten die US-Amerikaner Bush, obwohl er Krieg führen will, egal mit welchem Land?

Meine Eltern wählten Hitler, weil mein Vater sofort Arbeit bekam. Nach langer Arbeitslosigkeit.
Meine Mutter war von seiner Überzeugungskraft begeistert.

mfgConrad

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Warum kam in Östereich Herr Haider so weit?
Warum in Thüringen die Neonazis?

Warum die „Neonazis“ in Thüringen?
Die Thüringer haben zwar Sachsen besiedelt, föderalistisch gesehen unterscheidet man aber noch zwei Freistaaten (vorrausgesetzt Du spielst auf den Einzug der NPD in den sächsischen Landtag an).
Thüringen wählt politisch korrekt.

Thüringen wählt politisch korrekt.

Stimmt, ich meine wohl Sachsen. Trotzdem bleibt es so.

Hallo,
der Aufstieg vollzog sich über viele Jahre, bis zum Höhepunkt
1941
nach dem Frankreichfeldzug.
Es wird heute gerne vergessen, dass die NSDAP im
Selbstverständnis
eine sozialistische Partei war, die sich gegen Kapitalismus
aussprach

Hallo,
also bitte Vorsicht: der Namensbestandteil sozialistisch bedeutet nicht, dass die NSDAP eine auch nur ansatzweise sozialistische Partei war. Es gab zwar in den Anfangsjahren einen oft als sozialistisch bezeichneten Flügel in der Partei, er war aber eher sozial-nationalrevolutionär. Als sein wichtigster Vertreter gilt Gregor Strasser, seit 1921 Gauleiter der NSDAP in Niederbayern, bis 1928 Reichspropagandaleiter. Dieser „linke“ Flügel der NSDAP wurde aber von Hitler mehr und mehr lahmgelegt. Als sich Hitler immer mehr den Industriellen und Bankiers zuwandte, nicht zuletzt um seine Partei von ihnen finanzieren zu lassen, trat Strasser 1932 aus der Partei aus. Für Hitler blieb der „nationale Sozialrevolutionär“ aber offenbar eine Bedrohung, denn im Zuge der Ermordung des Röhm-Flügels (zwecks Entmachtung der SA) ließ Hitler auch Strasser ermorden. Die Wirtschaft- und Sozialpolitik der Nazis war nach der Machtübernahme nun so ziemlich das Gegenteil von sozialistisch. Dieses Gesamtbild wird durch einige soziale Maßnahmen nicht geändert, denn schließlich brauchte Hitler auch die Gefolgschaft der breiten Masse, um seine Kriegspläne realisieren zu können.
Tschüs,
Benno

und viele Neuerungen einführten, die heute noch Gültigkeit
haben. Ein
Beispiel hierfür ist die Pendlerpauschale.
Der Arbeiter sollte sich etwas leisten können, KDF etc.
Viele sahen auch den Antisemitismus zu dieser Zeit nicht als
so
schlimm an, Vorurteile gegen Minderheiten waren schon da, sie
mussten
nur geweckt werden. Trotz dieser Vorurteile reagierten viele
Deutsche
verstört auf die Progrome der Schlägertrupps der Partei, so
dass
gerade in den ersten Jahren der Kanzlerschaft die SA oft
zurückgeahlten werden musste.
Egal wie sehr die Menschen in Deutschland einzelne Aktionen
der
Partei und ihrer Organisationen kritisierten, so schien Hitler
immer
aussen vor zu stehen.
Ein oft gesagter Satz zu der Zeit war:" Wenn das der Führer
wüsste!"
Alle positiven Entwicklungen wurden Hitler zugeschrieben,
alles was
Anstoss im Volk fand, war in den Augen der Deutschen das Werk
von
sogenannten Bonzen wie Göring. Die vielen „kleinen Hitlers“
waren zum
grossteil verhaßt.
Die Tatsache, dass Hitler so unantastbar schien ist sicher
auch zum
Grossteil ein Erfolg von Goebbels, der denkende Teil der
Bewegung. Er
nutzte Propagandamittel, die Jahre später in vielen Ländern
verbreitet waren. Ein sehr gutes Buch ist da „Das Goebbels-
Experiment“, welches vom Spiegel(mit)herausgegeben wurde. Das
Buch
zeigt, welchen Stellenwert die Propaganda für die Bewegung
hatte.
Man darf auch nicht vergessen, dass heute zum Teil ein völlig
verzerrtes Bild von Hitler gezeichnet wird. Wenn man an Reden
von ihm
denkt, dann denkt man an Geschreie und Hetzte. Das war
zweifelsfrei
ein Teil seiner Reden. Der andere Teil waren strikt
durchgeplante
Reden, die genau auf die Zuhörer zugeschnitten waren. Jeder
bekam im
Grunde das zu hören, was er hören wollte.
Bei all dem darf aber nicht vergessen werden, dass vieles was
heute
als vermeintlich positiv zu bewerten ist, wie z.B. soziale
Sicherung,
nur dadurch möglich war, dass das Prinzip der Raubritterei an
der
Tagesordnung war. Nicht erst im Krieg, sondern von Anfang an.
Viele
neue Möbel in deutschen Wohnstuben, wurden entrechteten
Menschen zum
Teil auf brutalste Weise abgenommen.
Leider scheint das Prinzip:„Einem geschenktem Gaul schaut man
nicht
in´s Maul.“ zu dieser Zeit eine besonders perverse Richtigkeit
zu
haben.
Hoffe etwas geholfen zu haben.

gruss

Matthias

Die Wirtschaft- und Sozialpolitik der Nazis war nach der
Machtübernahme nun so ziemlich das Gegenteil von
sozialistisch.

Kannst Du das mal bitte für den Zeitraum 1933-39 ein wenig konkretisieren.

Dieses Gesamtbild wird durch einige soziale
Maßnahmen nicht geändert, denn schließlich brauchte Hitler
auch die Gefolgschaft der breiten Masse, um seine Kriegspläne
realisieren zu können.

Die Politik verschenkt nie etwas einfach so, sie erwartet immer auch eine Gegenleistung. Das gilt schon seit Bismarcks Sozialgesetzen.