Hi zusammen,
Rochen auseinander,
Also, die Frage lautet: Wenn die Kirche im Mittelalter nicht
unpopulär war und ihre religiöse Botschaft auch keine
besondere Last für die Menschen darstellte, warum kam es zur
Reformation?
Es gab einige äußere Anlässe - ein paar sind schon genannt worden :
Luther - als eine der zentralen Gestalten der Reformation - hat diese mit einiger Sicherheit zunächst ganz und gar nicht gewollt. Als Theologe war seine ursprüngliche Absicht wohl, einen Disput loszutreten, der aber innerhalb der gelehrten Kreise (Lesen war keine allgemein übliche Fähigkeit) hätte ablaufen sollen. Nun gab es aber zum Einen in den einflussreichen Schichten Leute, die sich Vorteile ganz weltlicher Art von einer Schwächung der Kirche versprachen, zum Anderen aber auch Bestrebungen, tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen auszulösen. Das durchaus unheilige Bild, das Kirchenfürsten ungeniert abgaben, mag ein Übriges zu einer allgemeinen Gärung beigetragen haben. Man befand sich (und hat das auch bewusst empfunden) am Ende einer Epoche und am Anfang einer neuen. In solchen Phasen wird Althergebrachtes gern hinterfragt.
Die Schwäche des Kaisertums muss ebenso noch angeführt werden wie die zunehmende Macht der, speziell süddeutschen, Kaufmannsdynastien.
Ein paar Stichwörter für http://www.google.de :
Luther, Tetzel, Zwingli, Calvin, Papst Leo, Kaiser Maximilian, Kaiser Karl V., Ulrich von Hutten, Franz Sickingen, Melanchthon, Jakob Fugger, Thomas Müntzer- Ereignisse
Reichstag zu Worms, Thesenanschlag, Kaiserwahl 1519, Bauernkriege, Renaissance, Humanismus- Schriftstücke
95 Thesen, „Reformation des Kaisers Sigismund“, „Von der Freiheit eines Christenmenschen“, „Zwölf Artikel“- Gegenstände
Lutherbibel, Gutenbergpresse, Bundschuh
Da sollte sich so allerleihand finden lassen.
NB : Fehlende Numerierung bei Päpsten, Kaisern und ähnlichem Gesocks bitte ich mit temporärer Nachschlage-Faulheit zu erklären …
Gruß kw