Gründung einer GmbH oder Limited in 24h

Hi an alle ExistenzgründerInnen,

ich habe im Fernesehen einen sehr interessanten Beitrag zu Unternehmensgründung GmbH und Limited gesehen und diese Limited bringt den Exitenzgründern ohne viel Kapital viele Vorteile. Anbei der Link mit Infos zur Limted

http://www.foerderland.de/410.0.html

Gruß Sadi

Hi an alle ExistenzgründerInnen,

ich habe im Fernesehen einen sehr interessanten Beitrag zu
Unternehmensgründung GmbH und Limited gesehen und diese
Limited bringt den Exitenzgründern ohne viel Kapital viele
Vorteile. Anbei der Link mit Infos zur Limted

Und im laufenden Betrieb GANZ VIELE NACHTEILE!

Auf dem von Dir genannte Link - wir zu erwarten war - stark verharmlost dargestellt.

– meine ganz persönliche Meinung Anfang –
Nimms mir nicht übel, aber wenn man von der Materie eher wenig Ahnung hat und sich noch dazu nur oberflächlich informiert hat, sollte man nicht ungefragt solche „Tipps“ hinausposaunen.
– meine ganz perönliche Meinung Ende –

Grüße
Chris

Hi Sadi,

wenns denn nur so einfach wäre:

http://www.ihk24-lueneburg.de/LGIHK24/IHK24/produktm…

http://www.frankfurt-main.ihk.de/recht/themen/untern…

http://www.google.de/groups?hl=de&lr=&newwindow=1&th…

Solche Hinweise sind eher unseriös, denn eine Ltd ist keine GmbH:
http://www.geizkragen.de/magazin/ratgeber-und-infos/…

Wer kein Geld hat, der wird auch mit einer Limited kaum Kreditwürdigkeit bei einer Bank erreichen. Oder der GF oder die Gesellschafter bürgen persönlich für die Kredite, was bei kleinen Unternehmen üblich ist.

Auch Lieferanten geben nicht uneingeschränkten Lieferantenkredit, wenn der Kunde eine Limited ist.

Falls ich etwas übersehen habe:

Welche Vorteile meinst du genau? Was heißt ohne viel Kapital? Falls es um das Thema Haftung gehen sollte, welche Haftung ist gemeint?

Eine Ltd ist IMHO eine Alternative, aber eben nur eine von mehreren Möglichkeiten, die sich danach richten welchen Markt man mit welchen Risiken bedient. Die Kosten der Gründung sind die eine Sache, die der weiteren jährlichen Kosten eine andere.

Was genau spricht gegen eine einfache Personengesellschaft für einen Existenzgründer?

fragende Grüße, Ulrich

Hallo,

Was genau spricht gegen eine einfache Personengesellschaft für
einen Existenzgründer?

ganz einfach: Dann funktioniert die Sozialisierung des Unternehmerrisikos nicht mehr.

Gruß,
Christian

Hi!

Limited bringt den Exitenzgründern ohne viel Kapital viele
Vorteile.

Deutlich mehr Nachteile für Existensgründer und Vorteile für zweifelhafte Berater!

Gruß
Falke

Hi Christian,

Was genau spricht gegen eine einfache Personengesellschaft für
einen Existenzgründer?

ganz einfach: Dann funktioniert die Sozialisierung des
Unternehmerrisikos nicht mehr.

Das mußt dir mir jetzt mal näher erklären oder habe ich einen Fröhlichkeitsanzeiger übersehen?

mfg Ulrich

Hi Ulrich,

ganz einfach: Dann funktioniert die Sozialisierung des
Unternehmerrisikos nicht mehr.

Das mußt dir mir jetzt mal näher erklären oder habe ich einen
Fröhlichkeitsanzeiger übersehen?

Nö, das ist so richtig. Wer ein Unternehmen unter der offensichtlich einzigen Prämisse gründet, für keine seiner Handlungen haften zu wollen (sprich die persönliche Haftungsmasse so klein wie möglich zu halten), glaubt a) nicht wirklich an seinen Erfolg und will b) alle anderen haften lassen, am besten vermutlich die Öffentlichkeit, da professionelle Gläubiger für dieses Spiel in der Regel zu intelligent sind.

Grüße
Jürgen

Guten morgen,

Das mußt dir mir jetzt mal näher erklären oder habe ich einen
Fröhlichkeitsanzeiger übersehen?

zu den großen Trends der letzten 25 Jahre gehört die Sozialisierung von Kosten und Risiken, d.h. deren Abwälzung auf andere insbesondere auf die Gesellschaft als ganzes. Da ist es nur konsequent, wenn letztlich auch Unternehmensgründer diesen Weg einschlagen: Vollständiges Abdrücken des Risikos auf andere aber ebenso vollständige Vereinnahmung der Gewinne aus der Veranstaltung.

An sich ein gute Ansatz, aber selten in dieser Form erfolgreich.

Gruß,
Christian

Hi Jürgen,

Nö, das ist so richtig. Wer ein Unternehmen unter der
offensichtlich einzigen Prämisse gründet, für keine seiner
Handlungen haften zu wollen (sprich die persönliche
Haftungsmasse so klein wie möglich zu halten), glaubt a) nicht
wirklich an seinen Erfolg und will b) alle anderen haften
lassen, am besten vermutlich die Öffentlichkeit, da
professionelle Gläubiger für dieses Spiel in der Regel zu
intelligent sind.

Soweit ACK. Der Umfang des Begriffes „Haftung“ scheint jedoch
nur wenigen so richtig klar zu sein.

Haftung ist nicht gleich Haftung ist nicht gleich Haftung.

Gläubigern kannst du entgehen, aber dem Finanzamt? Wie auch schon
geschrieben, ohne persönliche Bürgschaft wird eine Ltd kaum
Kredit erhalten.

Es wäre auch mal interessant, wie Lieferanten sich gegenüber
einer Ltd verhalten.

Würdest du einer „frischen“ Ltd mit 1 EURO Stammkapital Ware im
höheren 3 stelligen EURO Bereich auf Rechnung liefern?

mfg Ulrich

Verwirrt ich bin :wink:
Hi Christian,

An sich ein gute Ansatz, aber selten in dieser Form
erfolgreich.

Der Steuerzahler soll die Verluste auffangen, die Gewinne
aber das Konto des Unternehmers?
Hab ich das jetzt richtig verstanden oder stehe ich auf dem Schlauch?

Was den Trend betrifft, kann ich dir zustimmen. Der funktioniert
aber IMHO nur mit wirklich großen Summen. Für den Existenzgründer
mit schmalem Geldbeutel und ohne Wissen ist er unnerreichbar.

Zumal du bitte nicht vergessen darfst, daß ein Geschäftsführer in vielen
Dingen durchaus persönlich haftet.

mfg Ulrich

Hallo noch mal,

An sich ein gute Ansatz, aber selten in dieser Form
erfolgreich.

Der Steuerzahler soll die Verluste auffangen, die Gewinne
aber das Konto des Unternehmers?

der Grundgedanke der Ltd. ist, daß man ohne eigenes Kapital und ohne persönliche Haftung ein Unternehmen gründen kann, während bei einer GmbH wenigstens 25.000 Euro eigenes oder geliehenes Geld notwendig sind (letzteres privat aufgenommen, also ist man auch hier voll in der Haftung). Der persönliche Anreiz liegt bei der GmbH also zumindest schon mal darin, die 25.000 Euro nicht zu verlieren, während bei einer Ltd. praktisch nichts auf dem Spiel steht. Aus einzelwirtschaftlicher Sicht ist dies zusätzlich zu begrüßen, weil eine Ltd. meist von Wirtschaftsanalphabeten gegründet wird, die im Brett Steuer nach einem halben Jahr anfragen, was denn unter einer Umsatzsteuervoranmeldung zu verstehen sei. Die Wahrscheinlichkeit, daß eine Ltd. in die Grütze geht, ist also vergleichsweise groß.

Natürlich ist es richtig, daß ein Lieferant, der ansatzweise bei Verstand ist, nicht in wesentlichem Umfang in Vorleistung treten wird. Aber einerseits gibt es genug Lieferanten, die nicht bei Verstand sind, andererseits laufen auch andere Verbindlichkeiten auf, so zum bei den Ver- und Entsorgern, bei Vermietern und beim Finanzamt. Wenn die Sache dann den Bach runtergeht, gibt es bestenfalls noch einen zwei Jahre alten PC zu verwerten während der Unternehmer daneben steht und mit den Schultern zuckt.

Das meinte ich damit, daß das unternehmerische Risiko weggedrückt wird. Zahlen müssen andere, d.h. im Falle von Steuerausfällen der Steuerzahler oder in anderen Fällen die übrigen Kunden des jeweiligen Lieferanten.

Was den Trend betrifft, kann ich dir zustimmen. Der
funktioniert
aber IMHO nur mit wirklich großen Summen. Für den
Existenzgründer
mit schmalem Geldbeutel und ohne Wissen ist er unnerreichbar.

Würde ich so nicht sagen.

Zumal du bitte nicht vergessen darfst, daß ein Geschäftsführer
in vielen
Dingen durchaus persönlich haftet.

Schon klar, aber nicht für gewöhnliche Verbindlichkeit, die im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebes eingegangen werden.

Gruß,
Christian

Nicht mehr verwirrt ich bin. :wink:
Hi Christian,

das paßt.

mfg Ulrich

Hallo!

ich habe im Fernesehen einen :sehr interessanten Beitrag zu
Unternehmensgründung GmbH und :Limited gesehen und diese
Limited bringt den :Exitenzgründern ohne viel :Kapital viele Vorteile.

Trotz längeren Nachdenkens komme ich nicht weiter. Deshalb bitte ich Dich, mir einen einzigen der vielen Vorteile (gegenüber was eigentlich?) zu nennen. Wenn jemand schon für seine gewöhnliche Geschäftstätigkeit zu knapp bei Kasse ist, verstehe ich nicht, was eine Ltd. an diesem Zustand ändert. Vermutlich geht es um Haftungsbeschränkung. In Deutschland haften juristische und persönliche Personen mit allem, was sie haben. Wenn eine juristische Person offenkundig nichts hat, wird auch niemand Lust haben, diesem Habenichts (Lieferanten-)Kredit zu geben. Also haftet der Gründer wieder persönlich. Wozu dann noch die dauernde Geldausgabe für die Strohmänner einer Ltd.?

Du sprichst von Ltd. binnen 24 Stunden. Einen Gewerbeschein für eine Einzelunternehmung zu besorgen, ist beim Gewerbeamt so ungefähr binnen einer halben Stunde erledigt und kostet den Gegenwert eines Mittagessens in eimem Mittelklasserestaurant. Einschließlich Mittagessen ist die Sache per Einzelunternehmen also deutlich schneller erledigt.

Jetzt warte ich gespannt auf Deine Antwort, in der Du mir die Vorzüge einer Ltd. verklickern wirst.

Gruß
Wolfgang

Hallo,

wenn man für eine Existenzgründung Geld braucht, bringt das überhaupt nichts, es sei denn, man plant von vornherein die Pleite. Ob man von der Bank Geld bekommt, hängt von der Geschäftsform allenfalls negativ ab: für so eine Limited gibt es wahrscheinlich keinen Pfennig.

Die Bank ist nur an Sicherheiten interessiert und wird sich, wenn nichts anderes verfügbar, das Privateigentum, z.B. das Eigenheim, als Sicherheit stellen lassen. Dagegen hilft auch keine Limited.

Gruss Reinhard

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Christian,

Du bisch ja e Kommanischt! Besternten Dank, so schön war’s selten zu lesen.

Gruß Ralf

diese Empfehlung zeugt von einem bösen Kismet!

gruss
local

Hi Me myself and I!

Warum widerlegst du die zig Gegenpositionen? Schließlich hast du den Link ja wohl aus Überzeugung gepostet!

Falke

Hi an alle ExistenzgründerInnen,

es ist relativ schwierig in der in Deutschland überhitzt und vorurteilsbehafteten geführten Diskussion zu diesem Thema einigermaßen neutrale Infos zu finden. die negativantworten, die du bislang bekommen hast, sind auch keine sondern nur die - allerdings verständliche gegenreaktion auf die effekthaschende werbetrommel der gründungsagenturen.

meine tips sind:

degehard, die Ltd. in Deutschland
tom schlesinger, die clever-gmbh

und die letzte ausgabe des kapitalanlegermagazines: fuchsbriefe, die auf 60 seiten einigermaßen fundiert sämtlich vor- und nachteile ausländischer rechtsformen gegenüber der gmbh beleuchtet.

meine eigene meinung ist die, dass es auf lange sicht (2-5 jahre), es zu irgendeiner form der vereinheitlichung des rechts der kapitalge-sellschaften mit beschränkter haftung auf Eu-Ebene kommen wird. diese wird entweder über eine eu-richtlinie passieren oder über den sich durch die ltd bereits andeutenden dellaware-effekt mit bezug auf uk oder spanien. das deutsche gmbhg ist momentan für diesen wettbewerb der rechtsordnungen aus verschiedenen gründen sehr schlecht gerüstet und das hat mittlweile auch die regierung erkannt, die an einer reform bastelt.

mfg A.