Gründung einer Kneipe mit 18?!?

Hallo,
ich bin 18 Jahre alt und bald fertig mit meinem Abi, bevor ich studieren gehe möchte ich gerne in meiner relativ kleinen Stadt eine Kneipe eröffnen…Vom Prinzip her bin ich mir sicher, dass der Laden laufen würde. Ich habe allerdings das Problem, dass ich niemanden aus der Gastronomie Branche kenne und die einzigste Möglichkeit Informationen zu finden das Internet ist (und noch nicht einmal dort find ich viel). Wäre sehr froh wenn mir hier im Forum jemand mit praktischen Tipps oder so etwas ähnlichem helfen könnte… :smile: Danke im Voraus

P.S.: ganz so naiv wie ich mich im Beitrag anhör bin ich nicht (finanzielle Seite z.B. ist abgesichert)

Auch hallo.

Also ich kenne einen mit einer Kneipe.
Der hat sich ein entsprechendes Gebäude gemietet und setzt auf junge Kundschaft. Und das mit grossem Erfolg. Zum Ambiente zählen z.B. Billard, ein Dartspiel, Internetzugang,… Essen und Trinken natürlich auch.
Und speziell zur Fussball WM wittert er das grosse Geld :smile:

HTH
mfg M.L.

***Blogbeitrag wg. Fussball-WM und Überwachung***
http://www.die.de/blog/PermaLink.aspx?guid=c4a948dc-…

Hallo, ich würde mich mal bei der IHK informieren, insbes. wegen der Schanklizenz (Alkohol), dort musst du sowieso erst einen kurs für die Genehmigung (Genehmigngspflichtiges Gewerbe) absolvieren. Und dann musst du noch diese Belehrung beim Gesundheitsamt über dich ergehen lassen.
Das ist eigentlich alles, wo ich Probleme mit dem Alter sehe, zur Not kann man ja auch Papi als Besitzer vorschieben und den Laden trotzdem selbst schmeißen.
Ansonsten Viel Glück, ich hoff du hast die Gegend gut ausgelotet, dass dort wirklich noch eine kneipe fehlt (und dass dort keine Revierstreitigkeiten bestehen), sonst bis du bald wieder weg vom fenster.
Susanne

Hallo.

Einen Aspekt bei der Eröffnung oder Übernahme einer Kneipe möchte ich Dir denn doch nicht vorenthalten :

Das hochgepubelte Ehrikum einer Kneipe ist meist bunt gemischt (soll ja auch). Das bedeutet aber, dass Du, gerade am Anfang, auch mit Gästen rechnen musst, die nicht so ganz in eine zivilisierte Beize passen. Sprich, Schläger und Randalierer, aber auch einfach unangenehme Zeitgenossen.

Bist Du in der Lage, mit solchen fertig zu werden, bzw. will jemand mit Dir zusammen die Kneipe betreiben, der dazu in der Lage ist? Verfügst Du über das Auftreten, um einen dreiviertelvollen, nicht mehr auf Argumente reagierenden Gast notfalls auch rauszuwerfen? Was passiert, wenn so jemand in Deinem Laden randaliert?

Wenn Du ein feststehendes Konzept dafür hast, wer in Deiner Kneipe gern gesehen ist und wer nicht, musst Du auch fähig sein, dieses Konzept entsprechend durchzusetzen. Das geht nur teilweise über das gebotene Ambiente und den Preis, vor allem aber über das persönliche Auftreten und Konsequenz in der Einhaltung der selbst festgelegten Standards.

Diese Aspekte sind nicht allein wichtig, damit Du körperlich halbwegs unversohren bleibst (was natürlich auch eine gewisse Wichtigkeit hat), sondern auch, damit Deine Kneipe nicht in kürzester Zeit den Ruf einer üblen Kaschemme bekommt, die man nur mit PSA und bewaffnetem Begleitschutz aufsuchen kann. Einen solchen Ruf wirst Du nämlich nicht mehr los, oder zumindest erst in einem Vielfachen der Zeit, die Du benötigtest, Dir diesen aufbauen zu lassen.

Und wenn ich dann sehe, dass Du 18 und w bist, wirst Du nicht allein mit Verbalattacken (mit denen Du als angehende Psychologin vielleicht sogar noch fertig würdest [notfalls durch finales Totsabbeln *g*]), sondern auch mit körperlichen Bedrohungen umgehen müssen. Das soll nicht heißen, dass Du erst ein vollständiges Einzelkämpfertraining brauchst; aber in die Richtung denke ich schon.

Noch was, aus der gleichen Ecke : So Du Dich in einer größeren Stadt niederlassen möchtest, denke auch an die Möglichkeit freundlicher Besucher mit Schutzangeboten, sowie an Ein- bzw. Multibrecher. Mangels Kristallkugel ist mir natürlich Dein Standort nicht bekannt, aber mir fallen in Hessen gleich einige Orte ein, an denen eine Kneipistin mit derlei Dingen massiv konfrontoren werden könnte.

Aus meiner persönlichen Erfahrung : Wirte sind im allgemeinen Leute, die gut zuhören können, die aber oft verzweifelt jemanden suchen, den sie selbst auch mal vollheulen können. Hast Du selbst die psychische Stabilität, Dir über einen längeren Zeitraum Abend für Abend von Leuten, die entweder von Haus aus dummes Zeug erzählen oder aber alkoholinduziert dazu neigen, Knöpfe in beliebiger Menge an die Backe schwallen zu lassen? Klar ist das eine prima Vorbereitung auf ein Psychologiestudium - aber als Wirtin kannst Du nicht, was Du als Bedienung könntest, abhauen, wenn es Dir zu viel wird … Stell Dir vor, ich säße bei Dir am Tresen und redete so, wie ich hier schrub, auf Dich ein, und zwar stundenlang und auf lijjafjanejjäpp*hick*chen … um ein Uhr, wenn Du die Hocker hochstellst, bekäme ich verliebte Anwandlungen … ich wäre zwar Stammgast, aber erstens voll, zweitens Dummschwätzer und sähe drittens aus wie Frankensteins unveröffentlichter Vorversuch … hältst Du das aus? Nacht für Nacht? Monate- oder gar jahrelang?

Denk mal drüber nach.

Gruß kw

Hallo Ulrike,

hast Du die Schutzgeldthematik am Standort schon geklärt?

Schöne Grüße

MM