in meinem Bekanntenkreis möchte jemand eine englische Ltd. gründen und in Deutschland seinen Sitz haben! Das das geht, ist ja nichts neues - mir scheint das allerdings eine Art Modeerscheinung zu sein?
Vielleicht kann mir mal jemand sagen, wo denn der Haken hängt? Ein Euro Grundkapital, keine Umsatzsteuer in D… etc.!
Außerdem würd mich mal interessieren, wie das in der Praxis gehandhabt wird? Braucht man ein Konto in GB? Wie zahlen meine Kunden? Fragen über Fragen…
Ich kann einfach nicht glauben, dass das alles keinen Haken hat, aber finden kann ihn auch keiner!
Vielleicht kann mir hier jemand mal sagen, wo die Probleme liegen, worauf geachtet werden muss und wie das so ablaufen kann??
Ich kann einfach nicht glauben, dass das alles keinen Haken
hat, aber finden kann ihn auch keiner!
Man muss nach den englischen Regeln diverse Jahresabschlussberichte (in der Richtung Umsatz und Steuern) in England abliefern. Das bricht realtiv plötzlich über viele herrein.
in meinem Bekanntenkreis möchte jemand eine englische Ltd.
gründen und in Deutschland seinen Sitz haben! Das das geht,
ist ja nichts neues - mir scheint das allerdings eine Art
Modeerscheinung zu sein?
Nein es ist eher eine alte bekannte Abzocke von sogenannten Gründungsberatungsfirmen, die sich die Formalitätenerledigung eine Menge Geld kosten lassen und ihre Auskunftsverweigerung hinter der Klausel „Keine Rechts- und Steuerberatung“ verbergen.
Vielleicht kann mir mal jemand sagen, wo denn der Haken hängt?
der Haken ist die absolute Kreditunwürdigkeit. die Unglaubwürdigkeit bei Lieferanten. der schlechte Ruf einer LtD. wenn sie nicht tatsächlich Tochter einer ausländischen Firma ist.
Ein Euro Grundkapital, keine Umsatzsteuer in D… etc.!
Das ist schonmal quatsch. 1. in england betzrägt das ganze 1 Pfund nicht euro. 2. Auf die Steuerlichkeit hat der Sitz der Gesellschaft keinen einfluß, sondern der Ort der leistung.
Außerdem würd mich mal interessieren, wie das in der Praxis
gehandhabt wird? Braucht man ein Konto in GB? Wie zahlen meine
Kunden? Fragen über Fragen…
Bei soviel Fragen dieser Art solltest du dich in die Steuer- und Rechtsfalle Ltd. nicht begeben.
Ich kann einfach nicht glauben, dass das alles keinen Haken
hat, aber finden kann ihn auch keiner!
wei alle vom Vorteil „kein gründugnskapital“ geblendet sind.
Vielleicht kann mir hier jemand mal sagen, wo die Probleme
liegen, worauf geachtet werden muss und wie das so ablaufen
kann??
nähere und endlose Diskussionen auch von anderen Experten, die keine Gründungsberatungsfirma im Nacken haben und hier dafür werben findest du in den FAQ oder im Archiv von wer-weiss-was.
Seit Jahr und Tag taucht das Thema Ltd in diesem Brett als Plage ähnlich Dünnschiß und Schnupfen regelmäßig auf. Im Archiv dieses Brettes wirst Du fündig.
Zu diesem Punkt
Ein Euro Grundkapital…
möchte ich trotzdem noch etwas sagen. Hast Du schon mal versucht, mit einem Euro oder einem britischen Pfund in der Tasche ein Unternehmen aufzubauen? Ganz unabhängig von der Rechtsform sind Miete, Fahrzeug, Telefon, Strom, Wasser und Müllabfuhr, Wareneinkäufe, Büro- und Geschäftsausstattung, der persönliche Lebensunterhalt, Gehälter, Sozialabgaben u. v. m. zu bezahlen. Eine Unternehmensgründung setzt also Geld voraus und zwar etliche Zehnerpotenzen mehr als 1 €. Und wer kein eigenes Geld hat, braucht Kredit und muß dafür kreditwürdig sein. Gehe mal zu einem Banker oder einem Lieferanten, erzähle von Deiner Ltd., erzähle auch, daß Du kein Geld hast und im übrigen auf gar keinen Fall für Dein Tun einstehen willst und bitte um (Lieferanten-)Kredit. Du brauchst etwas Geduld, um eine Antwort zu bekommen. Es wird nämlich dauern, bis sich Dein Gesprächspartner von seinem Lachanfall erholt hat. Dann - immer noch nach Luft schnappend - wird er Dich vor die Tür setzen.
Das Ganze ist eine blödsinnige Idee, nur nützlich, um ein paar windigen Vermittlern die Taschen zu füllen. Es gibt eine Ausnahme: Wenn jemand aufgrund einschlägiger Vorstrafen in D nicht als GF tätig sein darf oder von Gläubigern gejagt Strohmänner braucht, kann eine Ltd ein teurer, umständlicher, mit hohem Aufwand und etlichen Unwägbarkeiten verbundener Ausweg sein. Aber vielleicht merkst Du jetzt, welch toller Ruf der Sache voraus eilt. Vergiß es einfach!