Ich möchte mit zwei Partnern ein Unternehmen gründen. Wir
werden Tätig sein im EDV-Bereich. Das Problem welches wir
nicht lösen können ist folgendes: Einer der beiden ist
Kapitalgeber, die anderen zwei sind die Kreativen & die
Arbeitskräfte.
Ich gehe einfach mal davon aus, daß du der Geldgeber bist. Wenn nicht, ist das Folgende einfach auf denjenigen umzumünzen.
Wie angedeutet, kommt das mit auf das vorhandene Kapital und den zu erwartenden Umsatz an. Ist eben ein Unterschied, ob du 5.000 oder 50.000 Kröten in das Geschäft stecken willst. Wenn genug Geld da ist, prüft mal die Einrichtung einer GmbH (&Co (KG)).
Reine KG würde ich nicht nehmen, da die genau umgekehrt funktioniert: einer erledigt die „Arbeit“, der Rest gibt das Geld und hält ansonsten die Klappe.
Wenn Kapital, Umsatz und Gewinn nicht so hoch anzusetzen sind, würde ich jedoch eine einfach GbR ins Auge fassen. Da ist per se gar nichts vorgeschrieben – ihr könnt und müsst einen detaillierten Vertrag ausarbeiten, wer welche Rechte und Pflichten hat, und wie das Geld aufgeteilt wird. Und, ganz wichtig: was passiert, wenn einer aussteigt, oder die GbR aufgelöst wird.
Weitere Möglichkeit, die aber mit einigen Fallstricken behaftet ist: du gründest ein Einzelunternehmen. Deine Partner melden sich als Freiberufler an (z.B. Software-Entwickler). Du erteilst ihnen Aufträge und gibst Vorschüsse, sie erledigen diese und schreiben dir Rechnungen. Du übernimmst wiederum den Vertrieb und was so dazugehört.
Aber: die Tätigkeit deiner Partner muss als „freiberufliche“ zulässig sein. Und ihr müsst aufpassen, daß das Ganze nicht als Scheinselbständigkeit ausgelegt wird. Sonst darfst du hinterher als de-Fakto Arbeitgeber für z.B. 1 Jahr die Sozialversicherung nachzahlen. Und das kann einem Gründer locker das Genick brechen.
Um diese Klippe von vornherein zu umschiffen, müsstest du (als Einzelunternehmer) deine Partner fest anstellen - zunächst vielleicht als „Teilzeit“ für 10€ pro Stunde. Wenn dann hinterher der Laden läuft, kannst du die Gehälter erhöhen und Gewinne als Weihnachtsgeld etc. ausschütten. Dabei geht natürlich immer ein Haufen für Sozialversicherung drauf.
Ds sind so die Möglichkeiten, die ich hier sehe. Empfehlen würde ich am ehesten die GbR, vorausgesetzt, ihr einigt euch über den Vertrag und die Aufteilung der Gewinne.