Gründung Slowakei/Ungarn

Hallo und guten Abend.

Ich plane die Gründung einer Filmproduktionsgesellschaft für Animation in der Slowakei oder Ungarn (Grenzgebiet Györ oder Bratislava). Mich schrecken aber hier in Deutschland die doch hohen Kosten ab (auch auf die Gefahr hin, hier einen Proteststurm ernten zu müssen). In dieser Branche ist es recht unerheblich vor Ort beim Kunden zu sein. Allerdings möchte ich meinen Hauptwohnsitz in Deutschland belassen und quasi hier eine Zweigstelle gründen. Jobs würden aber ausschliesslich in der Slowakei mit Partnern abgearbeitet.

Da meine angeheiratete Familie allesamt aus der Slowakei und Ungarn kommen, sind sprachliche und bürokratische Hürden kein Problem.

Meine Frage ist, ob jemand ähnliches schon gemacht hat und ob eine solche Konstellation überhaupt möglich ist, um möglichst kostengünstig für den Kunden zu agieren. Wie sieht es mit den Steuerberechnungen aus, wenn man in der Slowakei produziert, aber den Auftrag in Deutschland über eine Zweigstelle abrechnet? Oder braucht man in Deutschland überhaupt keine Dependance und kann direkt aus der Slowakei heraus die Firma leiten, seinen Wohnsitz aber weiterhin in Deutschland haben?

Sind teilweise recht naive Fragen, ich weiss. Aber bevor ich viel Geld für Berater ausgeben muss, kann mir hier vielleicht jemand die Richtung weisen.

Für Hilfe dankbar.

Gruss,

Simbabwe

Hallo …

diese Frage lässt sich ohne Kenntnis der näheren Umstände nicht beantworten, zumindest nicht so beantworten, wie Sie dies vielleicht erwarten würden.

Hier geht es um eine Vielzahl an Subventionen wie z.B. Beratungsförderung, Arbeitsförderung, Kooperationsförderung, Absatzförderung, Medienförderung, um nur einige zu nennen, die bei vernünftiger Planung länderübergreifend beantragt werden könnten.

Um solche Fragen jedoch beantworten zu können, bedarf es detaillierter planerischer Kenntnisse, die Sie hier am Board natürlich nicht geben können.

Wenn Sie etwas Vernünftiges aufbauen möchten, dann kommen Sie um die Hilfe von Experten an dieser Stelle nicht herum !

MfG
BEBOUB

grundsaetzlich bist du in d steuerpflichtig solange du hier einen wohnsitz hast.
es ist dann egal wo du deine kohle einfaehrst; evtl zieht dann ein doppelbesteuerungsabkommen,
d.h. die steuer, die du im ausland gezahlt hast, wird hier angerechnet.
irgendwann gabs aber mal einen erlass (1984?), nachdem du noch drei? jahre weiterhin hier in d steuerpflichtig bist nachdem du schon weg bist (ob das noch akut ist, weiss ich aber nicht).

warum willst du in d bleiben?
bratislava und umgebung sind doch auch sehr schoen, und man kann dort ganz gemuetlich wohnen. nutz die chance.
und slowakisch lernt sich leicht - ungarisch nicht.

alles gute - digi mit ein paar jahren in der gegend :smile:
迪特米克若迪格

hallo BEBOUB,…
ich spreche dich mal hier so locker an -
so wie das hier im forum ueblich ist.
eigentlich sollte das der mod tun,
aber der hat nicht immer die zeit dazu.

deine beitraege sind sehr praezise und erschoepfend;
ich danke dir dafuer.

du weisst, dass sich alles verbessern laesst.
also -
es nimmt dir hier niemand uebel, wenn du ihn mit ‚du‘ ansprichst.
ja, das wird sogar erwartet.
ist zu anfang schwierig, ich weiss,
aber nach dem dritten mal tuts nicht mehr weh :smile:
sei mir also willkommen im club der dutzer :smile:
nein, es hat nichts mit respektlosigkeit zu tun.

ob du konsequente kleinschreibung durchziehst,
das liegt auch bei dir.
manche werden dich dafuer anpoebeln, genau wie im echten leben.
ich praktiziere es hier seit ein paar jahren;
und es funktioniert einwandfrei.
aber achtung dazu, du kannst dir das dermassen angewoehnen,
dass du mit normaler geschaeftspost schwierigkeiten haben kannst.

gruss - digi
迪特米克若迪格

ps: gelegentlich treffen sich einige teilnehmer offen und locker persoenlich. schau mal in ‚Mitgliedertreffen‘ links oben im forum.

Zweiseiteige Betrachtung - Unternehmen/Einkommen
Hallo …

Sie legen das Augenmerk der Gründung auf die Versteuerung des privaten Einkommens. Dieses lässt sich jedoch durch die Art der Firmenkonstruktion mit gestalten, sodass dies nur ein Teilaspekt der Überlegungen sein darf.

Es stellt sich die Frage, was der Posterer tun möchte, welche Eigenmittel er einsetzen kann/muss und mit welchem Erfolg er rechnet. Dies kann man nur bewerten, indem man den Businessplan parallel zur Prüfung in Frage kommender Fördermittel erstellt und anhand mehrerer Alternativen Vorschläge erarbeitet.

So bedauerlich sich dies anhört, aber ein Patentrezept kann man dem Posterer hier nicht liefern, weil viel zu viel Informationen fehlen.

MfG
BEBOUB