Gründungsidee - wie Kontakte aufbauen

Hallo allerseits,

ich habe eine in der Form neuartige Geschäftsidee, die ich theoretisch alleine durchziehen könnte, aber ich könnte mir auch vorstellen, statt Mitarbeite aktive Gesellschafter zu beschäftigen, die auch bestimmtes, mir fehlendes KnowHow einbringen würden.

Dies wären zum einen Leute, die gut mit Kindern umgehen können, zum anderen Leute, die verhandeln können (kann ich absolut nicht) und natürlich wie immer BWL und Jura-KnowHow. Es wäre kein Problem, das Geschäft in mehreren deutschen Metropolbereichen parallel oder kurz nacheinander aufzubauen, so dass sich auch für alle genug Business ergeben dürfte.

Die Frage ist nur: wie kommt man an vertrauenswürdige Leute ran? Wieviel darf man erzählen? Wie verhindert man, das die Idee gestolen wird?

Danke
…Michael

Hallo Michael ,

  1. Frage ist - gibt es an deiner Geschäftsidee etwas schützens-wertes ( Patent - Gebrauchsmuster - Geschmacksmuster etc. )
    ansonsten kann man nur versuchen mit Geheimhaltungsvereinbarungen etc. zu arbeiten .

  2. Frage suchst du Mitarbeiter ( mit Erfogsbeteiligung )? Gesellschafter - ( mit Kapitaleinsatz )? oder soll das eine Art Franchise werden ?

  3. Frage sollen die unter 2. gesuchten irgendwo „vor Ort sitzen“ oder wären sie ortsunabhängig ?

ich denke für eine einigermaßen sinnvolle Antwort bräuchte man noch nähere Infos zu den grundsätzlichen Rahmenbedingungen .

Gruß

HC

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Hallo Heiner,

  1. Frage ist - gibt es an deiner Geschäftsidee etwas
    schützens-wertes ( Patent - Gebrauchsmuster - Geschmacksmuster
    etc. )
    ansonsten kann man nur versuchen mit
    Geheimhaltungsvereinbarungen etc. zu arbeiten .

es ist nur die Idee, die ich gerne als erster implementiert hätte. Manchmal hilft ja zeitlicher Vorsprung. Schützenswert im Sinne von Patenten ist da nichts. Ich frage mich nur, wie wirksam eine Geheimhaltungsvereinbarung ist und vor allem, ob die jemand unterschreibt, bevor man ihm nicht wenigstens in etwa gesagt hat, worum es geht.

  1. Frage suchst du Mitarbeiter ( mit Erfogsbeteiligung )?
    Gesellschafter - ( mit Kapitaleinsatz )? oder soll das eine
    Art Franchise werden ?

Weiss ich noch nicht, aber es kam mir auch auf Arbeitsteilung an. Ich könnte mir auch beides gemischt vorstellen: Also ein Geschäft mit einigen Mit-Gesellscahftern aufbauen und dann in anderen Städten Franchise anbieten.

  1. Frage sollen die unter 2. gesuchten irgendwo „vor Ort
    sitzen“ oder wären sie ortsunabhängig ?

Da ich mit virtuellen Unternehmen schon Erfahrung habe, wären die KnowHow-Träger auch verteilt denkbar. Aber ich denke auch daran, die Mitrabeiter selbst zu Gesellschaftern zu machen, die müssten vor Ort sein.

Alles Gute wünscht
…Michael

Hallo Michael ,

Hallo Heiner,

  1. Frage ist - gibt es an deiner Geschäftsidee etwas
    schützens-wertes ( Patent - Gebrauchsmuster - Geschmacksmuster
    etc. )
    ansonsten kann man nur versuchen mit
    Geheimhaltungsvereinbarungen etc. zu arbeiten .

es ist nur die Idee, die ich gerne als erster implementiert
hätte. Manchmal hilft ja zeitlicher Vorsprung. Schützenswert
im Sinne von Patenten ist da nichts.

der sog. First Mover -Effekt hält sicher nur eine begrenzte Zeit den Wettbewerb ab . Wenn es nichts gibt was andere nicht auch könnten ( unter Umständen mit Know-How oder Kapital ) . Wenn die Idee gut und erfolgreich ist wird sie sowieso über kurz oder lang kopiert. Hier hilft nur eine sehr saubere Vorarbeit und daraus resultierend eine kurzfristige und umfassende Besetzung der relevanten Marktpositionen - in der Regel mit entsprechendem Kapitaleinsatz .

Ich frage mich nur, wie
wirksam eine Geheimhaltungsvereinbarung ist und vor allem, ob
die jemand unterschreibt, bevor man ihm nicht wenigstens in
etwa gesagt hat, worum es geht.

in vielen Bereichen sind Geheimhaltungsvereinbarungen absolut üblich. Beispiel : Jemand hat eine tolle Idee für ein Internetprojekt und braucht entsprechendes Venture Capital . Er marschiert also mit seinem Business-Plan zu einem VC und lässt sich vorab eine Geheimhaltungsvereinbarung unterschreiben. das ist in diesem Business täglich üblich. Wenn sie entsprechend aufgesetzt ist bietet sie zumindest einen gewissen Schutz.Jemand der keine üblen Hintergedanken hat dürfte mit so einer Vereinbarung auch kein Problem haben.
Um das ganze jedoch am Anfang nicht zu hoch aufzuhängen kannst nur du beurteilen wieviel von deiner Idee oder dem Kernpunkt du einem Dritten erläutern kannst ohne direkt alles komplett offen zu legen oder wie man man das ganze in groben Zügen darstellen kann.( Tip - versuche mal deine Konzeption auf einer halben DIN A4 Seite zusammenzufassen.)

  1. Frage suchst du Mitarbeiter ( mit Erfogsbeteiligung )?
    Gesellschafter - ( mit Kapitaleinsatz )? oder soll das eine
    Art Franchise werden ?

Weiss ich noch nicht, aber es kam mir auch auf Arbeitsteilung
an. Ich könnte mir auch beides gemischt vorstellen: Also ein
Geschäft mit einigen Mit-Gesellscahftern aufbauen und dann in
anderen Städten Franchise anbieten.

Hier kommt es darauf an was du willst - bzw. in Abhängigkeit von der Idee wie es sinnvoll wäre.
Mitarbeiter mit Erfogsbeteiligung zu finden müsste machbar sein .
Gesellschafter sollten auf jeden Fall einen zusätzlichen merklichen Kapitaleinsatz mitbringen . Meine Erfahrungen in diesem Bereich lehren ,dass diese Gesellschafter sonst sehr gerne „träge“ werden.( Laß die anderen mal machen ich komme dann zum kasieren bzw. ich habe ja nichts zu verlieren)
Bei Franchise mußt du sicherlich neben „nur der Idee“ zum einen erst einmal an einigen Stellen beweisen dass es erfolgreich ist und klappt , und zum anderen über die Idee hinaus auch entsprechende Zusatzleistungen und Vorteile , Dienstleistungen, know-how für die Franchisenehmer bieten.

  1. Frage sollen die unter 2. gesuchten irgendwo „vor Ort
    sitzen“ oder wären sie ortsunabhängig ?

Da ich mit virtuellen Unternehmen schon Erfahrung habe, wären
die KnowHow-Träger auch verteilt denkbar. Aber ich denke auch
daran, die Mitrabeiter selbst zu Gesellschaftern zu machen,
die müssten vor Ort sein.

Was ist für die Idee wichtiger im Bezug auf die Mitarbeiter/ Gesellschafter - Know -how/ Qualifikation oder vorhandenes Kapital . Es ist meist nicht beides gleichzeitig vorhanden .

Frohe Ostern

Gruß

HC

Eine andere Möglichkeit, die mir einfallen würde, wäre zum Beispiel:
Statt Mitarbeiter eine andere Firma zu suchen, die dir auf Basis eines Projektvertrages hilft. Du müsstest natürlich dazu auch eine ein/zwei-Mannfirma finden, mit größeren wird das schwierig.

Lass diese Firma für dich Teile entwickeln, auf Basis eines Projektvertrags. Die Geheimhaltung kann noch extra im Vertrag festgelegt werden, so dass die Firma das nicht selbst machen oder weiterverkaufen kann. Die Bezahlung kannst du dann vielleicht so regeln, dass du keinen Festpreis zahlst, oder nur einen sehr kleinen und dann anteilig Gewinne zahlst.

Wenn du so eine Firma erst mal gefunden hast und die zusammenarbeit klappt, kann man sich leicht enger zusammenbinden.

War nur so ne Idee, geht natürlich wie gesagt hauptsächlich bei sehr kleinen jungen Unternehmen. Wenn mein Zwei-Mann-Unternehmen nicht im Moment total ausgelastet wäre, dann hätte ich an sowas schon Interesse.

Frage bleibt: Wo/Wie findet man solche Firmen?

Ralph

Hallo Ralph,

für meine Geschäftsidee ist dein Vorschlag nicht machbar, aber für andere ist dieses Outsourcing, das ist es ja, sicher ein guter Weg.

Alles Gute wünscht
…Michael