hallo,
was sollte man im kleinen HeimGarten anbauen mal nur finanziell gesehen?
danke
Friedrich
PS:http://www.wdr.de/radio/wdr2/_m/images/upload/westze…
was sollte man im kleinen HeimGarten anbauen mal nur
finanziell gesehen?
Hallo, Friedrich,
kommt sehr auf die Größe an. Auf jeden Fall Salat, Gurken, Karotten, Kohl. Ob man bei den Vergleichspreisen im Supermarkt noch Zwiebeln, Bohnen oder Erbsen anbauen will ist zu überlegen. Auch mit Tomaten kann man in schlechten Sommern Pech haben, die kauft man dann besser. Wenn Platz genug ist und der Boden es zuläßt, sind Kartoffeln sicher bedenkenswert. Auch ein paar Beerensträucher (Johannis-/Stachelbeeren) finden vielleicht in einer Ecke noch Platz. Auch ein paar Erdbeerpflanzen kann man irgendwo unterbringen.
Es ist immer sehr abhängig von den Bodenverhältnissen, dem zur Verfügung stehenden Platz und nicht zuletzt vom Wetter.
Gruß
Eckard
Kartoffeln?
Hi auch!
Also ich habe mich entschieden, vor allem frisch zu verspeisende und schwer zu bekommende oder teuer zu erstehende Gemüsesorten anzubauen:
Keine Rote Beete, kein Kohl, keine Kartoffeln etc, die kauf ich beim Bauern billiger und auch lecker. Der lagert sie mir auch viel besser über den Winter 
Sondern: Salate (versch. Sorten übers Jahr verteilt), Radieschen, Kräuter und nochmal Kräuter (Koriander!), Zuckerschoten, Erbsen, Bohnen, Kohlrabi, Physalis (in Kübeln zum Naschen), Ölkürbis (experimentell), Hokkaido-Kürbis und eine große Sorte zum Schnitzen (mal sehen, wo der Platz hat), evtl. noch so asiatisches Grünzeug, so zum Spaß (aus der Sonne frisch gepflückt schmecken Tomaten einfach einmalig) eine Tomatenstaude im Topf. Hab bestimmt noch was vergessen.
Ein paar Beerensträucher (nicht unbedingt zum Bevorraten, sondern zum sofort verspeisen). Und jetzt pflanzen wir noch als Zier- und Nutzstrauch einen Holunder ‚Haschberg‘.
Ich möchte auch nochmal anregen, schöne Gemüsesorten durchaus auch ins Blumenbeet zu setzen!
Viel Erfolg
kernig
Hallo jpg,
ich hab ettliche Beerensträucher (Johannis-, Stachel-, Josta- und Himbeersträucher) im Garten stehen. Dazu pflanze ich jedes Jahr Stangenbohnen und Zwiebeln.
Zu mehr hab ich leider keine Zeit.
Gandalf
Servus,
da ich kein brauchbares Kostenrechnungssystem für mein Gütle etabliert habe, ist das jetzt ein bissel geschätzt.
Grundsätzlich sekundiere ich kernig - es gibt nicht vieles, was im Garten „rentabel“ zu machen ist, wenn man Marktpreise zugrunde legt. Es gibt einiges, was deswegen interessant ist, weil es auf dem Markt nicht zu bekommen ist: Z.B. ausgereifte Cantaloupe-Melonen - sind aber jedes Jahr ein Glücksspiel, auch im Oberrheingraben. Auch Gemüse, die nicht mehr angebaut werden, wie Strunksalat (die dicken, fleischigen Stiele der knospenden Blütenstände werden als Gemüse zubereitet), oder solche, die auf dem Markt kaum in ordentlicher Qualität zu bekommen sind - Butterkohl, Rucola, viele Blattsalate, Radieschen, Monatserdbeeren (besonders die delikaten weißen, die schon bei zwei Stunden zwischen Ernte und Verzehr nicht mehr viel hergeben); ferner Tomaten, Paprika, auch Auberginen. Sogar solche Massengemüse wie Gurken und Zucchini kann man in Eigenbau anders haben als es sie zu kaufen gibt (wenn ich mir die traurigen „Baby-Zucchini“, am End noch aus Kenia eingeflogen, mit denen vergleiche, die ich auf dem Tisch habe, wenn sie vor einer Viertelstunde noch gequiekt haben, denke ich schon, dass das rentabel genannt werden kann).
Rein rechnerisch rentabel täte ich nennen:
Erbsen, Bohnen, Feldsalat (wenn man mit niedrigen Opportunitätskosten der Zeit rechnet - der Zeitaufwand macht sie auf dem Markt teuer); Physalis (ist von deutschen Anbauern kurioserweise noch nicht entdeckt worden); Knoblauch (ich weiß nicht, warum der auf dem Markt so ein Heidengeld kostet - der finanzielle Aufwand für Eigenbau liegt in der Nähe von Null), Topinambur (dito - ist aber nix für einen kleinen Garten, man kriegt ihn kaum wieder weg, wo er einmal steht.
Ich bin nicht sicher, ob man den Ansatz „was ist rentabel?“ konsequent verfolgen kann, weil der Aufwand für Pflanzenschutz, Bodenbearbeitung, teils auch Düngung bei Mischkultur vieler Arten und einer weiten Fruchtfolge abnimmt. So täte ich z.B. Dicke Bohnen wahrscheinlich gar nicht zum Essen kaufen, aber weil ich sie als Stickstoffsammler und zur Bodendurchwurzelung sowieso brauche, ernte ich sie dann halt auch. Auch Mangold und (falls er denn mal aufzulaufen geruht) Spinat sind halt da, weil sie für den Rest des Gartens wichtig sind, so dass man ihnen auf diese Weise sehr niedrige Kosten zurechnen kann.
Wieauchimmer: In jedem Fall ist der Aufbau eines Gärtleins mit langfristiger Perspektive „Rentabilität“ allein schon wegen der Humuswirtschaft, die eine langfristige Sache ist, ein travail de Bénédictins - ich selber habe mir den Horizont gesetzt, dass das Gütle etwas abwerfen sollte, wenn ich in 20 Jahren dereinst mal keine Rente bekommen werde…
Schöne Grüße
MM