Grund der Judenverfolgung

Profs Dahrendorf/Gellatly /Weizaecker sehen das

…nicht verkneifen!:smile:))

…anders !

Achja- Du hast DAS ja studiert - sollten diese hochanerkannten Prof’s bei dir mal nachfragen ?

Ich schließe mich erstmal Mike vollinhaltlich an. Thanx für
deinen Beitrag, Mike:smile:))

…denn…du liebe guete - zeigt sich nun wes geistes kind…DU und viele WIRKLICH sind :smile:))

Fakten again fuer den deutschen sonderweg hin zum judentrieb

Nicht nur Ralf Dahrendorf - hochangesehner Prof. der Soziologie -sieht es so - im Spiegel-Interwiev .

sondern Prof. Gellately anerkannter Holocoust-Forscher

FEUILLETON Freitag, 9. März 2001

Suedd. Ztg. Seite 18 / Deutschland Seite 18 / München Seite 18

Guter Diktator

Robert Gellatelys Buch über Hitler
und die deutsche Ordnungsliebe

Die Frage, ob er sich als Element einer Holocaust-Vermarktung fühle, drängt sich auf – Robert Gellately blickt einen keineswegs erstaunt an bei seiner Antwort.

Das sei gegenwärtig wohl nicht zu vermeiden, sagt der aus Kanada stammende Holocaust-Forscher. Gegenwärtig heißt: im Hinblick auf die Kontroversen, die Norman Finkelstein ausgelöst hat mit seiner Polemik über die „Holocaust-Industrie“.

Peter Novicks Buch zum gleichen Thema sei sowieso besser und bedeutender, sagt Gellately. Und zu Finkelstein fällt ihm die Sottise ein: „Es gibt ja auch die Freiheit, geschmacklos zu sein. “

„Backing Hitler: Consent and Coercion in Nazi Germany“, heißt das nun in London vorgestellte Buch des an der Clark University in Massachusetts lehrenden Wissenschaftlers, dessen Laufbahn unter anderem über die London School of Economics, die Humboldt-Stiftung und verschiedene amerikanische Universitäten führte. Ausführlich belegt Gellatelys Studie die genau recherchierte Tatsache, dass es von 1933 an sehr viele Zeitungsartikel in Hitler-Deutschland gegeben hat, die sich sowohl mit der Gestapo, mit der Verfolgung von Abweichlern und mit Konzentrationslagern befassten als auch mit der Säuberungspolitik der Behörden, die arbeitsscheue Elemente von der Straße haben und sie umerziehen wollten.

Das konnten die Bürger wissen, sagt Gellately, und sie hätten es wissen sollen.

Vor allem aber: Hitlers Maßnahmen kamen den auf Ordnung und Sauberkeit bedachten deutschen Bürgern sehr wohl entgegen – nicht wenigen erschien Hitler als guter Diktator.

Gellatelys Recherchen in archivierten lokalen und nationalen Nazi-Zeitungen widerlegen diejenigen, die hinterher behaupteten, „sie hätten nichts gewusst“.

Über die Reichhaltigkeit seiner Funde sei er selbst erstaunt gewesen, meint der Autor. Mehr als der lange schwelende Antisemitismus der Deutschen, den Goldhagen für die Zustimmung zu Hitlers Rassen- und Ausrottungspolitik verantwortlich macht,

war es für Gellately jene Zustimmungsbereitschaft der Ordnungsliebenden, die schließlich in deren zunehmende „moralische Desensibilisierung“ mündete.

Nach wie vor ein Thema

„Backing Hitler“: Der Guardian stellte Gellatelys Buch in einem großen Artikel vor mit dem Hinweis auf eine Präsentation in Londons „Wiener Library“. Worauf die Anfragen und Zusagen derart massenhaft eintrafen, dass das Fassungsvermögen der ehrwürdigen Archivräume fast gesprengt wurde.

Bei Waterstone’s, einer der großen Londoner Buchhandelsketten, hat Gellately auch gelesen, und an der Universität von Southampton wird er einen Vortrag halten. Der Verlag Oxford University Press organisiert die Veranstaltungen, der Autor geht auf Reisen und wirbt für sein Werk. – business as usual eben.

Erstaunlich ist dabei allerdings, dass das spröde Thema Holocaust, das nach Meinung vieler schon fast bis zum Überdruss analysiert und kommentiert worden sei, einmal mehr solchen Zulauf findet.

In der Wiener Library, wo Gellately als junger Student gearbeitet hat, wurden die üblichen Häppchen serviert, und nach dem gebührenden Verweis darauf, dass dies eigentlich ein schmerzlicher Anlass sei, wurden sie gerne verzehrt. Das gehört zum Event-Charakter solcher Präsentationen, der mittlerweile auch den Holocaust erfasst hat.

Gewiss, noch ist nicht klar, wie viele Leser – vor allem: wie viele sorgfältige Leser – das Buch am Ende wirklich finden wird. Einige Kritiker, die die Lektüre schon hinter sich haben, urteilten positiv: Zwar sei nicht neu, was Gellately sage, so die vorherrschende Meinung, doch entscheidend sei hier das reichhaltige Material und die Gründlichkeit der Auswertung.

In deutscher Übersetzung wird der „neue Gellately“ – um im Vermarktungsjargon zu bleiben – auch bald erscheinen; die Verhandlungen laufen. Zumindest in Fachkreisen ist der Autor hier ohnehin kein Unbekannter mehr; sein Werk „Die Gestapo und die deutsche Gesellschaft“ ist 1994 bei Schöningh verlegt worden.

Gellately wies da nach, wie häufig und vor allem wie freiwillig deutsche Menschen diejenigen bespitzelt und denunziert haben, die ihnen missfielen, auf die sie eifersüchtig waren, die sie loswerden wollten. Freunde, Nachbarn, Ehepartner, Vorgesetzte wurden angeschwärzt, quer durch Schichten und Generationen. Ohne diese Hilfe hätte die Gestapo nicht so effektiv sein können.

Mit fast freudigem Forschereifer sieht Gellately nach wie vor viele Fragen zum Thema „Die Deutschen und ihr Nationalismus“ offen. Soweit es sein vorsichtiger Sarkasmus ahnen lässt, steht er allerdings einem nur auf Einzelprojekte fixierten Forschungseifer skeptisch gegenüber. Sein ausdrückliches Lob gilt dagegen den Arbeiten junger deutscher Studenten, die beispielsweise zu erkunden suchten, wie am eigenen Heimatort Arbeitslager organisiert worden seien.

Wobei Gellately es unvermeidlich findet, dass unser Verhältnis zur Erinnerung einem laufenden Veränderungsprozess unterworfen sei. Ebenso unvermeidlich, auch wenn sich an deren gegenwärtiger Form manches aussetzen ließe, sei aber auch die Auseinandersetzung mit der Holocaust-Industrie.

Im übrigen, Finkelstein hin, Finkelstein her: Der Lehrstuhl der Clark University, an dem Gellately arbeitet, ist nach dem Bankier David Straßler benannt, der für die Holocaust-Forschung viel Geld zur Verfügung gestellt hat.

Auch so etwas verpflichtet schließlich.

BIRGIT WEIDINGER ( Suedd.Ztg.)

Sicher weisst Du wiederum alles besser- achja- Du hast ja DAS ja studiert -mag ja sein - dass der Holocoust Forscher Prof. Gellately bei dir mal nachfragt?

Auszug aus Richard von Weizaeckers Rede am 8.Mai.

Er spricht aus Uberzeigung von MASSENWAHN …

Auf dem Weg ins Unheil wurde Hitler die treibende Kraft. Er erzeugte und er nutzte Massenwahn. Eine schwache Demokratie war unfähig, ihm Einhalt zu gebieten. Und auch die europäischen Westmächte, nach Churchills Urteil „arglos, nicht schuldlos“, trugen durch Schwäche zur verhängnisvollen Entwicklung bei. Amerika hatte sich nach dem Ersten Weltkrieg wieder zurückgezogen und war in den dreißiger Jahren ohne Einfluß auf Europa.
Hitler wollte die Herrschaft über Europa, und zwar durch Krieg. Den Anlaß dafür suchte und fand er in Polen.
Am 23. Mai 1939 - wenige Monate vor Kriegsausbruch - erklärte er vor der deutschen Generalität: „Weitere Erfolge können ohne Blutvergießen nicht mehr errungen werden… Danzig ist nicht das Objekt, um das es geht. Es handelt sich für uns um die Erweiterung des Lebensraumes im Osten und Sicherstellung der Ernährung … Es entfällt also die Frage, Polen zu schonen, und bleibt der Entschluß, bei erster passender Gelegenheit Polen anzugreifen … Hierbei spielen Recht oder Unrecht oder Verträge keine Rolle“.
Am 23. August 1939 wurde der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt geschlossen. Das geheime Zusatzprotokoll regelte die bevorstehende Aufteilung Polens.
Der Vertrag wurde geschlossen, um Hitler den Einmarsch in Polen zu ermöglichen. Das war der damaligen Führung der Sowjetunion voll bewußt. Allen politisch denkenden Menschen jener Zeit war klar, daß der deutsch-sowjetische Pakt Hitlers Einmarsch in Polen und damit den Zweiten Weltkrieg bedeutete. Dadurch wird die deutsche Schuld am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges nicht verringert. Die Sowjetunion nahm den Krieg anderer Völker in Kauf, um sich am Ertrag zu beteiligen. Die Initiative zum Krieg aber ging von Deutschland aus, nicht von der Sowjetunion.
Es war Hitler, der zur Gewalt griff. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges bleibt mit dem deutschen Namen verbunden.
Während dieses Krieges hat das nationalsozialistische Regime viele Völker gequält und geschändet.
Am Ende blieb nur noch ein Volk übrig, um gequält, geknechtet und geschändet zu werden: das eigene, das deutsche Volk. Immer wieder hat Hitler ausgesprochen: wenn das deutsche Volk schon nicht fähig sei, in diesem Krieg zu siegen, dann möge es eben untergehen. Die anderen Völker wurden zunächst Opfer eines von Deutschland ausgehenden Krieges, bevor wir selbst zu Opfern unseres eigenen Krieges wurden.
Es folgte die von den Siegermächten verabredete Aufteilung Deutschlands in verschiedene Zonen. Inzwischen war die Sowjetunion in alle Staaten Ost- und Südosteuropas, die während des Krieges von Deutschland besetzt worden waren, einmarschiert. Mit Ausnahme Griechenlands wurden alle diese Staaten sozialistische Staaten.
Die Spaltung Europas in zwei verschiedene politische Systeme nahm ihren Lauf. Es war erst die Nachkriegsentwicklung, die sie befestigte. Aber ohne den von Hitler begonnenen Krieg wäre sie nicht gekommen. Daran denken die betroffenen Völker zuerst, wenn sie sich des von der deutschen Führung ausgelösten Krieges erinnern.
Im Blick auf die Teilung unseres eigenen Landes und auf den Verlust großer Teile des deutschen Staatsgebietes denken auch wir daran. In seiner Predigt zum 8. Mai sagt Kardinal Meißner in Ostberlin: „Das trostlose Ergebnis der Sünde ist immer die Trennung“.

Die Willkür der Zerstörung wirkte in der willkürlichen Verteilung der Lasten nach. Es gab Unschuldige, die verfolgt wurden, und Schuldige, die entkamen. Die einen hatten das Glück, zu Hause in vertrauter Umgebung ein neues Leben aufbauen zu können. Andere wurden aus der angestammten Heimat vertrieben.
Wir in der späteren Bundesrepublik Deutschland erhielten die kostbare Chance der Freiheit. Vielen Millionen Landsleuten bleibt sie bis heute versagt. Die Willkür der Zuteilung unterschiedlicher Schicksale ertragen zu lernen, war die erste Aufgabe im Geistigen, die sich neben der Aufgabe des materiellen Wiederaufbaus stellte. An ihr mußte sich die menschliche Kraft erproben, die Lasten anderer zu erkennen, an ihnen dauerhaft mitzutragen, sie nicht zu vergessen. In ihr mußte die Fähigkeit zum Frieden und die Bereitschaft zur Versöhnung nach innen und außen wachsen, die nicht nur andere von uns forderten, sondern nach denen es uns selbst am allermeisten verlangte. Wir können des 8. Mai nicht gedenken, ohne uns bewußt zu machen, welche Überwindung die Bereitschaft zur Aussöhnung den ehemaligen Feinden abverlangte. Können wir uns wirklich in die Lage von Angehörigen der Opfer des Warschauer Ghettos oder des Massakers von Lidice versetzen?
Wie schwer mußte es aber auch einem Bürger in Rotterdam oder London fallen, den Wiederaufbau unseres Landes zu unterstützen, aus dem die Bomben stammten, die erst kurze Zeit zuvor auf seine Stadt gefallen waren! Dazu mußte allmählich eine Gewißheit wachsen, daß Deutsche nicht noch einmal versuchen würden, eine Niederlage mit Gewalt zu korrigieren.
Bei uns selbst wurde das Schwerste den Heimatvertriebenen abverlangt. Ihnen ist noch lange nach dem 8. Mai bitteres Leid und schweres Unrecht widerfahren. Um ihrem schweren Schicksal mit Verständnis zu begegnen, fehlt uns Einheimischen oft die Phantasie und auch das offene Herz.
Aber es gab alsbald auch große Zeichen der Hilfsbereitschaft. Viele Millionen Flüchtlinge und Vertriebene wurden aufgenommen. Im Laufe der Jahre konnten sie neue Wurzeln schlagen. Ihre Kinder und Enkel bleiben auf vielfache Weise der Kultur und der Liebe zur Heimat ihrer Vorfahren verbunden. Das ist gut so, denn das ist ein wertvoller Schatz in ihrem Leben.
Sie haben aber selbst eine neue Heimat gefunden, in der sie mit den gleichaltrigen Einheimischen aufwachsen und zusammenwachsen, ihre Mundart sprechen und ihre Gewohnheiten teilen. Ihr junges Leben ist ein Beweis für die Fähigkeit zum inneren Frieden. Ihre Großeltern oder Eltern wurden einst vertrieben, sie jedoch sind jetzt zu Hause.
Früh und beispielhaft haben sich die Heimatvertriebenen zum Gewaltverzicht bekannt. Das war keine vergängliche Erklärung im anfänglichen Stadium der Machtlosigkeit, sondern ein Bekenntnis, das seine Gültigkeit behält. Gewaltverzicht bedeutet, allseits das Vertrauen wachsen zu lassen, daß auch ein wieder zu Kräften gekommenes Deutschland daran gebunden bleibt. Die eigene Heimat ist mittlerweile anderen zur Heimat geworden. Auf vielen alten Friedhöfen im Osten finden sich heute schon mehr polnische als deutsche Gräber.
Der erzwungenen Wanderschaft von Millionen Deutschen nach Westen folgten Millionen Polen und ihnen wiederum Millionen Russen. Es sind alles Menschen, die nicht gefragt wurden, Menschen, die Unrecht erlitten haben, Menschen, die wehrlose Objekte der politischen Ereignisse wurden und denen keine Aufrechnung von Unrecht und keine Konfrontation von Ansprüchen wiedergutmachen kann, was ihnen angetan worden ist.
Gewaltverzicht heute heißt, den Menschen dort, wo sie das Schicksal nach dem 8. Mai hingetrieben hat und wo sie nun seit Jahrzehnten leben, eine dauerhafte, politisch unangefochtene Sicherheit für ihre Zukunft zu geben. Es heißt, den widerstreitenden Rechtsansprüchen das Verständigungsgebot überzuordnen. Darin liegt der eigentliche, der menschliche Beitrag zu einer europäischen Friedensordnung, der von uns ausgehen kann.
Der Neuanfang in Europa nach 1945 hat dem Gedanken der Freiheit und Selbstbestimmung Siege und Niederlagen gebracht. Für uns gilt es, die Chance des Schlußstrichs unter eine lange Periode europäischer Geschichte zu nutzen, in der jedem Staat Frieden nur denkbar und sicher schien als Ergebnis eigener Überlegenheit und in der Frieden eine Zeit der Vorbereitung des nächsten Krieges bedeutete.
Die Völker Europas lieben ihre Heimat. Den Deutschen geht es nicht anders. Wer könnte der Friedensliebe eines Volkes vertrauen, das imstande wäre, seine Heimat zu vergessen?
Nein, Friedensliebe zeigt sich gerade darin, daß man seine Heimat nicht vergißt und eben deshalb entschlossen ist, alles zu tun, um immer in Frieden miteinander zu leben. Heimatliebe eines Vertriebenen ist kein Revanchismus.

Stärker als früher hat der letzte Krieg die Friedenssehnsucht im Herzen der Menschen geweckt. Die Versöhnungsarbeit von Kirchen fand eine tiefe Resonanz. Für die Verständigungsarbeit von jungen Menschen gibt es viele Beispiele. Ich denke an die „Aktion Sühnezeichen“ mit ihrer Tätigkeit in Auschwitz und Israel. Eine Gemeinde der niederrheinischen Stadt Kleve erhielt neulich Brote aus polnischen Gemeinden als Zeichen der Aussöhnung und Gemeinschaft. Eines dieser Brote hat sie an einen Lehrer nach England geschickt. Denn dieser Lehrer aus England war aus der Anonymität herausgetreten und hatte geschrieben, er habe damals im Krieg als Bombenflieger Kirchen und Wohnhäuser in Kleve zerstört und wünschte sich ein Zeichen der Aussöhnung.
Es hilft unendlich viel zum Frieden, nicht auf den anderen zu warten, bis er kommt, sondern auf ihn zuzugehen, wie dieser Mann es getan hat. In seiner Folge hat der Krieg alte Gegner menschlich und auch politisch einander nähergebracht. Schon 1946 rief der amerikanische Außenminister Byrnes in seiner denkwürdigen Stuttgarter Rede zur Verständigung in Europa und dazu auf, dem deutschen Volk auf seinem Weg in eine freie und friedliebende Zukunft zu helfen.
Unzählige amerikanische Bürger haben damals mit ihren privaten Mitteln uns Deutsche, die Besiegten, unterstützt, um die Wunden des Krieges zu heilen. Dank der Weitsicht von Franzosen wie Jean Monnet und Robert Schuman und von Deutschen wie Konrad Adenauer endete eine alte Feindschaft zwischen Franzosen und Deutschen für immer.
Ein neuer Strom von Aufbauwillen und Energie ging durch das eigene Land. Manche alte Gräben wurden zugeschüttet, konfessionelle Gegensätze und soziale Spannungen verloren an Schärfe. Partnerschaftlich ging man ans Werk. Es gab keine „Stunde Null“, aber wir hatten die Chance zu einem Neubeginn. Wir haben sie genutzt, so gut wir konnten. An die Stelle der Unfreiheit haben wir die demokratische Freiheit gesetzt.
Vier Jahre nach Kriegsende, 1949, am 8. Mai, beschloß der Parlamentarische Rat unser Grundgesetz. Über Parteigrenzen hinweg gaben seine Demokraten die Antwort auf Krieg und Gewaltherrschaft im Artikel 1 unserer Verfassung: „Das deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.“
Auch an diese Bedeutung des 8. Mai gilt es heute zu erinnern.
Die Bundesrepublik Deutschland ist ein weltweit geachteter Staat geworden. Sie gehört zu den hochentwickelten Industrieländern der Welt. Mit ihrer wirtschaftlichen Kraft weiß sie sich mitverantwortlich dafür, Hunger und Not in der Welt zu bekämpfen und zu einem sozialen Ausgleich unter den Völkern beizutragen. Wir leben seit vierzig Jahren in Frieden und Freiheit, und wir haben durch unsere Politik unter den freien Völkern des Atlantischen Bündnisses und der Europäischen Gemeinschaft dazu selbst einen großen Beitrag geleistet.

Nie gab es auf deutschem Boden einen besseren Schutz der Freiheitsrechte des Bürgers als heute. Ein dichtes soziales Netz, das den Vergleich mit keiner anderen Gesellschaft zu scheuen braucht, sichert die Lebensgrundlage der Menschen.
Hatten sich bei Kriegsende viele Deutsche noch darum bemüht, ihren Paß zu verbergen oder gegen einen anderen einzutauschen, so ist heute unsere Staatsbürgerschaft ein angesehenes Recht.
Wir haben wahrlich keinen Grund zu Überheblichkeit und Selbstgerechtigkeit. Aber wir dürfen uns der Entwicklung dieser vierzig Jahre dankbar erinnern, wenn wir das eigene historische Gedächtnis als Leitlinie für unser Verhalten in der Gegenwart und für die ungelösten Aufgaben, die auf uns warten, nutzen.

  • Wenn wir uns daran erinnern, daß Geisteskranke im Dritten Reich getötet wurden, werden wir die Zuwendung zu psychisch kranken Bürgern als unsere eigene Aufgabe verstehen.

  • Wenn wir uns erinnern, wie rassisch, religiös und politisch Verfolgte, die vom sicheren Tod bedroht waren, oft vor geschlossenen Grenzen anderer Staaten standen, werden wir vor denen, die heute wirklich verfolgt sind und bei uns Schutz suchen, die Tür nicht verschließen.

  • Wenn wir uns der Verfolgung des freien Geistes während der Diktatur besinnen, werden wir die Freiheit jedes Gedankens und jeder Kritik schützen, so sehr sie sich auch gegen uns selbst richten mag. - Wer über die Verhältnisse im Nahen Osten urteilt, der möge an das Schicksal denken, das Deutsche den jüdischen Mitmenschen bereiteten, und das die Gründung des Staates Israel unter Bedingungen auslöste, die noch heute die Menschen in dieser Region belasten und gefährden.

  • Wenn wir daran denken, was unsere östlichen Nachbarn im Kriege erleiden mußten, werden wir besser verstehen, daß der Ausgleich, die Entspannung und die friedliche Nachbarschaft mit diesen Ländern zentrale Aufgabe der deutschen Außenpolitik bleiben. Es gilt, daß beide Seiten sich erinnern und beide Seiten einander achten. Sie haben menschlich, sie haben kulturell, sie haben letzten Endes auch geschichtlich allen Grund dazu.

Der Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion Michail Gorbatschow hat verlautbart, es ginge der sowjetischen Führung beim 40. Jahrestag des Kriegsendes nicht darum, antideutsche Gefühle zu schüren. Die Sowjetunion trete für Freundschaft zwischen den Völkern ein. Gerade wenn wir Fragen auch an sowjetische Beiträge zur Verständigung zwischen Ost und West und zur Achtung von Menschenrechten in allen Teilen Europas haben, gerade dann sollten wir dieses Zeichen aus Moskau nicht überhören. Wir wollen Freundschaft mit den Völkern der Sowjetunion. Vierzig Jahre nach dem Ende des Krieges ist das deutsche Volk nach wie vor geteilt.
Beim Gedenkgottesdienst in der Kreuzkirche zu Dresden sagte Bischof Hempel im Februar dieses Jahres: „Es lastet, es blutet, daß zwei deutsche Staaten entstanden sind mit ihrer schweren Grenze. Es lastet und blutet die Fülle der Grenzen überhaupt. Es lasten die Waffen.“

Achja…Du siehst alles anders- weisst alles besser ?

Zu deiner Argumentation - du bist die letzten beiden Postings
wieder an dem Punkt, and dem wir schon zu Anfangs waren. Ich
sehe nicht, dass dein Weiss Zitat irgendetwas neues bringt,
was wir noch nicht disktiert hätten.

Du weisst doch gar nicht WAS er schreibt…

By the way: Nachdem du mir ja immer zwei Bücher empfiehlst:
Dann empfehle ich dir erstmal, alle relevanten Bücher zum
Thema lesen. Zumindest Poliakov sollte man, wenn man wie du
Antisemitismus spannend findet, gelesen haben.

Jaja- kenne ich - auch lange her - zum studium.

Ich habe

Poliakov gelesen (schon ne Weile her), ich habe so ziemlich
jedes relevante Buch zur Geschichte der Juden in Europa
gelesen (Judentum in Europa war mein großes Spezialthema im
Studium). Ich habe auch Goldhagen gelesen (und Finkelstein,
aber das ist nun wirklich ein anderes Thema) Und ich habe -
zumindest für das Mittelalter, aber auch darüber hinaus- alle
relevanten Quellen zu diesem Thema gelesen und auch mit
ihnen gearbeitet - so z.B. eine kleine Studie zu den
Judenverfolgungen in Straßburg zur Zeit der großen Pest
gemacht, aber auch in der Zeit der Aufklärung (Christian
Wilhelm von Dohm) gearbeitet. Also, wenn du wirklich Interesse
an historischer Arbeit hast, fang mal mit den Quellen an. Und
dann komme zu den historischen Zusammenhängen. Dann wirst du,
auch Luther anders sehen, z.B. Ich maße mir auf jedenfall an,
genauso oder zumindest annähernd soviel historisches Material
wie Weiss oder Jäger zu diesem Thema zu kenne:smile:

Dann: zur Methodik deine Diskussion. Komm doch nicht nach 20
Postings zu den für dich und deine These eigentlich relevanten
Büchern! Das finde ich nun wirklich merkwürdig. Mal davon
abgesehen, hat Weiss nichts gesagt, was wir hier nicht schon
diskutiert hatten. Weiss sagt nichts anderes als du schon im
ersten Posting gesagt hast, also hätte zur rechten Zeit eine
Literaturangabe gereicht.

No Lady - absolut NO- denn Weiss stellt fundig den sonderweg seit Luther fest.

No Lady NO - denn Prof. Gellatly UND Prof. Dahrendorf
sehen den Sonderweg Deutschlands gegen das Judentum als erwiesen
an - Weiss weist DIES schluessig ebenso nach - achaja du weisst ja mindestens so viel wie er - nur die ganz andere richtung- oder?

Ich sehe die historische Entwicklung in einem anderen Licht.
Dass Weiss zurecht bemerkt, dass nur wenige/die wenigsten
Antisemitismus-Forscher seiner These folgen, heißt ja nicht,
dass nur weil er eine Mindermeinung vertritt, diese richtig
ist. Nicht immer liegt die Mehrheit falsch, Dizarus:smile:.

Jaja- die meinungsmehrheit wie ueblich- augen zu und durch.

Nachdem du nochmal mit alten Kamellen kommst,

Aha- Profs. Dahrendorf - Gellatly - Weizaecker - alles alte Kamellen ?

zitiere ich

gegen Weiss nochmal meinen Artikel von oben, den du
spannderweise als einziges meiner Postings nicht kommentiert
hast:smile:):

—Zitat—
Gute Argumente gegen Goldhagens Darstellung sind in der
Dokumentation zur Goldhagen-Kontroverse nachzulesen - den
Historiker Omer Bartov und den Journalisten Josef Joffe kann
man als gute Beispiele anführen. Christopher Browning hat vier
Jahre vor Goldhagen eine überzeugende Analyse der Akten des
Polizeibataillons 101 vorgelegt, die aus dem empirischen
Material nur das interpretativ herausholt, was sich
verantwortungsbewußt schlußfolgern lässt, bei den Tätern
handelte es sich um ganz normale Männer. Die Wirklichkeit wäre
leichter zu ertragen, wenn es wahr wäre: Der Monstrosität der
Tat entspräche eine tiefe, wenn auch moralisch verwerfliche
Gesinnung. Aber so ist es nicht: Um die furchtbarsten Taten zu
begehen, bedarf es keiner inhaltlichen Überzeugungen, sondern
effektiv organisierter Gewalt. Sadismus, Grausamkeit oder gar
Lust am Töten hindern eher am quantifizierenden Töten. Die
menschlichen Fähigkeiten, die einen zum Massenmörder
qualifizieren, entspringen nicht einer Nationalkultur, sondern
einer bestimmten Vergesellschaftung der Menschen, die
Indifferenz mit Erfolgskriterien verbindet. Die deutsche
Gesellschaft des 19. Jahrhunderts unterschied sich nicht so
fundamental von den übrigen europäischen Gesellschaften, wie
Goldhagen glaubt - ebenso der deutsche Antisemitismus nicht.
Auschwitz läßt sich nur verkürzt aus der Geschichte des
Antisemitismus oder aus den Motiven der einzelnen Mörder
erklären, sondern es bedurfte einer gesellschaftlichen
Entfesselung von Gewalt, um eine solche Tat durchzuführen. Vor
der Herausforderung für den menschlichen Verstand, die von
Auschwitz ausgeht, flieht Goldhagen in die nationalkulturelle
Zauberformel.
Simplifizierung wird als Klarheit ausgegeben."

aus:http://www.soz.uni-hannover.de/isoz/veroeff/golddeb.htm
—Zitat Ende------

Ich kann das nur bestätigen. Ich habe ja (wenn du in meine
vika schaust, siehst du es) einen Film über Frauen in der SS
gemacht, ich habe wirklich mit TÄTERINNEN geredet.

Na und ? Beweist DAS kompentenz!

Beste Grüße,

barbara

P.S. und nochwas: ich finds echt unfair, dass ich immer die
alte Texte löschen muss und ich immer alles selbst noch mal
formuliere und von dir immer nur kurze Bemerkungen und
ellenlange Zitate bekommen:smile:)…nur für die nächste
Diskussion.

OK.

Gruss

Wenn es nicht das gleiche ist …WARUM ?

Morgähn dizarus
zum einen isses ja ganz nett, das Du die (überarbeitete)
Rezension von
http://www.nadir.org/nadir/initiativ/ci/nf/54/13.html
hier geposted hast…
(Ich weiss natürlich nicht, ob du sie wirklich von da hast…)

Zum anderen:
Es ist klar, das wir die ganzen Mythen von der
„Kollektivschuld“ in den Orkus stampfen können.
Genauso den Mythos von den „unterdrückten Deutschen“…
(genauso Quatsch)
Die meisten Deutschen haben den Holocaust geduldet, und zwar
durch Nichtbeachtung. Viele Deutschen wussten tatsächlich
nicht, was genau geschah… weil sie es nicht wissen WOLLTEN.

Um in das weitere Thema einzusteigen.
Der Gegensatz… Aufgeklärter Westen-Unaufgeklärter Osten
existiert m.E. in dieser Form nicht. So machten teile der
Bevölkerung ausserhalb des Großdeutschen Reiches begeistert
bei der Judenverfolgung mit. (z.B. Frankreich) bzw
verweigerten die Hilfe.
(Die einzigen, die WIRKLICH wie ein Mann ihre Juden deckten,
waren die Nordischen Länder, aber das ist eine andere
Geschichte…)

Mir stellt sich die Frage, ob das Volk nur gegenüber den Juden
so populistisch verhetzbar war, oder ob man auch andere
Gruppen dafür hätte hernehmen können.

Was der Ansatz aus John Weiss Buch übrigens nicht erklärt (was
aber für die Erklärung des Holocaust m.E. unbedingt notwendig
ist) sind die Parallelfälle:
Z.B:

  • Der stalinistische Völkermord in der Ukraine und die
    Kulakenverfolgung.
  • der Auto-Genozid in Kambodscha unter Pol-Pot

…WISO denn im buch ueber holocoust ???

Ich weiß, das ist nicht das gleiche,

…ja du liebe guete - dann TU es doch auch nicht :smile:))

und es soll hier auch

keine Verharmlosung des Holocaust stattfinden, aber eine
Betrachtung ergibt doch erschreckende Parallelen:
Paranoide Führung, Schaffung eines „Objektiven Feindes“,
Entmenschlichung dieses Personenkreises, Endstufe: Ausrottung
zum Besten des Volkes.
Der „objektive Feind“ wird im wesentlichen über ethnische
Zugehörigkeit (saublödes Wort) oder/und soziale Schicht
definiert, also über kollektive Eigenschaften.

Die Parallelen sind für mich so deutlich, das der Holocaust in
ein (gottseidank seltenes) Phänomen hineinpasst: dem
ideologischen Massenmord. So etwas kann tatsächlich in jedem
Kulturkreis und zu jeder Zeit vorkommen, wenn die Aufklärung
nur oberflächlich ist und nicht in die Herzen der Menschen
eingedrungen ist. Ich pers. empfinde es bedrückend, wie leicht
und wie schnell in vielen besetzten Staaten die Mitbürger ihre
Nachbarn dem Moloch übergaben…

Es wäre so einfach, wenn es tatsächlich einen „deutschen
Sonderweg“ gegeben hätte. Es wäre so schön einfach.

Aber (das bestreitet auch Weiss nicht) es hätte viele Wege in
der deutschen Geschichte gegeben, die nicht zum Holocaust
geführt hätten.

Stellen wir uns mal folgende Frage: was wäre, wenn Hitler im
Fruhjahr 39 in der badewanne ausgerutscht wäre und sich die
Rübe eingeschlagen hätte (Ein Unfall, aber kein Unglück
*schiefgrins*). Ich bin mir ziemlich sicher, das dann der
Holocaust nicht stattgefunden hätte… und Hitler wäre als
„deutscher Titan“ in die Geschichtsbücher eingegangen (was
sehr bezeichnend für die Geschichtsschreibung ist
*nochschiefergrins*)

Viel zu viel in der Geschichte hängt an einzelnen Personen
oder kleinen Gruppen, als das man gefahrlos mit „zwingenden
Entwicklungen“ argumentieren kann.

Fazit:
es mag einen geschichtlich Bedingten eigenen Weg Deutschlands
in der „Judenfrage“ gegeben haben. Dieser weg führte nicht
zwingend zum Holocaust. und er unterscheidet sich nicht in
wesentlichen Punkten von dem Weg anderer Staaten (Polen,
Rußland).
Die moralische Katastrophe des Holocaust betrifft ALLE (mit
Ausnahme Dänemark und Norwegen), nicht nur die Deutschen
(etwas, was mich immer wieder entsetzt). Der Lack der
Aufklärung ist ziemlich schnell abgeplatzt.

Gruß
Mike

Aus der ZEIT!

Das dritte Kapitel folgte 1996, als Daniel J. Goldhagen in seinem Buch Hitlers willige Vollstrecker behauptete, nicht bloß die führenden Nazis, sondern vor allem die „ganz gewöhnlichen Deutschen“ hätten den Holocaust verschuldet, denn ihr Judenhass habe sich tödlich unterschieden vom Antisemitismus der Nachbarvölker.

Als Goldhagen mit dem Demokratiepreis geehrt wurde, hielt Habermas die Laudatio: „Wie wir Schuld und Unschuld im Rückblick verteilt sehen“, meinte der Philosoph, sage sehr viel aus über unseren Begriff von Freiheit. Wer das Geschehen als etwas Unveränderliches verstehe, „in das wir uns zu schicken haben“, der mindere den freien Menschen und verkenne seine Fähigkeit zu handeln und - ein Grundzug auch im Werk des bewussten Pädagogen Günter Grass - zu lernen.

Seit dem Krieg habe denn auch politische Aufklärung zum Bewusstseinswandel in Deutschland beigetragen, schloss Habermas seine Laudatio, deren Titel für sich sprach: Über den öffentlichen Gebrauch der Historie.

Zwei Jahre später das vierte Kapitel, Martin Walser hielt 1998 seine Frankfurter Rede. Teils knüpfte sie an Botho Strauß an, teils war sie Antwort auf Jürgen Habermas: wider die „öffentlichen Gewissensakte“, die „Instrumentalisierung unserer Schande zu gegenwärtigen Zwecken“, die „Drohroutine des Beschuldigens“ in den Medien.

Wenn die Republik über ihre geistigen Grundlagen streitet, dann streitet sie nicht über Zukunftsvorstellungen für das wiedervereinigte Land im vereinten Europa, sondern über die Vergangenheit. Doch mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Krieg wird die Debatte unergiebig - aus drei Gründen.

Erstens: Für die Jüngeren ist der Holocaust inzwischen Geschichte, die zwar stark in die Gegenwart hineinwirkt und -wirken soll, aber eben Geschichte. Wer am bedrängten Geist der Aufklärung festhält, den Habermas und auf sinnliche Weise auch Grass verkörpern, erweist der eigenen Sache einen schlechten Dienst, wenn er heute in seinem Denken und seiner Moral zu sehr von der Erfahrung des Zweiten Weltkriegs ausgeht.

Denn das öffnet Martin Walser und seiner „Denkschule“ Tür und Tor. Und: Der Faschismus, dessen Sloterdijk geziehen wird, ist eine historische Kategorie und kein Erklärungsmuster für die Zukunft.

Zweitens: Bei allen nationalen Eigen-heiten ist die Bundesrepublik heute ein Land wie Großbritannien oder Frankreich, nicht gefährlicher, nicht gefährdeter.

Die Deutschen haben ihren

Sonderweg verlassen

und zur Normalität und Kontinuität westeuropäischer Geschichte gefunden. Da muss es weder verwundern noch beunruhigen, wenn auch deutsche Denker - über den Bruch der zwölf Nazijahre hinweg - nach den Kontinuitäten in der gemeinsamen Kulturgeschichte suchen. Kein britischer oder französischer Denker, der bei Nietzsche schöpft, muss um seinen Ruf bangen. Gibt es für die Deutschen nur den Nietzsche der Nazis und nie mehr jenen Nietzsche, der den Wilhelminismus brandmarkte?

Nun wäre es aber das Ende der Geistesgeschichte, wenn aus solcher Umwälzung nicht auch eine neue „Denkschule“ erwüchse - die sich hoffentlich nicht durchsetzen wird, deren Stachel aber nützlich ist.

Botho Strauß hat gnadenlos Übertreibungen des liberalen Mainstreams aufgezeigt.

Martin Walser hat im Ergebnis viele seiner Widersacher animiert, in sich zu gehen und zu prüfen, wie künftig die Erinnerung an den Holocaust wach zu halten, die Jugend anzusprechen sei.

Und Walsers Botschaft - „Gewissen ist nicht delegierbar“ - mag sich gegen die „Gewissenswächter“ wenden oder gegen Günter Grass, den die New York Times als „Gewissen der Nation“ würdigt; aber auf die Zukunft gemünzt, ist der Walsersche Satz bedenkenswert:

Im Zeitalter des unerbittlichen Wirtschaftskriegs unter Großkonzernen neigen manche Befehlsempfänger und Vollstrecker dazu, ihr Gewissen an den Vorstand zu delegieren.

****Zitat ende*****

EBEN !

Gruss

Ebem

Das Herz der Dinge
Hi dizarus
Schön, das Du jetzt deine Quellen dazuschreibst, aber hast Du eigentlich auch eine EIGENE Meinung?
Ich bin bei der Lektüre hier immer versucht zu fragen „wo lässt Du denken“ (Scherz am rande…)
der Zeit Artikel ist ja ganz nett, aber was hat das mit meiner Argumentation zu tun?
In wie weit ist er eine Widerlegung?
erklärs mir bitte.

Ausserdem würde mich interessieren „wes Geistes Kind“ ich bin… das solltest Du näher ausführen. (Querverweis zum Posting an barbara…)

Um etwas klarzustellen: Der Holocaust ist Geschichte, die NIE vergessen werden darf! UND es müssen immer noch die nötigen lehren daraus gezogen werden. Wird der Holocaust vergessen, wäre das eine genauso große katastrophe wie der Holocaust an sich!

Nichtsdestotrotz ermöglicht der gewonnene zeitliche Abstand eine weniger emotionale Betrachtung. Für mich persönlich gilt, je weniger emotional ich an den Problemkreis herangehe, umso seltsamer und komplexer erscheinen mir die auftauchenden Fragen und die möglichen Antworten.
darunter die Kernfrage: WARUM IST DAS PASSIERT?
und die andere Kernfrage: WIE HÄTTE ICH MICH VERHALTEN?

Nochmal zur Sache:

Mir geht es darum, wie es generell zu einer solchen Katastrophe kommen kann.
Die Vertreter eines „deutschen Sonderweges“ negieren oder betrachten eben NICHT die generellen Mechanismen. Ausserdem impliziert der „deutsche Sonderweg“ eigentlich immer eine Zwangsläufigkeit, die geradezu (von der Methodik her) marxistisch anmutet (das ist jetzt nicht abwertend gemeint). Diese Zwangsläufigkeit existiert meineserachtens nicht. Es ist eine Entschuldigung! Denn: es war ja alles im deutschen Wesen angelegt! Freispruch für „die Deutschen“… denn was im Wesen angelegt ist, daran kann man ja nicht schuld sein…
ist doch SCHWACHSINN!!!

Durch die Instrumentalisierung des „deutschen Sonderweges“
wird der hinter dem ideologischen Massenmord stehenden Denkweise Tür und Tor geöffnet.
wer den Holocaust als ein rein deutsches, solitäres Phänomen betrachtet, ermöglicht den nächsten Holocaust… es sind dann halt nicht die Juden, sondern andere Gruppen, die in die Massengräber wandern…

Das ist jetzt meine persönliche, unmaßgebliche Meinung…

Gruß
Mike

Hi dizarus
Schön, das Du jetzt deine Quellen dazuschreibst, aber hast Du
eigentlich auch eine EIGENE Meinung?

HI!

DIE ist - wie du dir selbst zugestehst - unerheblich - denn diese meinungen der wissenschafter die zitiert/abgesetzt werden - entsprechen -eigentlich logischerweise - auch der meinigen , oder wie sollte man es sonst interpretieren ?

Ich bin bei der Lektüre hier immer versucht zu fragen „wo
lässt Du denken“ (Scherz am rande…)

Wo jedermanfrau hier ?

der Zeit Artikel ist ja ganz nett, aber was hat das mit meiner
Argumentation zu tun?

In wie weit ist er eine Widerlegung?

Eine vertiefung- denn die ueberstuerzte reaktion von barbara auf deine aussagen - laesst mich vermuten - dass sie so manches missversteht, oder ?

erklärs mir bitte.

WAS hat der holocoust denn mit Pol Pot - etc . zutun - ist wie du richtig bemerkst ein ganz anderes thema.

Der deutsche sonderweg - wurde durch luther’s verheerendes unglaubliches - ja unverstaendliches unchristliches - verhalten juden gegenueber ermoeglicht und durch Weiss, Prof. Gellatly , Prof. Weizaecker und unmengen anderer wissenschaftler - vor allem holocoust-forscher BESTAETIGT.

Nur durch die billigung weitester kreise - vor allem gebildeter schichten - war hitler und nazi’s werdegang samt moerderischem wirken ueberhaupt erst moeglich.

Ich war als junger mann und student in politik und geschichte - NICHT fuer den morgenthauplan- als jedoch das ganze wirken der nazi’s in aller tragweite erkannt und bekannt wurde - aenderte sich diese meinung und rueckte die deutschen hin zur kollektiv schuld - insofern stossen Holocoustforscher Gellatly - Weiss und jener 700seitige US-Wissenschaftler - der deswegen sogar den
’ deutschen demokratiepreis ’ bekam und soviel wirbel verursachte - sehr wohl bei mir auf grosses verstaendnis - zumal sowohl Gellatly auch in D - besser oe - gelebt hat - und ebenso Dahrendorf - so auch Weizaecker- als ganz genau wissen wovon sie reden.

Ich kann eure meinung nicht billigen -da sie fast gegen die ganze wissenschaft steht:smile:))

Ausserdem würde mich interessieren „wes Geistes Kind“ ich
bin… das solltest Du näher ausführen. (Querverweis zum
Posting an barbara…)

Ich denke das sollte barbara beantworten - ist an sie adressiert .

Um etwas klarzustellen: Der Holocaust ist Geschichte, die NIE
vergessen werden darf! UND es müssen immer noch die nötigen
lehren daraus gezogen werden. Wird der Holocaust vergessen,
wäre das eine genauso große katastrophe wie der Holocaust an
sich!

Wunderbar.

Nichtsdestotrotz ermöglicht der gewonnene zeitliche Abstand
eine weniger emotionale Betrachtung. Für mich persönlich gilt,
je weniger emotional ich an den Problemkreis herangehe, umso
seltsamer und komplexer erscheinen mir die auftauchenden
Fragen und die möglichen Antworten.

Wunderbar- aber TUN das nicht ALLE wissenschaftler - auch Weiss besonders - Gellatly extrem ?

darunter die Kernfrage: WARUM IST DAS PASSIERT?

Fuer mich ist diese antwort die erkenntnis aus unmengen buechern -filmen - widerstand - gespraechen - der deutsche sonderweg zur vernichtung der juden - ja ausrottung des judentums schlechthin.

und die andere Kernfrage: WIE HÄTTE ICH MICH VERHALTEN?

Ich haette auch versucht hitler zu toeten.

Nochmal zur Sache:

Mir geht es darum, wie es generell zu einer solchen
Katastrophe kommen kann.

Jedem der wissenschaftler auch - besonders auch weiss und gellatly.

Die Vertreter eines „deutschen Sonderweges“ negieren oder
betrachten eben NICHT die generellen Mechanismen.

Doch- tun sie - ueberzeugend - wie im posting an barbara schluessig zu erkennen ist- auch von dahrendorf im Spiegel-Interview -auch weizaecker in der zeit .

Ausserdem impliziert der „deutsche Sonderweg“ eigentlich immer eine :Zwangsläufigkeit, die geradezu (von der Methodik her)

marxistisch anmutet (das ist jetzt nicht abwertend gemeint).

Na- marxistisch ? - der war bei den deutschen doch naheliegend da obrigkeitshoerig - und DAS gemeinsame ziel zur vernichtung der juden eint und waechst in jahrhunderten.

Diese Zwangsläufigkeit existiert meineserachtens nicht.

Das sehe ich eben ganz anders - wer die vernichtung seit dem 16Jr. plant und systematisch vorantreibt - schafft schlussendlich eine zwangslaeufigkeit - wie anders laesst sich denn sonst das unglaublich leichte spiel hitlers und typen erklaeren diese gigantische totungsmaschinerie von 6 millionen menschen zu bewaeltigen - dazu brauchte es hunterttausende helfer - WIE sollte das sonst funktionieren- oder ? und die meisten davon - so holocoust forscher Gellatly wollen davon NICHTS gewusst haben?

Es ist eine Entschuldigung!

No Sir - geplanter voelkermord unter verletzung internationalen menschenrechte - IST EIN VERBRECHEN !

Denn: es war ja alles im deutschen Wesen angelegt!

Angelegt ? Gewachsen its - seit luthers unglueckseligen hasstiraden gegen die juden besonders - nicht mal hitler ist in ‚mein kampf‘ soo haesslich wie er mit den juden umgegangen .

Freispruch für „die Deutschen“… denn was im Wesen angelegt ist, daran kann man ja nicht schuld sein…

ist doch SCHWACHSINN!!!

Des deutsche wesen IST nicht so - sie wurden seit jahrhunderten dahin verfuehrt.

Damit ich dich nicht falsch verstehe- Du sprichst das ganze deutsche volk mitschuldig - dann gehen wir einig.

Durch die Instrumentalisierung des „deutschen Sonderweges“
wird der hinter dem ideologischen Massenmord stehenden
Denkweise Tür und Tor geöffnet.

So war und ist es immer- herausragend inzceniert von klugen koepfen wie luther samt anhaenger besonders ‚gepflegt‘.

wer den Holocaust als ein rein deutsches, solitäres Phänomen
betrachtet, ermöglicht den nächsten Holocaust… es sind dann
halt nicht die Juden, sondern andere Gruppen, die in die
Massengräber wandern…

Dieser these entbehrt meiner logik - im gegenteil - wie weizaecker sagte - die deutsche haben ihren sonderweg verlassen und reihten sich ein in normale verhaeltnisse zu allen demokratien der welt.

Das ist jetzt meine persönliche, unmaßgebliche Meinung…

Gruß
Mike

gruss

Nochmal langsam und von vorne…
Also
Hi
Vorbemerkung: Du (und andere Historiker) glaubst an die zwangsläufigkeit, Ich (und andere Historiker z.B. Kogon, Bullock etc) glauben eben nicht an den Sonderweg. Es ist eine Frage der Bewertung von Fakten. Aufgrund dieser Unterschiedlichen Sicht resultiueren unterschiedliche Meinungen.

Aber zur Sache

  1. der Holocaust ist insofern einmalig, das in ihm versucht wurde, aus ideologischen Gründen eine komplette Volks-Glaubensgruppe in einem Kontinent auszuradieren.

  2. der Holocaust ist insofern NICHT einmalig, als das die dazu führenden Denkschemata auch in anderen Fällen sehr aktiv waren und sind:

  3. Paranoia in der Führung

  4. Schaffung eines objektiven Feindes

  5. Entmenschlichung desselben

  6. Vernichtung.

Dieser Prozess benötigt nicht jahrhunderte, sondern max ein JAHRZEHNT!!! Beispiele: China-Kulturrevolution; Stalinistischer Völkermord in der Ukraine, Kambodscha, Holocaust.
Überall das gleiche Schema. man stößt bei der Untersuchung totalitärer terrorregieme immer wieder auf die gleichen Mechanismen.

  1. Alle Ansätze, den Holocaust über eine Historische Zwangsläufigkeit zu erklären, setzten diese Mechanismen, die dann unmittelbar zum Holocaust führten, nicht in den richtigen Stellenwert (imho).
    Denn, um es krass zu formulieren: Es ist gar nicht nötig, eine jahrhundertelange Entwicklung anzunehmen!
    Mag sein, das der jahrhundertelange Antisemitismus in Europa den Grundstein dafür gelegt hat (ist sogar recht wahrscheinlich). Aber diese Entwicklung war nicht zwangsläufig, und (sic) nicht spezifisch deutsch.
    Wie ich bereits erwähnte, machten Teile der Französischen, jugoslawischen, Polnischen, etc etc etc Bevölkerung begeistert bei der Vernichtung mit. Wie erklärt dies das historische Modell? darauf wird witzigerweise meist gar nicht eingegangen, und die historische Forschung steht bei der Kollaboration noch ziemlich auf dem Schlauch.

Der Verweis auf Luther versagt schon alleine deswegen, weil die Hälfte der Deutschen katholisch ist.
der katholische Antisemitismus hatte jedoch, siehe Frankreich, Italien, Polen, wasauchimmer… nicht die Auswirkungen. Obwohl gerade in Frankreich es immer wieder zu antisemitischen Gewaltausbrüchen kam z.b. zur Dreyfus-Affäre
Insofern ist die Argumentation etwas holprig.

  1. Kollektivschuld existiert nicht. Schuld ist immer etwas persönliches und wird durch Tat, bzw Unterlassung verursacht. in dieser Hinsicht sind tatsächlich viele Deutsche der damaligen Generation schuldig.
    Aber ich kann niemanden verurteilen, damals kein Held gewesen zu sein.

Du schreibst, das Du sicher in den Widerstand gegangen wärst.
Schön für dich.
Ich bin mir da nicht mehr so sicher, wie ich mich verhalten hätte in der damaligen Situation.

  1. Der Aufstieg Hitlers erfolgte aufgrund der weiten Enttäuschung gegenüber der Weimarer Republik (die sich am Anfang buchstäblich selbst das Wasser abgegraben hatte). Was Hitler wollte, war den Leuten, bis in höchste Politikerkreise, nicht klar. Es würde hier etwas zu weit führen, aber die deutschen liefen nicht Hitler hinterher, um die Juden zu vernichten, sondern um Versailles zu revidieren, sowie die Sehnsucht nach einen „starken Mann“. Diese Neigung zu Autoritärem Führungsstil war damals übrigens weit verbreitet, selbst in den Demokratien wie den USA. (also auch nicht spezifisch deutsch)

  2. Ich will und kann nicht behaupten, das der Holocaust in dieser kalten, perfektionistischen Form von jedem Volk auf dieser Erde durchgeführt worden wäre. Dies war nur möglich aufgrund des Deutschen Hanges zur Gründlichkeit und zur bürokratischen Planung.
    Aber die Antisemitischen Wurzeln sind nicht speziell deutsch, man findet sie überall…

  3. Ich finde es etwas eigenartig, das Du die Bedeutung der anderen von mir angesprochenen ideologischen Massenmorde für die Deutung des Holocaust einfach negierst.
    oder herrschte In Russland/ukraine eine jahrhundertelang geschürte Haßkampange gegen die kulaken, bevor sie vernichtet wurden… oder in Kambodscha und China eine Jahrhundertelange Kampange gegen die Intelektuellen (bzw Brillenträger).
    Ich finde, die Erklärung des Holocaustes alleine als einen deutschen Sonderweg macht die Sache zu einfach. Das Beängstigende für mich ist, das ähnliche Ereignisse überall und immer passieren können.
    Solange nicht der Satz: Egal was ist, ein Mensch ist ein Mensch ist ein Mensch , in den Köpfen und Herzen festsitzt, wird sich derartiges wiederholen (wie erst kürzlich zwischen Hutu und Tutsi).

Entweder man nimmt den Holocaust heraus aus diesem zusammenhang (was mir irgendwie nicht ganz einsichtig ist) oder es gibt ein Logikproblem. Wieso war nur bei den Deutschen eine jahrhundertelange Indoktrination nötig, bei anderen Völkern nicht… hm…
Sind wir soviel besser als die anderen?

Zusammenfassung:
ich bezweifle weder die (engere) Einmaligkeit des Holocaustes, noch die weit zurückreichenden Wurzeln. ABER ich bezweifle (aufgrund der oben angeführten Argumente) den speziell deutschen Sonderweg zu einem ideologischen Massenmord, im Sinne, das ein ähnlicher (!!!) ideologischer Massenmord an Juden nur und ausschlieslich durch das Deutsche Volk hätte begangen werden können. Alle bislang gebrachten Argumente (nicht nur von dir *g*) haben mich in keiner Weise überzeugt.

Noch was persönliches:
Ich finde es etwas eigenartig, aufgrund der Antwort einer anderen Person nicht auf meine Argumente einzugehen.

Ausserdem würde mich interessieren „wes Geistes Kind“ ich
bin… das solltest Du näher ausführen. (Querverweis zum
Posting an barbara…)

Ich denke das sollte barbara beantworten - ist an sie
adressiert .

Nein, Du stelltest eine unspezifische Behauptung auf, bitte spezifiziere sie. Da sich Barbara mit meinen Thesen solidarisch erklärte, bin ich genauso betroffen.

So, jetzt geh ich in die Falle
Nacht
Mike

1 „Gefällt mir“

habe gerade…
…deine Postingdiskussion mit Mike gelesen und gerade in seinem letzten Posting fasst er das nochmal alles schön zusammen:smile:

Ich schließe mich wiederum vollinhaltlich an:smile:)…das ist auch zeitökonomischer:wink:…wessen Geistes ich auch immer dann bin -deiner Meinung nach *lach*…ich kann ziemlich gut damit leben, von dir auf eine Stufe mit Mike gestellt zu werden:smile:))wirklich!

ansonsten sehe ich nicht, dass wir hier viel weiterkommen. *seufz*

Du zitierst nämlich nie FAKTEN, sondern Meinungen und Interpretationen. Das ist ein Unterschied! :smile:)

Achja- Du hast DAS ja studiert - sollten diese hochanerkannten
Prof’s bei dir mal nachfragen ?

Hast dus nötig dich hinter Professoren zu verstecken? Fällt dir sonst kein Argument ein? Ich denke selbst, habe eben nicht einfach eine Meinung angenommen, sondern die QUELLEN gelesen und für die neue Zeit mit Zeitzeugen geredet - mir über Jahre eine eigene Meinung gebildet - basierend auf Literatur- und Quellenstudium. Deine drei Professoren sind angesehene
und hochgeachtete Männer (gerade Herrn Weizäcker und Herrn Dahrendorff schätze ich selbst sehr!!!), aber definitiv KEINE Historiker! Und vor allem keine ausgewiesene Antisemitismus-Forscher! Sie sind hochintelligente Männer und hochgebildet. Ich halte mich aber bei diese Spezialthema an andere „Autoritäten“, die, die für diese Thema ausgewiesene Experten sind, wenn ich schon zu dem Thema jemand zitiere!:smile:

Akzepiere doch einfach, dass ein Großteil der Historiker (du hast keine zitiert: Weizäcker, Dahrendorff sind keine Historiker sondern eher Zeitzeugen) eine andere Meinung vertritt als du.
Es gibt welche, die sehen das wie du, das ist legitim, das nennt man wissenschaftlichen Streit und nur das bringt einen weiter, aber es gibt eben auch die andere Sicht, die m.E. nach nicht fabulös in Quellen stochert, Sätze aus dem Zusammenhang reisst und dann daraus 900 Jahre Sonderweg konstruiert…

Ich sehe nicht, dass du auch nur ein einziges Faktum bringen konntest für den Sonderweg.

Fakten again fuer den deutschen sonderweg hin zum judentrieb

(…)

dann zitierst du mal wieder meterlang, ohne das man weiss, warum du das alles zitierst. Bei Weizäcker habe ich nichts eindeutiges gefunden, was zu deiner These passt. Kennzeichne doch bitte die relevanten Stellen, wenn du schon so ewig zitieren musst und nicht sinnvoll kürzen kannst.

Zu deiner Argumentation - du bist die letzten beiden Postings
wieder an dem Punkt, and dem wir schon zu Anfangs waren. Ich
sehe nicht, dass dein Weiss Zitat irgendetwas neues bringt,
was wir noch nicht disktiert hätten.

Du weisst doch gar nicht WAS er schreibt…

Na, ich muss hier mit dir diskutieren und nicht mit Herrn Weiss und denke, du solltest fähig sein zu sagen, was du meinst. Ich kenne die deutschen Sonderwegsthesen und finde, es ist historisch-wissenschaftlich gesehen hochproblematisch, aus dem, was wir wissen, solche Theorien zu entwickeln. Es scheint mir geradezu unseriös!.

Na und ? Beweist DAS kompentenz!

In aller Offenheit. Ja:smile:)) Denn ich mache mir ein Bild:smile: Ich habe natürlich auch Interviews - und sogar mehr - mit KZ Insassinnen gemacht, habe ein Jahr Akten des KZ Verbandes Wien gesichtet und wirklich auch viele Überlebende kennengelernt.

P.S. und nochwas: ich finds echt unfair, dass ich immer die
alte Texte löschen muss und ich immer alles selbst noch mal
formuliere und von dir immer nur kurze Bemerkungen und
ellenlange Zitate bekommen:smile:)…nur für die nächste
Diskussion.

OK.

Dann machs doch auch mal. Es macht keine Spass sich durch deine ellenlangen Zitate-Postings zu quälen und nach den relevanten Infos zu fischen. Ich nehm mir ja auch die Zeit, selbst zu formulieren. Das war die letzte Mail, bei der ich so lange Zitate wenigstens grob überscrollt habe. Ich nehme dich als Diskussionspartner doch auch ernst und überlege mir wirklcih selbst, was ich auf deine Einwände sagen will.

beste Grüße,

barbara

Also
Hi
Vorbemerkung: Du (und andere Historiker) glaubst an die
zwangsläufigkeit, Ich (und andere Historiker z.B. Kogon,
Bullock etc) glauben eben nicht an den Sonderweg. Es ist eine
Frage der Bewertung von Fakten. Aufgrund dieser
Unterschiedlichen Sicht resultiueren unterschiedliche
Meinungen.

HI!

Vorbemerkung: Ich glaube - wie der ueberzeugende canadische Holocoust Forscher Gellatly- Historiker Weiss - Zeitzeugen wie Dahrendorf & Weizaecker and DEN alleinigen schaedlichen Sonderweg der Deutschen.

Aber zur Sache

  1. der Holocaust ist insofern einmalig, das in ihm versucht
    wurde, aus ideologischen Gründen eine komplette
    Volks-Glaubensgruppe in einem Kontinent auszuradieren.

1.a) Holocoust ist NICHT einmalig - sondern nachweisbar durch Luther im 16Jhr besonders geschuert und sytsematisch entwickelt worden- obwohl es diesen seit 900 Jahren schon gibt.

  1. der Holocaust ist insofern NICHT einmalig, als das die dazu
    führenden Denkschemata auch in anderen Fällen sehr aktiv waren
    und sind:
  2. Paranoia in der Führung
  3. Schaffung eines objektiven Feindes
  4. Entmenschlichung desselben
  5. Vernichtung.

2a) Er IST NICHT EINMALIG - sondern gezielte Ausrottung des juedischen Volkes seit Jahrhunderten.

  1. richtig.
  2. so ists
  3. dacore
  4. ganz klar.

Dieser Prozess benötigt nicht jahrhunderte, sondern max ein

JAHRZEHNT!!! Beispiele: China-Kulturrevolution;
Stalinistischer Völkermord in der Ukraine, Kambodscha,
Holocaust.
Überall das gleiche Schema. man stößt bei der Untersuchung
totalitärer terrorregieme immer wieder auf die gleichen
Mechanismen.

Diese Chemata koennen nicht herhalten fuer seit 16Jh INTENSIVE Judenhetze samt Verfolgung und seit 900 Jahren nachweisbare Uebergriffe.

Die Mechanismen im Holocoust sind vollkommen eigene Gesetze systematischer Ausrottungsversuche.

  1. Alle Ansätze, den Holocaust über eine Historische
    Zwangsläufigkeit zu erklären, setzten diese Mechanismen, die
    dann unmittelbar zum Holocaust führten, nicht in den richtigen
    Stellenwert (imho).

Die Zwangslaeufigkeit ist bei fast allen Holocoust Forschern -Wissenscnaftlern und Zeitzeugen wie Dahrendorf unf Weizaecker belegt.

Und richtig.

Denn, um es krass zu formulieren: Es ist gar nicht nötig, eine
jahrhundertelange Entwicklung anzunehmen!

Es ist FAKT seit Jahrhunderten - die zwangslaeufig den Nazi’s den Weg idealen Naehrboden bereiteten.

Mag sein, das der jahrhundertelange Antisemitismus in Europa
den Grundstein dafür gelegt hat (ist sogar recht
wahrscheinlich). Aber diese Entwicklung war nicht
zwangsläufig, und (sic) nicht spezifisch deutsch.

Sorry- sie ist UR-DEUTSCH - wie Prof. Gellatly in einer allseits anerkannten sehr gruendlichen Recherche wissenschaftlich feststellt - da von zu vielen Deutschen mitgetragen vor allem mitgemacht.

Wie ich bereits erwähnte, machten Teile der Französischen,
jugoslawischen, Polnischen, etc etc etc Bevölkerung begeistert
bei der Vernichtung mit. Wie erklärt dies das historische
Modell? darauf wird witzigerweise meist gar nicht eingegangen,
und die historische Forschung steht bei der Kollaboration noch
ziemlich auf dem Schlauch.

Darauf wird IMMER wieder erwaehnt - bei Gellatly sehr greundlich - da als Student in Wien gelebt - waren jedoch in Polen , France, Jugosl nur Minigruppen - da nahe zu 100 % der Bevoelkerung dagen votierten und handelten - in Oesterreich jedoch erschreckenderweise ungeheuere Mengen an Menschen DAFUER waren.

Der Verweis auf Luther versagt schon alleine deswegen, weil
die Hälfte der Deutschen katholisch ist.

Unrichtig. Wenn die Haelfte der Deutschen dabei sind - sind das ungeheuer viele - deshalb waren es ja schlussendlich Millionen.

der katholische Antisemitismus hatte jedoch, siehe Frankreich,
Italien, Polen, wasauchimmer… nicht die Auswirkungen. Obwohl
gerade in Frankreich es immer wieder zu antisemitischen
Gewaltausbrüchen kam z.b. zur Dreyfus-Affäre.

Die Lutherischen Ausfaelle mir Folgen hatten eine eigene Dynamik mit ungeheuerer Wirkung - siehe Weiss und Gellatly insbesondere.

Insofern ist die Argumentation etwas holprig.

Bedauere - ist schluessig !

  1. Kollektivschuld existiert nicht. Schuld ist immer etwas
    persönliches und wird durch Tat, bzw Unterlassung verursacht.
    in dieser Hinsicht sind tatsächlich viele Deutsche der
    damaligen Generation schuldig.

Kollektivschuld ist nicht offiziell faktisch - defakto allerdings gegeben- das fast jeder Deutsche irgendwie beteiligt war.

Aber ich kann niemanden verurteilen, damals kein Held gewesen
zu sein.

Naja - wie sagte schon Dahrendorf " wir bemerkten in der Schule das Verschwinden der juedischen Mitschueler - und fast alle taten nichts - als ich etwas tat - landete ich nach erniedrigenden Verhoeren im Jugendarbeitslager -weitweg von Berlin an der polnischen Grenze ."

(Spiegel-Interview )

Du schreibst, das Du sicher in den Widerstand gegangen wärst.
Schön für dich.

Ich bin mir da nicht mehr so sicher, wie ich mich verhalten
hätte in der damaligen Situation.

  1. Der Aufstieg Hitlers erfolgte aufgrund der weiten
    Enttäuschung gegenüber der Weimarer Republik (die sich am
    Anfang buchstäblich selbst das Wasser abgegraben hatte). Was
    Hitler wollte, war den Leuten, bis in höchste Politikerkreise,
    nicht klar. Es würde hier etwas zu weit führen, aber die
    deutschen liefen nicht Hitler hinterher, um die Juden zu
    vernichten, sondern um Versailles zu revidieren, sowie die
    Sehnsucht nach einen „starken Mann“. Diese Neigung zu
    Autoritärem Führungsstil war damals übrigens weit verbreitet,
    selbst in den Demokratien wie den USA. (also auch nicht
    spezifisch deutsch)

Alles richtig- Hitler hatte von Anfang an jedoch die Judenausrottung gewollt - nachlesbar ua. in ‚Mein Kampf‘ - wie so vieles andere was er praktizierte ebenso.

  1. Ich will und kann nicht behaupten, das der Holocaust in
    dieser kalten, perfektionistischen Form von jedem Volk auf
    dieser Erde durchgeführt worden wäre. Dies war nur möglich
    aufgrund des Deutschen Hanges zur Gründlichkeit und zur
    bürokratischen Planung.

Sehr richtig.

Aber die Antisemitischen Wurzeln sind nicht speziell deutsch,
man findet sie überall…

Auch richtig- die Deutschen haben jedoch wie alles was sie tun -sehr gruendlich geregelt- heisst - DIE Deutschen hatten die besten Vorrausetzungen zur Ausrottung der Juden .

  1. Ich finde es etwas eigenartig, das Du die Bedeutung der
    anderen von mir angesprochenen ideologischen Massenmorde für
    die Deutung des Holocaust einfach negierst.

Weil Holocoust das groesste Verbrechen der Menscheit ist - begangen von grossen Teilen der deutschen Bevoelkerung - und NICHT nur - wie bei anderen Blutaten von Regierungen samt Polizei und Militaer.

oder herrschte In Russland/ukraine eine jahrhundertelang
geschürte Haßkampange gegen die kulaken, bevor sie vernichtet
wurden… oder in Kambodscha und China eine Jahrhundertelange
Kampange gegen die Intelektuellen (bzw Brillenträger).

Ich finde, die Erklärung des Holocaustes alleine als einen
deutschen Sonderweg macht die Sache zu einfach.

Ich hingegen finde es richtig da Holocoust die systematische Ausrottung von 6 Mill. Juden zur Folge hatte und in DEM Kulturland Deutschland daher einen extrem hohen Stellenwert hat.

( es sind ja keine Kanibalen )

Das Beängstigende für mich ist, das ähnliche Ereignisse überall

und immer passieren können.

Kaum. Solange keine Deutschen dabei sind - kann es sicher sehr kritisch werden siehe in Albanien -aber das Toeten ist niemals so sytematisch perfekt organisiert.

Solange nicht der Satz: Egal was ist, ein Mensch ist ein
Mensch ist ein Mensch
, in den Köpfen und Herzen festsitzt,
wird sich derartiges wiederholen (wie erst kürzlich zwischen
Hutu und Tutsi).

Jein- Der Fall HUTU un Tutsi ist sicher ein besonders krasses Beispiel von grausamen Rassenhass.

Entweder man nimmt den Holocaust heraus aus diesem
zusammenhang (was mir irgendwie nicht ganz einsichtig ist)
oder es gibt ein Logikproblem. Wieso war nur bei den Deutschen
eine jahrhundertelange Indoktrination nötig, bei anderen
Völkern nicht… hm…
Sind wir soviel besser als die anderen?

Wir sind perfekter in der Organisation - und hatten einen chismatischen Fuehrer der das deutsche Volk glaubhaft aufbaute und spaeter gnadenlos belog und betrog.

Zusammenfassung:
ich bezweifle weder die (engere) Einmaligkeit des Holocaustes,
noch die weit zurückreichenden Wurzeln. ABER ich bezweifle
(aufgrund der oben angeführten Argumente) den speziell
deutschen Sonderweg zu einem ideologischen Massenmord, im
Sinne, das ein ähnlicher (!!!) ideologischer Massenmord an
Juden nur und ausschlieslich durch das Deutsche Volk hätte
begangen werden können. Alle bislang gebrachten Argumente
(nicht nur von dir *g*) haben mich in keiner Weise überzeugt.

Zusammenfassung:

Der Sonderweg Deutschlands zur Vernichtung der Juden war seit Jahrhunderten geschuert und geplant - und fand bei Hitler samt Typen den den idealen Naehrboden fuer diese Verbrechen.

Kein Volk ausser den Deutschen ist zu derartigen grossen Leistungen faehig. DER Deutsche IST zu perfekt- alles passte hier bestens.

Noch was persönliches:
Ich finde es etwas eigenartig, aufgrund der Antwort einer
anderen Person nicht auf meine Argumente einzugehen.

Jeer Mensch ist halt anders …

Ausserdem würde mich interessieren „wes Geistes Kind“ ich
bin… das solltest Du näher ausführen. (Querverweis zum
Posting an barbara…)

OK ! Du bist wie alle Deutschen sehr greundlich und allerbestens informiert - neigst jedoch mangels Abstand und Einsicht NICHT zur Erkenntnis - da ja wirklich furchtbar fuer ggf. deinen …und auch meinen Vater besonders ist etc.( das war bei mir ein Riesenthema ) - da DAS Furchtbare in eigenem Fleisch und Blut nicht sein kann - da es nicht sein darf- im weitesten Sinne des Wortes.

Ich denke das sollte barbara beantworten - ist an sie
adressiert .

Nein, Du stelltest eine unspezifische Behauptung auf, bitte
spezifiziere sie. Da sich Barbara mit meinen Thesen
solidarisch erklärte, bin ich genauso betroffen.

Siehe oben.

So, jetzt geh ich in die Falle
Nacht
Mike

Nacht

…deine Postingdiskussion mit Mike gelesen und gerade in
seinem letzten Posting fasst er das nochmal alles schön
zusammen:smile:

Gute Idee- tue /tat ich dto.

Ich schließe mich wiederum vollinhaltlich an:smile:)…das ist auch
zeitökonomischer:wink:…wessen Geistes ich auch immer dann bin
-deiner Meinung nach *lach*…ich kann ziemlich gut damit
leben, von dir auf eine Stufe mit Mike gestellt zu
werden:smile:))wirklich!

Schoen fuer dich :smile:

ansonsten sehe ich nicht, dass wir hier viel weiterkommen.
*seufz*

Du zitierst nämlich nie FAKTEN, sondern Meinungen und
Interpretationen. Das ist ein Unterschied!
:smile:)

Alle Meinungen liefern Fakten - besonders von Weiss und Gellatly.

Achja- Du hast DAS ja studiert - sollten diese hochanerkannten
Prof’s bei dir mal nachfragen ?

Hast dus nötig dich hinter Professoren zu verstecken? Fällt
dir sonst kein Argument ein? Ich denke selbst, habe eben nicht
einfach eine Meinung angenommen, sondern die QUELLEN gelesen
und für die neue Zeit mit Zeitzeugen geredet - mir über Jahre
eine eigene Meinung gebildet - basierend auf Literatur- und
Quellenstudium. Deine drei Professoren sind angesehene
und hochgeachtete Männer (gerade Herrn Weizäcker und Herrn
Dahrendorff schätze ich selbst sehr!!!), aber definitiv KEINE
Historiker! Und vor allem keine ausgewiesene
Antisemitismus-Forscher! Sie sind hochintelligente Männer und
hochgebildet. Ich halte mich aber bei diese Spezialthema an
andere „Autoritäten“, die, die für diese Thema ausgewiesene
Experten sind, wenn ich schon zu dem Thema jemand zitiere!:smile:

Akzepiere doch einfach, dass ein Großteil der Historiker (du
hast keine zitiert: Weizäcker, Dahrendorff sind keine
Historiker sondern eher Zeitzeugen) eine andere Meinung
vertritt als du.

Du irrst- ich habe mich zwar nuur auf Weiss und den excellenten canadischen Holocoust Forscher Prof. Gellatly berufen und kann ohne Probleme jedoch noch mehr Wissenschaftler benennen die den SONDERWEG der Deutschen sehen - ausserdem ist es geradezu vermessen von dir ( und wird von mir NICHT akzeptiert ) Prof. Dahrendorff insbesonders als konkreten Zeitzeugen zu missachten - aehnliches gilt ebenso fuer Prof. Waizaecker.

Es gibt welche, die sehen das wie du, das ist legitim, das
nennt man wissenschaftlichen Streit und nur das bringt einen
weiter, aber es gibt eben auch die andere Sicht, die m.E. nach
nicht fabulös in Quellen stochert, Sätze aus dem Zusammenhang
reisst und dann daraus 900 Jahre Sonderweg konstruiert…

Oh nein Du irrst gewaltig -Prof. Gellatly ist anerkannter Holocoustforscher - dessen Recherche in der Fachwelt als ausserordentlich gruendlich gilt.

Auch Weiss geniesst viel Ehr - da erhellende Erkenntnisse erforscht die vielen anderen fehlen.

Ich sehe nicht, dass du auch nur ein einziges Faktum bringen
konntest für den Sonderweg.

Fakten again fuer den deutschen sonderweg hin zum judentrieb

(…)

dann zitierst du mal wieder meterlang, ohne das man weiss,
warum du das alles zitierst. Bei Weizäcker habe ich nichts
eindeutiges gefunden, was zu deiner These passt. Kennzeichne
doch bitte die relevanten Stellen, wenn du schon so ewig
zitieren musst und nicht sinnvoll kürzen kannst.

Ich kann nicht Kennzeichnen…der Schluessel tut nicht bei mir …

Waizaecker spricht vom Sonderweg und Massenwahn - also praktisch von weiten Teilen des Volkes die mitmachten.

Zu deiner Argumentation - du bist die letzten beiden Postings
wieder an dem Punkt, and dem wir schon zu Anfangs waren. Ich
sehe nicht, dass dein Weiss Zitat irgendetwas neues bringt,
was wir noch nicht disktiert hätten.

Du weisst doch gar nicht WAS er schreibt…

Na, ich muss hier mit dir diskutieren und nicht mit Herrn
Weiss und denke, du solltest fähig sein zu sagen, was du
meinst. Ich kenne die deutschen Sonderwegsthesen und finde, es
ist historisch-wissenschaftlich gesehen hochproblematisch, aus
dem, was wir wissen, solche Theorien zu entwickeln. Es scheint
mir geradezu unseriös!.

Mag fuer dich gelten - IST jedoch fuer Dahrendorff, Waizaecker - Prof. Gellatly und Weiss erwiesenes FAKTUM!

Na und ? Beweist DAS kompentenz!

In aller Offenheit. Ja:smile:)) Denn ich mache mir ein Bild:smile: Ich
habe natürlich auch Interviews - und sogar mehr - mit KZ
Insassinnen gemacht, habe ein Jahr Akten des KZ Verbandes Wien
gesichtet und wirklich auch viele Überlebende kennengelernt.

Ist ja wunderbar - ich AUCH - WAR in den betroffenen Laendern wie Polen, Daenemark, Holland, Jugolavien jahrlang und konnte diese Zeit excellent nutzen mit sehr vielen Menschen zu sprechen.
Mit Zeitzeugen- Regierungsmitgliedern - Hilfsorga’s und vielen Menschen in den besuchten KZ’s.

P.S. und nochwas: ich finds echt unfair, dass ich immer die
alte Texte löschen muss und ich immer alles selbst noch mal
formuliere und von dir immer nur kurze Bemerkungen und
ellenlange Zitate bekommen:smile:)…nur für die nächste
Diskussion.

OK.

Dann machs doch auch mal. Es macht keine Spass sich durch
deine ellenlangen Zitate-Postings zu quälen und nach den
relevanten Infos zu fischen.

Du bist ja schon lustig: Fuer wen ist was bitte relevant?

Die Suche danach bliebt niemand erspart :smile:

Ich nehm mir ja auch die Zeit,

selbst zu formulieren. Das war die letzte Mail, bei der ich
so lange Zitate wenigstens grob überscrollt habe. Ich nehme
dich als Diskussionspartner doch auch ernst und überlege mir
wirklcih selbst, was ich auf deine Einwände sagen will.

beste Grüße,

barbara

OK

…besser mich

Gruss

Wunderbar…
hi…
das ist jetzt, bis auf weiteres, mein letzter Kommentar dazu.

nachdem Du in keiner weise auf meine Argumente eingehst, sehe ich keinen rechten Sinn darin, diesen Thread weiterzuführen, es bringt nichts neues.

Ausserdem wiedersprichst Du dir selber:
Oben redest Du von den speziell deutschen Wurzeln:
Unten stimmst Du mir zu, das diese Wurzeln in ganz Europa zu finden sind. Hm

Ausserdem muß ich die korrigieren. Bei jedem ideologischen Massenmord (die beispiele brine ich nicht noch einmal) ist ein signifikanter Teil der Bevölkerung beteiligt, und sei es passiv durch Wegschauen. Brauchst nur mal die Literatur über den Stalinismus zu lesen. Steht da alles drin.
Die anderen Ereignisse sind nicht besonders gut untersucht.

Aber du erweckst den Eindruck, als hätte jeder Deutsche einen Folterkeller im haus gehabt.

Und unten schreibst Du, das die hauptschguld das wegschauen gewesen ist… (Dahrendorff)
hm?

Zuerst stimmst du mir bei den mechanismen Zu, dann sagst Du, der Holocaust hätte vollkommen eigene Gesetze gehabt.

Nochmal en Detail:
Hitler war paranoid
Die Juden wurden als objektiuve Feinde aufgebaut (ausgehend vom latent vorhandenen Antisemitismus)
Die Juden wurden entmenschlicht
Die Juden wurden vernichtet.

Stalin war paranoid.
Die Kulaken (mittelbauern) wurden als objektive Feinde aufgebaut (ausgehend von gar nix).
Die Kulaken wurden entmenschlicht.
Die Kulaken wurden vernichtet.

Mir zumindest zeigt sich darin eine deutliche Ähnlichkeit.

Im übrigen lässt sich der Deutsche Sonderweg aus den historischen Daten nicht so recht ableiten, siehe u.A. die hir gepostede Liste von S. Dierker. Ich rede hier nicht von Schriften und tiefenpsychologischen Studien, sondern von historischen Ereignissen.
(das es in Westeuropa über lange Zeit keine Judenverfolgung gab, liegt einfach daran, das es dort keine Juden mehr gab)

Zu deiner Bemerkung über mich und meinen Vater (der zum Kriegsende 10 jahre alt war… *schiefgrins* ) nehme ich mal nicht inhaltlich Stellung. Ich finde es nur immer wieder toll, wie manche Leute rein aus meinen Überlegungen mir irgendwelche Defekte andichten.

Lebe weiter in der Überzeugung, die richtige Meinung zu haben.
Auch wenn sie angelesen ist, es ist doch ein schönens Gefühl, gelle.

P.S. füll doch mal deine Vika aus… würde mich mal interssieren, was Du machst.

Gruß
Mike

-finis-

gemein!:frowning:
Mike kriegt von dir wenigsten nochmal ansatzweise was in der Richtung, was Argumente sein könnten…angeblich hast du ja übrigends Geschichte studiert, dann müsstest du eigentlich wissen, wie man mit „Meinungen“ umzugehen hat:smile:)) (vgl dein Posting an mich). Wenn Meinungen Fakten liefern ürden, dann wäre mein Meinung ja auch ein Fakt. Die ist es aber für dich nicht:smile:)).

Der Sonderweg Deutschlands zur Vernichtung der Juden war seit
Jahrhunderten geschuert und geplant - und fand bei Hitler samt
Typen den den idealen Naehrboden fuer diese Verbrechen.

Weizäcker und Dahrendorf darfst hier NICHT für dich beanspruchen:smile:). Sie erklären die Zeit, aber nicht deine merkwürdige völlig These. Und so wie du hier entlarvend völlig unhistorische Thesen postest, werden selbst deine angeführten Soziologen es nicht geschrieben haben. Du hast auf jedenfall nicht ein Zitat gebracht, dass das in der Form unterstützt hätte.

Kein Volk ausser den Deutschen ist zu derartigen grossen
Leistungen faehig. DER Deutsche IST zu perfekt- alles passte
hier bestens.

Glaubst du das wirklich was du da schreibst???

Ansonsten schreib doch wenigstens einmal HOLOCAUST richtig!

1.a) Holocoust ist NICHT einmalig - sondern nachweisbar durch
Luther im 16Jhr besonders geschuert und sytsematisch
entwickelt worden- obwohl es diesen seit 900 Jahren schon
gibt.

QUATSCH *lach*…wie definierst du denn bitte HOLOCAUST…oder schreibst du Holocoust absichtlich so und meinst damit was ganz anderes???

Der Verweis auf Luther versagt schon alleine deswegen, weil
die Hälfte der Deutschen katholisch ist.

Unrichtig. Wenn die Haelfte der Deutschen dabei sind - sind
das ungeheuer viele - deshalb waren es ja schlussendlich
Millionen.

Hitler war Katholik, das nur am Rande…und NEIN, nicht nur Protestanten waren Antisemiten und Verbrecher, das wird ja immer abstruser.

Kaum. Solange keine Deutschen dabei sind - kann es sicher sehr
kritisch werden siehe in Albanien -aber das Toeten ist niemals
so sytematisch perfekt organisiert.

Beim nächsten Völkermord auf der Welt sage ich dann: Ach solangs nur keee Daitsche sinn! Kann euch gar net so weh due, die Töderei!

Wir sind perfekter in der Organisation - und hatten einen
chismatischen Fuehrer der das deutsche Volk glaubhaft aufbaute
und spaeter gnadenlos belog und betrog.

ich vermute, du meinst charismatisch? Chismatisch ist was anderes.

ansonsten: bleib bei deiner merkwürdigen Meinung. So wie du sie hier noch mal entlarvend von dir gegeben hast, teilt sie kein einziger Historiker oder anderer Wissenschaftler mit dir.

Wie ich dich kenne, schreibst du nochmal was:smile:)…ich lasse dir das letzte Wort!

Gruss,

barbara

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Richtig so

Mike kriegt von dir wenigsten nochmal ansatzweise was in der
Richtung, was Argumente sein könnten…angeblich hast du ja
übrigends Geschichte studiert, dann müsstest du eigentlich
wissen, wie man mit „Meinungen“ umzugehen hat:smile:)) (vgl dein
Posting an mich). Wenn Meinungen Fakten liefern ürden, dann
wäre mein Meinung ja auch ein Fakt. Die ist es aber für dich
nicht:smile:)).

Der Sonderweg Deutschlands zur Vernichtung der Juden war seit
Jahrhunderten geschuert und geplant - und fand bei Hitler samt
Typen den den idealen Naehrboden fuer diese Verbrechen.

Weizäcker und Dahrendorf darfst hier NICHT für dich
beanspruchen:smile:).

Du irrst wiederum - wie soo oft :

Sowohl Dahrendorff ( im Spiegel-Interv.) - als auch Waizaecker
( in der Zeit ) sprechem BEWUSST vom deutschen Sonderweg.

Sie erklären die Zeit, aber nicht deine

merkwürdige völlig These.

Sie erklaeren den deutschen Sonderweg der zu diesem Drama ohnegleichen fuehrte.

Und so wie du hier entlarvend völlig

unhistorische Thesen postest, werden selbst deine angeführten
Soziologen es nicht geschrieben haben. Du hast auf jedenfall
nicht ein Zitat gebracht, dass das in der Form unterstützt
hätte.

Ich habe seitenweise die Meinungen von Soziologen und Wissenschaftlern reingestellt - die DUU nach dieser Erkenntnis NICHT gelesen hast - ( welch ein Vorgang ! )und, ich denke gar nicht daran NUUR Zitate zu schreiben - mich auf deine duenne Schiene zu begeben - da der Zusammnhang verloren geht.

Kein Volk ausser den Deutschen ist zu derartigen grossen
Leistungen faehig. DER Deutsche IST zu perfekt- alles passte
hier bestens.

Glaubst du das wirklich was du da schreibst???

Beweise ohnegleichen von Wissenschaftlern wie Prof. Gellately , Historiker Weiss, Prof. Goldhagen - Soziologen Prof. Dahrendorff - etc. etc.

Ansonsten schreib doch wenigstens einmal HOLOCAUST richtig!

…OK. Du Deutschlehrerin ( dann schreib du wenigstens mal 'Deutsch ’ richtig :wink:

1.a) Holocoust ist NICHT einmalig - sondern nachweisbar durch
Luther im 16Jhr besonders geschuert und sytsematisch
entwickelt worden- obwohl es diesen seit 900 Jahren schon
gibt.

QUATSCH *lach*…wie definierst du denn bitte HOLOCAUST…oder
schreibst du Holocoust absichtlich so und meinst damit was
ganz anderes???

QUATSCH *lach* …wie definierst du denn das !?

WAS soll diese Nickelei - faellt dir sonst nichts mehr ein- oder sollte ich dir deine Schreibfehler staendig vorhalten :smile:)

Der Verweis auf Luther versagt schon alleine deswegen, weil
die Hälfte der Deutschen katholisch ist.

Unrichtig. Wenn die Haelfte der Deutschen dabei sind - sind
das ungeheuer viele - deshalb waren es ja schlussendlich
Millionen.

Hitler war Katholik, das nur am Rande…und NEIN, nicht nur
Protestanten waren Antisemiten und Verbrecher, das wird ja
immer abstruser.

Alles bekannt - aendert nichts daran dass vor allem Luthers massiver Judenhass in seinen Kreisen den Antisemitismus besonders schuerten - mehr als jede andere Gruppe - daher mitverantwortlich fuer den spaeteren Holocoust.

Kaum. Solange keine Deutschen dabei sind - kann es sicher sehr
kritisch werden siehe in Albanien -aber das Toeten ist niemals
so sytematisch perfekt organisiert.

Beim nächsten Völkermord auf der Welt sage ich dann: Ach
solangs nur keee Daitsche sinn! Kann euch gar net so weh due,
die Töderei!

Wir sind perfekter in der Organisation - und hatten einen
chismatischen Fuehrer der das deutsche Volk glaubhaft aufbaute
und spaeter gnadenlos belog und betrog.

ich vermute, du meinst charismatisch? Chismatisch ist was
anderes.

Richtig. Deuscht ist auch was anderes:smile:

ansonsten: bleib bei deiner merkwürdigen Meinung. So wie du
sie hier noch mal entlarvend von dir gegeben hast, teilt sie
kein einziger Historiker oder anderer Wissenschaftler mit dir.

Du irrste wiederum total - denn Unmengen renomm. Wissenschfatler - wie zB. Holocoust-Forscher Prof. Gellately - auch Prof. Goldhagen - Historiker Weiss und Jaeger BEWEISEN es .

DU WILLST das nicht wissen- passt naemlich ueberhaupt nicht in dein Konzept!

Wie ich dich kenne, schreibst du nochmal was:smile:)…ich lasse dir
das letzte Wort!

…wie gnaedig von dir :wink:

Gruss,

barbara

gruss

Wunderbar…

hi…
das ist jetzt, bis auf weiteres, mein letzter Kommentar dazu.

nachdem Du in keiner weise auf meine Argumente eingehst, sehe
ich keinen rechten Sinn darin, diesen Thread weiterzuführen,
es bringt nichts neues.

Ach- schon sehr merkwuerdig - steht doch alles dort:smile:))

Ausserdem wiedersprichst Du dir selber:
Oben redest Du von den speziell deutschen Wurzeln:
Unten stimmst Du mir zu, das diese Wurzeln in ganz Europa zu
finden sind. Hm

Kein Widerspruch: Speziell in D wg / von Luther inbesondere geschuert - und ebenso in Europa latent - Luther’s Hass steckte halt an…

Ausserdem muß ich die korrigieren. Bei jedem ideologischen
Massenmord (die beispiele brine ich nicht noch einmal) ist ein
signifikanter Teil der Bevölkerung beteiligt, und sei es
passiv durch Wegschauen. Brauchst nur mal die Literatur über
den Stalinismus zu lesen. Steht da alles drin.
Die anderen Ereignisse sind nicht besonders gut untersucht.

IST alles von Holocoust Forscher Prof. Gellately NACHGEWIESEN!

Die Deutschen waren zu Millionen beteiligt aktiv und passiv.

Aber du erweckst den Eindruck, als hätte jeder Deutsche einen
Folterkeller im haus gehabt.

Warum uebertreibst Du soo- Spitzel waren in jedem Haus -Verrat in jedem Block.
:

Und unten schreibst Du, das die hauptschguld das wegschauen
gewesen ist… (Dahrendorff)
hm?

Ja. Millionen schauten weg - andere Millionen machten mit- wie Dahrendorff ja auch.

Zuerst stimmst du mir bei den mechanismen Zu, dann sagst Du,
der Holocaust hätte vollkommen eigene Gesetze gehabt.

Nochmal en Detail:
Hitler war paranoid
Die Juden wurden als objektiuve Feinde aufgebaut (ausgehend
vom latent vorhandenen Antisemitismus)
Die Juden wurden entmenschlicht
Die Juden wurden vernichtet.

Stalin war paranoid.
Die Kulaken (mittelbauern) wurden als objektive Feinde
aufgebaut (ausgehend von gar nix).
Die Kulaken wurden entmenschlicht.
Die Kulaken wurden vernichtet.

Mir zumindest zeigt sich darin eine deutliche Ähnlichkeit.

Sorry - ich kann mit diesen plakativen Vergleichen nicht anfangen.

Im übrigen lässt sich der Deutsche Sonderweg aus den
historischen Daten nicht so recht ableiten, siehe u.A. die hir
gepostede Liste von S. Dierker. Ich rede hier nicht von
Schriften und tiefenpsychologischen Studien, sondern von
historischen Ereignissen.

Die historischen Daten ergeben sich besonders aus dem abgrundtiefen Judenhass Luthers- der war weithin ansteckend.

(das es in Westeuropa über lange Zeit keine Judenverfolgung
gab, liegt einfach daran, das es dort keine Juden mehr gab)

Seit 900 Jahren hats Antisemitismus in D- siehe meine Liste oben - diese ist autentisch.

Zu deiner Bemerkung über mich und meinen Vater (der zum
Kriegsende 10 jahre alt war… *schiefgrins* ) nehme ich mal
nicht inhaltlich Stellung. Ich finde es nur immer wieder toll,
wie manche Leute rein aus meinen Überlegungen mir irgendwelche
Defekte andichten.

Ich dichte nichts an - sondern DU wolltest meine Meinung hoeren- und nun ist sie halt falsch- ok- sorry.

Lebe weiter in der Überzeugung, die richtige Meinung zu haben.
Auch wenn sie angelesen ist, es ist doch ein schönens Gefühl,
gelle.

Lebe auch Du in deiner - falschen - Ueberzeugung - denn der Judenhass hat Methode - besonders in D.

P.S. füll doch mal deine Vika aus… würde mich mal
interssieren, was Du machst.

Gruß
Mike

-finis-

Gruss