Hallo,
meine Frau und ich beabsichtigen in Kürze ein Waldgrundstück zu kaufen.
Bei einen Gespräch mit den Schwiegereltern kam die Frage nach
der Grundschuld auf dem Wald, denn man kann den Wald nur nach
Löschung der Grundschuld kaufen haben diese behauptet.
Ich war der Meinung das das egal ist ob eine Grundschuld vorhanden
ist oder nicht, bzw. nur maßgeblich für den Kaufpreis ist.
Wer hat nun recht mit seiner Aussage.
Danke und Mfg
Sirak
Hallo Sirak,
Du kannst ein beliebig hoch belastetes Grundstück kaufen. Die Belastung hängt nicht am Verkäufer, sondern am Grundstück selber. Deswegen wird Dir auf das Grundstück bloß derjenige Kredit geben, auf den die Grundschuld lautet. Wenn Du bar bezahlst und wenn Du weißt, dass das mit der Grundschuld besicherte schuldrechtliche Geschäft erledigt ist, brauchst Du nicht die Löschungsbewilligung abwarten.
Die Nebenkosten werden in diesem Fall höher: Eintragung Löschung der Grundschuld und Auflassungsvormerkung/Auflassung/neuer Eigentümer kosten, wenn getrennt vorgenommen, zwei Mal Geld statt bloß ein Mal.
Schöne Grüße
MM
Hi Sirak,
wir haben auch gerade ein Haus gekauft, da lag auch noch eine Grundschuld drauf. Von ca. 1939, ausgewiesen in Feingoldmark 
War eigentlich ein Witz, in heutigem Geld nur ca. 250€, und wir hatten vor dem Kaufvertrag schon mit dem Verkäufer ausgehandelt, das das ruhig da bleiben könnte und von Kaufpreis abgezogen wird.
Letztendlich war dann aber die Bank darauf erpicht, die erste Stelle im Grundbuch zu haben. Deswegen muß jetzt der verkäufer für die Löschung sorgen. Da keine Dokumente dazu mehr vorhanden sind wird das jetzt ausgehängt, und wenn sich ein halbes Jahr keiner meldet wird’s gelöscht. Die Bank ist damit zufrieden, da sie nach dem halben Jahr sicher an erster Stelle steht.
Nach diesen Erfahrungen würde ich sagen, es ist grundsätzlich besser ein unbelastetes Grundstück zu übernehmen.
Ciao,
Torsten