Grundschuld ?

Moin moin,

stellt euch vor ihr kauft eine wohnung. gebaut für drei familien.
ihr seid also einer von drei. das haus ist dreissig jahre alt und wurde tippi toppi ( so meint jedenfalls der verkäufer und ihr könnt nichts nachteiliges entdecken) renoviert. sieht auch gut aus.

und jetzt lest ihr im notarpapier: gekauft wie besehen - nix garantie.
bodenverunreinigungen sind dem VK nicht bekannt.

gesetzt den fall - sowas würde euch begegnen - wie würdet ihr darauf reagieren.
t.zweite frage:
zu nächstmal - was ist eine „GRUNDSCHLD“
wie ich gehört habe wird die beim notar eingetragen.
was aber wenn ich eine immobilie erstehe notariell abwickle und die GS erst später eintagen lasse ?
ist das gefährlich ? kostet das mehr ?
wo liegt da die tücke des objektes ?
sollte ich richtig liegen gebe ich einen aus - virtuell natürlich.
is ja auch nur ne frage was währe wenn…
t.

PS: entschuldigung gleiche frage auch unter allg. Rechtsfragen.

Morgen,

die Grundschuld dient dazu, einem Forderungsgeber - meist die Bank - ihre Forderung zu sichern. Die Bank wird Dir ohne Eintragung einer Grundschuld zu ihren Gunsten keinen Kredit gewähren. Zahlst Du den Kredit nicht ordnungsgemäß ab, dann kommt die Bank als Grundschuldgläubiger und leitet die Zwangsvollstreckung des Gebäudes/Wohnung ein. Die Bank wird sich als Darlehensgeber auch nicht damit zufrieden geben nicht an erster Stelle im Grundbuch eingetragen zu sein.

Ich rate Dir, lass Dich mal rechtlich beraten und zieh nen Immo-Spezialisten hinzu. Eine Immobilie zu erwerben ist nicht wie ein Sack Mehl zu kaufen, sondern bedarf doch einiger vieler Überlegungen…

Gruß
Dora

Hallo Tamansari,

und jetzt lest ihr im notarpapier: gekauft wie besehen - nix
garantie.

das ist so üblich.

Grüße von
Tinchen

da muss man wohl bei „Adam und Eva“ anfangen.
Es ist schon etwas blauäugig, wie man hier vorgeht…

  1. Ist die Wohnung nach WEG geteilt?
  2. Gibt es eine Teilungserklärung?
  3. Gebrauchte Immobilien werden i.d.R. „wie besichtigt“ verkauft. Es ist Sache des Käufers, sich genau zu informieren!
  4. Man soll sich fachlichen Rat holen, auch wenn er etwas kostet!
  5. Wenn man die Immobilie finanzieren muss, so ist eine Sicherheit für das Kreditinstitut einzutragen. Das heißt dann Grundschuldeintragung.
    Diese wird beim Notar beantragt. Der Notar weist das Grundbuchamt an, diese Schuld im Grundbuch einzutragen.
  6. Es kann sein, dass die Zahlung des Kaufpreises fällig ist, die Sicherung (Grundschuld) aber noch nicht eingetragen ist. Dann gibt es Probleme, je nach Vertragstext, von einigen Prozenten an Verzugszinsen, bis hin zum Rücktritt durch den Verkäufer, der dann das Objekt billiger weiterverkauft, wobei SIE die Differenz zu bezahlen haben.
    Es ist schon äußerst blauäugig!

.
.
20. usw.

Nach Kenntnis des genauen Hergang, der aktuellen Situation und des Vertragstextes kann eine qualifizierte Antwort gegeben werden.

Mit freundlichen Grüßen
Friedrich Pausch
www.immobilienratgeber.com

Das Parade-Beispiel für falsche Vorgangsweise
Das sind die „gesuchten“ Käufer für die Verkäufergilde.

Hier wird alles falsch angepackt was nur möglich und unmöglich ist:
Keinerlei Grundwissen und überdies den Verkäuferaussagen auch noch Glauben schenken.
Wenn jetzt noch der Notar „beruhigend“ mitwirkt, dann ist ein neuer Problemfall geboren!

Es ist aber nichts Neues und die immer wiederkehrenden Sendungen in den Medien sprechen ja eine deutliche Sprache.

Ich glaube nicht, dass es jemals gelingen wird, diese Blauäugigkeit auszurotten.

Bei einem Autokauf wird sorgfältiger recherchiert. Auch ist man oftmals bereit, einen kostenpflichtigen Fachmann zu Rate zu ziehen, der dieses Wunschfahrzeug inspiziert.
Bei einer Immobilie ist das völlig anders, obwohl es das Teuerste im Leben ist, was sich eine Privatperson jemals kauft…
Die Leute stopseln so herum und wandern zwischen gut gemeinten Ratschlägen hin und her.
Entscheidungen sind Glückssache.
Und nicht oft findet man diese Leute dann wieder in Report-Sendungen.
Diese erklären dann, wie schlimm man mit ihnen umgesprungen ist und wieviel Geld man mittlerweile verloren hat, anstatt VORHER sich kundig zu machen!

Obwohl ich nun mehr als 25 Jahre auf diesem Sektor arbeite, hat sich eigentlich nur eine Sache geändert:
Das Geschäft ist rigoroser geworden und gleichzeitig nimmt die Naivität der Privatkäufer zu!
Wunderbares Terrain für Verkaufprofis!

Ich grüße Euch
Friedrich Pausch
www.immobilienratgeber.com

Hallo Friedrich !

Eine sachdienliche Antwort ist das leider nicht.
Nur Reklame. Die mir leider überhauptnicht gefällt. Ich finds nur peinlich. Ich denke mal meine Verhandlungspartner sind ehrbare Kaufleute. (auch wenn sie mein geld wollen)
t.

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Hallo Friedrich !

Eine sachdienliche Antwort ist das leider
nicht.
Nur Reklame. Die mir leider überhauptnicht gefällt. Ich finds
nur peinlich. Ich denke mal meine Verhandlungspartner sind
ehrbare Kaufleute. (auch wenn sie mein geld wollen)
t.

leider falsch!

Glaube mir, die Leute der Verkäufergilde wollen nur eines, Dein Geld.
Ich habe noch niemanden gefunden, der sein Objekt mit dem Zusatz, dass es womöglich überteuert sei, angeboten hat.
Alles andere ist schlicht blauäugig.
Es ist, wie auch alle Informationen, die ich in diesem Forum gebe, kostenfrei.
Natürlich bin ich auch bereit, Antworten auf Fragen, die direkt an mich gestellt werden, kostenfrei zu beantworten.
Wenn aber ein bestimmter Aufwand betrieben werden muss, dann bitte ich zu verstehen, dass ich das nicht mehr kostenfrei geben kann.

Ich habe Dir direkt Tipps gegeben und auch eine Empfehlung, wie man aus diesem Druck ohne Gesichtsverlust wieder herauskommt.
Das war alles kostenfrei. Weitergehende Hilfen wären nur mit entsprechendem Aufwand möglich.

Ich habe diese Deine Anfrage genutzt, damit ich andere Unbedarfte Leute anhand eines Paradebeispiels warnen kann, niemals so vorzugehen.
Ich habe kürzlich ebenfalls in diesem Forum die grundsätzliche Vorgangsweise beschrieben und hoffe, dass es etwas fruchtet.
Hier geht es um sehr viel Geld, das Begehrlichkeiten weckt!!!
Glaube einem „alten“ Profi.

Wünsche Dir ein glückliches Händchen und alles Gute
Friedrich Pausch
www.immobilienratgeber.com

Hallo Friedrich,

du sprichst das Thema Notar an. Wofür werden die eigentlich bezahlt? Müssten die nicht eigentlich den Käufer warnen, wenn da etwas nicht ganz Koscher ist? Oder werden die nur dafür bezahlt, gegen teures Geld eine Unterschrift zu leisten? Wofür braucht man die eigentlich?

Nachdenkliche Grüße

Bert

Hallo Bert,

es herrscht eine allgemeine Unwissenheit.
Der Notar ist eine Amtsperson und hat ausschließlich die Pflicht, die zivilrechtliche Seite zu beachten, also im Klartext:
Es muss rechtsgültig sein.
Der Notar hat keine Pflicht, den Käufer, nur weil er unwissend ist, zur Seite zu stellen. Er wird dies auch nicht tun, da er sonst den Umsatzbringer, den Bauträger, den Makler, verliert.

Es tut mir leid, wenn ich Dir (und Euch) den Zahn ziehen muss.

Ich habe es selbt sogar erlebt, dass der Notar in meinem Beisein (er wußte, dass ich als Fachmann auf der Seite des Käufers stehe) versuchte, den Käufer auf die Seite des Verkäufers zu ziehen, also zu ungunsten des Käufers zu raten.
Auf Notare kann man sich nicht verlassen. Als Ratgeber sind diese auszuschließen. Man könnte nur einen anderen Notar befragen. Dieser würde aber auch nochmal als Gebühr etwa 1% der Kaufsumme verlangen.
Ein Rechtsanwalt ist auch nicht geeignet, da diese sich normalerweise nicht mit diesem Metier mangels Aufträge nicht befassen, da dieses Geschäft nahezu zu 100% vom Notar abgewickelt wird.

Ich grüße Euch
Friedrich Pausch
www.immobilienratgeber.com