Grundschuld

Hallo,
mein Vermieter schlägt vor, daß ich, wenn ich unsere Wohnung kaufen möchte, doch die Grundschuld übernehmen möge. Was ist überhaupt eine Grundschuld und hat die Übernahme negative Folgen für mich?
Gruß, Popeye

Hallo,

eine Grundschuld wird für einen Darlehensgeber (Bank) im Grundbuch eingetragen und gibt an, dass Dein Grundbesitz (Haus oder Wohnung) in der genannten Höhe belastet ist. Damit bildet die Grundschuld im Extremfall die Grundlage, um Dein Eigentum „versilbern“ zu können…

Die Eintragung einer Grundschuld kostet Geld (Notar, Gericht). Wenn bereits eine Grundschuld besteht ist es deutlich billiger, diese zu übertragen - Nachteile entstehen Dir dadurch nicht. Dein Vermieter will Dir anscheinend - zumindest in dieser Hinsicht - nichts Böses.

Grüße, Igor.

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ergänzend zu Igors richtigem Hinweis noch folg. Info. Das lohnt sich nur, wenn die Grundschuld niedriger als der Kaufpreis ist und die Zinsen mit der Bank nicht die üblicherweise eingetragenen 15-20 % betragen (haben idR nur Absicherungs-charakter). Beachte aber, daß die Bank mit Dir als Schuldner einverstanden sein muß, d.h. Du mußt als Schuldner (fast) zu gut sein, wie der alte Schuldner, sonst lassen die den alten Schuldner nicht aus der Haftung.

Im Zweifel frage den Notar, der den Kaufvertrag beurkunden soll. Der kennt sich damit am Besten aus, kostet, bei Abschluß des Kaufvertrages nicht extra, denn die Auskunft ist in seinem Honorar dann enthalten. Es ist ja auch seine Pflicht, Dich korrekt zu informieren.

Gruß Klaus

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Lieber Popeye,

für die Finanzierung Deiner (zukünftigen) Wohnung, solltest Du von verschiedenen Geldgebern Angebote einholen. Sparkassen bieten meist etwas günstigere Konditionen als Banken. Das Zinsniveau ist derzeit güstig.

Die Frage ist also: „Welche Sparkasse/Bank ist bererit Dich zu welchen Konditionen zu finanzieren?“ Wenn die Bank, die die derzeit Grundschuld eingetragen hat, ein vernünftiges Angebot macht, ist eine Übernahme der Grundschuld in Ordnung. Liegen andere Angebote im Zinssatz niedriger, musst Du selbst ausrechnen, ab wann Du tatsächlich etwas sparst.

Auch wenn es immer Gut ist, Geld gespart zu haben, liegen die Kosten der Grundschuldbestellung in einer eher zu vernachlässigenden Relation zu der gesamten Angelegenheit. Die Fragen nach dem Verkehrswert, der Art der Finanzierung, dem Finanzierungspartner selbst usw. haben eine wesentlich wichtigere Bedeutung und sollten nicht durch Bindungen an die Bank des Verkäufers behindert werden.

Neben der eigentichen Darlehnsforderung werden regelmässig auch eventuelle Zinsforderungen für das Darlehn dinglich gesichert. Da über die Änderung des Zinsniveaus in den nächsten 25 Jahren (tja so lange daueren Hypothekenabzahlungen des öfteren) Keiner so recht Bescheid weiss, werden die Zinsforderungen der Grundschuld (unabhängig von der tatsächlichlichen Dahrlehnsvereinbarung) immer in der Größenordnung 15 - 20 % angegeben.

-) bent