Grundschulden beim Immobilienkauf übernehmen

Mit Freunden habe ich kürzlich über folgenden (natürlich rein fiktiven) Fall diskutiert:

  • A möchte eine Haus von B kaufen und 100.000 € Kredit aufnehmen.
  • B hatte dafür vor langer Zeit einen Kredit aufgenommen und eine Grundschuld über 100.000 € ist noch im Grundbuch eingetragen. (Alles abbezahlt - die Löschungsbewilligung liegt vor.)
  • B nimmt den Kredit bei einer anderen Bank auf
    => Die Notar- und Grundbuchkosten (in Summe) sind geringer, wenn die Grundschuld nicht gelöscht und neu beantragt wird, sondern übertragen wird.

Darin waren wir uns einig.
Wie wäre es aber, wenn nicht nur eine Grundschuld existiert sondern vier bei z.B. zwei verschiedenen Banken (4 x 10.000 €)? Und zudem eine neue Grundschuld eingetragen werden müsste über die restlichen 60.000 €?

Würde es sich immer noch lohnen, die Grundschulden umschreiben zu lassen und eine neue Grundschuld über den Differenzbetrag eintragen zu lassen?

Besten Dank im Voraus für eure Antworten!

=> Die Notar- und Grundbuchkosten (in Summe) sind geringer,
wenn die Grundschuld nicht gelöscht und neu beantragt wird, sondern übertragen wird.

Sie wird nicht übertragen, sondern von der ersten Bank an die zweite abgetreten, aber nur dann, wenn die Eintragung so ist, wie die zweite Bank sie haben möchte. Das ist speziell bei alten Eintragungen häufig nicht der Fall.

Wie wäre es aber, wenn nicht nur eine Grundschuld existiert
sondern vier bei z.B. zwei verschiedenen Banken (4 x 10.000
€)? Und zudem eine neue Grundschuld eingetragen werden müsste
über die restlichen 60.000 €?

Ich glaube, dann würde die neue, kreditgewährende Bank nicht mitspielen, sondern auf einer Löschung und einer Neueintragung bestehen.