Grundschullehramt

Hallo,

ich habe unten schon mal eine ähnliche Frage gestellt, aber dieses Mal ist es etwas konkreter.

Wie sind die Berufsaussichten von Grundschullehrern?

Welche Fächer werden benötigt, welche sind überlaufen?

Wo können diese noch arbeiten, außer in einer Grundschule?

Wie schwer ist der Stoff im Studium hinsichtlich Mathe usw.? Ist es ein halbes (oder sogar ganzes Methestududium) oder einfacher?
Ich habe jetzt die Mathevorlesungen im Medieninformatik-Studium kennengelernt und fand es recht wissenschaftlich, abstrakt und kompliziert. Werde ich dann auch mit dem Stoff überfordert sein?
Die gleiche Frage gilt natürlich auch für andere Fächer.

Ich habe mal gelesen, dass ein Bundeslandwechsel für Lehrer nicht unproblematisch ist, stimmt das?

So, dass sollte jetzt vorerst reichen, um meine Neugierde zu stillen.
Würde mich über Antworten freuen.

Gruß
Tato

Hallo Tato,

soweit ich deine Fragen beantworten kann, tue ich das mal.

Ich studiere Germanistik und Anglistik auf Bachelor. Kombiniert mit einem Master in Erziehungswissenschaften ist der Studienabschluss dem ersten Staatsexamen der ehemaligen Lehramtsstudenten gleichgesetzt. In NRW haben einige Unis inzwischen komplett auf dieses System umgestellt, den alten Lehramtsstudiengang gibt es zum Teil schon gar nicht mehr.

Vorteil: durch den Bachelor in zwei Fächern ist man auch erst mal allgemein qualifiziert. Man kann später auch im Bereich Journalistik etc. arbeiten. Wie das bei anderen Fächern konkret aussieht, weiß ich nicht.

Fächer: Englisch ist in jedem Fall sehr gefragt. Entweder Deutsch oder Mathe als Schwerpunktfach ist meines Wissens immer Pflicht. Was die anderen Fächer (Sachkunde, Religion, Musik, …) angeht, da kenne ich mich nicht so aus. Fakt ist aber, dass man nachher sowieso alles unterrichtet und das die Prognosen der Arbeitsämter sich ständig ändern. Mein Tipp: studier etwas, was dir Spaß macht!

Mathedidaktik: muss ich als Germanistikstudentin als „kleines Nebenfach“ belegen, also im Umfang von 18 Leistungspunkten. Das ist nicht viel, beläuft sich auf insgesamt 14 Semesterwochenstunden, aufgeteilt auf vier Seminare / Vorlesungen. Der Stoff ist - zumindest hier - sehr praxisorientiert und damit auch sehr verständlich. Man lernt halt etwas, was man später auch wirklich braucht.

Hoffe, das hilft schon mal.

SRP

Niedersachsen & Uni ohne Abi
Hallo SRP,

Hoffe, das hilft schon mal.

Ja, danke.

Ich habe von einigen Uni’s gelesen, bei denen Bachelor eingeführt wird.
Wie lang ist dann die Regelstudienzeit?

Weiß jemand, wie das in Niedersachsen in Bezug auf den Meisterparagraphen aussieht?
Normalerweise kann ich nur artverandte Fächer studieren. Aber wenn ich zwei Fächer belege (angenommen Mathe und Sachkunde), gelten die dann auch als artverwandt?

Vorteil: durch den Bachelor in zwei Fächern ist man auch erst
mal allgemein qualifiziert.

Wird das dann nicht schwerer vom Stoff her?
Machen dann alle Schulstufen die gleichen Module?

Gruß
Tato

Hallo Tato,

alle folgenden Fragen nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet… bitte denk dran, dass ich nur an einer einzigen Uni studiere - woanders kann das durchaus anders sein…

Ich habe von einigen Uni’s gelesen, bei denen Bachelor
eingeführt wird.
Wie lang ist dann die Regelstudienzeit?

Der Bachelor besteht immer aus sechs Semestern. Es gibt 180 Leistungspunkte, 120 davon im Kernfach, 60 im Nebenfach.

Der Master dauert je nach Studienziel zwei oder vier Semester (konkret für Lehramt: zwei Semester für Grund-, Haupt- und Realschule und vier Semester für Gymnasium und Sonderschule).

Weiß jemand, wie das in Niedersachsen in Bezug auf den
Meisterparagraphen aussieht?
Normalerweise kann ich nur artverandte Fächer studieren. Aber
wenn ich zwei Fächer belege (angenommen Mathe und Sachkunde),
gelten die dann auch als artverwandt?

Direkt bei der angestrebten Uni nachfragen - ein Blick auf die Homepage hilft möglicherweise schon.

Vorteil: durch den Bachelor in zwei Fächern ist man auch erst
mal allgemein qualifiziert.

Wird das dann nicht schwerer vom Stoff her?
Machen dann alle Schulstufen die gleichen Module?

Herzlichen Glückwunsch, du hast soeben den großen Nachteil des Studiengangs entdeckt… Ob es insgesamt schwerer ist (im Vergleich zu den alten Lehramtsstudiengängen oder Magister) kann ich nicht beurteilen. Ich weiß aber, dass es deutlich zeitaufwändiger und arbeitsintensiver ist. Meine Wochenarbeitszeit liegt selten mal unter 40 Stunden. Es besteht Anwesenheitspflicht, die in aller Regel auch kontrolliert wird. Des Weiteren gibt es „benotete Leistungsnachweise“ und „unbenotete Leistungsnachweise“. Letzteres ist gleich „aktive Teilnahme“, das heißt der Dozent kann durchaus auch regelmäßige Hausaufgaben, ein Referat oder eine kurze Ausarbeitung von dir verlangen.

Nachteil ist, wie du ja eben schon entdeckt hast, dass sehr viel gemeinsam gemacht wird. Im Fachbereich Germanistik studiert man im 1. Semester ein „Fachportal“, im 2. und 3. Semester die „Basismodule“ und im 4. bis 6. Semester die „Profilmodule“. Bis zum dritten Semester ist es ziemlich egal, was man mal werden will, da werden bloß Grundlagen in Literaturwissenschaft, Linguistik und Didaktik vermittelt. Da sitzen zukünftige Lehrer aller Schulformen mit Journalisten und Theaterwissenschaftlern in einer Vorlesung. Ab dem vierten Semester kann man etwas spezialisieren, wobei die Angebote nicht gerade berauschend sind. Ich möchte an die Grundschule und habe bislang herzlich wenig Seminare gehabt, die auf diesen Fachbereich zugeschnitten sind (äh, und ich schließe den Bachelor nach diesem Semester ab…). Soviel dazu.

Gruß, SRP

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Hallo SRP,

bitte denk dran, dass ich nur an einer einzigen
Uni studiere - woanders kann das durchaus anders sein…

Klar, etwas anderes erwate ich auch gar nicht.
Trotzdem würde mich interessieren, wo du studierst…

Wird das dann nicht schwerer vom Stoff her?
Machen dann alle Schulstufen die gleichen Module?

Herzlichen Glückwunsch, du hast soeben den großen Nachteil des
Studiengangs entdeckt…

War nicht schwer. Welche Nachteile gibt es noch?

Meine Wochenarbeitszeit liegt selten mal unter 40 Stunden.

Ich hatte bisher 34 bis 36 SWS und mich schockt so leicht nichts mehr. Wenn es bei 40 Stunden bleiben würde, wäre das im akzeptablen Bereich.

Etwas Sorge macht mir jetzt der Schwierigkeitsgrad. Ich habe grad mit Medieninformatik angefangen und bin an Mathe gescheitert. Trotzdem interessiert es mich. Was nützt das aber, wenn ich dann wieder versage?

Mein Gefühl sagt mir, das Deutsch einfacher ist - stimmt das oder ist das nur ein Gerücht / Vorurteil?

Was hast du als zweites Fach?

Gruß
Tato

Hallo Tato,

bitte denk dran, dass ich nur an einer einzigen
Uni studiere - woanders kann das durchaus anders sein…

Klar, etwas anderes erwate ich auch gar nicht.
Trotzdem würde mich interessieren, wo du studierst…

Bielefeld.

Herzlichen Glückwunsch, du hast soeben den großen Nachteil des
Studiengangs entdeckt…

War nicht schwer. Welche Nachteile gibt es noch?

* alles ist völlig überlaufen. Mit mir haben etwa 500 andere angefangen Germanistik im Kernfach zu studieren. Leider hat die Umstrukturierung eines der Ziele definitiv erreicht: es gibt deutlich weniger Studienabbrecher. Folglich sind die Seminare der Fünftsemester jetzt völlig überlaufen. In den Semestern unter mir soll es aber deutlich besser sein.

* sehr wenig Angebote im didaktischen Bereich, vor allem im grundschuldidaktischen Bereich (jedenfalls hier…)

* sehr breiter Stoff - gewisse Grundlagen sind sicherlich nötig, aber hier wird’s übertrieben. Die Möglichkeit zur Spezialisierung besteht eben frühestens ab dem vierten Semester - was meines Erachtens viel zu spät ist (jedenfalls für Leute die schon zu Studienbeginn wissen, was mal aus ihnen werden soll - für alle anderen ist es natürlich optimal).

* sehr geringe Praxisorientierung

* sehr wenig Kontakt der Dozenten untereinander (manchmal habe ich den Eindruck, dass Prof A aus der Linguistik und Prof B aus der Literaturwissenschaft und Prof C aus der Didaktik sich noch nie gesehen haben, geschweige denn kennen. Dabei wäre es oft viel sinnvoller, diese Teildisziplinen übergreifend zu lehren / lernen).

Etwas Sorge macht mir jetzt der Schwierigkeitsgrad. Ich habe
grad mit Medieninformatik angefangen und bin an Mathe
gescheitert. Trotzdem interessiert es mich. Was nützt das
aber, wenn ich dann wieder versage?
Mein Gefühl sagt mir, das Deutsch einfacher ist - stimmt das
oder ist das nur ein Gerücht / Vorurteil?

Ich ärgere mich inzwischen, dass ich nicht Mathedidaktik als Kernfach studiert habe und Deutsch dann eben als individuellen Ergänzungsbereich. Ich behaupte in den beiden Mathedidaktikkursen im letzten und vorletzten Semester (6 SWS und 4 SWS) schon mehr Dinge, die mir in meiner Laufbahn als Grundschullehrerin täglich in der Praxis begegnen werden, gelernt zu haben als in allen Germanistikseminaren und -vorlesungen bislang zusammen. Schwerer ist es mit Sicherheit nicht. Im Gegenteil. Und ich halte mich durchaus nicht für ein Mathegenie!

Wenn du dir ein eigenes Bild machen willst, kann ich dir gerne unsere Übungszettel aus dem letzten Semester mal per Email zuschicken.

Was hast du als zweites Fach?

Anglistik

:wink:

SRP

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Danke, ich habe ja noch etwas Zeit mir alles gründlich zu überlegen und einige Vorlesungen zu besuchen.

Wenn du dir ein eigenes Bild machen willst, kann ich dir gerne
unsere Übungszettel aus dem letzten Semester mal per Email
zuschicken.

Gerne, ich freue mich! E-Mail Adresse steht ja in der Vita…

Gruß
Tato

PS: Sternchen für deine Mühe

Hallo Tato,

Du hast ja schon einige Antworten bekommen, und zu diesem Bereich kann ich auch nicht so viel sagen, da mein Studium schon 8 Jahre her ist…

Wie sind die Berufsaussichten von Grundschullehrern?

Wenn Du Zahlen und Prognosen möchtest, kannst Du es mal auf der Webseite des Kultusministeriums des Bundeslandes, in dem Du später sein möchtest, probieren. - Zumindest in Hessen gibt es da immer mal wieder Informationsseiten mit entsprechenden Zahlen. (einfach googeln)

Welche Fächer werden benötigt, welche sind überlaufen?

Auch hier ist es gut, wenn Du beim Kultusministerium nachforschst. - Ich mache gerade das Referendariat und bei uns ist das Fach Deutsch sehr überlaufen. - Allerdings wird es in naher Zukunft sowieso verpflichtend wie auch Mathe. - Hier in Hessen befindet sich einiges im Umbruch, und es scheint so zu sein, dass eigentlich noch niemand genau weiß, was und wie sich alles ändern soll…
Es gibt „Mangelfächer“, die es sicher erleichtern können, eine Anstellung zu bekommen (z.B. Musik gehört dazu).

Wo können diese noch arbeiten, außer in einer Grundschule?

So generell ist das schwer zu beantworten. Viele Lehrer, die keine Anstellung gefunden haben, sind anderweitig untergekommen. Das hängt aber wohl vom individuellen Ausbildungsweg und Neigungen ab.
(Ich habe beispielsweise neben Lehramt auch noch Diplompäd. studiert. Das ist der reinste „Gummistudiengang“: man ist alles oder nichts. - Insofern fand ich, dass es eine gute Ergänzung ist: ein Studiengang, der total festlegt, was man wird, der andere, der alles offen lässt… - ich habe dann einige Jahre als Dipl. Päd. gearbeitet und mache nun noch das 2. Staatsexamen, um auch in die Schule gehen zu können.)

Wie schwer ist der Stoff im Studium hinsichtlich Mathe usw.?
Ist es ein halbes (oder sogar ganzes Mathestududium) oder
einfacher?
Ich habe jetzt die Mathevorlesungen im
Medieninformatik-Studium kennengelernt und fand es recht
wissenschaftlich, abstrakt und kompliziert. Werde ich dann
auch mit dem Stoff überfordert sein?

Ich erinnere mich, dass die Mathe-KommilitonInnen sehr gestöhnt haben, weil der Stoff schwer war. - Ob das aber immernoch so ist und überall so ist? - Ich weiß es nicht!

Die gleiche Frage gilt natürlich auch für andere Fächer.

Wenn man bedenkt, was man später braucht in der Grundschule, dann ist das Niveau schon hoch im Studium. - Ich kann Dir nur empfehlen, dass Du die Fächer studierst (abgesehen von Pflichtfächern natürlich), die Dir liegen und die Dich interessieren. Die Bereitschaft und Lust, sich auch mit etwas anspruchsvolleren Inhalten auseinanderzusetzen, wenn es nötig ist, wird Dir helfen. - Ich glaube, dass dies auch sinnvoll ist. Es geht ja auch darum, wie man selbst lernt und sich mit Inhalten auseinandersetzt. - Das spielt imho eine große Rolle fürs Unterrichten.

Ich habe mal gelesen, dass ein Bundeslandwechsel für Lehrer
nicht unproblematisch ist, stimmt das?

Das stimmt! - Es ist etwas, was mich ziemlich ärgert: Hessen will alles reformieren, damit die Lehrerausbildung in anderen europäischen Ländern anerkannt wird - dabei sind sich nicht einmal die Bundesländer untereinander einig!
Ich habe in Niedersachsen studiert, das Leben hat mich aber nach Hessen getrieben. - Und was überall honoriert wird: Mobilität und Flexibilität, wird im Lehrerberuf bestraft:
In Niedersachsen studiert man 2 Hauptfächer und 1 Nebenfach (denn Grund- und Hauptschule wird zusammen studiert). (In Hessen wird dies nur als Grundschullehramt anerkannt). Da man hier nur 1 Hauptfach und 2 Nebenfächer studiert, wird nur 1 Fach bis Klasse 10 anerkannt. - Ich konnte mir aussuchen, welches Fach dies sein soll, müsste das andere aber nochmal studieren, um es hochzuqualifizieren!!! (Wenn das keine Schikane ist…!) - Außerdem vorsicht mit Sachunterricht. Das war mein 3. Fach und wird gar nicht anerkannt, weil Sachunterricht hier anders studiert wird…
Solltest Du also mit einem bestimmten Bundesland liebäugeln, ist es sinnvoll auch dort zu studieren. - Allerdings gibt es auch anders Mittel und Wege (und sei es duch zusätzliche Prüfungen).

So, dass sollte jetzt vorerst reichen, um meine Neugierde zu
stillen.
Würde mich über Antworten freuen.

Hoffentlich bin ich nicht zu spät - habe erst jetzt Deine Frage entdeckt…

Gruß
Tato

Gruß,
Matuja

Hallo Matuja,

Danke für deine Antwort!

Du hast ja schon einige Antworten bekommen, und zu diesem
Bereich kann ich auch nicht so viel sagen, da mein Studium
schon 8 Jahre her ist…

Egal.

Es gibt „Mangelfächer“, die es sicher erleichtern können, eine
Anstellung zu bekommen (z.B. Musik gehört dazu).

Nun ja, ich interessiere mich zwar sehr dafür, aber den Test werde ich wohl kaum bestehen…

(Ich habe beispielsweise neben Lehramt auch noch Diplompäd.
studiert. Das ist der reinste „Gummistudiengang“: man ist
alles oder nichts.

Dipl. Pädagogik sagt mir noch mehr zu. Ich weiß, dass es nicht einfach ist anschließend einen Job zu bekommen. Allerdings habe ich jetzt gehört, dass man damit Trainer in großen Unternehmen werden kann. Das fasziniert mich doch sehr. Schließlich gibt bei Päd. die Möglichkeit Erwachsenenbildung als Schwerpunkt zu wählen. In der freien Wirtschaft ist die Bezahlung besser und die Chancen größer.

ich habe dann einige Jahre als Dipl. Päd. gearbeitet

In welchem Bereich *neugierig bin*?
Warum hast du aufgehört?

Ich erinnere mich, dass die Mathe-KommilitonInnen sehr
gestöhnt haben, weil der Stoff schwer war. - Ob das aber
immernoch so ist und überall so ist? - Ich weiß es nicht!

Das habe ich befürchtet. Das wird sich auch mit Sicherheit nicht geändert haben.

Mobilität und Flexibilität, wird im Lehrerberuf bestraft:

Na super…

Solltest Du also mit einem bestimmten Bundesland liebäugeln,
ist es sinnvoll auch dort zu studieren.

Nein, ich habe noch keine Vorstellung. Aber vielleicht treibt es uns irgendwann einmal in eine andere Region und dann wäre das natürlich total hinderlich :frowning:
Zudem sind Bremen und Hamburg vor der Haustür, dort gelten wieder andere Gesetze…

Hoffentlich bin ich nicht zu spät - habe erst jetzt Deine
Frage entdeckt…

Nicht schlimm, ich muss ja leider noch bis zum WS warten, denn zum SS wird es leider nichts passendes geben.
Bis dahin habe ich noch viel Zeit um hier alle Leute mit meinen Fragen verrückt zu machen :smile:

Gruß
Tato

Hallo Tato,

schön, dass ich nicht zu spät war…

Es gibt „Mangelfächer“, die es sicher erleichtern können, eine
Anstellung zu bekommen (z.B. Musik gehört dazu).

Nun ja, ich interessiere mich zwar sehr dafür, aber den Test
werde ich wohl kaum bestehen…

Bei uns war es so, dass man den Test bestehen musste für Hauptfach Musik aber nicht fürs Nebenfach. - Naja, trotzdem ist es besser mit Vorerfahrungen…
Es gibt auch noch andere Mangelfächer - je nach Bundesland.

Ich habe beispielsweise neben Lehramt auch noch Diplompäd.
studiert. Das ist der reinste „Gummistudiengang“: man ist
alles oder nichts.

Dipl. Pädagogik sagt mir noch mehr zu. Ich weiß, dass es nicht
einfach ist anschließend einen Job zu bekommen. Allerdings
habe ich jetzt gehört, dass man damit Trainer in großen
Unternehmen werden kann. Das fasziniert mich doch sehr.
Schließlich gibt bei Päd. die Möglichkeit Erwachsenenbildung
als Schwerpunkt zu wählen. In der freien Wirtschaft ist die
Bezahlung besser und die Chancen größer.

Ja, Erwachsenenbildung gibt es, oder auch „Wirtschaftspädagogik“. Wenn Du Dich da erkundigst (am besten bei den Unis fragen, was man da so machen muss), schau auch mal in ein Vorlesungsverzeichnis, damit Du siehst, ob auch etwas angeboten wird zu dem Studiengang. - In FFM war das nämlich teilweise etwas mau. Man hatte wenig Auswahl, wenn man Erwachsenenbildung studiert hat (mag jetzt anders sein).

ich habe dann einige Jahre als Dipl. Päd. gearbeitet

In welchem Bereich *neugierig bin*?

Ich hatte Studienrichtung Heil- und Sonderpädagogik und habe mich (nach dem Studium) auf „Lerntherapie“ spezialisiert (Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche, Rechenschwäche, Aufmerksamkeitsproblemen kamen einmal wöchentlich zu mir für 1 Std).

Warum hast du aufgehört?

Es ist sehr unsicher geworden. Fördermittel wurden gekürzt. Ich war freie Mitarbeiterin bei einer freien Institution und musste immer die Ferienzeiten selbst „ausgleichen“ (überbrücken). - Ich hatte keine Perspektive für die nächsten Jahre. - Und ich bin Hauptverdienerin unseres Haushalts…
Außerdem suche ich immer mal wieder Abwechslung. - es war mal wieder Zeit…

Wenn Dir Dipl. Päd. zusagt, dann rate ich Dir: versuch Dir ein Bild zu machen von den Studienrichtungen und den Angeboten der Unis. - In so einem Studiengang muss man nicht sofort wissen, was man machen wird, aber es ist hilfreich, zumindest eine grobe Perspektive zu haben…

Gruß
Matuja

Gruß
Tato