GrundSicherung für Studierende?

Hi,
Studierende, Menschen wie andere auch, insbesondere jung und erwachsen, sollten sie nicht unabhängig vom ElternHaus im BedarfsFalle GrundSicherung bekommen, die sie mit anderen Fällen,
die anstandslos ohne Leistun GS bekommen gleich setzt?
Dazu LeistungsStipendium als Motivation? Schließlich investieren Studenten LebensZeitLeistung, um letztlich mit ihrer daraus erwachsender Kreativität allen zu nützen.
noch alles Gute zum neuen Jahr!
Chris

Hallo,

dass du deine abgefahrene Art zu schreiben anderen aufs Auge drückst, ob sie wollen oder nicht, wissen wir nun.
Aber was hast du heute geraucht?
Dein Text ist nicht zu verstehen, du hast Buchstaben ausgelassen und dein Satzbau lässt lediglich kreatives Raten zu --> wenn du Antworten willst, schreib so, dass man deine Frage verstehen kann.

Gruß
eklastic

Hallo Chris,

unsere jetzige Ordnung sieht ja vor, dass grundsätzlich die Eltern das Studium des Nachwuchses bezahlen. Reicht es bei den Eltern nicht, gibt es Bafög.
Dein Vorschlag würde diese Ordnung aus der Familie in die Hände des Staates geben, der die Mittel dafür aufbringen müsste. Das wären bei ca. 2Millionen Studenten auf HIV-Niveau ca. 16Millarden im Jahr.
Welchen Effekt hätte eine Grundsicherung für Studenten?
Imho würde die Gesamtstudentenzahl nur unwesentlich ansteigen, wenn überhaupt. Wohlhabende Eltern würden sich freuen, dass sie mehr Geld für den Konsum haben, und sich einmal im Monat über die stark gestiegenen Steuern ärgern. Ärmere Eltern, deren Kinder wider aller Wahrscheinlichkeit die Hürden unseres selektiven Schulsystems gemeistert haben, würden sich am Anfang des Monats und dann noch mal am Ende über die hohen Steuern ärgern, wenn das Geld für die lebensnotwendigen Dinge knapp wird. Im jetzigen Bafögsystem kommen sie besser weg, weil sie indirekt über Steuern nur für das Bafög armer Kinder, und nicht auch noch für die Grundsicherung reicher Kinder aufkommen müssen.
Im Endeffekt wäre eine Grundsicherung also eher unsozial.
Wenn man die vielen Milliarden unbedingt noch zusätzlich ausgeben möchte, wären sie im vorhochschulischen Bereich viel besser angelegt, um Kinder aus finanziell ärmeren Familien bessere Chancen zu ermöglichen, überhaupt die Hochschulreife zu erlangen.
Das einzig Positive, dass ich an einer Grundsicherung erkennen kann, wäre das Verschwinden der Ungerechtigkeiten im Bagögsystem. Die kann man aber auch anders beseitigen.
Und zum Thema leistungsbezogene Aufstockung der Grundsicherung: Wem die eigene Bildung als Belohnung für die Entbehrungen des Studentenlebens nicht ausreicht, kann sich immer noch von den Verdienstmöglichkeiten nach dem Studium motivieren lassen. Dazu bedarf es keiner zusätzlichen finanziellen Anreize während des Studiums.

Grüsse

Jörg
P.S. Ich finde, dieses Mal konnte man Chris viel besser verstehen.

Hi

Ich stimme dir zu. Das BaFögSystem ist ganz gut. Ich sehe nur zwei Macken:

a) Es ist nicht genug verglichen mit den Preisen… leider. Und ob die 10% Erhöhung helfen werden nach so vielen Jahren pennen…

b) das ist das Wichtigste: Was zum Teufel ist mit dem Master?!
Bei den ostasiatischen Sprachen die ich studiere kann man mit dem Bachelor gar nicht beenden, weil man einfach nicht das Niveau erreicht hat, das man braucht um zu arbeiten. Der Master wird also quasi vorrausgesetzt, und das gibt es auch bei gängigeren Fächern.
Aber der Master wird nicht gefördert, von niemandem, da bleibt nur der Kredit… bei dem ich als Sprachstudent auch noch gearscht bin.

Bachelor/Master schön und gut, aber bei einigen Studiengängen funktioniert das leider nicht. Wer also nicht arbeitslosen werden will, muss sich verschulden. Auch schön.

lg
Kate

Hallo Kate,

a) Es ist nicht genug verglichen mit den Preisen… leider.
Und ob die 10% Erhöhung helfen werden nach so vielen Jahren
pennen…

stimmt. Ich kenne keinen Höchstsatzbafögempfänger, der nicht auch noch andere Einkünfte braucht. Bafög ist inzwischen eine Basis, die der Student noch aufstocken muss.

b) das ist das Wichtigste: Was zum Teufel ist mit dem Master?!
Bei den ostasiatischen Sprachen die ich studiere kann man mit
dem Bachelor gar nicht beenden, weil man einfach nicht das
Niveau erreicht hat, das man braucht um zu arbeiten. Der
Master wird also quasi vorrausgesetzt, und das gibt es auch
bei gängigeren Fächern.
Aber der Master wird nicht gefördert, von niemandem, da bleibt
nur der Kredit… bei dem ich als Sprachstudent auch noch
gearscht bin.

Das ist allerdings eine Ungerechtigkeit. Diplom oder Magister wurde bis zum Ende gefördert, der gleichwertige Master nicht.
So weit ich weiss, werden die meisten Masterstudiengänge aber auch gefördert. Wie wird diese Ungleichbehandlung überhaupt gerechtfertigt?

Grüsse

Jörg

Wisst Ihr, das Schlimme ist doch, dass man heutzutage nicht mehr davon ausgehen kann, dass man mit einem Hochschulstudium hinterher die Entbehrungen des Studiums (immerhin mind. 4 Jahre Niveau unter Hartz IV) ausgleichen kann. Die wenigsten kriegen doch direkt nach dem Examen/Diplom/Magister/Master einen vollbezahlten Job, bei den „klassischen Akademikern“ wie Ärzten, Juristen, Pfarrern und Lehrern heißt es erstmal weiter sparen und knausern, meist sind die Leute erst mit Anfang 30 bei menschenwürdigen Gehältern angekommen. Auch in der akademischen Ausbildung werden die wissenschaftlichen Mitarbeiter mit 1000 € (BAT II /2) abgespeist, bei einer weitaus höheren Arbeitsbelastung als einer halben Stelle. Der Staat verdient an diesen höchstqualifizierten Kräften doch gut mit!
Wenn sichergestellt würde, dass die erzwungene Armut nur 4 Jahre dauert, und man am Ende wirklich mehr verdiene, dann wäre es zu vertreten.
Es kann aber nicht sein, dass sich Bildung immer wieder einem sog. Markt unterwerfen muss. Dabei verliert die ganze Gesellschaft.
Oder nicht?

Hallo Kate,

Das ist allerdings eine Ungerechtigkeit. Diplom oder Magister
wurde bis zum Ende gefördert, der gleichwertige Master nicht.
So weit ich weiss, werden die meisten Masterstudiengänge aber
auch gefördert. Wie wird diese Ungleichbehandlung überhaupt
gerechtfertigt?

Bei uns leider nur durch den KfW Kredit…

Ganz einfach damit: Der Bachelor ist der erste berufsqualifizierende Abschluss, und somit zahlt Bafögamt nicht mehr.
Das ist das Problem am Einheitsbrei, sehr viele Bachelorabschlüsse sind eben NICHT Berufsqualifizierend.
Keine einzige asiatische Sprache kann mit 6 Semestern (und 8 wären von der Reform her ja auch möglich gewesen) gemeistert werden, selbst die besten Studenten haben nach dem 6. Semester grade 5. Klasse Niveau erreicht, und die sollen dann in der Welt herumfliegen und Verträge schließen bei den mitunter Millionen fließen können?
Was dabei rauskommt kannst du dir denken.
Das ist jetzt das, wo ich mich gut auskenne, aber bei den NaWis scheint es auch Probleme zu geben, und beim Lehramt gab es von jeher Probleme.

lg
Kate

Ganz einfach damit: Der Bachelor ist der erste
berufsqualifizierende Abschluss, und somit zahlt Bafögamt
nicht mehr.
Das ist das Problem am Einheitsbrei, sehr viele
Bachelorabschlüsse sind eben NICHT Berufsqualifizierend.

Kate

Das betrifft noch einige Berufe z.b. Architekten, Psychologen etc. Da ist die normale Berufsausübung mit Diplom oder Master möglich. Die Berufsverbände wollen es auch so. Mit Bachelor ist kein Zugang möglich.

Hallo Mira,

Auch in der
akademischen Ausbildung werden die wissenschaftlichen
Mitarbeiter mit 1000 € (BAT II /2) abgespeist, bei einer
weitaus höheren Arbeitsbelastung als einer halben Stelle. Der
Staat verdient an diesen höchstqualifizierten Kräften doch gut
mit!

Ich glaube, dass ist vielen Menschen gar nicht so klar, dass ein fertig Studierter, wenn er an der Uni bleibt, für 20 Stunden die Woche bezahlt wird aber de facto 40 oder mehr Stunden arbeiten muss.

Und selbstverständlich sind die Beiträge dieser Menschen so unglaublich wichtig für das Bestehen unserer Gesellschaft!

Es ist wirklich eine Sch***, ich wäre gerne an der Uni geblieben - fühle mich aber zu alt, noch einmal drei Jahre am Rande des Existenzminimums dahin zu darben. Und es stimmt - so manchen Monat habe ich mir die Finger nach den 345,00 EUR/Monat von Harz IV nach Deckung der Mietkosten blutig geleckt.

Wenn man sich dann die Erwartungen der Menschen auf der anderen Seite an Forschung und Wissenschaft anschaut, kann einem schon ganz anders werden.

Lieben Gruß
Patrick

Hallo auch!

Es ist wirklich eine Sch***, ich wäre gerne an der Uni
geblieben - fühle mich aber zu alt, noch einmal drei Jahre am
Rande des Existenzminimums dahin zu darben. Und es stimmt - so
manchen Monat habe ich mir die Finger nach den 345,00
EUR/Monat von Harz IV nach Deckung der Mietkosten blutig
geleckt.

Und wenn die ph.D Phase dann vorbei ist gehts auch nicht besser weiter, sich von einem Projekt zum nächsten zu hangeln und immer nicht wissen, ob´s weiter geht. Find ich nicht gerade rosig. Und die Leute denken wirklich, dass es den Uni Leuten so gut geht. Aber das ist in den wenigsten Fakultäten der Fall. Aber für einen Wissenschaftler ist nunmal nicht das Gehalt der Verdienst…

Grüße Karamell

Hi,
Studierende, Menschen wie andere auch, insbesondere jung und
erwachsen, sollten sie nicht unabhängig vom ElternHaus im
BedarfsFalle GrundSicherung bekommen, die sie mit anderen
Fällen,
die anstandslos ohne Leistun GS bekommen gleich setzt?

Dieser Satz nicht vollständig.
Oder für Dich: iN dieSem SAtz fEhlt WAs!

Hallo Kate

a) Es ist nicht genug verglichen mit den Preisen… leider.
Und ob die 10% Erhöhung helfen werden nach so vielen Jahren
pennen…

Das kommt sehr auf die Region an. Die Mieten und sonstige Preise im Osten und Westen sind erheblich unterschiedlich, von Auslandsaufenthalten will ich gar nicht erst sprechen. Momentan wurmt es mich total, dass ich trotz der um den Faktor anderthalb höheren Preise und extrem teurer Wohnungen (England… und das ist noch beileibe nicht die teuerste Region hier!) keinen erhöhten Freibetrag für meine Miete bekomme - dabei geht mein gesamtes Bafög nur für die Miete eines Zimmers in einer WG drauf, den Rest muss ich durch Kredit und Kindergeld finanzieren. In manchen Oststädten Deutschlands hingegen kann man vom Bafög sehr gut leben, ebenso wie in osteuropäischen Ländern. Ungerecht ist nicht der Bafög-Betrag per se, sondern die fehlende Differenzierung zwischen den Lebenshaltungskosten in verschiedenen Regionen. Noch nicht einmal der Freibetrag wird angepasst, damit wird es sogar schwer, durchs Jobben die Mehrkosten zu finanzieren.

b) das ist das Wichtigste: Was zum Teufel ist mit dem Master?!

Niemand in meiner Umgebung hatte Probleme, Bafög für den Master zu bekommen. Sogar eine Freundin, die aufgrund mehrerer nicht bestandener Prüfungen und dadurch in die Länge gezogenen Bachelorstudiums kein Bafög mehr fürs BSc-Studium bekommt, wird laut Auskunft des Bafög-Amtes ein Anrecht aufs Bafög im Master haben, da dies ein „neuer Studienabschnitt“ sei. Ich selbst bekomme im Ausland Bafög für mein komplettes Masterstudium hier. Soviel ich weiß, gab es auch mehrere Gerichtsurteile, die besagen, dass das Bafög fürs Masterstudium gezahlt werden muss. An deiner Stelle würde ich mich da schleunigst genauer erkundigen und notfalls einen Anwalt hinzuziehen.

Aber der Master wird nicht gefördert, von niemandem, da bleibt
nur der Kredit… bei dem ich als Sprachstudent auch noch
gearscht bin.

Wie gesagt, Kredit musste ich aufgrund meines Auslandsstudiums auch aufnehmen, da reicht Bafög vorne und hinten nicht. V.a., wenn du im nicht-europäischen Ausland studierst, kriegst du Auslandszuschlag, selbst für wesentlich preiswertere Länder. Innerhalb von Europa, wo von den „alten“ EU-Staaten Deutschland noch mit am billigsten ist, bekommt man keinen Auslandszuschlag und Studiengebühren nur bis 4500 Euro erstattet. Ich hätte mir kein Studium in London leisten können…

Bachelor/Master schön und gut, aber bei einigen Studiengängen
funktioniert das leider nicht.

Ich würde sogar behaupten, dass das bei den meisten Studiengängen in Deutschland nicht funktioniert. Aber genau deswegen wird Bafög auch fürs Masterstudium gezahlt.

Gruß
Anja

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Wo?Wie?Was?:
Studierende…sollten sie nicht … im Bedarfsfalle GrundSicherung bekommen …, die sie mit anderen Fällen …gleich setzt?
Ja, lesen sollte man schon können, als EXPERTE für Schule und Uni! Und verstehen auch, insbesondere gönnen, GS auch Studierenden gönnen!
Ansonsten: Pisa läßt grüßen.
liebe Grüße Chris

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Hi Jörg,
unsozial find ich GS nun mal gar nicht, weil sie hier eine brillante Investition in unsere Zukunft ist und jungen Menschen Selbständigkeit vom Elternhause bringt, deren Ausgaben für Bildung der Kinder nicht mehr vom EinkommenSteuerAufkommen (hier ist also der Staat schon mit beteiligt) absetzbar ist.
Stipendien zuzüglich SGS (StudentenGrundSicherung) sind Lenkungs- und LeitungsMittel, um z.B. NaturWissenschaften, IngenieurWesen etc. den dringend notwendigen Nachwuchs zu sichern.
Da SGS nur eine DurchLaufErhitzung ist, die Mittel landen ohnehin beim Vermieter respektive im SuperMarkt, so daß sich, die Steuer ist immer dabei, nur marginale Ausgaben ergeben, die sich in MehrWertKreation der baldigen Akademiker bestens amortisieren, ist die Sache volkswirtschaftlich zu betrachten.
Heute geschieht das, der WettBewerb reibt sich die Hände, nicht zuletzt wegen „Gebühren auf Leistung“ zunehmend schlechter als rechter, auch in Folge der AkademikerVerschuldung, wo dieser SchuldenRuckSack des einem BittSteller nahen Bewerbers der KapitalSeite alle Trümpfe des Marktes in die Hand gibt.
Mittel der Wahl also: SGS for You and Future!!!
liebe Grüße
Chris

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Allen herzlichen Dank für die die Meinungen.
Übrigens garantieren z.B. der IPwsR solches Ansinnen einer GS für Studierende, oder?
Chris

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