Grundstück vor geplantem Kindergarten kaufen

Hallo,

nach langer aussichtsloser Suche haben meine Partnerin und ich nun von einem Bekannten ein Baugrundsrück angeboten bekommen, weil der mit seiner Ehefrau auf deren Grundstück in einem anderen Ort gebaut hat.
Es soll aber in der nächsten Zeit ein neuer Kindergarten direkt im hinteren dem Grundstück erbaut werden, da sich dort auch die Grundschule des Ortes befindet.
Wer hat Erfahrungswerte, ob eine solche Einrichtung allzu sehr stört oder ob es Erträglich ist. (Wir haben nichts gegen Kinder, sind im Gegenteil gerade dabei selbst Nachschub für diese Einrichtung zu schaffen :wink:)
Ich denke ja es wäre nicht so schlimm, da 1. Man(n) ja morgens eh zur Arbeit ist, 2. Abends keine Kinder mehr dort spielen und 3. Am Wochenende kein Kindergarten bzw. Schule ist.
Übermäßiger Vekehr ist auch nicht zu Erwarten, da es sich um eine recht schmale Ortsstrasse handelt und ausschließlich Kinder aus dem Ort dort hin gehen.
Meine Partnerin war erst Feuer und Flamme dafür, bekommt aber jetzt immer mehr Zweifel, weil manche Leute in unserem Umfeld negativ zu diese Konstellation äussern !

Das Grundstück wäre mit 170,- Euro/qm mindestens 50,- Euro günstiger als die sonst angebotenen runderum, dafür ist es leider nur 12m breit und 30m lang mit einseitiger Grenzbebauung und leichtem Anstieg.

Jetzt bin auch ich ein wenig unschlüssig :frowning:

Würdet Ihr hier zuschlagen oder Abwarten ???

Besten Dank

Hallo,

das ist eine berechtigte Frage, auch wenn man selbst Kinder hat/haben will, denn es ist ein riesiger Unterschied zwischen ein paar Nachbarskindern vor der Tür und der professionellen Betreuung von zig Kindern und dem damit einher gehenden Lärmpegel. Daher ist es vernünftig, dass man normalerweise versucht Kindergärten und Wohnbebauung nicht zu eng aneinander geraten zu lassen, bzw. Grundstücke direkt um Kindergärten und ganz allgemein Infrastruktureinrichtungen wie Läden für den täglichen Verbrauch, S-Bahnhof, … für entsprechend billigere Wohnformen vorsieht, die zudem auch eine gewisse Abschirmwirkung zu den teureren, ruhigeren Grundstücken haben.

Klar, wenn beide zu Kindergartenzeiten eh unterwegs sind, ist das alles nicht so das Thema, aber wenn der eigene Nachwuchs kommt, wird ja vermutlich einer dann auf längere Zeit doch auch werktags vor Ort sein. Ich arbeite selbst momentan in ähnlicher Situation viel vom Homeoffice aus, und den Kindergarten sowie die Schule hinter einem kleinen Waldstück auf der anderen Straßenseite hört man schon sehr deutlich wenn das Wetter schön ist, und die Kinder draußen spielen (aber es ist nicht so, dass es die Arbeit beeinträchtigen würde. Direkt nebenan möchte ich den aber nicht haben. Dann wären Telefonkonferenzen wohl nicht mehr möglich, und auf die Arbeit könnte man sich auch nicht mehr ausreichend konzentrieren.

Was übrigens die Verkehrssituation angeht, so wäre ich da nicht ganz so optimistisch wie Du. Eltern die Kinder zu Kindergarten oder Schule bringen, tun dies inzwischen auf dem Land in großer Zahl mit dem Auto, und kennen dann keinerlei StVO und StVG mehr. Was ich bei uns an Kindergarten und Schule erlebe, spottet jeder Beschreibung, und ich vermeide es daher nach Möglichkeit da vorzufahren.

Also in meinen Augen ist das schon ein Thema, was man sich gut überlegen sollte, und der Preis sollte schon auch etwas günstiger sein als bei Grundstücken, die etwas weiter weg vom Kindergarten und der Schule liegen.

Gruß vom Wiz

Hallo,
grundsätzlich ist es richtig, dass „normale“ Kindergärten relativ unkomplizierte Nachbarn sind, da sich der „Lärm“ (ja es ist einer, keiner muss das Geschrei von 60 Kindern rund um die Uhr aushalten, nicht mal Eltern :wink:) in Grenzen bzw. an die normalen Tageszeiten, zu denen gewöhnliche Arbeitnehmer arbeiten - hält.

Ein riesiges Problem gerade in urbanen Ballungsräumen ist es aber leider, dass zunehmend - zum einen wegen der abnehmenden Kinderzahl, zum anderen wegen der wie aus dem Boden schiessenden, nicht gerade auf Fußläufige Erreichbarkeit ausgelegten „Sonderpädagogischen Extrawürste“ in Form privater Initiativen u.ä. - die „lieben Kleinen“ von der Mama mit dem Auto angeliefert werden. Und genau dafür sind Kindergärten in der Regel alles andere als verkehrstechnisch ausgerichtet. Das *kann* dazu führen, dass man morgens kurz vor acht und zu ähnlichen Stosszeiten am Nachmittag im Stau steht - und das vor seiner eigenen Haustür :wink: … Der Rest ist vergleichsweise harmlos :smile:

Gruß vom
Schnabel

Denkt bei Eurer Entscheidung auch immer daran, dass es evtl. mal nötig werden könnte, das Haus wieder zu verkaufen - und das wird mit einem Kindergarten als Nachbarn sicher sehr schwierig und nur mit preislichen Abschlägen möglich sein.

Hallo,

Was übrigens die Verkehrssituation angeht, so wäre ich da nicht ganz so optimistisch wie Du. Eltern die Kinder zu Kindergarten oder Schule bringen, tun dies inzwischen auf dem Land in großer Zahl mit dem Auto, und kennen dann keinerlei StVO und StVG mehr. Was ich bei uns an Kindergarten und Schule erlebe, spottet jeder Beschreibung, und ich vermeide es daher nach Möglichkeit da vorzufahren.:

Das möchte ich bestätigen: wir haben in einer Neubausiedlung (in einem kleinen Kaff) gewohnt, in der alle Wege/ Straßen als Spielstraßen ausgewiesen waren; der Kindergarten lag praktisch um die Ecke (also nicht sooo nah wie bei euch). Es handelte sich um einen ganz normalen, konfessionslosen Kindergarten. Die allermeisten Kinder kamen eigentlich direkt aus der nächsten Umgebung: also kein spezieller Kindergarten, zu dem die Kinder von weiter weg gebracht werden.

Der Kindergarten selbst war für uns eigentlich überhaupt kein „Störfaktor“. Was wir allerdings vorher auch niemals gedacht hätten war, wie Eltern Auto fahren und parken, wenn sie ihre Kinder weg bringen. Geschwindigkeit anpassen? Hä?
Parken: egal wo und egal, ob man jemanden behindert bei der Ausfahrt zum Beispiel. Kind muss ja so nah wie möglich an den Kindergarten.

Gruß
Shannon