Grundstück zum Anbau von Obst erwerben

Hallo,

ich habe mit dem Gedanken gespielt ein Grundstück (1 ha oder so) z.B. Ackerland zu kaufen um dort z.b. Obstbäume anzupflanzen.

Bei Preisen um die 50 ct/m² (Kreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz) wäre der Kauf ja mehr als preiswert. Die Frage die sich mir dann aber stellt ist zum einen wie geht man vor, und welche Steuern oder ähnliches ist beim Kauf sowie nach dem Kauf dafür zu bezahlen. Wo findet man Grundstücke die zu verkaufen sind, gibt es da irgendwelche Ämter? Benötigt man dann einen Notar, was kostet ein solcher in ungefähr?

Ich nehme an, es fallen ja jährliche Steuern an? Wie hoch sind diese dann? Was ist wenn einem plötzlich das Geld ausgeht und man diese Steuern nicht mehr zahlen kann?

Darf man auf Ackerland einfach eine Obstwiese anlegen?

Lieber Obstwiesenanbauer,

Mit den gesetzlichen Vorschrifen kenne ich mich nicht aus, da ich nicht in deinem Land wohne.

Eine andere Seite scheint mir genauso wichtig:

Hast du Wissen und Praxis genug, um eine solche Obstanlage zu pflegen?

Vor allem brauchst du Zeit und Kenntnisse der verschiedenen Sorten.

Anpflanzen und dann mit dem Korb auf die Ernte warten, übertrieben gesagt,das dauert halt. Mit Spalierform weniger als Nieder - oder Halbstamm.

Kern- oder Steinobst?

Wenn du Bauer bist, dann sind meine Fragen total daneben. Doch wie kann ich das wissen?
Habe nur eine andere wichtige Seite beleuchten wollen

Wünsche dir einen guten Tag

Inge

Hallo Inge,

deine angesprochenen Punkte sind natürlich ein wichtiges Thema.

Da mein Vater Gärtner ist und selbst viele Obstbäume gepflanzt hat, denke ich dass ich das entsprechende Fachwissen aufbringen kann. Natürlich ist mir auch bewusst dass die Bäume entsprechend beschnitten werden müssen, das man gegebenfalls sogar Gift spritzen muss (auch wenn ich da großen Abstand von nehmen möchte).

Ebenso finde ich es beruhigend und entspannend „ein wenig“ Arbeit in der Natur zu verrichten wo ich sonst nur am PC sitze (Informatikstudent).

Anpflanzen wollte ich konkret Apfelbäume, evtl. ein par Birnen oder Kirschen. Von Interesse ist vorallem der anfällige Cox Orange welcher jedoch finde ich die bestschmeckensten Äpfel hat. Ob ich die entsprechenden Bäume dann kaufen werde oder selber auf Wildäpfel (welche ich ggf. aus Kernen ziehe) veredeln werde weiß ich noch nicht konkret. Letzteres wäre natürlich wesentlich günstiger.

Da hier in meiner Region 1 m² für Ackerland bis zu 0,46 EUR kosten würde ich selbst vor einem Hektar nicht zurückschrecken.

Mir schwebt dann vor, das Ackerland ersteinmal ruhen zu lassen, dann Gras dort anzupflanzen und von möglichen Unkraut zu befreien bis ich dann die Apfelbäume in die Graswiese pflanze.

Aber wie gesagt, die rechtlichen Dinge sind natürlich noch völlig unklar, z.B. alleine schon ob man auf Ackerland einfach einen Obstgarten anlegen darf oder wo und wie man Ackerland am besten kaufen kann.

Benjamin K.

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Hallo bkausbk,

ich kann dir zwar nicht alle Fragen beantworten, aber ich selbst habe eine Baumwiese von rund 40 AR. Hier in Baden-Württemberg ist es so, dass Landwirte für landwirtschaftliche Nutzflächen ein Vorkaufsrecht haben. Es ist also vollkoemmen offen, ob du überhaupt Land erwerben kannst.

Die Grundsteuer ist dafür derart niedrig, dass du sie vernachlässigen kannst. Bei mir waren das für die 40 AR genau 2,94 Euro und die wurden auch erst erhoben, als noch ein Baugrundstück dazu kam.

Wichtig ist, dass m.E. Ackerland nicht in Wiesen umgewandelt werden darf (andersrum auch nicht). Am besten machst du dich auf die Suche nach einer Wiese. Ohne Freizeitwert, also ohne schöne Aussicht, Gewässer oder Häuschen liegen die auch bei +/- 50 Cent. Hier bei uns wird die Anpflanzung von Hochstämmen bestimmter Obstsorten sogar gefördert (so um die 7,50 pro Baum).

An besten fragst du mal beim zuständigen Landwirtschaftsamt nach.

Grüßle
Elton