Grundstückskauf ..Haken?

Hallo,

wir möchten ein Grundstück kaufen …noch unvermessen.
Im Kaufvertrag steht, dass das Geld nach Abschluss des Kaufvertrags auf ein Notaranderkonto fließt …Verznisung zugunsten des Verkäufers. Das würde bedeuten, dass wir bis zur Vernessung (die Kosten trägt der Verkäufer) den Hausbau nicht wirklich planen könnten und unser Geld zugunsten des Verkäufers arbeiten würde. Das erscheint mir fragwürdig.
Wäre nicht wenigstens ein Vermessungstermin im Kaufvertrag aufzunehmen?

Weitere Frage: im Kaufvertrag steht, dass der Anschluss an die Kanalisation vom Verkäufer bezahlt wird. Aber das wird wohl in der Gegend erst in einigen Jahren der Fall sein. Wie können wir uns absichern, dass die Kosten auch übernommen werden, wenn der Verkäufer zwischenzeitlich insolvent wird?

vielen Dank für Eure Antworten und Grüße
muddle

Ähm - ihr seid noch nicht erschlossen??? Wie wollt ihr dann euer Brauchwasser entsorgen??? Klar, das geht über ne Sickergrube, aber macht das finanziell aus eurer Sicht Sinn, erst ne Sickergrube zu bauen udn dann zwei oder drei Jahre später ans Netz angeschlossen zu werden?

Mit den Anschlußgebühren an das Kanalnetz fallen dann meistens auch erhebliche Kosten für die Erneuerung der Gehwege und der Straße an. Wir hätten theoretisch nicht nur für die eigene Straße gezahlt(das war alles ein Glück vor unserer Zeit), sondern zahlen anteilig auch für alle anderen Straßen im Ort mit!!! Habt ihr da mal nachgefragt, was für Kosten auf Euch zu kommen?

Wie ist das Grundstück ausgeschrieben bei der Gemeinde? Ist es als Bauland gedacht oder kauft ihr da Acker in der Hoffnung, dass das irgendwann mal zur bebauung frei steht?

Wie sieht das Grundstück aus? Habt ihr ein Bodengutachten? Was stand da mal drauf? Gibt es eventuell noch alte Grundmauern etc. die Euch beim Bau zum Verhängnis werden könnten oder gar irgendwelche verseuchten Böden??? Lass das prüfen, ansonsten geht das richtig ins Geld.

Unser Haus wurde zwar schon X Mal vermessen, letztes Jahr fiel aber dem Katasteramt ein, dass es noch einen weißen Fleck auf der Karte hat und hat noch mal nachgemessen. Kosten 600 Euro für unserern Anteil. Für das ganze Grundstück war das wohl dann im Rahmen von knapp 3000 Euro. Mach Dich hier schlau!!! Wenn auf dem Grundstück nichts steht, würde ich es ohne Vermessung nicht kaufen. Hinterher stellt sich raus, dass das Ganze viel kleiner etc. ist als gesehen/gedacht.

Ganz ehrlich meine Meinung: Sucht Euch ein Grundstück, dass erschlossen ist und auf das ihr nur noch das Haus drauf setzen müsst. Das alleine ist schon kostspielig und nervenaufreibend genug. Da seid ihr aber auf der sicheren Seite, dass hr irgendwann in absehbarer Zeit in das Haus einziehen könnt.

Hallo,

wir möchten ein Grundstück kaufen …noch unvermessen.

Was heißt das ? Ihr wißt nicht wie groß es ist oder kennt Ihr die genauen Grenzen nicht ?

Verkäufers arbeiten würde. Das erscheint mir fragwürdig.

Ist es nicht. Ihr bekommt ja dafür das Grundstück. Dass Ihr mit dem Grundstück noch nichts anfangen könnt, liegt ja an Euch, warum kauft Ihr es in diesem Zustand ?

Wäre nicht wenigstens ein Vermessungstermin im Kaufvertrag
aufzunehmen?

Ihr könnt doch den Vermesser beauftragen, dann kommt der nächste Woche.

Weitere Frage: im Kaufvertrag steht, dass der Anschluss an die
Kanalisation vom Verkäufer bezahlt wird. Aber das wird wohl in
der Gegend erst in einigen Jahren der Fall sein. Wie können
wir uns absichern, dass die Kosten auch übernommen werden,
wenn der Verkäufer zwischenzeitlich insolvent wird?

Über eine Bankbürgschaft für den Verkäufer. Wird aber schwieirg, weil die Geld kostet und Ihr noch gar nicht erfahren werdet, was das Ganze kostet.

vielen Dank für Deine Antwort! …meine Ergänzungen s. unten

viele Grüße
muddle

Ähm - ihr seid noch nicht erschlossen??? Wie wollt ihr dann
euer Brauchwasser entsorgen??? Klar, das geht über ne
Sickergrube, aber macht das finanziell aus eurer Sicht Sinn,
erst ne Sickergrube zu bauen udn dann zwei oder drei Jahre
später ans Netz angeschlossen zu werden?
Mit den Anschlußgebühren an das Kanalnetz fallen dann meistens
auch erhebliche Kosten für die Erneuerung der Gehwege und der
Straße an. Wir hätten theoretisch nicht nur für die eigene
Straße gezahlt(das war alles ein Glück vor unserer Zeit),
sondern zahlen anteilig auch für alle anderen Straßen im Ort
mit!!! Habt ihr da mal nachgefragt, was für Kosten auf Euch
zu kommen?

lt. Kaufvertrag trägt die Kosten für Kanalisation der Verkäufer (auch in der Zukunft, ist aber nicht in absehbarer Zeit soweit, so lange wird es in der Tat eine Sickergrube sein, ist in dieser Gegend noch sehr häufig so), die restlichen Medien liegen an.

Wie ist das Grundstück ausgeschrieben bei der Gemeinde? Ist es
als Bauland gedacht oder kauft ihr da Acker in der Hoffnung,
dass das irgendwann mal zur bebauung frei steht?

Es ist Bauland lt. Bebauungsplan …nur ist es eine Gesamtfläche mit 7 Grundstücken, die noch nicht einzeln vermessen sind

Wie sieht das Grundstück aus? Habt ihr ein Bodengutachten? Was
stand da mal drauf? Gibt es eventuell noch alte Grundmauern
etc. die Euch beim Bau zum Verhängnis werden könnten oder gar
irgendwelche verseuchten Böden??? Lass das prüfen, ansonsten
geht das richtig ins Geld.

Ein Bodengutachten haben wir nicht …bislang stand da (lt. Makler) nichts drauf, die Fläche lag brach (in der Hoffnung, dass der Preis steigt und nicht fällt) …aber danke für den Tip, wo bekommt man so etwas und was kostet das ca.?.

Unser Haus wurde zwar schon X Mal vermessen, letztes Jahr fiel
aber dem Katasteramt ein, dass es noch einen weißen Fleck auf
der Karte hat und hat noch mal nachgemessen. Kosten 600 Euro
für unserern Anteil. Für das ganze Grundstück war das wohl
dann im Rahmen von knapp 3000 Euro. Mach Dich hier
schlau!!! Wenn auf dem Grundstück nichts steht, würde ich
es ohne Vermessung nicht kaufen. Hinterher stellt sich raus,
dass das Ganze viel kleiner etc. ist als gesehen/gedacht.

Im Kaufvertag steht auch, dass durch die Vermessung der Preis sich eventuell noch ändern könnte (wenn sich dann die Quadratmeterzahl ändern sollte) …eben deshalb wollten wir auch erst bezahlen, wenn vermessen ist …kann man einen Kaufvertrag unter Vorbehalt (z.B: einer Höchstquadratmeterzahl) schließen?

Ganz ehrlich meine Meinung: Sucht Euch ein Grundstück, dass
erschlossen ist und auf das ihr nur noch das Haus drauf setzen
müsst. Das alleine ist schon kostspielig und nervenaufreibend
genug. Da seid ihr aber auf der sicheren Seite, dass hr
irgendwann in absehbarer Zeit in das Haus einziehen könnt.

Hallo,

hier meine Antworten:

Zu 1) Die Kanalerschließungsgebühren sind nicht identisch mit den Gebühren für die Gehwege und Straßen etc… Nur mal so zur Info: Am anderen Ende des Ortes wird noch eine Straße erneuert. Da entfallen so ca. 2000 - 4000 Euro auf uns. Das ist Geld, das man einplanen muss.

Für ein Bodengutachten sprich am besten mal deinen Architekten an. Mein Kunde hat so was machen lassen (allerdings nur bis zu einer bestimmten Tiefe, um nachzusehen ob noch Bauruienen drunter sind und wie tragfähig der Boden ist, da man bei uns etwas Pech Sand als Grundlage habene kann). Glaube die Kosten lagen so bei 200 bis 500 Euro.

In einem Kaufvertrag kannst Du generell alles regeln, nur die Durchsetzung ist dann ungemein anstrengend, sowohl in Bezug auf die Nerven die Du lässt. als auch im Hinblick auf Kosten für Gericht und Anwalt. Da tritt man sich wirklich in den Hintern, wenn so was auf einen zu kommt, da man mit dem Geld auch Blümchen pflanzen könnte oder was eben so anfällt bei nem Neubau.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

…wenn Du nicht wirklich im Geld schwimmst und mal eben auf 10.000 bis 50.000 Euro verzichten kannst, das Gnaze für Dich eine Investition ist (Du also nicht persönlich von der Immobilie abhängig bist) sowie einen erfahrenen Bauträger hast, den Du persönlich kennst und auf den Du Dich verlassen kannst, lass es sein!!! oder warte, bis Du nen ordentlichen VErtrag mit vermessenem Grundstück etc. bekommst und eindeutig klar ist wer was wann zu zahlen hat.