Grundstückskauf - was beachten?

Hallo,

welche Klauseln sollte man auf keinen Fall in einem Grundstückskaufvertrag unterschreiben, wenn dieses für eine Wohnbebauung gekauft wird?

Folgende Situation angenommen:
Es werden Grundstücke auf ehemals mit Häusern (hatten einen Keller) bebautem Gebiet verkauft.
Die Häuser sind abgerissen und die Baugruben mit dem Bauschutt der Häuser verfüllt worden (als Grubensicherung).
Die neuen Häuser werden zukünftig teilweise auf dem alten Keller stehen, teilweise auf „normaler“ Erde oder einer ehemaligen Straße.
Die Verfüllung für die Kellerlöcher übernimmt der Verkäufer. Dazu wird der Bauschutt entfernt (ab diesem Moment soll der Käufer das Risiko für die Sicherung der Baugrube tragen) und das Loch „fachgerecht“ (was heißt das?) verfüllt.
Eine Tragfähigkeit des Geländes wird im Grundstückskaufvertrag ebenso wenig zugesichert wie ein Lastplattendruckversuch mit einem für den Käufer einsehbarem Ergebnis. Es liegt ein Bodengutachten für das gesamte Baugebiet vor, das man eissehen kann.

Was ist zu beachten?
Vielen Dank im Voraus.

Kiwi

Hallo,

der Verkäufer ist verantwortlich für die fachgerecht Verfüllung, aber der Käufer übernimmt das Risiko für die Sicherung der Baugrube?
Es passt irgendwie für mich - ganz laienhaft! - nicht, dass einerseits der Verkäufer die Verantwortung für die Verfüllung, andererseits aber der Käufer das Risiko übernehmen soll.

Ich bin keine Expertin und komme also nur ganz „intuitiv“ auf diesen Gedanken: Wenn ich die Verantwortung für das Risiko einer baulichen Maßnahme übernehme, dann bin ich doch auch Bauherr? Und wenn ich das bin, dann ist es im Nachhinein meine eigene Verantwortung, ob die Löcher auch wirklich fachgerecht verfüllt werden? Oder was steht dazu im Vertrag?

Da müsste nun ein Experte was dazu schreiben!!!

Ich bin keine Expertin, aber wenn ich einerseits diese Löcher hätte und andererseits in einem Vertrag vermissen würden, dass die Tragfähigkeit des Geländes darin nicht zugesichert wäre, würde ich nach anderen Grundstücken suchen.

Das mit dem Bodengutachten… Der Boden mag ansonsten einwandtfrei sein, aber diese provisorisch gefüllten Kellerlöcher bestehen ja dennoch - und die scheinen ja das eigentliche Problem zu sein.

Hoffentlich kannst du dazu noch Experten finden! Wenn ich das lese, denke ich: Da könnten die Probleme schon vorprogrammiert sein!?

Gruß - iceage

Wenn Unsicherheiten auftreten…
Hallo,

… dann sprich Deinen Notar an! Er hat eine Beratungspflicht, wenn er auch nicht parteiisch ist. Er soll den Willen der Parteien erörtern, und niemand sollte einen notariellen Vertrag unterschreiben, bei dem nicht alle Punkte klar und gewollt sind.

Also - einfach mal nachfragen. :smile:

Gruß,

Schnägge

die probleme MÜSSEN vorher geklärt werden und nicht beim notar.

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Hallo,

bei solchen Ungereimtheiten würde ich vermuten, dass es gar nicht erst zum Notar führen sollte; so weit sollte man es nicht kommen lassen, wenn man ein Haus bauen möchte, dass auf einem sicheren Grund steht.

Gruß - iceage

die probleme MÜSSEN vorher geklärt werden und nicht beim
notar.

Du kannst 20 Beurkundungen beginnen und wieder abbrechen, was soll’s? Und ich habe auch nicht gesagt, daß man erst bei der Beurkundung fragen sollte, oder? Ich bin mal davon ausgegangen, dass die Sache schon gefestigere Bahnen angenommen hatte - sorry…