Grundstückspreise / Existenz 'Kartcenter'

Hallo.

Ich habe keine Ahnung über Grundstückspreise. Wieviel zahlt man
*überdendaumengepeilt* für ein 5500 Quadratmeter grosses Grundstück zur Erstellung einer Go-Kart Halle. Wo kann ich mich in Sachen „Hallenbau und Einrichtung / rechtliche Grundlagen / Preise / Einrichtung“ erkundigen ??

In unserer Region wird sehr wenig für den Motorsport getan. Daher liegt die Idee nahe, eine Existenz im Bereich „Go-Kart Halle“ aufzubauen. Es gibt *fast* weit und breit keine Konkurrenz (Umkreis 150km). Und seit Schumi boomt der Motorsport bekanntlich.

Was haltet ihr von einem Projekt „Kartcenter“? Ich bin Elektroniker und habe wenig kaufmännisches Wissen. Wäre meine Idee zu überzogen ?

Wieviel zahlt man
*überdendaumengepeilt* für ein 5500 Quadratmeter grosses
Grundstück zur Erstellung einer Go-Kart Halle. Wo kann ich
mich in Sachen „Hallenbau und Einrichtung / rechtliche
Grundlagen / Preise / Einrichtung“ erkundigen ??
In unserer Region wird sehr wenig für den Motorsport getan.
Daher liegt die Idee nahe, eine Existenz im Bereich „Go-Kart
Halle“ aufzubauen. Es gibt *fast* weit und breit keine
Konkurrenz (Umkreis 150km). Und seit Schumi boomt der
Motorsport bekanntlich.
Ich bin Elektroniker und habe wenig kaufmännisches Wissen.

Hallo Frank,

so ein Vorhaben wird in einem Industriegebiet außerhalb der Wohnbebauung realisierbar sein. Wenn nicht schon das Grundstück
einen mehrstelligen Mio-Betrag verschlingen soll, gehst Du ins Gewerbegebiet einer kleinen Gemeinde. Rechne mit 20 bis 100 €/m² für das Grundstück. Hier beginnt der Drahtseilakt. Ein bezahlbares Grundstück kann heißen: Wenige oder zu wenige Menschen im Einzugsbereich. Es geht natürlich auch anders, der Spinnerei sind keine Grenzen gesetzt: Überdachung einer Kreuzung mit einer Kart-Halle in zentraler Lage Münchens.

Na gut, bleiben wir auf dem Teppich: Für eine Halle mit Sanitäranlagen, Brandschutzeinrichtungen, Büro, Personalraum, Werkstatt- und Gastro-Bereich brauchst Du mindestens eine Mio. Die nächste Mio geht für die Karts, Inneneinrichtungen, Außenanlagen und die ersten paar Monate mit Personal, Werbung etc drauf.

Ohne auf Details einzugehen, hast Du jedenfalls einige 100.000 € p. a. für Zins und Tilgung sowie Betriebs - und Personalkosten zu erwirtschaften. Ob sich ein derartiges Vorhaben je rechnet, weiß ich nicht. Allemal wird es etliche Jahre dauern, bis Du finanziell aus dem Gröbsten raus bist. Du mußt also langfristig planen. Dabei halte ich eine Modeerscheinung wie den „Schumi-Boom“ für eine fragwürdige Basis. Die einzig brauchbare Basis ist zahlende Kundschaft in der Gegend, wo Du Deine Kart-Halle baust.

Von Dir zu erbringende Voraussetzungen: Kaufmännische Kenntnisse, einige 100 T€ Eigenkapital, Wahl eines geeigneten Standorts und voller Arbeitseinsatz täglich bis in die Nacht und an 7 Tagen pro Woche.

An eine Rendite des insgesamt einzusetzenden Kapitals mag ich nicht so recht glauben. Wenige Kart-Verrückte reichen nicht, Du
brauchst jeden Tag viele Leute, die für kleines Geld ihre Runden drehen wollen. Mit dem ganzen Finanzierungs-Brimborium wird es
nicht gehen. Wer aber z. B. in einer Scheune für die nötige Sicherheit sorgt, ohne große Kosten nach Feierabend loslegt und die Sache zunächst als Hobby ansieht, spielt vielleicht irgendwann ein paar Euro ein.

Gruß
Wolfgang

Hallo Frank,

Ich denke, wenn du wirklich planst, dann solltest du nicht mit Daumenpreisen rechnen, sondern mit echten Preisen kalkulieren.

Ich habe keine Ahnung über Grundstückspreise. Wieviel zahlt
man
*überdendaumengepeilt* für ein 5500 Quadratmeter grosses
Grundstück zur Erstellung einer Go-Kart Halle. Wo kann ich
mich in Sachen „Hallenbau und Einrichtung / rechtliche
Grundlagen / Preise / Einrichtung“ erkundigen ??

Rufe beim Liegenschaftsamt der Gemeinde, in der du die Halle planst an und frage, ob es solche Grundsütcke gibt und wie die Preise „DORT“ am Ort liegen. Achte auf die nebenkosten wie Erschließung, Kosten für Baugenehmigung, Nutzungsänderungsanträge u.ä.

In unserer Region wird sehr wenig für den Motorsport getan.
Daher liegt die Idee nahe, eine Existenz im Bereich „Go-Kart
Halle“ aufzubauen. Es gibt *fast* weit und breit keine
Konkurrenz (Umkreis 150km). Und seit Schumi boomt der
Motorsport bekanntlich.

Denke daran, daß bei Steffi und Bobbele der Tennissport gebomt hat, heute spricht davon keiner mehr. Achte als darauf, daß du maximal nach 2 Jahren (Nutzungsdauer Schumi) beim Breakeven bist.

Was haltet ihr von einem Projekt „Kartcenter“? Ich bin
Elektroniker und habe wenig kaufmännisches Wissen. Wäre meine
Idee zu überzogen ?

Suche mal nach Kart-Lieferanten oder fahr zu einem Kart-Center und erkundige dich beim Inhaber, wo er seine Karts herbekommt. soweit ich weiß gibt es in Deutschland „einen“ großen, der auch mitfinanziert und das Know-How liefert.

Ansonsten: Erstmal kaufm. Wissen erwerben oder einen Partner mit solchem Wissen (und Kapital) suchen.
Und: Der alte Spruch: Schuster bleib bei deinen Leisten, der hat was, denke mal drüber nach.

Man ist erfolgreicher, wenn man etwas macht, von dem man ahnung hat.

gruss
winkel

Hallo,

eine Go-Kart-Halle kann alles mögliche sein, sie darf nur nicht langweilig sein. Nur in einer Scheune im Kreis rumfahren (Wolfgang’s Idee) kannst du vergessen, gefragt ist Witz, Vielfalt und ständiger Umbau.
Aus meinem näheren Bekanntenkreis hat jemand eine Bahn und die läuft sehr gut, ist aber auch eine ewige Baustelle.
Das Publikum will Action, nicht nur rumbrettern, dafür haben sie ihren Golf oder BMW.

Viel Erfolg

Gerd

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Hallo Frank,

lol, wieviele gibts denn hier noch mit diesem Sammelbegriff.

zur Sache: Wenn du nicht schon länger selbständig bist und dich mit dem Problem vertraut gemacht hast, laß die Finger davon.
Ich könte wetten, in McPomm sind go-cart-Bahnen auch eher die Ausnahme, da sich dies nicht rechnen lassen würde.
Ich weiß ja nicht, aus welcher Region du stammst/du von redest. Im Umkreis von München wäre das mit Sicherheit sinnvoll, neben dem Heidepark Soltau vielleicht auch. will sagen - hast du ein schlüssiges Vertriebskonzept?
Mein Bekannter hat sich zehn Jahre lang damit rumgeschlagen und Freizeit/Kulkturanlagen geplant. Z.B. am Erlweingasometer in Dresden, bei dem Hoch/tief und Babcock wohl satt eingebüßt haben, weil es nicht finanzierbar war - obwohl bestens durchdacht und geplant!
Mein Tip: finde erstmal ne Bank die prinzipiell Freizeitanlagen finanziert. Wenn die zweite, die du ansprichst, absagt, dürfte esy das gewesen sein. es sei denn das Land oder die stadt in der nähe würden dieses mit bürgschaft oder so fördern.

Gruß
Frank

Das ist für mich etwas Selbstverständliches. Wenn ich so etwas aufbaue, wird es difinitiv nichts von der Stange sein. Dieses Projekt muss sowieso zuerst mal ein ordentliches Konzept bekommen. Es ist ja zuerst mal nur eine Idee…

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Das Grundstück dürfte (fast() zu klein sein. Folgende Kriterien müssen da sein:

Grundstück eher 10.000 qm groß (Stellplätze!), Preis billiger als 5 Euro/qm. Halle mind. 1000 qm, besser 2000 qm. Preis ca. 300-400 Euro/qm. Dazu käme noch die Ausstattung mit Fahrzeugen und und Bekleidung (dazu kann ich Dir einen Ausstatter nennen). Kurzum, unter 500.000 Euro kommst bei einer guten Ausstattung nicht aus. Dann kommen noch die „Nebenkosten“, wie Personal usw.

Freizeiteinrichtungen werden zwischen nicht bis sehr ungern von den Banken finanziert. Denn, wie bei Discotheken, müssen diese immerhalb der nächsten drei bis fünf Jahren wieder umgebaut werden, weil sie nicht mehr „in“ sind.

Da der Markt gesättigt ist, kommt es besonders auf die Lage an. Selbst Großanlagen haben schon in sehr guten Lagen Pleite gemacht. Zudfem sollte man in der Branche irgendwie bekannt sein, sondern hat man große Probleme eine Fanschar aufzubauen.

Ich bekomme dies am Rande mit, denn mein Schwager ist Vorstand bei einem der bekannten Clubs in Deutschland.

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Hallo Frank,

ich bin aus der Kölner Ecke. Hier in Kerpen hat Schumi ein riesiges Kart-Center gebaut. Das brummt auch, da ist immer was los. Nur, was der hier investiert hat, geht in die zweistellige Millionen-Ecke. Da steht dann auch schon mal ein Original-F1-Ferrari auf der Kartbahn oder der Weltmeister-Benetton, der Rennleiter sitz in einem überdimensionalen Schumi-Helm, Mama und Papa Schumacher arbeiten hier noch persönlich mit usw. usw. …
Da ist auch klar, dass das funktioniert. Nur: Zahlreiche Kartcenter hier haben die Pforten schließen müssen, weil sie auch vom Schumi-Boom profitieren wollten, teilweise kamen die Betreiber sogar auch aus dem Motorsport.
Mit anderen Worten, da gehört neben Kreativität, Ehrgeiz und unternehmerischem Denken auch jede Menge Personal und vor allem jede Menge Geld dazu. Insofern behaupte ich einfach mal: Ein Schumi kann riskieren, Millionen in den Sand zu setzen, Du wahrscheinlich eher nicht.
Selbst einmal vorausgesetzt, es funktioniert. Was passiert? Gerade dann wirst Du Nachahmer finden, die vielleicht finanzkräftiger sind als Du. Spätestens das ist dann der Anfang vom Ende. Sorry, bin selber Kartfan und Motorsportfan und freue mich über jede Initiative, aber ich fürchte einfach, das dürfte eine Nummer zu groß sein.
Mein Tipp: Sieh Dir doch mal Schumis Kartcenter in Kerpen an. Am besten „live“ oder zumindest im Internet http://www.michaelschumacher-kartcenter.de

Gruß

Kater

**Als begeisterter Kart-Fan kenne ich natürlich das Michael Schumacher Kartcenter in Kerpen. Wir fahren alle 10-12 Wochen hin (mit dem Auto ca. 430 km !). Und warum ??? Weil ,wie gesagt, bei uns absolut nix los ist. Klar ist es eine etwas andere Liga, aber dass da einige F1-Boliden rumstehen - ist das für den wirtschaftlichen Erfolg zwingend notwendig ?

Warst du schon in Bispingen (Hannover-Gegend) bei Ralf Schumacher’s Kartcenter ? Ist auch nicht schlecht.

Im Gegenteil zu Heinz-Harald Frentzen’s Kartcenter in Groß-Zimmern (bei Darmstadt). Das sieht aus wie ein altes umgebautes Parkhaus. Nicht so modern…

An die Sache mit den vermögenderen Nachahmern hab ich noch gar nicht gedacht… Danke dafür !**

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Klar ist es eine etwas
andere Liga, aber dass da einige F1-Boliden rumstehen - ist
das für den wirtschaftlichen Erfolg zwingend notwendig ?

Hi,
zwingend notwendig sicherlich nicht, aber das und alleine schon der Name „Schumacher“ schafft natürlich ein F1-Flair ohne Grenzen. Und warum fahren die meisten Kart? Das hast Du im Prinzip schon gesagt: Jeder will ein kleiner Schumi sein, jeder will ein bisschen F1-Flair spüren. Ich bin selbständig im Marketingbereich. Da müsstest Du Dir schon einiges einfallen lassen, um die Leute langfristig zu halten. Nach der Eröffnung kommen alle gerannt, das ist reine Neugier. Aber dann, Kunden zu Stammkunden zu machen, das ist verdammt schwer. Bester Weg: Eigenanalyse. Was ist an Schumis Kartcenter so toll, dass es sich lohnt dort hin zu fahren? Was ist an anderen toll? Was wäre in Deinem Kartcenter das Besondere? Und das übertrage mal auf Otto Normalverbraucher, der nicht so Kartverrückt ist wie Ihr es seid. Denn nur die breite Masse lässt Dich überleben, nicht einige wenige Freaks.

Warst du schon in Bispingen (Hannover-Gegend) bei Ralf
Schumacher’s Kartcenter ? Ist auch nicht schlecht.

Im Gegenteil zu Heinz-Harald Frentzen’s Kartcenter in
Groß-Zimmern (bei Darmstadt). Das sieht aus wie ein altes
umgebautes Parkhaus. Nicht so modern…

Klar, da merkst Du doch schon die Unterschiede im Portemonnaie. HHF ist ja auch im Vergleich zu Schumi ein armer Schlucker, aber im Vergleich zu Dir wahrscheinlich schon vermögend.

An die Sache mit den vermögenderen Nachahmern hab ich noch gar
nicht gedacht… Danke dafür !

Ist aber neben vielen anderen ein wesentlicher Faktor, der Dir Deine Existenz ruinieren kann.

Gruß

Kater

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