Grundumsatz-Leistungsumsatz Frage

Hallo Leute,
ich habe mal meinen Kalorienbedarf berechnet auf dieser Seite:

Das Ergebnis war:
Ihr Grundumsatz: 1763,10
Ihr Kalorienbedarf: 3349,89

Meine Frage nun bezieht sich auf die 4 Auswahlmöglichkeiten in diesen Rechnern, die auf vielen Fitness-Seiten angeboten werden. Man bekommt zur Auswahl:

Deine körperliche Aktivität:
-sehr leicht (wenig Sport),
-leicht (etwas Sport),
-mittel (viel Sport),
-schwer (Leistungssport)

Ich sitze den ganzen Tag vor dem PC, mache aber jeden Tag 30min HIIT Workout und alle 2-3 Tage HIIT+Kraftsport-Übungen (insg. 1,5 Std. Training). Ich habe also oben die Werte erhalten, weil ich „mittlere Aktivität“ eingegeben hatte.

Meine Frage: Welchen Kalorienbedarf habe ich nun? Bin ich mittlerer Sportler, weil ich halbe Stunde am Tag trainiere und alle 2 Tage zusätzlich längeres Krafttraining mache? :slight_smile:

PS:
Es gibt noch eine Tabelle zum Kalorienbedarf:
Unter 30 Minuten 2100-2500 kcal
30 bis 60 Minuten 2500-2700 kcal
Über 60 Minuten 3000-3500 kcal

Der Rechner ist Schwachsinn. Es wird weder nach Sportarten unterschieden, noch genau erklärt, wie sich die einzelnen Einschätzungen zum Sport zusammensetzen. Nach eigenem Gefühl? Nach bundesdeutschem Durchschnitt? Nach dem Umfeld? Alleine da komme ich dann auf 3 verschiedene Einstufungen…

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Ich halte von diesen stumpf mechanisierten Rechenmanövern auch rein nix.
Sie erfassen viele relevante Grundbedingungen für den Kalorien-, aber auch sonstigen Nährstoffbedarf eben nicht.
Außerdem verführen sie dazu, diese ganz normalen körpereigenen Bedürfnisse (de man m. E. auch spüren kann) völlig außer Acht zu lassen und letztendlich sich selber nicht mehr zu trauen.
LG
Amokoma1

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Hi!

Ganz so schwachsinnig auch wieder nicht, sofern man die Werte interpretiert und nicht absolut nimmt.

Die viel größere Problematik ist der individuelle Umgang des Körpers mit den Kalorien: Hier wird ganz einfach vom Durchschnitt ausgegangen, alleine der Grundumsatz kann nur durch den Besuch eines Arztes bestimmt werden, denn schon hier ergibt sich z.b. bei Schilddrüsenfehlfunktionen ein komplett anderer, vor allem aber extrem abweichender Wert (da kann der Grundumsatz schon mal um 1000 Kalorien nach unten rasseln).
Auch wie der Körper mit den zugeführten Kalorien umgeht, kann nur medizinisch abgeklärt werden, ganz abgesehen davon, durch welche Lebensmitteln diese Kalorien zu sich genommen werden.

So ein Rechner ist mal eine Einstiegshilfe, wenn man z.b. Abnehmen will, aber sicherlich nicht für mehr, denn alleine schon die Eingabe bei den Daten ist viel zu einfach.
Ein 1,80m-100kg-Muskelpracker wird hier dieselben Werte rauskriegen, wie ein 1,80m-100kg-Couchpotatoe mit gehörigem Bauchansatz - wobei der Eiweißvernichter das Ergebnis wahrscheinlich wesentlich besser interpretieren kann.

Grüße,
Tomh, der während seiner Abnehmphase genau diesen Rechner zum Interpretieren genutzt hat

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Hi!

Geh zum Arzt, ev. ein Sportarzt o.ä., die können dir sogar fast ganz genau sagen, wie deine Werte resp. dein Grundumsatz/Kalorienbedarf/etc. ist.

Alleine der Unterschied zwischen „mittel“ und „leicht“ beim Sport ergibt bei mir eine Differenz von fast 400kal, wobei bei dir lt. Definition ein tägliches HIIT eigentlich schon fast ein „schwer“ bzw. „Leistungssport“ wäre (was bei mir nochmals 500kal wären, also hätte ich je nach Interpretation einen Spielraum von fast 1000kal - und das ist eine zu große Menge).

Ich schrieb schon unten: Es kann nur eine erstmalige Standortüberprüfung oder zwischendurch mal zu sehen, wie es so läuft.
Aber ein richtiges Ergebnis - auch aufgrund er individuellen Gegebenheiten - kann nur ein Arzt geben.

Grüße,
Tomh

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Dass Christian nun deshalb zu irgendeinem Facharzt gehen sollte, sehe ich nicht unbedingt. Es sei denn, er fühlt sich nicht gesund und glaubt, es liegt an dieser Kaloriendifferenz.
Vielleicht sollte Christian einfach mal für sich selber (ohne sich Zwänge anzutun) 2 Wochen lang eine Art Ernährungsprotokoll (alles notieren, was er zu sich nimmt - auch einzelne Kleinigkeiten) und parallel dazu ein Bewegungsprotokoll (alles mit Dauer festhalten, was halt mit Bewegung verbunden ist) führen.
Das ist anfangs etwas umständlich, es geht aber.
Ich musste das mal wegen Teilnahme an einer Ernährungsstudie. Das war sehr aufschlussreich für mich.
Im wärmeren Halbjahr futter ich bis auf ein üppiges Frühstück quasi ganztägig irgendwelche eher kalorienarme Kleinigkeiten, aber eiweiß- und vitaminreich.
Ein Eis mit Sahne ist da gelegentlich dabei. Auch ein Stück Kuchen.
Ich laufe viel rum und arbeite auch ca. 1 Std. durchschnittlich täglich im Garten.
In der kälteren Jahreszeit frühstücke ich nicht ganz so üppig, futtere nicht so viel zwischendurch, esse mittags ein paar Kekse oder fetten Yoghurt mit Obst oder so. Gegen 16.00/17.00 Uhr kommt dann der große Jappel auf was Gescheites: Also eine richtige warme Mahlzeit. Anschließend, wenn die gesackt ist, wieder was Kleines.
Auch Bewegung sieht anders aus: weniger oder kaum Gartenarbeit und auch nicht regelmäßig täglich wenigstens ca. 6 km zu Fuß.
Das merke ich im Winterhalbjahr sehr deutlich:
Trotz ziemlich durchgängig gleicher Kalorienzufuhr achte ich im Dreckshalbjahr darauf, pro Tag im Durchschnitt wenigstens ca.8 km zu Fuß zu gehen oder einer Bequemlichkeit durch Bewegung zu entweichen. Sonst nehme ich nämlich zu, und das nicht an den Stellen, an denen das passen würde.
Christian sollte mehr auf sich selber vertrauen. Es ist im Übrigen auch ein gutes Gefühl, selber zu wissen, was zu tun ist.
LG
Amokoma1

Oder es sei, dass er fachmännisch seinen Grundumsatz wirklich wissen will - alles andere ist nur Fischen im Trüben.

Genau das hab ich vor ca. einem Jahr ebenfalls angefangen - da gibt’s sogar gar nicht mal so schlechte Apps dafür - und es diszipliniert fast ein dreiviertel Jahr durchgezogen, denn nur so erkannt man, warum die Waage „ganz plötzlich“ mehr anzeigt, als man eigentlich möchte :wink:
Seit drei Monaten hab ich es ca. im Gefühl, warum ich wann und wieviel mehr oder weniger auf die Waage bringe.

Mir hat dieses „Kalorienprotokoll“ (denn genau so etwas war die App) dabei geholfen, von etwas über 105kg innerhalb von 8 Monaten auf mein Idealgewicht von 73kg zu kommen (eigentlich viel zu schnell) - seit ca. vier Monaten halte ich nun auch ohne das Protokoll das Gewicht, weil es mich in Sachen Kalorienzufuhr und -abbau sensibilisiert hat und ich somit in etwa weiß, wieviel kg ich durch welche Lebensmittel zu- und durch welche Bewegung abnehme.

Das ist ein schwerwiegender Punkt: Ich habe auf nix verzichtet - nur eben etwas weniger und etwas seltener davon gegessen.

Grüße,
Tomh

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