Habe ein Brief zu beantworten wo die Abschlussgrußformel lautet:
Ihr VB
Mit welcher Grußformel kann ich hier antowrten und ist dieser Grußformel eher förmlich oder freundlich-privat.
Freue mich über alle Antworten und Anregungen
Servus,
das wäre jetzt schön zu wissen, ob Du deutsche Muttersprachlerin bist oder nicht, damit man weiß, wie detailliert man erläutern muss…
Heute wird diese Formel eher privat verwendet, falls überhaupt noch. Es schwingt dabei ein bissel was von der Distanzierung von Intellektuellen gegenüber den aufgeblasenen formalen Ritualen der „professionellen“ Welt mit. Grundsätzlich kann sie aber auch in nicht privater Korrespondenz stehen, sie ist freundlich - wohlwollend, von Sympathie geprägt. Man findet sie etwa in (auch geschäftlichen) Korrespondenzen von Literaten, Verlegern etc. während des ganzen zwanzigsten Jahrhunderts. Wenn Du sie nicht selbst auch verwenden willst (eine Nuance ist noch zwischen den Geschlechtern, sie wird sich zu ihm nicht ohne weiteres als „die Seine“ äußern), kann ähnliches etwa bedeuten „mit herzlichem Gruß“.
Wenn ich Deine Mailadresse richtig interpretiere: „Ihr“ steht in der Nähe von „Cordialement“, „Bien cordialement“ und „Bien à vous“ (wobei letzteres auch wörtlich gleichbedeutend ist).
Schöne Grüße
MM
Hi.
Da ich das „mit freundlichen Grüßen“ zu gestelzt und zu abgegriffen empfinde, habe ich mir angewöhnt zu schreiben:
Es grüßt
Michael K. Mustermann
☼ Markuss ☼
Ich werde wohl langsam alt
Hallo Markuss
Da ich das „mit freundlichen Grüßen“ zu gestelzt und zu
abgegriffen empfinde …
Interessante Aussage! Mir ist noch nie aufgefallen, dass ich mit
abgedroschenen Floskeln grüsse. Werde ich einfach alt, zusammen mit
meinen gewohnten Redeweisen?
Dass du aber ausgerechnet «Es grüßt …» als zeitgemässer und frischer
betrachtest, lässt mich etwas ratlos zurück!
Grüsse vom Bald-Grufti
Rolf
grauenvoll, Herr Mustermann
owt
&
Hallo Rolf,
Werde ich einfach alt,
zusammen mit
meinen gewohnten Redeweisen?
Nicht wirklich (sic).
Dass du aber ausgerechnet «Es grüßt …» als zeitgemässer und
frischer
betrachtest, lässt mich etwas ratlos zurück!
Schütteln wir gemeinsam den Kopf. „Es grüßt …“ klingt schrecklich altbacken.
Gruß
Elke
Wer wird schon jünger…?
Hallo Markuss
Da ich das „mit freundlichen Grüßen“ zu gestelzt und zu
abgegriffen empfinde …Interessante Aussage! Mir ist noch nie aufgefallen, dass ich
mit
abgedroschenen Floskeln grüsse. Werde ich einfach alt,
zusammen mit
meinen gewohnten Redeweisen?
Das hat sicherlich nur indirekt etwas mit deinem Alter zu tun.
Denn Sprache und Gewohnheiten leben. Da kann sich auch mal etwas ändern. Ich erinnere nur an das frühere „Hochachtungsvoll …“
Dass du aber ausgerechnet «Es grüßt …» als zeitgemässer und
frischer
betrachtest, lässt mich etwas ratlos zurück!
Warum?
Ist ja nur ein Vorschlag. Kurz und knapp, nicht übertrieben, dennoch freundlich.
Ich vergaß vielleicht zuerwähnen, dass ich diese Formulierung in beruflichen Emails benutze, nicht in Briefen.
(So gesehen habe ich nicht korrekt auf die Frage geantwortet – mein Fehler! *ascheaufmeinhauptschütt*)
Es ist einfach schneller zu tippen.
Und zudem kann es das manchmal gebräuchliche „MfG“ ablösen. Das empfinde ich nämlich als unfreundlich und dahin’geschmiert’.
Aber das kann jeder sehen, wie er will.
Es ist schließlich ‚nur‘ meine Meinung.
Mit dem Lesen meines Beitrags verpflichtet sich ja niemand dem Inhalt Folge zu leisten… 
☼ Markuss ☼
Hallo Markuss,
Da ich das „mit freundlichen Grüßen“ zu gestelzt und zu
abgegriffen empfinde …
Diese Floskel ist eben dabei, ins Beamtendeutsch einzudringen.
Ob das den Schluss zulässt, dass sie „abgegriffen“ ist???
Das hat sicherlich nur indirekt etwas mit deinem Alter zu tun.
Denn Sprache und Gewohnheiten leben. Da kann sich auch mal
etwas ändern. Ich erinnere nur an das frühere
„Hochachtungsvoll …“
Das liegt daran, dass man heutzutage ja vor kaum jemand Achtung empfindet, geschweige denn Hochachtung.
Dass du aber ausgerechnet «Es grüßt …» als zeitgemässer und
frischer
betrachtest, lässt mich etwas ratlos zurück!Warum?
Ist ja nur ein Vorschlag. Kurz und knapp, nicht übertrieben,
dennoch freundlich.
Immerhin aber sehr unpersönlich.
Formulierungen in der dritten Person erinnern schon sehr stark an das 19. Jahrhundert. Nehm’ er sich das zu Herzen! 
Aber das kann jeder sehen, wie er will.
Es ist schließlich ‚nur‘ meine Meinung.
Mit dem Lesen meines Beitrags verpflichtet sich ja niemand dem
Inhalt Folge zu leisten…
Jajaaaa, erschießt dich ja eh keiner. 
Das „MfG“ wird übrigens neuerdings häufig durch „LG“ ersetzt.
Gruß aus Wien
Barney
Heisser Tipp
Hallo Markuss
Ich erinnere nur an das frühere
„Hochachtungsvoll …“
Ach ja, und manchmal war die Hochachtung noch «vorzüglich»!
Ich vergaß vielleicht zuerwähnen, dass ich diese Formulierung
in beruflichen Emails benutze, nicht in Briefen.
Das macht für mich wenig Unterschied. Bloss bei einem schnellen Hin
und Her von kurzen Botschaften werden auch meine Förmlichkeiten
kürzer.
Es ist einfach schneller zu tippen.
Hat dein E-Mail-Programm keine Automatik für den «Fuss», ich meine
eine «Signatur», also frei editierbare Absender-Angaben?
Dort habe ich über meiner Adresse eingegeben:
«Mit freundlichen Grüssen
Rolf Holstein
Liebe Grüsse
Rolf»
… und eins von beiden lösche ich – das geht
noch schneller als selbst etwas Kurzes tippen!
Hier echt getippt:
Mit freundlichen Grüssen
Rolf
Persönliches
Hallo.
Da ich das „mit freundlichen Grüßen“ zu gestelzt und zu
abgegriffen empfinde …
Diese Floskel ist eben dabei, ins Beamtendeutsch einzudringen.
Ob das den Schluss zulässt, dass sie „abgegriffen“ ist???
Sorry, aber diesen Schluss hatte ich nicht gezogen, da ich gar nicht vom Beamtendeutsch geredet hatte.
Wenn man in (fast) jedem (gedruckten) Brief das „Mit freundlichen Grüßen“ liest, wirkt es irgendwann von selbst abgegriffen.
Ich sagte ja nur, dass ich es so empfinde.
Früher schrieb man auch „Betreff…“, und heute lässt man es weg.
Ich erinnere nur an das frühere „Hochachtungsvoll …“
Das liegt daran, dass man heutzutage ja vor kaum jemand
Achtung empfindet, geschweige denn Hochachtung.
Das läuft glaube ich auf ein etwas anderes Thema hinaus.
Dass du aber ausgerechnet «Es grüßt …» als zeitgemässer und
frischer betrachtest, lässt mich etwas ratlos zurück!
Warum?
Ist ja nur ein Vorschlag. Kurz und knapp, nicht übertrieben,
dennoch freundlich.
Immerhin aber sehr unpersönlich.
Also zumindest dein ‚sehr‘ muss ich anzweifeln, wenn ich nicht sogar das ‚unpersönlich‘. Denn du vergisst, dass ein Gruß grundsätzlich etwas Persönliches ist!!
Die Einschätzung des Unpersönlichen zeigt eigentlich, dass eben diese Grußformeln durch ihren häufigen Gebrauch abgenutzt sind, und ein Gruß gar nicht mehr als das empfunden wird, was er eigentlich ist.
Formulierungen in der dritten Person erinnern schon sehr stark
an das 19. Jahrhundert. Nehm’ er sich das zu Herzen!
Das klingt wirklich alt. Es ist allerdings ein kleiner Unterschied, ob ich den anderen in der 3.Person anrede, oder von mir selbst in der 3.Person spreche. Ob ich also den anderen ‚neutralisiere‘ (was mir gar nicht zusteht) oder mich selbst.
Übrigens: Wenn man „Mit freundlichen Grüßen Mustermann“ verwendet, ist grammatikalisch gesehen gar keine Person (weder 1. noch 3.) formuliert. Da finde ich die 3.Person schon persönlicher als gar keine Person.
Aber das kann jeder sehen, wie er will.
Es ist schließlich ‚nur‘ meine Meinung.
Mit dem Lesen meines Beitrags verpflichtet sich ja niemand dem
Inhalt Folge zu leisten…
Jajaaaa, erschießt dich ja eh keiner.
Gott sei Dank! Möge er Recht haben. 
Das „MfG“ wird übrigens neuerdings häufig durch „LG“ ersetzt.
Das stimmt. Aber nur im elektronischen Briefverkehr.
Gruß aus Wien
Barney
Es grüßt mit freundlichen Grüßen hochachtungsvoll
☼ Markuss ☼
Hier noch ein Link:
http://www.korrekturen.de/forum/index.cgi/read/4567
Kalter Tipp
Hallo Rolf.
Ich vergaß vielleicht zuerwähnen, dass ich diese Formulierung
in beruflichen Emails benutze, nicht in Briefen.
Das macht für mich wenig Unterschied. Bloss bei einem
schnellen Hin und Her von kurzen Botschaften werden auch meine
Förmlichkeiten kürzer.
Meistens sind meine Emails ein schnelles Hin und Her, weil es um kleine Informationen bzw. Nachfragen geht.
Es ist einfach schneller zu tippen.
Hat dein E-Mail-Programm keine Automatik für den «Fuss», ich
meine eine «Signatur», also frei editierbare Absender-Angaben?Dort habe ich über meiner Adresse eingegeben:
«Mit freundlichen Grüssen
Rolf HolsteinLiebe Grüsse
Rolf»… und eins von beiden lösche ich – das geht
noch schneller als selbst etwas Kurzes tippen!
Du wirst lachen. Natürlich habe ich diese Signatur in Gebrauch.
Da steht
«Es grüßt
Markus W. Schreiber»
plus die ganzen Kontaktdaten und die rechtlich notwendigen Angaben wie Geschäftsführer, Amtsgericht blabla.
Wenn ich firmenintern Kollegen anschreibe, lösche ich das meiste, und ersetzt es mit
«Gruß Markus» oder «Markus»
oder sogar mit dem Kürzel
«MWS»
☼ Markuss ☼
P.S.:
Wenn ich meine Liebste anschreibe, ist das letze Wort
«Mar-KUSS!» 
Danke für den Link! owT
.